17. Januar 2011

Puddingbeine nach erstem Ausritt

Das Wetter, ja genau, dieses schlimme Wetter, das uns so viel Klimakopfzerbrechen bereitet, genau dieses Wetter war heute so verlockend, daß ich aufgesattelt und den ersten Ausritt des Jahres gewagt habe, bei strahlend blauem Himmel mit verschämten Schleierwolken, 8 lauschigen Frühlingsgraden und tolerablen Windverhältnissen. Eigentlich sollte der Parcour nur an die 10 Schnupperkilometer haben, am Schluß sind es über 25 geworden.

Meine Fresse, mein Stahlroß hat auch keine Kondition mehr. Ist ja eher ein Drahtesel, aber hoch zu Roß klingt nun mal besser als niedrig auf dem Esel. Und wenn man wegen des Jahrtausendwinters 2 einhalb Monate im Stall steht, dann reicht es vorne und hinten nicht.

Das Hochwasser schwappt auch ganz langsam gen Berlin, denn die Felder ringsum waren alle reichlich bepfützt. Das Schmelzwasser sackt nicht mehr ab. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die kurze aber heftige Frostperiode den Boden so durchgeeist hat, daß da momentan nichts geht. Der wird wohl aufgeschwemmt wie ein Schwamm sein. Oder weil doch der Platzeck solche genialen Deiche an der Oder aufgebaut hat, da sucht sich das Wasser einen anderen Weg und sickert unterirdisch gen Hauptstadt.

Im übrigen lag tief im Wald, an den Stellen, wo auch heute keine Sonne hinkam, immer noch Schnee.