2. Februar 2011

Merksätze

Merkt die noch was?

"Ich rufe alle Beteiligten... auf, dass wir friedliche Demonstrationen genehmigen, dass die Meinungsfreiheit eine Chance hat. Es nützt nichts, Menschen wegzusperren und einzusperren, die Informationsmöglichkeiten einzuschränken", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Davos.

Nun das ganze noch einmal mit Rückendeckung seitens Sarkozy und Cameron.

Die Menschenrechte und die demokratischen Freiheiten müssen voll respektiert werden, einschließlich der Meinungsfreiheit und der freien Nutzung von Kommunikationsmitteln wie Telefon und Internet sowie der Versammlungsfreiheit.

Unmittelbar darauf folgt der Grimme-Preis-verdächtige Satz

Das ägyptische Volk hat berechtigte Beschwerden...

Wer hätte das vor einer Woche schon gedacht? Und erst recht so mutig gesagt?

Besetzer verhöhnen Polizisten

Ja dürfen die das überhaupt?

Die TAZ hingegen meint.

Showdown in der Liebig14

11.35: Jetzt beginnt der Showdown in der Liebig 14: Hausbewohner inszenieren sich auf dem Balkon.


Ja, wenn sie meinen das wäre alles nur show und nun down, dann ist ja alles in Ordnung.

Nachruf auf einen alten Pharao

pharaotisches Mitteilungsblatt

Präsident Mubarak war ein williger militärischer Partner im Nahen Osten, ein Helfer im Kampf gegen den Terrorismus und Vorreiter im Frieden mit Israel.

Es sei kurz angemerkt, daß sich der alte Pharao auf dem Weg zum Text verjüngte und nun nur noch Pharao ist. Also, warum hört der Pharao nicht auf sein Volk? Wir wollen das wissen.
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Die publizistische Peinlichkeit ist von BILD inzwischen komplett ins digitale Nirvana verabschiedet worden. Unter der URL befindet sich ein vollkommen anderer Text.

Volksfestvergleich

stern.de 31. Januar 2011, 19:42 Uhr
Zwischen Bürgerkrieg und Volksfest


stern.de 1. Februar 2011, 21:35 Uhr
Kairoer Volksfest der Demokratie


ARD
"Marsch der Millionen" in Ägypten
Ein Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes


Stuttgarter Nachrichten 08.10.2010 um 14:56 Uhr
Volksfest-Vergleich
Zehn Gründe, warum der Wasen besser ist

Terrorpropagandist darf weiter dillettieren

Der etwas ältere Herr, der im November letzten Jahres fürchterliche Terrordrohungen über Deutschland ausgestoßen hatte, lud gestern zur Messe und alle kamen. Die Schreibstuben des Landes schickten ihre Edelfedern zwecks akkurater Archivierung der weisen Worte gen Berlin. Das war es dann aber auch, denn einen Auftrag, die heilige Messe zu hinterfragen, einen solchen Auftrag hatten die Chefredaktionen wohlweislich nicht erteilt. Es hätte ein Quantensprung sein können, denn sogar die propagandistische Terrorschleuder aus Hamburg verzichtetet darauf, Herrn Gebauer (36) ins Rennen zu schicken. Hat aber nicht sollen sein.

So wird von der breiten Masse anwesender Qualitätskopierer die folgende Aussage dann auch unreflektiert auf viele Internetserver kopiert und liegt nun quasi (Kant) wie in Stein gemeißelt auf den Servern der Qualitätspresse.

Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, ob unsere Maßnahmen einen Anschlag verhindert haben. Eine gute Wirkung hatten Sie allemal.

Dann muß eben hier Klartext geredet werde. Ich übersetze das mal ins Deutsche.

Ich habe kein Ahnung, doch davon eine ganze Menge. Wir werden aber auch zukünftig pfeifend durch den dunklen Wald spazieren. Eine zweite Variante ginge so. Jetzt mal wieder ganz ruhig, sonst verkacken wir dieses Jahr die Wahlen.

Ja, jetzt sieht es wohl ganz danach aus, daß wir auf das Blutbad im Reichstag (Spiegel) solange warten müssen, bis der Thierse seinen Pavillon hat fertig bauen lassen. Das kann dauern.

Bis dahin kann ich nur dazu auffordern, ruhig und besonnen auf meine Warnhinweise zu reagieren. Und auf meine natürlich auch.

1. Februar 2011

sexy Revolution fällt aus

Noch vor zwei Tagen extra eingeflogen, um der Revolution Sexyness zu verleihen. Das war den Muselfrauen dann wahrscheinlich doch etwas zuviel an revolutionärer Mädchenpower.

Malawi verbietet Stuhlgangbeschleuniger

Das sollte schleunigst auch in Deutschland eingeführt werden, käme mir sehr gelegen.

doppelt genäht hält besser

30.05.2008 Isolierte Ureinwohner im Dschungel entdeckt
01.02.2011 Neue Fotos zeigen isoliertes Naturvolk in Brasilien

keine Revolution ohne Titten

Revolutionen müssen sexy sein, weswegen revolutionäre Bilder immer mit Frauen bestückt sind. Angesichts der Frauenquote, die das Frauenmagazin aus Hamburg einklagte, entschloß sich dessen Schwesterzeitung BILD, das Chaos dieser Tage zu nutzen, um vom redaktionellen Chaos abzulenken. Und was tun sie? Genau, sie verklickern uns den Sexappeal der ägyptischen Revolution, indem sie dies als Fotobeweis gelten lassen wollen tun müssen sollen. Liebe BILD-Redakteure. Frauen auf 'ner revolutionären Demo? Merkt ihr noch was? Kuckst du hier.

Stuhlgangbeschleuniger

Neben all den Nichtigkeiten, die derzeit von qualitativ hochwertigen Medien verbreitet werden, soll eine vollkommen unwichtige Meldung nicht fehlen. Ich habe mir am Wochenende einen Stuhlgangbeschleuniger besorgt und teste den jetzt seit zwei Tagen. Kann ich durch die Bank weg nicht weiter empfehlen. Das Ding taugt zu gar nichts. Et küttelt wie et kütt, würde der frohgesinnte Rheinländer sagen.

31. Januar 2011

so funktioniert Bestrafung bei Kinderpornos

Wen die mal wieder ihren horriblen Unsinn über Netzsperren, Stoppschilder, Internetabschalter oder roten Alarmknopf labern, dann holen wir das aus der Endlagerung. Gehaltskürzung reicht doch vollkommen aus.

Schiffbauerdammbruch

Mit dem Blick für das Wesentliche klärt uns das Schiffbaumagazin aus Hamburg darüber auf, worum es im modernen Schiffbau geht und wofür deutsches know-how steht. Nicht daß man einfach nur Schiffe baut, nein, Skandalschiffe werden zukünftig der Renner auf den Weltmeeren sein. Das erste von ihnen, ein Segler, so erfahren wir, kurz nach Mitternacht mit einer Handbreit Wasser überm Kiel in die weite Welt getickert, sei zu einer Testfahrt in See gestochen.

Das Skandalschiff, frisch auf dem Markt, so daß sogar die unsbestechliche Suche in der google-Timeline keinen Treffer auflisten kann. Der Skandalschiffbau ist dermaßen geheim gewesen, daß selbst die Datenkrake aus den USA außen vor blieb. Shipleaks, übernehmen sie.

30. Januar 2011

Guttenberg schwer brüskiert?

Qualitätsjournalismus vom Feinsten. BILD tickert um 18:18

Gorch-Fock-Besatzung brüskiert Guttenberg

und bezieht sich auf den Kölner Stadtanzeiger, der, weil das alles vollkommen uninteressant ist, nicht verlinkt wurde.

Bei dem wurde um 18:12. eine Meldung erstellt, die um 19:48 aktualisiert wurde. Besatzung brüskiert den Minister heißt es dort.

Auf der als privat deklarierten Internet-Seite "Gorch Fock" ist ein Bild zu sehen, das die Mannschaft gemeinsam mit Norbert Schatz hinter einem Transparent versammelt zeigt, das die Aufschrift trägt "Ein Kommandant, eine Besatzung, ein Schiff. Ushuaia, Januar 2011."

Eine eigenen Meinung können wir uns nicht bilden, denn die Meinung der Qualitätsnörgler wird ja gleich mitgeliefert. Und der hat man gefälligst zu folgen. Pustekuchen, ihr Pappnasen.

Eine private Seite der Gorch Fock? Muß ich erst suchen, weil die bei BILD und KSTA zu blöd zum verlinken sind.



Also, ich kann da an keiner Stelle irgendwas mit Brüskierung sehen.

„Sie sind der Meinung, das war Spitze!“ Das Publikum rief „Spitze“ laut mit... (wikipedia)

Ihr seid ja sowas von Arschcellos bei BILD und Kölner Stadtanzeiger.

hoch professionelle Bundeswehrsoldaten

Ich denke mal, das man dies nicht als Geschwätz abtun, sondern ernst nehmen sollte.

SUBJECT: MAXIMIZING GERMANY'S CONTRIBUTION TO THE TRAINING OF AFGHAN NATIONAL SECURITY ...

Dear Madam Secretary,
(C) First and foremost, I came away deeply impressed with the dedication, professionalism and competence of the German soldiers I met in Afghanistan. Without exception, all of them strongly believe in GEN McChrystal's counterinsurgency strategy and see its emphasis on protection of the population and partnering with Afghan security forces as absolutely the right way ahead. While the U.S. and German militaries might have had their differences in the past about the right strategy in Afghanistan, that is no longer the case today.

Medwedew und Putin

Dilpomatengeschwätz

SUBJECT: AZERBAIJANI PRESIDENT TO U/S BURNS: "YOU CAN'T BOIL TWO HEADS IN ONE POT"

Classified By: Charge Donald Lu, for reasons 1.4 (b,d).

¶1. (C) Summary: President Aliyev used this coarse street slang to describe the relationship between Russian President Medvedev and PM Putin...

jetzt mal auf deutsch gesagt

Diplomatengeschwätz

¶1. (S) SUMMARY. The new U.S. strategy for Afghanistan and Pakistan has been warmly received in Germany and has engendered considerable good will...

¶6. In private, Germans tell us that they are our most reliable partner because they, unlike the Dutch and Canadians, have committed themselves to staying indefinitely in Afghanistan and have not publicly announced a withdrawal date, notwithstanding the low German public support for the mission.

revolutionärer AnsPORN

sie tun wenigstens was

Handelsblatt

Proteste in Ägypten:
Amnesty greift Vodafone an


heise macht daraus

Ägypten: Amnesty International rügt Vodafone

Gynäkologe und Ministerpräsident

Mit dem Spekulum* zum Zugunglück

Ja, so einfach ist das manchmal. Man packt das Spekulum in den Dienstwagen und hat kurz darauf die Diagnose fertig.

SONNTAG, 30. JANUAR 2011, 09:54 UHR
Oschersleben – Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hat sich am Sonntagmorgen ein Bild vom Ort des Zugunglücks in Hordorf bei Oschersleben gemacht. „Es muss wahrscheinlich ein Haltesignal überfahren worden sein”, so Böhmer zur Unglücksursache.




burks bezogen auf die Zeit

Hättet ihr mich korrekt informieren wollen..., begönne... der Satz: “Ein schweres Zugunglück hat Samstagabend bei Hordorf in Sachsen-Anhalt mindestens zehn Tote gefordert.” ...

Anschließend könntet ihr noch etwas schreiben über die Geschwindigkeit der Züge, die Außentemperatur, darüber, warum die Signale nicht hinreichend gewartet wurden und ob das auch am Kapitalismus und am tendenziellen Fall der Profitrate liegt, über die Mimik der Politik-Arschgesichter, die da jetzt herumstehen und Trauer heucheln und andere unwichtige Dinge.



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* Das Spekulum wird verwendet, um ... Untersuchungen durchzuführen.

brauchen wir beides nicht

Sehr geehrter Herr Chefredakteur des Spiegel,

ich möchte die beiden Fragen beantworten, die sie nicht gestellt haben. Wir brauchen keine Frauenquote und wir brauchen auch kein Magazin, daß sich solche dämlichen Titel aus den Fingern saugt. Und sollten sie doch ernsthaft über das Thema nachdenken, dann schließen sie in ihre Überlegungen auch eine Negerquote ein. Die sind nämlich in ihrer Redaktion arg unterrepräsentiert, den Quotenneger mal ausgenommen, so sie einen haben

P.S.: Wußten sie schon, daß Spiegel in einigen deutschen Dialekten wie Speichel klingt? Ne woar?