Ich schicke vorweg, daß ich schon öfter Daten gelöscht habe, die ich nicht löschen wollte, aber sofort wußte, wie mir der Fehler unterlief. Der heftigste war das Löschen einer Speicherkarte durch Formatieren in der Kamera, ehe ich die Daten auf ein anderes Medium kopiert hatte.
Diesmal weiß ich gar nichts. Selbst wenn man die Folterspezialisten des BKA oder der KSK zwecks Erinnerungshilfeunterstützung schicken täte, um den Vorgang aus mir herauszuprügeln, täte ich nur ein falsches Geständnis abgeben, denn da ist nichts, woran ich mich erinnern kann.
Ich hatte Bilder auf das Bearbeitungsmedium kopiert, diese bearbeitet und ausentwickelt. Anderntags stellte ich fest, daß ein Panorama (Stöpselfoto) nicht korrekt berechnet worden war. Ich wollte die Sicherungskopien zu einem erneuten Anlauf heranziehen, doch die waren weg, gestohlen, verdunstet, einfach weg, 4 Fotos, aus denen eine einziges genäht werden sollte.
Ich habe ja noch die Speicherkarte, hol ich mir die von da. Oh Schreck. Weg waren sie auch da, Und zwar nur die. Alle anderen Fotos waren noch drauf. Also Testdisk versucht, das mir auf den ersten Blick keine günstige Option für die Wiederherstellung einer Speicherkarte gab.
Auf die Schnelle recherchiert, Recuva von CCleaner solle die Dtaen retten können. Konnte es nicht. Fehlanzeige.
Nächste Software installiert, R-Photo 2.0.180048. Die konnte das.
Die 4 Bilddateien dem MICE zum Fraß vorgeworfen und ruckzuck war das Panorama berechnet, diesmal korrekt.
Warum Panorama? Einmal, um einen Auflösungsvorteil zu haben, denn ich habe kein Geld für eine Hasselblad, um mit Monster Megapixeln den nächsten Fotopreis abzugreifen. Ich habe auch nicht die Muckis, mit dem ganzen Fotoplunder durch die Gegend zu laufen. Deswegen fotografiere ich mit Zoomobjektiv Panoramen, habe dann auch 60 oder 100 Megapixel, die höhe Auflösung, und viel Geld gespart, da ich mir keine Hasselblad gekauft habe.
Der zweite Grund ist ein anderer. Es gibt Motive, die stehen so ungünstig in der Landschaft rum, daß man immer nur Teile des Objekts abbilden kann, so man kein Fisheye angeflanscht hat. Dann hülfe auch keine Hasselblad. Der richtige Fotostandort wäre eigentlich 30 Meter weiter hinten, aber da stehen Häuser, Bäume und Autos im Weg. Das Problem löst man, indem man so viele Einzelbilder als möglich anfertigt, die in Summe das ganze Fotomotiv abbilden. Anschließend montiert man das zu Hause.
Die Panoramafunktion von Telefon oder Fotoapparat ist oft genug geeignet, die vom Fotoapparat meistens fehlinvestiert, da ordentlich schlecht. Das Telefon schneidet meist besser ab als der Fotoapparat, hat aber ebenfalls Grenzen. Also verbleibt nur die klassische Fotografie mit anschließender Montage. Das hat mit Abstand noch immer die beste Qualität und schlägt jedes Telefonpanaromafoto.