22. Oktober 2026

ein PHP-Bug mit Glück im Unglück

In den Medien sind Berichte über eine jüngst ausgenutzte Sicherheitslücke in PHP nachzulesen. Darauf gehe ich nicht weiter ein, will aber ein großes Glück im kleinen Unglück referieren.

Der Russe hatte dem AK NSU den Stecker gezogen, das Licht ausgeknippst. Aus heutiger Sicht ist das ein riesen Glücksumstand, denn im Grunde handelte es sich beim Blog um ein ranziges Wordpress mit noch viel ranzigerem PHP, auf das der AK NSU allerdings keinen administrativen Zugriff auf Systemebene hatte, denn Serverprozesse wurden alleine durch den Webhostingbetreiber betrieben. War schon immer so, bleibt auch so, in allen Regionen der Welt, so man ein virtuelles Webserverhosting einkauft.

Wer seine Webanwendungen bei einem Hoster betreibt, sollte prüfen, ob dieser die Updates zeitnah zu installieren plant, etwa mittels Blick auf die Wartungsseite.
Mach einem russischen Webhoster in diesen Tagen mal klar, er möge das ranzige Wordpress und noch viel ranzigere PHP auf das tagesaktuelle Sicherheitslevel patchen. Geht nicht.

Jetzt hätte es mit einem Einbruch ins System geklappt, doch rechtzeitig vor dem Ausnutzen der Sicherheitslückes war der Strom für den Blogserver alle. Insofern kann man in Zeiten großer Internetunsicherheit (Der Spiegel: Sicherheitslücken - Wettrennen gegen den Internet-Zusammenbruch) tiefenentspannt in Zielrichtung Jahreswechsel leben.