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Paul McCartney: Band on the Run (Saturday Night Live/2026)
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Florian Rötzer
Auf einer Konferenz zur Desinformation in Kiew verbreitet Ex-Geheimdienstchef und jetziger Leiter des Präsidialbüros unwidersprochen nationalistische Fieberträume. Der Kampf gegen Desinformation gebiert Ungeheuer. Allerdings gab es das Gespenst von der Großukraine schon länger.Michael Silnizki„‘Rus‘ ist die Ukraine, und wir sollten es sein, die über Russland herrschen. Die Russen haben uns unsere Geschichte gestohlen.“ Man kann erahnen, warum man im Kreml durchaus Angst vor den ukrainischen Nationalisten hatte, die mit der Hilfe des Westens gegen Russland antreten wollten und von einer Großukraine mit Teilen Russlands und Polens träumten. Deswegen die Vorstellung, Russland zu zerbrechen.
Die imperialen Phantasien scheinen Budanow überwältigt zu haben oder er meinte, er könne jetzt die dem ukrainischen Nationalismus zugrundeliegenden Bestrebungen offen aussprechen: „Rus ist Ukraine. Rus ist viel mehr. Die Ukraine ist die Wiege all dessen, sogar dessen, wogegen wir kämpfen. Wir haben ihnen freiwillig den größten Teil unserer Geschichte überlassen, und sie haben sie privatisiert. Wir sind Rus. Und wir müssen über all das herrschen.“ Wollen die europäischen Regierungen weiterhin Milliarden in solche Fieberträume stecken und diese in die EU aufnehmen?
Karaganows „Thinking about the Unthinkable“ repräsentiert zwar kein außenpolitisches Mainstream-Denken in Russland. Wer aber glaubt, dass eine wachsende Bereitschaft zu einer nuklearen Eskalation in den russischen außen- und sicherheitspolitischen Kreisen nur leeres Gerede ist, der weiß nicht, wovon er redet.Wassili KaschinEs ist allein Putin zu verdanken, dass es (noch) nicht zu einer nuklearen Eskalation im Ukrainekonflikt gekommen ist. Neulich sagte mir ein namhafter deutscher Sicherheitsexperte in einem Privatgespräch: „Wir müssen beten, dass Putin noch länger an der Macht bleibt.“ Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen!
Das Ergebnis der Ausschaltung der Führung, so führt er als Beispiel an, hat man im Iran sehen können. Die USA und Israel hatten Null Erfolg mit dieser Strategie.Zwischen Kriegszielen und Realität: Wohin steuert Russlands Sonderoperation?
Aus Sicht der derzeitigen Lage stellen die Versuche der russischen Führung, den Konflikt auf der Grundlage der in Anchorage erzielten Vereinbarungen zwischen Wladimir Putin und Donald Trump zu beenden, eine ernsthafte Verhandlungsanstrengung dar, die auf ein konkretes Ergebnis abzielt, das als das bestmögliche angesehen werden kann.
Sollte die Gegenseite das diskutierte Szenario eines gerechten Friedens ablehnen, müssen wir auf eine Eskalation des Konflikts vorbereitet sein. Diese Eskalation könnte eine nukleare Dimension haben und würde nicht nur das Territorium der Ukraine betreffen.
Die einzige Möglichkeit, die Russland zur Eskalation des Krieges in der Ukraine ohne den Einsatz von Atomwaffen offensteht, ist der Übergang zu systematischen Angriffen auf das ukrainische Verwaltungssystem. Mit einem solchen Ziel vor Augen könnte Russland Gebäude kritisch wichtiger Behörden, die für die Verwaltung der Ukraine essenziell sind, zerstören, Hunderte kaum ersetzbarer Fachkräfte (zum Beispiel Finanzfachleute, Ökonomen, Energieexperten) sowie viele Vertreter der ukrainischen Elite, darunter auch Selenskij selbst, töten. Solche Maßnahmen würden die Zustimmung der russischen Bevölkerung zur Regierung deutlich erhöhen und zudem den Preis für die Unterstützung Kiews durch die Europäische Union drastisch in die Höhe treiben. Sie würden jedoch nicht zu einer sofortigen Niederlage der Ukraine führen und insgesamt nur geringen Einfluss auf die Erreichung der Kriegsziele Russlands haben.
So wird es auch Rußland gehen, die einen Ort bei Kiew oreschnikt haben. Bei Donetsk fiel wohl eine zweite Oreschnik vom Himmel, was aber bisher kaum Erwähnung fand. Diese Rakete setzt man nur dann ein, wenn es auch ein valuables Ziel gibt.
Angesichts der bekannten Warnungen der Ukraine und der USA vor einem bevorstehenden Angriff wird sich wahrscheinlich niemand mehr in den sogenannten „Entscheidungszentren“ in Kiew aufhalten, sollten die Raketen diese tatsächlich treffen.Röpers Bericht aus Starobelsk.Ganz einfach, weil der Feind im Voraus von dem Angriff weiß und daher jede Gelegenheit hat, wichtige hochrangige Mitarbeiter sicher zu evakuieren, sodass nur leere Gebäude übrig bleiben, die symbolisch getroffen werden.
Letztendlich ist das Hauptproblem nicht die Möglichkeit, einen Angriff auf wichtige Ziele im Zentrum von Kiew zu organisieren, sondern die Wirksamkeit eines solchen Angriffs im Hinblick auf seine Effizienz und nicht auf die anschließende Propaganda. Das Niveau der NATO-Nachrichtendienste macht den Überraschungseffekt solcher Angriffe zunichte und verringert dadurch den Gesamtschaden erheblich.