23. Juni 2010

bewußte Falschmeldung

Laut meinem reader sind die Pappnasen der Sueddeutschen die Ersten gewesen, die die Falschmeldung verbreiteten. Gauck, so heißt es, sei in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt (Sueddeutsche).

Doch auf dem Weg zum Flughafen erfasste sein Wagen nach SZ-Informationen einen Radfahrer - dieser ist lebensgefährlich verletzt.

Beim Spiegel mutiert die Meldung ins Martialische.

Gauck-Limousine in schweren Unfall verwickelt

Der Wagen des rot-grünen Kandidaten für das Präsidentenamt, Joachim Gauck, ist auf dem Weg zum Münchner Flughafen in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt worden. Ein Radfahrer wurde dabei lebensgefährlich verletzt.


Ich bin der Allerletzte, der Gauck in irgendeiner Hinsicht verteidigt. Oder einer der letzten. Aber in diesem Falle haben wir es wieder mal mit den den Medien eigenen Gesetzen zu tun. Im Zweifelsfalle zählt die erste Meldung, weil es die erste Meinung ist.

Deswegen seien zwei Dinge notiert. Es handelt sich mitnichten um seinen Wagen bzw. den Wagen von Gauck, sondern um ein Dienstfahrzeug der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag. Es tut auch nichts zur Sache, um was für eine Limousine es sich dabei handelt. Aber Bilder zermanschter 7er BMWs sehen trotzdem schweinegut aus.

In der Eigendynmaik der Fabulierkunst deutscher Qualitätsabschreiber fehlt etwas, was sonst in einem solchen Falle und bei diesem Formulierungen zwangsläufig wäre, die Forderung nach sofortigem Rücktritt von der Kandidatur zur Wahl des Bundespräsidenten.

Was ich hiermit für diesen Typus Medien erledigt habe.