9. Dezember 2011

so war wenig später im Spiegel zu lesen

Ja, das wissen wir, je später der Spiegel desto weniger zu lesen. Lustig an dem Sachverhalt ist eigentlich wieder mal nur, wie uns die Sueddeutsche das Internet beibringt, denn das Wort Spiegel wurde von denen verlinkt. Als Dau würde ich jetzt mal annehmen, wenn ich da drauf klicke, dann lande ich bei dem von der Sueddeutschen inkriminierten Artikel auf einem Server des Spiegel. Das ist jedoch mitnichten so, denn das schröckliche Internet ist komplizierter, als ich es mir vorstellte. So werde ich also von den findigen Redakteuren auf eine Seite gelotst, die da ...suedddeutsche.../thema/Spiegel lautet. Oh Schreck, da muß ich mir also erst eine Einführung in das Thema Spiegel reinziehen, bevor ich mit Erlaubnis der Sueddeutschen vielleicht den Artikel lesen darf?

Mein Jott, sind die krank.

Dabei war der Beitrag der SZ gar nicht so von Übel, eine kleine Abwatsche für die Hamburger Mitbewerber im Kampf um Erstveröffentlichung von Banalitäten, im ewigen Wettbewerb darum, wer den griffigeren Gossenjournalismus betreibt.

Der Staatssekretär Peter Wichert, seinerzeit vom Hochstapler gefeuert, weil er angeblich gelogen habe, der hat seinen Prozeß gegen den Spiegel gewonnen und darf vom selbigen nicht mehr als Lügner bezeichnet werden. Die Prozeßkosten erstattete ihm jenes Ministerium, für das er früher tätig war. Well done.

Jetzt schauen wir mal, wie lange der Spiegel benötigt, um diese Meldung in eigener Sache zu veröffentlichen.