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17. März 2022

Hawaiigold

Foodporn: schwarzes Salz eßbar

Das war bei dem Wagyu dabei.

Über das Gold der Sahara weiß der RBBtext zu berichten:

Nun kommt der Saharastaub auch nach Berlin und Brandenburg.
Endlich wieder Calima.

23. Januar 2022

Kollateralschaden im Teno-Gebirge

Ich habe extra nochmal den GPS-Trekkies nachgeschaut. Je nach Telefon, Satellitenabdeckung und verwendeter Software ist der Rundkurs um den Großen Gala (Gran Gala) zwischen 9,5 und 10,5 km lang. Bei den Höhenmetern sind sie sich weitestgehend einig. zwischen 426 bis 456 stehen zur Auswahl. Das war dann mal eine stramme Leistung, für die ich mich, der niemals mehr Hochgebirge wandert, mal auf die Schulter klopfe.

Auch wenn Calima war, und somit der Teide nicht zu sehen, auf der Nordseite des Rundkurses war weniger Sahara. Somit habe ich wieder mal Masca aus 600 Metern Höhenentfernung fotografieren können.

Zur Hälfte der Wanderung wurde ich dann, nach etlichen mitfühligen Fragen nach meinem Befinden, proaktiv und bat mich überholende Wanderer darum, meiner Gruppenführerin mitzuteilen, daß ich mich in der letzten Steilkurve vor dem Picknickplatz den Hang hinauf quäle.

Nach der Offerte eines leckeren Mojobrots machte sie mich auf die Tatsache aufmerksam, daß ich in einem ziemlich zerlederten Zustand auf dem Hochplateau angekrochen kam. Bei meinen Schuhen der Barfußmarke Vivobarefoot hatte sich die Klebung der Sohle unter der mechanischen Belastung in Luft aufgelöst. Ich sehe da keine Möglichkeit, daß das noch reparabel ist. Schaumerma.

Die Menschheit hat längst noch nicht alle Klebeprobleme gelöst. Jahrelang dachte ich, es sei an dem.

17. Januar 2022

Calima

Das ist kein Vollmond, sondern die Ankündigung eines Sonnenuntergangs auf brutalstmögliche Art. Die Sahara kommt.

26. Februar 2020

Massenmord in Hanau: zum Sachstand


Rasierklingenscharf erscheint die Grenze des Calima von der Bergstation der Teleferico aus.

Michael Klonovsky
Nach wie vor gibt es keine belastbaren polizeilichen Aussagen zum Amoklauf in Hanau. Im Gegenteil, die Polizei hat praktisch im Tagestakt darum gebeten, von Spekulationen abzusehen und den Abschluss der Ermittlungen abzuwarten.
...
Und dennoch wissen alle Öffentlichkeitsarbeiter Bescheid. Ein Gestank von Misstrauen liegt über Kein-schöner-Land.
Nun, es gibt noch die belastbare Aussage des Chefs vom BKA über eine schwere psychotische Krankheit des mutmaßlichen Schützen Tobias Rathjen.

Zu deutsch. Niemand weiß etwas. Außer die Medien Schaffenden, denn dort hat jeder, der ein Redaktionsgebäude betrat, heftig sein Anal bemüht und das, was herauskam, als der Weisheit letzter Schluß verkauft, auch wenn es nur des Darms Trägheit letzter Schuß war.

Kriminalpolizeilich ist so viel nicht zu tun. Tatortarbeit an zwei Tatorten, einsammeln aller Projektile und Hülsen, ballistische Vermessung des Raumes und vertüten der Humanspuren. Möglicherweise braucht man die noch.

Die Rechtsmediziner müssen die Todeursachen bestimmen, ebenfalls Humanspuren sichern, wo nötig und möglich, die Schmauchspuren sichern und das Ergebnis der KriPo zum Abgleich mit den Ergebnissen vom Tatort überhelfen.

Dann sind da noch Waffen sichergestellt worden. Die müssen beschossen werden, um das Ergebnis mit den Ergebnissen der Rechtsmedizin und Tatortuntersuchung zu vergleichen. Ich wollt gerade schreiben, in Über­einstimmung zu bringen, aber das gibt es ja nicht mehr. Die Polizei gelobte ja Besserung nach den schlampigen Ermittlungen zum den Döner-Morden.

Dann wäre noch zu klären, wer bei den Rathjens wen ermordet hat, erst der eine den anderen oder umgekehrt, wie beim NSU. Oder gar ein anderer alle beide. Erst recht wie beim NSU.

Dann wäre da noch ein Auto, unter dessen Zuhilfenahme die Morde verübt worden sein sollen. Da ließen sich zur Not auch Schmauchspuren finden, je nach dem, wie die Pistolen transportiert wurden.

Und wenn das alles fertig ist, sollte Herr Münch vom BKA der strulle­doofen Ulla Jelpke, die sich als Die Linke kostümiert, unter Herbeiziehung von in den 50er Jahren erlaubten Züchtigungsmethoden die Wahrheit reinrohrstocken oder so. Allerdings gibt es erhebliche Zweifel, ob das wider die Dummheit hülfe. Mit den Shisha-Morden läßt sich prächtig politisch Kapital schlagen, da kann durchaus mal seine ganze Blödheit zu Markte tragen.
„Das Massaker von Hanau hat die Gefahr des Rechtsterrorismus wieder auf schreckliche Weise deutlich gemacht.“
Nö, hat es eigentlich überhaupt nicht. Jedenfalls nicht bis gestern Abend. Es hat die Hilflosigkeit und grenzenlose Dummheit der Medien Schaffen­den und ihrer Vorbeter in den Parteien entlarvt.
Redet mit den Leuten nach Maßgabe ihres Verstandes!
Annemarie Schimmel, Die drei Versprechen des Sperlings: die schönsten Tierlegenden aus der islamischen Welt
Wenn das dieser Rechts­extremismus ist, dann ist Jelpkes Ansage okay, ansonsten Sahara in ihrem Hirn. Die hat sich dieser Tage zum schlimmsten Calima der letzten 50 Jahre oder so hinreißen lassen und alles Leben gen Kanaren zum Erliegen gebracht. Und nun ist auch Corona angekommen, das erste gigantisch große Hotel wurde unter Quarantäne gestellt.

Fakt ist, es wird zwar behauptet, der Rathjen seis gewesen. Man sollte das aber auch zweifelsfrei beweisen können. Was ein wenig schwierig oder glücklicherweise genauso ist, denn der ist tot. Gegen Tote wird nicht ermittelt, Klappe zu, Affe tot, Zweck der Übung erreicht.

Da müssen wir uns glücklich schätzen, daß der versuchte Massenmord in Volkmarsen zwar auch trendete wie verrückt, aber gottseidank nur ein Vorfall (Spiegel) war. Insofern verwundert nicht, daß Jeckenpropaganda im Fernseher wichtiger ist als der Vorfall mit einer Limousine von Daim­ler. Da lohnt das Aufstehen gar nicht erst, um pünktlich auf der nächsten Haltungsdemo aufzuschlagen. Mir fehlen jetzt zwar die richtungswei­sen­den Worte der Jelpke, die für das Volk von Volkmarsen wohl keine Zeit hatte. Doch das überstehe ich schon irgendwie.

19. Dezember 2019

Fortaleza bei El Portillo

Unfaßbar, was Helden der Arbeiterfotografie auf Teneriffa geboten kriegen. Einen Sommer im Winter mit ohne Calima zum Beispiel. Oder noch einmal eine knackige Fotowanderung zur Fortaleza, dem letzten Rest vom Kratereinsturz.

Ausgerechnet an diesem Tag gibt es eitel Sonnenschein, leichte Zeichnung im Himmel, keinen Wind und somit eine Wanderung auf 2000 Metern Höhe im Funktionspullover. Hatte es im Teno bei 9 Grad noch geregnet wie Sau, so gestern das Gegenteil. Ich konnte den lieben langen Tag lang den Teide bei besten Lichtverhältnissen fotografieren.

Wer an dem Tag Seilbahn gebucht hatte, hatte einen Lottovierer. Alle Inseln zu sehen. Ein Traum. Bei der Hochfahrt via Vilaflor kurz auch Gran Canaria, aber wegen dem einen Foto und extra wegen mir fährt sie jetzt nicht zurück, meinte die Wanderführerin.

Ich habe die Gruppe nach Absprache sausen lassen und eine meditative Fotowanderung mit mir selber veranstaltet. Daß das überhaupt geht, habe ich meinem Forscherdrang und dem Doktor zu verdanken, der eine Lösung für ein dringend zu behandelndes Problem fand. Und siehe da, nun gehts wieder.

29. Dezember 2018

Perlen der Arbeiterfotografie: Bootsfahrt Los Gigantes



Ich hatte am Punta de Teno ja jede Menge Zeit, um ein erfrischendes Bad zu nehmen, was mich allerdings den lecker hausgemachten Mojo kostete, denn den haben die anderen auf mein Wohl verschlungen.

Dann kam das Indianerkanu und wir gingen zum Anleger rüber. Das sollte ein eine recht sportliche Angelegenheit ausarten, denn man mußte im passenden Augenblick von der schmalen Treppe am Kai auf den Steg des Bootes hüpfen und die Reling zum Festhalten erwischen. Da hieß es Geduld haben, denn der Wellengang ließ das Boot heftig nach oben und unten schaukeln.

Als dann alle drin waren, gab es von den Schaulustigen Beifall auf offener Szene. Noch sportlicher erwischte es den Bootsmann, denn der wollte nach Hause, da er wohl eher in Buena Vista del Norte wohnt, was von hier gerade mal 5 km zu Fuß sind, oder eine Anhaltertour. Der konnte sich nicht festhalten.



Wir sind dann kurz in die Bucht von Masca reingefahren. Der Anleger ist bereits repariert, sie haben in der Mitte des Steges eine zusätzliche Stütze eingearbeitet. Im Foto ist gerade noch so zu erkennen, daß die Finca bewohnt ist, denn in der Tür steht jemand.



Dann kommt Los Gigantes in Sicht. Die Hütten können sich Normal­sterbliche nicht leisten. Wer da wohnt, kann sich am Abend auf den Balkon setzen und bei lecker Grillsteak heftig schöne Sonnenuntergänge genießen. Das hat seinen Preis.



Einen Preis haben sich auch die Wanderführerinnen verdient, die den Bootsführern und Taxinunternehmen durch alternative Wandertouren die Stange halten, so daß sie wenigstens etwas verdienen können. Mit dem Speedboot bin ich schon mal gefahren, als es die Mascaschlucht bergauf ging. Langjährige Treue wird belohnt. Dieses Jahr gab es für die beiden Damen einen Flachbildfernseher aus Massivgold. So schwer jedenfalls waren die Kartons. Es kann allerdings auch der Weinvorrat für ein Jahr oder ein halbes Schwein in Form von Edelschinken gewesen sein. Oder von allem etwas.



Und weil mich die Truppe wegen meiner Bummelei unweit des Hafens von Los Gigantes einfach hatte stehen lassen, schaute ich mir nochmal das Tagesziel aus der anderen Richtung an. Die Landzunge im linken Bilddrittel ist bei Sonnenuntergang zu erkennen. Der Calima hatte deutlich an Sandstrahlkraft verloren.

25. Dezember 2018

Perlen der Arbeiterfotografie: Anflug Teneriffa

Seit fast 20 Jahren fliege ich regel- und manchmal auch mäßig gen Kanaren. Diesmal waren jedoch erstmalig alle Umstände günstig, ein paar Fotos anzufertigen. Mehrere der hinteren Reihen im Flugzeug waren nicht besetzt, so daß kurz vor der Angst entschieden werden konnte, auf welcher Seite ich mich für die Landung anschnallen muß.



Die Flugroute war wie immer. Berlin, Nancy, Lissabon, Madeira und dann irgendwie Teneriffa. Manchmal geht sie auch via Madrid und Tarifa in die Richtung, wahlweise via Madeira oder die anderen Inseln, also Gran Canaria.

Oder man macht es wie die im August. Der Hinflug ging über die Alpen, am spanischen Teil des Mittelmeeres entlang über Marokko und Fuerteventura und Gran Canaria über die Südseite zur Insel, wobei Gran Canaria im Norden oder Süden umflogen wird.

So einen Rückflug hatte ich auch erstmalig. Normaler Start gen Osten, alos Gran Canaria, dann aber eine scharfe Kurve zurück nach Teneriffa, über San Andres dann das Anaga-Gebirge überflogen, dann wieder eine scharfe Kurve, um nach Norden einzuschwenken. Gut, daß der Fotoapparat in der Ablage lag, denn über dem Anaga waren Wolken aufgezogen, so daß die Bilder nichts sehenswertes enthalten hätten. Die Insel als solche war wolkenfrei.

Das ist alles egal. Ich sitze fast immer rechts, habe aber diesmal zum ersten Mal Madeira gesehen, den Ostteil mit dem Flughafen Funchal. Der Rest der Insel blieb unter Wolken verborgen. Als ich dann die beiden Huckel von La Palma sah, enterte ich noch schnell die linke Seite des Flugzeugs, da klar war, daß der Anflug über die Nordseite und den Westen erfolgen würde.

Und schon tauchte eine Reihe vor mir der Teide auf.



Fotografische Perlen sind das alles nicht, da die Reinigungscrew vor dem Abflug vergessen hatte, die Bullaugen blitzeblank zu putzen. Aber! Ich habe die Bilder, die ich schon immer mal haben wollte, doch wegen der Umstände nie bekam. Für den Deutschen Fotopreis in der Kategorie Luftbildfotografie reichen sie somit allemal.



Hier sehen wir den Norden der Insel mit dem Orotava-Tal, links, das Humboldt vor Entzücken jauchzen ließ, und weiter im Nordwesten, rechts im Bild, die letzten vereinzelten Gehöfte und Gemeinden, wie Los Realejos, Garachico und Los Silos.



Das Flugzeug wäre fast umgekippt, als es eine scharfe Kurfe gen Süden flog. Das war die beste Gelegenheit, den westlichsten Punkt der Insel zu fotografieren, da ich vorhatte, eines Tages genau dorthin zu wandern, was auch auf den letzten Drücker geklappt hat. Der Muskelkater ist seit gestern Abend rausgeeitert.



Sekunden später eine andere Sicht auf das Wanderziel. Diese beiden Fotos benötige ich, um in einem der nächsten Teile diese Wanderung zu besprechen.



Dann ging es am Teno-Gebirge vorbei. Auch dieses Foto wird noch einmal besprochen. Mittig ist die Masca-Schlucht zu sehen, die für den Besucher­verkehr immer noch gesperrt ist. Zitat: Eine Frechheit, was man sich hier erlaubt und die Öffentlichkeit völlig im Unklaren läßt, was passiert oder geplant ist.

Der Montana Gala, die Arenas Negras und der Guergues-Steig sind ebenfalls zu sehen.



Seine Majestät, der Teide. Unten, in der Bildmitte, das müßte Costa Adeje sein bzw. das Winglet.



Und so endete der Einmarsch auf der Insel. Über ganz Teneriffa blauer Himmel. Daran sollte sich in den nächsten drei Wochen auch nichts ändern, zumindest im Süden, von den Schüben des Calima mal abgesehen, der die Sahara gen Brasilien transportierte und einen hauchzarten ockergelbbraunen Farbfilm in der Luft hinterließ.

Diese wolkenfreie Sicht auf den Teide-Nationalpark hat man für gewöhnlich mal zwei oder drei Tage, aber nie mehrere Wochen am Stück. Im Gegenzug gab es einen vorzüglichen Sommerurlaub bei Temepratruen um die 22-24 Grad. Das Wasser umschwallte einen bei lauschigen 20 bis 22 Grad.

22. Dezember 2018

Gestänge aus der Reperatur zurück

So, da habe ich mein Gestänge wieder abgeholt, aber mir ausbedungen, daß ich es einem ausgiebigen Qualitätstest unterziehen möchte. Also, die Ankündigung eines solchen wurde widerspruchslos hingenommen.

Da Muskelkater bis hoch zum Arsch kein Vertragsbestandteil war und selbiger auch von keiner Gestängereparatur weggezaubert werden kann, sondern selber rauseitern muß, kann das neue Gestänge als höchst gelungene Arbeit bezeichnet werden.

Ich werde es zumindest über den deutschen Winter mit Vorsicht tragen.


Der Hafen und Ort Los Gigantes ist vom Punta de Teno (Leuchtturm) aus kaum zu erkennen, so wütete der Calima an diesem Tag auf Meereshöhe.

Und Los Gigantes sieht man nicht.

Es war immer noch Calima. Die Tour ging nördlich von Masca am Rande das Beckens von Buena Vista del Norte entlang, dann nach Westen 800 Meter abwärts zum Punta de Teno, einem Leuchtturm, der westlichste Punkt von Teneriffa.

Am schlimmsten waren die letzten die 300 Meter Abstieg. Dagegen ist die Mascaschlucht sowas wie eine Strandpromenade. Ich habe alle Muskeln, die ich sonst völlig umsonst mit mir rumschleppe, in Betrieb gehabt. Das merke ich immer noch. Wenigstens knarzt und quietscht es jetzt an anderen Stellen im Körper.

Der ausführliche Bericht der Qualitätsprüfung wurde höchst wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Außerdem habe ich doch noch jene beiden Damen getroffen, die wir die Flausen über die Ziellinie eingeredet haben. So konnte ich mich sogar höchstpersönlich dafür bedanken.

18. Dezember 2018

Fire Cider statt purer Ingwersaft

Wagner 17. Dezember 2018 um 19:24 Uhr

@Die Anmerkung

Betr.: Perlen der Arbeiterfotografie: Zumo Jengibre
Viele haben ja mit mir mitgelitten und mich für die mentale Stärke bewundert, puren geraspelten Ingwer zu vertilgen. Nur mit Wasser zum Runterspülen.

Das Hauptproblem ist aber seit drei Tagen erst mal gelöst. Ich komme wieder ohne Nasenspray über den Tag und, noch wichtiger, durch Nacht und Siesta.

Das Problem fing vorige Woche an, als ein Calima sehr trockene Luft an Land geworfen hat. Da hatte ich auf einmal Schnorchelatmung. Auf 400 Metern Höhe waren gerade mal zwischen 20 und 40 Prozent relativer Luftfeuchte.

Gestern kam der nächste Calima, diesmal mit phänomenal feuchter Luft unterhalb der Staubgrenze. Teneriffa war wolkenfrei, aber der Teide nur zu ahnen, so viel Kjellefölddawiddelwumms-Staub lag in der Luft. Wie damals beim Flugverbot über ganz Europa.

Die feuchte Luft kann momentan nicht nach oben entfleuchen und muß auf Meeresniveau verbraucht werden. Alles ist gut.

Da erreicht mich via Blog AK NSU ein Kommentar, ich solle die amerikanische Variante probieren. Im Grunde sind da für mich alle Ingredenzien verboten. Ich werde dem Rezept aber in abgeschwächter Form eine Chance geben. Eine. Ab nächstes Jahr sind immer zwei Flaschen Ingwer-Konzentrat mit im Koffer. Fertig ist die Laube.

11. Dezember 2018

Lenin auf Teneriffa: Was tun?



Den toten Mann geben. Lenin ist tot.

Das ist auch das einzige, was die Zauberin in Handmagie zwecks physischer Ertüchtigung freigegeben hat, denn den toten Mann merkt man mir an. Ich soll ihm allerdings nicht durch endlose Wanderungen im Gelände den Garaus machen. Darauf bin ich eh selber zwei Tage vor ihrer mahnenden Rede gekommen und habe alle Stecker gezogen. Sich selber beim Faulenzen zuschauen ist da immer noch die erste Wahl und nicht zu toppen.

Kein Problem, sage ich, bis nächste Woche kommt noch Snooker. Da klatsch ich mich auf's Bett und zieh mir eben das rein.

Außerdem ist es so prickelnd auch wieder nicht, bei einem Calima, der 30 Grad an Land schaufelt, die Vulkanlandschaft breitzulatschen.

Und wenn toter Mann spielen bei angenehm temperierten 22 Grad und Gestänge reparieren lassen die beiden einzigen sinnvollen Tätigkeiten sind, neben Ronnies Sieg bei der UK Championship entgegenfiebern, dann ist das so.

23. August 2018

Zielgebiet Teneriffa



Alexander Gerst hatte ja letzten Sonntag ein Foto vom Zielgebiet veröffentlicht. Das dürfte, bewertet man die Schatten, so gleich kurz nach Sonnenaufgang entstanden sein, bis spätestens 9 Uhr.

Oha, die Ziellinie war keine Ziellinie, sondern eher ein Zielgebiet, in dem die Ziellinie flexibel hätte hin und her geschoben werden können? Das war allerdings nicht nötig, wie das obige Video zeigt, denn genau an dem Tag pausierte der Calima höflicherweise, um dem Teidekucker beste Lichtbedingungen zu spendieren.

Es handelt sich um einen 270-Grad-Schwenk von ungefähr Südost bis Nordost, da, wo der Wind herkommt. Die restlichen 90 Grad sind uninteressant, da es sich im Felsgestein direkt im Rücken handelt. Da gibt es nichts zu sehen.

Es geht los mit dem Kraterrand und dem Llano Ucanca, in dem u.a. der Kampf der Titanen gefilmt wurde, weiter zu den Los Roques, die den Pico Viejo verdecken. Dann folgt der Teide und zu seiner Rechten der Montana Blanca. Kurz darauf erscheint das Parador im Bild. Der krönende Abschluß ist der Montana Guajara, auf dessen Gipfel man den Königsblick auf den Teide Nationalpark hat.

17. August 2018

Teneriffa: Marsch der Windsurfer



Ich fahre ja schon länger gen Teneriffa und sehe da regelmäßig Surfer jeder Befähigung ihrem Sport nachgehen, versuchte auch in all den Jahren immer mal knackige Bilder vom Windsurfen und Kiten anzufer­tigen, scheiterte allerdings regelmäßig an der fehlenden Dynamik der Freizeitsurfer. Sie fahren übers Wasser und gut ist. Selten sieht man Luftakrobatik, ärgert sich dann, daß man die Kamera nicht dabei hat oder aber den Augenblick verpaßte. So ist das Aufkommen an Fotos im Grunde immer auf wenige beschränkt.

Ich weiß noch, daß ich einmal zwei Stunden lang am Surfrevier saß und mir mordsjämmerlich den Arsch abgefroren habe, nur um am Ende mit Nichts nach Hause zu gehen. Wind kann richtig eklig sein. Die Profifoto­grafen stehen deswegen auch bei zauberhaften Temnperaturen und eitel Sonnenschein meist immer in windschützendem Outfit auf den Fotospots, was ich damals noch nicht wußte.



Diesmal war alles anders. Die Weltelite der Windsurfer war vor Ort. Der Marsch vom Startplatz zur Eröffnungsfeier (siehe oben) dauerte eine gute Stunde. Da kann man schon mal erahnen, was für eine physische Leistung den Trommlern abverlangt wurde, denn die haben in einem fort performt. Diesmal habe auch ich zwei Pfund erstklassiger Surffotos abgefaßt, und das mit nicht allzugroßem Zeitaufwand. So um die anderthalb Stunden habe ich erstes Training und den Wettkampfbeginn fotografisch beobachtet.

Sicher war auch ein wenig Glück dabei, denn im Grunde war die gesamte Woche Calima, eher laue Lüftchen und schwer Sand zwischen den Zähnen. Doch dann drehte er pünktlich zu Beginn der Wettkampfwoche, so daß ich den ersten halben Tag noch mitnehmen konnte.

Noch viel mehr Fotos hat allerdings der Haus- und Hoffotograf der PWA ins Netz gestellt. Da kann ich mir die Mühe sparen, denn der war schneller als ich.

16. August 2018

Teneriffa: Zielprämie am Parador


sensationelles Foto: Die Terasse des Cafés "Los Roques" ist trotz bester äußerer Bedingungen menschenleer. Der hauchzarte Calima ist nicht zu sehen, machte aber den Aufenthalt in der prallen Sonne auch da oben zu eine Märtyrium.

Ich hatte das Parador (2.152 Meter ü.N.) als Ziellinie festgelegt. Die Zielpräme sollte Sahneeis und Bockwurst mit Senf sein, was ich mir den ganzen Tag reinschaufeln und mit einem oder zwei lecker Americano runterspülen wollte. Das scheiterte schlichtweg daran, daß es erstens kein Sahneeis und zweitens auch keine Bockwurst mit Senf gab. Das hätte ich demzufolge deutlich preiswerter haben können, denn zu Hause ist 300 Meter weiter das erste Café, das beides im Angebot hat. In Berlin wird man nicht schief angeschaut, wenn man beides zusammen bestellt.



Ergo mußte Ersatz her. Der konnte sich aber ersten sehen und zweites noch viel besser munden lassen. Der Schokokuchen mit Sprühsahne und Schokoflöckchen war einer Bockwurst mit Senf absolut ebenbürtig. Allererste Sahne. Der Americano hingegen, naja. Da habe ich in den Vorjahren an diesem Ort schon bessere getrunken. Allerdings könnten das auch Cafe Solo (Espresso) gewesen sein. Die schmecken jedenfalls.


Im Foto gut zu sehen, warum es am 1. August um diese Tageszeit keinen Sinn mehr macht, auf der Sonnenterasse (links) zu sitzen. Sie bietet keinen Sonnenschutz mehr. Wind war auch keiner.

Das alles ändert nichts an der Tatsache, daß meine Hauptbeschäftigung darin bestand, bei angenehmer Innentemperatur ein und eine dreiviertel Stunde den Teide zu kucken, was deutlich mehr Spannungsmomente bietet als ein Tatort.



Die Kosten des Zieleinlaufs hielten sich in Grenzen, auch wenn der Kaffee unten an der Küste deutlich preiswerter ist. Man bedenke allerdings, daß Wasser und Strom völlig sinnloserweise bis hier hoch transportiert werden müssen, solange tausende solcher Menschen wie ich dort dinieren wollen. Kommt noch die Taxisause am Morgen hinzu und die Rückfahrt zur Unterkunft. Das waren insgesamt nicht mal 100 Euro, die definitiv saugut angelegt waren.

Das Pin ist diese Anstecknadel aus Holz, die man sich an den Sonnenhut pinnen kann.

10. August 2018

Teneriffa: Lümmelecke im Parador



Ich hatte ja berichtet, daß mein Zieleinlauf auf Höhe 2.152 Meter statt­fand. Das Zielfoto gab es vor Tagen im Blog. Den Bericht ein wenig früher. Das Schild mit der Höhenangabe hängt rechts um die Ecke, wo sich die beiden Leutchen unterhalten.

So ungefähr eventuell gegen 13 Uhr Ortszeit im Sommer ist es auch auf der Terasse des Parador nicht mehr angenehm, denn auch auf dieser Höhe brütet der Planet einfach nur Wärme aus, wenn keine Wolken ihn daran hindern. Ergo verzog ich mich in den Innenraum und kuckte eine und eine dreiviertel Stunde Teide, was allemal den Spannungsgehalt und die Länge eines Tatortes übertrifft.



Was fasziniert daran so? Nun, man muß erkennen können sollen, ob die Gondeln der Seilbahn in Betrieb sind und hoch und runter gondeln. Waren sie an dem Tag, wie im Foto zu sehen ist.



Zoomt man etwas weiter ran, dann ist nur noch der Gipfel zu sehen.



Da ich von der Last der Freiheit in den Sessel, der dort steht, gedrückt wurde, sind die Aufnahmen mit dem Sensor einer Billigfilme aufgenom­men worden. Die Kamera hat einen Fotoknopf, dann wird statt Film nur ein Frame belichtet. Die miese Qualität ist mir völlig wurscht, weil ich ja, wie gesagt, Teide kucken wollte. Nicht filmen, nicht fotografieren.

Auf dem letzten Foto kann man sogar erkennen, daß gerade ein Gipfel­foto angefertigt wird. Die schwarzen Punkte auf der rechten Drittellinie am Kraterrand. Der Zoomfaktor ist wohl 32, also optischer Blödsinn.

Nicht zu erkennen ist anhand der Bilder der hauchzarte Calima im Gewande eines Hurennegligés. Sagte ich ja.
Knochenklare Luft geht sicher anders, aber das Nano Gelb auf den Fotos sieht man nach der Bildbearbeitung nicht mehr. Ich kenne mich mit sowas aus.

31. Juli 2018

Warum in die Ferne schweifen?

I Survived The Blutmond

Billigflug nach Teneriffa

Man schweift in die Ferne, weil bei diesem Preis das Gute so nah liegt. Wenn sich der Calima auch noch verpißt, und die Chancen stehen nicht schlecht, wird es im kühlen Süden optimal laufen.

update 13:30 Uhr Ortszeit

Natürlich ist kackhäßlicher Calima, dafür angenehme Luft, knackiger Wind, 24 Grad und Zimmer noch nicht fertig.

Dafür hat mir die nette Dame in der Touristeninfo verraten, wie ich morgen hoch effizient und streßfrei die Ziellinie überschreite.

Was möchten sie denn am Parador?
Nur Eis und Bockwurst mit Senf essen, und einfach rumsitzen und kucken.

Dann machen sie das so...
Über die beiden Daumen und mein strunzzufriedenes Gesicht hat sie sich riesig gefreut.

11. April 2018

Teneriffa 360 Grad



So, da hat es der Calima ja doch noch bis Berlin geschafft. Mit Verspätung, aber seit Montag haben wir einen gelblich-milchigen Himmel und wie vorhergesagt, die Sahara in großer Höhe über uns fliegen.

Auf der anderen Seite des Calima hat jemand viel schönes Wetter Zeit gehabt und seine Drohne an den heißen Punkten der Insel lecker Fotos machen lassen und zu einer 360-Grad-Animation gestöpselt. Da sind ganz edle Teile mit bei. Man kann da stundenlang drin rumzoomen, hoch und runter und zu den Seiten fahren, ohne daß das langweilig wird.

Die Seite startet mit einem bei allerbestem Wetter aufgenommen Rund­blick aus dem Nordosten der Insel gen Teide. Zu sehen sind ebenfalls noch La Gomera und La Palma (Doppelhuckel). Links in der Bildmitte ist die quer zur Insel verlaufende Landebahn des Flughfens Norte zu erkennen, über den der nationale Flugverkehr abgewickelt wird bzw. die Insel­hoppe­rei. Da hängen auch oft genug Wolken drin, so daß der Flugverkehr stark beeinträchtigt ist.

Wenn man unter Montanas die Roques de Garcia anklickt, erwischt man wahrscheinlich die schönste Darstellung, ein Kugelpanorama auf Höhe Mirador Los Roques aufgenommen. Mit allem, was das Auge erfreut. Teide, Montana Guajara, Parador usw.

Crater de El Teide bekommt natürlich auch die Bestnote, weil man über diese Darstellung ebenfalls alles Wichtige am höchsten Berg der Insel vermittelt bekommt.

7. April 2018

Calima auf dem Weg nach Berlin




Oha, Merkel war Calima kucken und flüchtete nach La Gomera, weil sie dort die Dienste eines Polizisten in Anspruch nehmen wollte. Nun sind die Osterferien vorbei und sie bringt den Calima nach Berlin. Wie eklig.

Auf dem Foto der Webcam oben ist der Sonnenaufgang vor Teneriffa aus einer Höhe von 3.550 Metern zu sehen. Um 7:45 Ortszeit (6:45 Uhr gestempelter Zeit, 8:45 Uhr MESZ und 5:45 Uhr astronomischer Zeit, denn Teneriffa ist genau 2 Zeitzonen von Berlin entfernt) ist es dort erst so weit. Ja, um halb 8 ist es noch zappenduster und eine viertel Stunde später taghell. Das Gelbe am Sichthorizont muß dieser Calima sein, der sich auf den langen Weg nach Berlin gemacht hat. Im rechten Bilddrittel ist Gran Canaria zu erkennen.

30. März 2018

Cyberangriff aufgeklärt



Also fast, noch nicht ganz. Der Russe war's nicht. Man vermutet Bundes­polizisten hinter dem Hack auf die deutsche Regierung. Wenn Merkel mit ihrem Calima-Kucken auf La Gomera fertig hat, wird sie den Anführer dieser kriminellen Bande, den Mann ohne Eier, sicher sofort in den völlig un­ver­dienten Ruhestand schicken. Unverdient, weil er die Abwesenheit seines Chefs immer noch nicht zum Königsmord genutzt hat.
Diese Quellen bestätigen, dass Merkel um die Dienste des selben Guardia Civil Beamten gebeten hat, der sie fünfmal begleitete, als sie auf La Gomera Urlaub machte.
Oha. Merkel bittet um die Dienstes eines Mannes. Eines Spaniers. Olé.

Wieder mal sind die Tage günstig, den K-Day durchzuziehen, doch der bayerische Grantler beliebt, der Osterruhe zu frönen. Was für ein verlot­tertes Land, in dem der Seehofer machen darf, was er will, nur nie das Richtige.
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Der Calima in Bildern der Webcams auf Teneriffa. Ein ekliger sahara­far­bener Sand­sturm von der Küstenlinie bis weit über die 4.000 Meter Mar­ke färbt die Luft gelblich ocker und macht das Leben zum Graus. Im letz­ten Foto sieht man die rasiermesserscharfe Kante zwischen Calima und klarer Luft.



23. Dezember 2017

geile Therapien



Es gibt schon sehr geile Therapien, die einem das Leben leichter machen, sagte ich zu ihr in den Raum hinein. Das war so richtig gut, was du da reinmassierst hast. Das muß jetzt anderthalb Tage halten.

Ja, hast sehr gut reagiert. Das Arbeiten war leicht.

Sie zwinkerte mir noch zu, freute sich wie eine Schneekönigin über die Leistung bei meiner rechten Großzehe und ging in den verdienten Feierabend, dahin, wo die Luft noch einen zack besser ist als ohnehin, da, wo sie noch ungefiltert aufs Land trifft, denn die Bebauung der Küstenlinie macht auf Teneriffa das, was Schleswig an der Nordsee bei Ostwind macht. Die Luft ist scheiße, die wurde schon mal geatmet, sagen die Sylter und Amrumer.

Einmal das Dorf umrundet und die Nase in den Ostwind gehalten, schon bekommt man astreines Lebenselixier. Atemluft wird in der Höhe von ca. bis wenigen Metern transportiert. Sie enthält Stickstoff, Sauerstoff und Kohlendioxid, manchmal noch Sahara, PKWs und den Inhalt von Mülltonnen bei Hurrican, sowie Salz, das der Wind aus dem Wasser ausgeschlagen hat. Mehr nicht. So einen in der Luft herumwirbelnden PKW einatmen endet oft tödlich. Calima ist Mist. Nur das Salz, das bringt es. Wenn dann aber hohe Häuser im Weg stehen, klatscht die Luft an die Wand schlägt das Salz dort wieder aus, lagert es ab.

Und so kommt es, daß man auf Teneriffa direkt an der Küste auf 2 Kilometer Entfernung zwei völlig verschiedene Luftgütezonen hat.

Aber sie freute sich, fand es putzig, daß ich mir salzige Luft ohne Ende als Droge einpfeifen kann. Das hat ihr gefallen.

Klappe.

Es gibt schon sehr geile Therapien, die einem das Leben leichter machen, sagte ich zur Gesangslehrerin in den Raum hinein. Das war so richtig gut, was für eine ordentliche Kelle sich gerade über mich ergossen hat.

Ja, das hat man gemerkt. Jetzt ist wieder Bewegung im Körper.

Nö, brauch ich nicht. Ich bin wieder geerdet und mache mit der strukturellen Faulenzerei gleich weiter, denn die war der große Bringer.

Ach ja, hatten sie mir ja geschrieben, daß sie ausgiebig faulenzen.

16. Dezember 2017

Sport ist Mord - Teil 2

Das hier ist kein mundgerechter Blog, aus dem man die Lebensweisheiten mit Löffeln schlürfen kann. Für alle, die an dem Unverständnis des einen oder anderen Blogposts verzeifeln, gibt es die Suche. Wer wissen will, was ein Calima ist, der sucht danach. Mehr muß man nicht wissen. Vielleicht noch, daß eine Calima die Sahara im Ernstfall bis Brasilien ausbreiten kann. Momentan ist kein Calima, dafür Wind mit deutlich über 35 knt*, was kein Vergnügen ist, da die Insel in eine einzige Vulkanstaubwolke gehüllt ist. Ergo ist etwas Zeit, einen Sachverhalt ausführlicher zu erklären, bis das Geknirsche zwischen den Zähnen wieder aufgehört hat.

Manche Posts sind zusätzlich verlinkt, damit der Leser sich mit weitergehendem Wissen ausstatten kann. So eben auch zur Ausrüstungskontrolle am Eingang der Masca-Schlucht. Das wirft das erste Problem auf. Es gibt derer zwei. wer von unten nach oben knattert, entert in Los Gigantes einen Ozeandampfer und läßt sich zur Schlucht übersetzen. Wo setzt man da die Kontrolle an? Im Hafen? Läßt man mit dem ersten Boot einen Gemeindemitarbeiter einschiffen?

Wer den verlinkten Artikel gelesen hatte, weiß, daß der Anlaß wieder mal eine Leiche war. Ein Deutscher war vor den Augen seiner Frau und des Kindes abgestürzt und tödlich verunglückt. In diesem Jahr gab es noch einen Todesfall in der Masca-Schlucht. Das führt immer wieder zu Diskussionen, wie immer ergebnisoffen, also nur um des Palaverns willen, denn ändern will hier niemand etwas.

Also, im Gegenzug für meinen Gruselbericht über den toten Surfer erklärte mir die Wanderführerin den toten Schluchtenjodler. Sie war am gleichen Tag unterwegs, vor dieser Gruppe eingestiegen, hatte auch den Hubschrauber gehört, die wirkliche Geschichte dann drei Wochen später von jenem Guide erfahren, der davon betroffen war. Der hatte schon tausende Leute durch die Schlucht geführt, und nie war etwas passiert. Bis zu diesem Tag.

Es hat in diesem Jahr noch nicht geregnet. Die Insel ist furztrocken. Den Part des Rutschigen, glatten Untergrundes übernimmt daher der trockene Lavastaub, der den Pfad in der Masca-Schlucht überzieht. Es gibt da einige Stellen, bei denen man hochkonzentriert sein muß, um den Weg zu bewältigen, teilweise mit in den Fels eingeschlagenen Stahlseil abgesichert, um sich daran festzuhalten.

Die Ansage des Führers war klar und deutlich. Alle bewegen sich ganz dicht an der Felswand lang, hier ist es sehr rutschig.

An der Ausrüstung hat es nicht gelegen, denn die war den Bedingungen der Schlucht angemessen. Es lag an der Mißachtung der Ansage und an Selbstüberschätzung, denn der Blick in die Tiefe war der letzte, den der Wanderer genießen konnte. Kurz darauf war er tot, weil er den angewiesenen Weg verlassen hatte.

Somit gehen solche Diskussionen immer am eigentlichen Thema vorbei. Wer will schon entscheiden, welche Schuhe die richtigen sind? Zehenschuhe? Nun, wenn es mal heftig geregnet hat, ist die Schlucht an einigen Stellen ein reißender Strom. Man macht sich die Füße naß und muß die weg Querung von einer Schluchtseite zur anderen über tückisch glitschige Basaltbrocken bewältigen. Und da waren meine alten Wanderstiefel von Lowa denkbar ungeeignet, weil die Sohle keinen Grip mehr hatte. Mit Zehenschuhen war das kein Problem.

Da mich die Wanderführer kennen, kann ich solche Ansagen wie bei den Los Roques machen. Die erste, ich gehe zurück, hatte ich verpaßt, also mußte ich ins Llano Ucanca absteigen, um die Gruppe einzuholen. Und dann habe ich beide verbliebenen Möglichkeiten offeriert. Einzelner Punkt, das wäre ich durch die Ebene zum Mirador an der Straße oder sie überholen mich beim Aufstieg zum Parador.

Und wie üblich wurde ich von einem höflichen Engländer gefragt: Do you have problems?

No, Sir, meinte ich, ich hab mein Doping immer dabei, und zeigte es ihm. Mit meiner Erklärung war er's zufrieden.
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* Fälschlicherweise schrieb ich dieser Tage 25 knt ins Internet. Ich habe mich inzwischen sachkundig gemacht, bei einem der wenigen, die auf dem Wasser waren. Mich interessierte, warum bei diesem knackig Wind kaum Surfer zu sehen sind, weder auf dem Wasser noch am Strand oder in den angrenzenden Lokalen. Nun, der Wind verhindert im Grunde jede Aktivität. Das war quasi ein Extremsturm. Da waren nur die ganz Harten auf dem Wasser. Oben am Schirm sind das teileise deutlich über 35 Knoten. Dann fährt man, Luftwiderstand und Anstellwinkel des Brettes als Bremse betrachtet, durchaus mal mit an die 30 knt übers Meer. Das muß man schon können. Auch abkönnen. Und warum niemand an der frischen Luft ist, erklärt der Sandsturm hinreichend. Der gute Mann jedenfalls war es hochzufrieden. Das war wieder mal Kiten nach seinem Geschmack.