20. Dezember 2010

linke Depeschenempörung nicht der Rede wert

In einem länglichen Artikel hat das profaschistische (Castro) Empörungsmagazin ausgeführt, einige Lnke seien darüber empört, daß Gysi dem USA-Botschafter am Depeschenkamin gesagt habe, das mit der NATO abschaffen sei eigentlich Quatsch, geht ja gar nicht, wohingegen die Empörer meinen, dies sei in der Programmdebatte so vorgesehen, äh vorgeschrieben.

Ja nun, das eine schließt ja das andere nicht aus, die schnöde Wahrheit sagen und grandiosen Blödsinn ins Programm verschriften.

frohe Erwartung brutal zerschlagen

Getreu dem alten Verlegermotto, eine Zeitung - zwei Meinungen, wird uns das schöne Sommerwetter (Klimawandel) madig gemacht.

Um 13 Uhr hieß es noch frohlockend

Zum Weihnachtsfest erwarten die Meteorologen aber wieder kühlere Luftmassen aus Nordwest mit Dauerfrost, allerdings kaum noch Schnee.

um dreieinhalb Stunden später die Brutalo-Keule zu schwingen.

Laut Dominik Jung vom Wetterdienst wetter.net schlägt die Wetterlage kurz vor Heiligabend wieder drastisch um!
Dann sei für weite Teile des Landes wieder mit starken Schneefällen zu rechnen, die neue Frostluft für ganz Deutschland bringen. Dominik Jung: „Das könnte eines der kältesten Weihnachtsfeste seit Jahrzehnten werden.“

tauende Strandpantoffeln



Angesichts der Tatsache, daß wir die Opfer dieses brutalen Winters sind, bleibt nur eines übrig, den Winter verhaften und Massenklage gegen sein perverses Treiben einreichen. Am medialen Pranger hängt er ja bereits, am Galgen wär's mir lieber.

19. Dezember 2010

unsere besten Qualitätszeitschriften

verklickern uns das hier als brandaktuelle politische Entwicklung

SPIEGEL ONLINE 19. Dezember 2010, 16:34 Uhr
Weihnachtsgeschenke

Til Schweiger jubelte über gelbe Schlaghose


Hier mal ein Auszug aus meinen LeseKlicktrends, damit man das besser einordnen kann, welchem Qualitätsmaßstab das profaschistische (Castro) Hamburger Magazin mittlerweile genügt.

Das sind die von mir angeklickten Artikel. Das heißt noch lange nicht, daß ich die auch gelesen habe, wie google vermeint rausbekommen zu haben.

18. Dezember 2010

noch viel geschlossenere Gesellschaft

Eigentlich habe ich nach

http://www.rbb-online.de/filmzeit/filmzeit/genres/starkino/geschlossene_gesellschaft.html

gesucht, doch mittlerweile erscheint dies Bild.



Ich such aber nicht nach'm Wetter, komme gerade von draußen rein, da waren's schlappe 8 Grad. Im Minus selbstverfreilich.

Man hatte beim Landvolkverdummungsfunk wohl nicht die Traute, die Wahrheit auf die Fehlerseite hinzuschreiben. Liebe Bauern, wir haben euch aufs heftigste verarscht.

Ist eigentlich auch egal, dann schreib ich die hier hin. Und die geht so:

...dass man Probleme nicht löst, indem man sie verdrängt und verschweigt. Verdrängung macht krank - individuell und gesellschaftlich.

Ach ja, ursprünglich sollte der Film 1978 im DFF um 21:30 Uhr gesendet werden.

"Aus aktuellem Anlaß" werde zunächst ein holländischer Dokumentarfilm über Nicaragua gezeigt, "dann setzen wir unser Programm fort".

Gegen halb elf endlich -- das schläfrige DDR-Volk hatte sich mehrheitlich längst zur Ruhe gebettet -- wurde das Mysterium doch noch entschleiert: Die "Geschlossene Gesellschaft" war ein Fernsehspiel heimischer Produktion...


Der avisierte Film, "Geschlossene Gesellschaft", wurde vom RBB ins Nachtprogramm verdrängt, in jene Zeit, in der das werktätige Volk längst schläft, um Kraft für das Schneeschippen zu tanken. Die Genossen beim RBB sind also noch etwas taffer als ihre Vorgänger im DFF, denn sie haben sie eine viertel Stunde übertroffen. Schlaft weiter.

Waffenreinigungsschuß

...starb ein junger Bundeswehr-Soldat (21) durch einen Unfall. Vermutlich löste sich ein Schuss, als der Soldat gerade seine Waffe reinigte.

Na, wenn ihr meint, daß der Bundeskanzler Merkel nun schon wegen eines Unfallopfers nach Afghanistan eingeflogen werden muß, dann dauert es bis zum Weltuntergang auch nicht mehr lange.

Spiegelbild - angeblitzte Mahnung

17. Dezember 2010

Steuergeld bei der Arbeit

Nun werden sogar tapfere Schulschwänzer gefördert.

Führerwohnquartier

Das Reisebüro ppq hat eine literarische Miniatur eines Mitbewerbers auf dem hart umkämpften Bettenmarkt ausgebuddelt und öffentlich gemacht. Die Tourismusbehörde, Werbeagentur, Museumsleitung, Bürgermeisterei und/oder-alle-zusammen CSU-Kreisversammlung des Berchtesgadener Landes hat zum ehemaligen Führerwohnquartier Stellung genommen.

Das Dokumentationszentrum Obersalzberg zähle wegen hohen fachlichen Standards und der guten didaktischen Aufbereitung der Ausstellung zu den meistbesuchten Museen Deutschlands.

Auf der vom Führer vorgetrampelten Spur habe ich mich im Oktober 1998 höchstselbst dieser didaktischen Aufbereitung gestellt und zum Antifaschisten umschulen lassen. Und das ging so.

Beim Frühstück an dem Tage, an dem ich den Obersalzberg erobern wollte, mußte ich zu meinem Leidwesen feststellen, daß es geschneit hatte. Sehr viel. Damals wußte man noch nicht, daß dies Starkschneefälle waren. Damals war das einfach nur Schnee und die Schneeuntergrenze lag etwas oberhalb 800 Meter. Habe ich mich stocksauer auf den Weg nach Berchtesgaden gemacht und den Bus zum Obersalzberg (Dokumentationszentrum) genommen. Dort hieß es umsteigen, denn ab hier ging es nur noch mit den Zubringern. Keiner schlechte Fahrt die Serpentinen hoch, mit teilweise atemberaubenden Aussichten.



Größere Kartenansicht

Am Kehlstein dann ein Parkplatz für ca. 4 Busse. Rein in den gigantischen Führertunnel und Staunen. Innerhalb des Berges fuhr ein vergoldeter, mit Lüstern ausgestatteter Fahrstuhl in das deutsche Heiligtum hinauf.



Oben angekommen blieb ca. 1 Stunde Zeit, um aus dem Staunen nicht mehr rauszukommen. Nun war mir klar, warum sich der Führer genau da sein Eigenheim hat hinsetzen lassen.



Natur pur und die Landschaft wie gemalt. Ein Panorama, bei dem ich aus dem Staunen nicht herauskam. Selbst der Schnee und die Kälte waren vergessen.



Bei schönen Wetter lag das Berchtesgadener Land wie eine Spielzeugeisenbahnlandschaft zu Füßen des Führers, einschließlich des Salzburger Landes (rechts im Bild, klicken zum vergrößern).



Die Stunde war rum, Magenschütteltour retour, ab zum Bus gen Berchtesgaden und erst mal was zu Mittag gegessen. Vor lauter Hunger hatte ich vergessen, mir die didaktisch gelungene Ausstellung anzuschauen. Mußte ich wiederum nicht, weil mich mein Gastgeber ausführlich aufgeklärt hatte. Wenns nach den Bestimmern da unten gegangen wäre, hätten sie alles, aber auch alles, was an den Führer erinnerte, plattgemacht und ein großes Erlebnishotel da hin gebaut. So war es wohl auch geplant. Der eigentlich Grund, bzw. die Begründung war, sie befürchten, der Obersalzberg würde dann erst recht, nun zum heimlichen Mekka der Nazijünger werden.

Nun ist alles anders gekommen. Jetzt werden die mekkanden Naziverehrer didaktisch aufgeklärt und können nichts erleben. Sonst können sie was erleben.

Ich selbst habe damals das ganze Bohei links liegen lassen, war eh schon Atheist, also müssen sie es anderen erzählen, nicht mir, denn ich hatte nur eine Stunde Zeit, um mich meinen fotografischen Ambitionen zu widmen. Das war Streß pur.

Zu deutsch. Ich war da oben, weil das Berchtesgadener Land zu den schönsten Landschaften Deutschlands gehört. Fotografisch. Man braucht Zeit und gute Füße, um zu den besten Fotostandorten hinauf zu kraxeln. Aber es lohnt sich. Man wird mit spektakulärer Natur belohnt.

Das Kehlsteinhaus selber ist eine Wirtschaft (Busgruppen sind herzlich willkommen), die getrost als Zweigstelle der Bundesgelddruckerei bezeichnet werden kann. Die Preise sind lecker und die Scheine rieseln wie Starkschnee in die Kasse. Will heißen, das Ding funktioniert auch ohne Führer super, weil es erstens keine Konkurrenz da oben gibt und der Ausblick auf die Gegend ebenfalls konkurrenzlos ist. Da aber der Führer immer geht, wie der profaschistische Spiegel (Castro), ZDF und n-tv beweisen, scheppert das Geld didaktisch gut aufbereitet in den Kassen des Kehlsteinhauses.

Die Bilder oben habe ich schnell mal eingescannt. Wurden mit einer MTL-5 und einem der ersten 28-200 M42 Zoom angefertigt.

P.S.: Ich merke gerade, daß ich der Erste bin, der das Führerwohnquartier (1 Ergebnis (0,13 Sekunden)) etwas genauer unter die Geschichtsfotolupe genommen hat. Eine Schande, daß Guido Knopp und Kollegen uns diesen eminent wichtigen Sachverhalt vorenthalten haben. Und das 65 n.Fhr.T.

16. Dezember 2010

Verräter

Putin

Die russischen Geheimdienste befassen sich nicht mit der Liquidierung von Verrätern im Ausland.

Der Offizier, der „seine Freunde, seine Waffenbrüder verraten hat“, sei ein Mistkerl und Schwein.

Свинья! - охарактеризовал таких людей премьер.


Zusammenfassung all dessen:

Putin: Verräter sind Schweine

15. Dezember 2010

käuflicher, reaktionärer und profaschistischer Spiegel

REFLECTIONS OF FIDEL

It is known that Assange distributed a significant volume of communications to five major media transnationals, which currently possess the monopoly of much of the information, some of them as extremely mercenary, reactionary and pro-fascist as the Spanish PRISA and the German Der Spiegel, which are utilizing news items to attack the most revolutionary countries.

Ich kann kein spanisch. Da geht das so.

Se sabe que Assange distribuyó un volumen importante de comunicaciones a cinco grandes transnacionales de la información, que en este momento poseen el monopolio de muchas noticias, algunas de ellas tan extremadamente mercenarias, reaccionarias y pro fascistas como la española PRISA y la alemana Der Spiegel, que las están utilizando para atacar a los países más revolucionarios.

Zoff mit Oppositionellem

Strandpantoffeln auf Balkonien

14. Dezember 2010

Ungehorsam

Oppositioneller Udalzow "wegen Ungehorsams" zu 15 Tagen Haft verurteilt (RIA Nowosti)

nochmal zu ASS

Heute sah sich die Welt genötigt, einen sehr sehr langen Artikel gegen ASS als Allheilmittel auf ihren Internetserver zu hieven.

Soweit ich das fachlich beurteilen kann, ist der sogar fundiert. Alle Achtung, Frau Pia Heinemann.

früher hatten wir immer Winter



Weihnachten minus 25 Grad? Und wo?
Wir heben's mal zur Wiedervorlage auf.
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An der Kasse staute es sich leicht, ich war die Nr. 3 und hinter mir stand niemand mehr. Derweil erörterte eine Rentnerin der jungen Kassiererin, wie früher der Klimawandel war.

Früher hatten wir immer Winter und da wurde nicht so'n Aufriß gemacht. Ist die neue Werbung schon da?

Nein, das Auto hat es bei dem Wetter noch nicht geschafft.

Früher wär sie da gewesen, wenn es Werbung gegeben hätte.


Um den Kassiervorgang zu beschleunigen, warf ich in die Debatte ein, daß früher auch S-Bahn und Straßenbahn gefahren sind, wenn drei Schneeflocken ihren PLatz für eine erbauliches Verkehrschaos suchten.

Genau, früher gab es sowas alles nicht wie jetzt. Da war Winter, alles ist gefahren und niemand hat sich beschwert.

Ich habe auch lange überlegt, seit wann ein paar Schneeflocken für derartigen medialen Aufriß sorgen. Ich bin 4 Jahre lang zur Schule gefahren, Bus, S-Bahn und U-Bahn oder Straßenbahn, je nach Strecke. Eine Stunde hin. Eine Stunde zurück.

Anschließend ziemlich an die 15 Jahre mit der Eisenbahn. Woche für Woche, Monat für Monat.

Ich kann mich nicht entsinnen, daß es da zu wochenlangem Niedergang des öffentlichen Verkehrs gekommen ist. Die beiden harten Winter 78/79 und 79/80 mal ausgenommen. Aber da war es wohl auch nur um die 2 Tage, dann rollte wieder alles.

Ich hatte vor 10 Tagen bei lecker Grillrippchen die Gelegenheit mir von einem Reichsbahner die technischen Hintergründe erläutern zu lassen, warum die S-Bahn auf der letzten Radnabe fährt.

Der Fachauskenner hat es ganz einfach erklärt. Das ist keine technisches, sondern ein finanzielles Problem. Die haben die S-Bahn kaputt gespart. Früher gab es genug Leute und Werkstätten, die auch bei miesestem Wetter die Züge flott machten und auf Strecke schickten. Und bei der Eisenbahn war auf jedem größeren Bahnhof ein Wagenmeister, der konnte mal einen Wagen aushängen, den Zug neu zusammenstöpseln und wieder rollen lassen. Wenn's schneit, müssen die Züge rollen. Und genau das haben wir früher gemacht.

Und wieso, so hakte ich nach, wird bei einem einstündigen Ausfall der S-Bahn alle 3 Minuten ein Zug zur Endstation geschickt, statt bei mir jeden zweiten rauszuziehen und von dort wieder in die Stadt zu schicken, damit die Leute wegkommen? Da ist doch 'ne Weiche, also leichtes Spiel für den Fahrdienstleiter.

Wenn drei Schneeflocken auf den Schienen liegen, dann wird nur noch gerade Strecke gefahren, die haben Schiß, daß die Weiche eingefroren ist und nicht mehr zurückgestellt werden kann, dann kriegen sie ihn am Arsch.

Aber früher ist doch alles gefahren?

Ja, da ist aber auch alle 5 bis 10 Minuten ein Zug gerollt und die Weichen wurden manuell aufgetaut. Gibt es nicht mehr, wurde alles eingespart. In Lichtenberg gab's früher mal 'ne Dampflok, die den ganzen Winter für das riesige Gelände die Weichenheizung sichergestellt hat. Abgeschafft. Nun haben sie das Problem.

Öffentlicher Verkehr bedarf eines Mindesteinsatzes an Personen, nicht an Verwaltungsangestellten, sondern an Leuten, die bei Wind und Wetter ihre Arbeit machen. Schnee schaufeln, Weichen auftauen, Züge umfädeln. Das gab es früher alles, aber das war in der DDR. Und da gab es immer Winter, ganz schnöden Winter, wie er in jedem gut geführten Jahreskalender annonciert ist.

Ich bin ja mal gespannt, wieviel Zentimeter Klimawandel morgen vor der Haustür lügen (sic!). Auf'm Balkon sind es schon 3. Alle drei sind noch schneeweiß.

13. Dezember 2010

kaum zu glauben

was sich BILD heute aus den Fingern gesogen hat.

Fall Julian Assange: War es ein Liebeskomplott?

DIE BEIDEN ANGEBLICHEN SEX-SKANDAL-OPFER SOLLEN SICH GEGEN DEN WIKILEAKS-CHEF VERSCHWOREN HABEN


Das klingt ja wie eine Verschwörungstheorie. Und das an einem 13. Gruselig.

NewsCode: 30124059

Man könnte ja hinzufügen, wenn man schon abschreibt, daß der Präsident dessen Dienste anempfahl und für seinen Erfolg betete.

Wissen ist Macht, sagt Lenin

und die Zeitautorin Evelyn Finger.



Die wikipedia sagt:

Wissen ist Macht ist im Deutschen ein geflügeltes Wort, das auf den englischen Philosophen Francis Bacon (1561–1626) zurückgeht.

Na jut, Evelyn. Nüscht wissen, macht ooch nüscht. Sie haben noch einen Menge учиться, учиться и учиться vor sich, bis ihrem Hirn die "werktätige Intelligenz" (Lenin) entfleucht.

Dafür, daß sie Lenin und Assange in einem Atemzug geschrieben hat, dafür gibt es allerdings Lob von mir.

Was lernt uns das? Ja, so heißt das jetzt. Das lernt uns, daß "Lernen, lernen und nochmals lernen" von allen möglichen Menschen der Welt gesagt oder aufgeschrieben wurde, nur von einem nicht, von Lenin.

Eigentlich wäre das ja mal eine schöne Rätselfrage, weil man im deutschsprachigen Teil des Internet ausschließlich auf falsche Antworten stößt. Im Russischen hingegen wird man auf Anhieb fündig und auch noch korrekt bedient.

Technik beherrschen

Florian Rötzer hat sich die Mühe der Recherche gemacht.

Damit reiht sich der Mann ein in die vom Terror, dem Abenteuer und der durch Aufmerksamkeit erzeugten Prominenz verführten jungen Amateure, die – Gottlob – es nicht einmal schaffen, ihre Technik zu beherrschen und so nicht zu gefürchteten oder verklärten, sondern zu bemitleidenswerten Menschen werden, die ihr Leben für Nichts opfern.