9. Februar 2011

für die Montage dieser Type benötigen sie

zwei kräftige Kerle

8. Februar 2011

ab jetzt wird Stalin entlarvt

Wie uns die Welt mitzuteilen beliebt.

Nun nimmt das Land einen neuen Anlauf, Stalin zu entlarven.

War de Maizières Terrorpropaganda nur ein Bluff?

So fragt BILD ganz leise an. Und wir können antworten, was wir darauf schon immer geantwortet haben. Nein, das war kein Bluff, de Maizière hat es ernst gemeint. Und Ernst gemacht, indem er das Volk mit seinen martialischen Gestalten terrorisierte.

die lustigste Überschrift des Jahres

Wir haben zwar erst Anfang Februat, nicht desto trotz wird es außerordentlich schierig werden, die folgende Überschrift zu toppen, dazu ist sie einfach zu gut.

Zeitungsverleger fordern Planungssicherheit von Apple

Das sind mir ja tüchtige Jammerlappen, diese Zeitungsverleger, jammern auf höchstem Niveau.

Zeitraffer

Rußland schafft die Winterzeit ab

Genau das machen die Russen aber nicht, denn dann wären sie ja dem Klimawandel im Äonen voraus. Sie machen allerdings etwas sehr vernünftiges, nämlich die zweimalige willkürliche Umstellung der lokalen Zeit abschaffen.

Mithin wird es auch weiterhin Winterzeit geben. Schon in wenigen Tagen ist es wieder soweit. Jede Wette.

Hobby: Muschi streicheln

Absturz ohne Einweisung

Frank Elstner tritt nach

Nachdem Frau Lierhaus in aller Öffentlichkeit die Hosen runtergelassen (wurden), wogegen sie sich aus gesundheitlichen Gründen nicht hat wehren können, tritt Frank Elstner nach.

„Ich kenne Monica seit Jahren und schätze ihre Professionalität. Mit ihr hat die Fernsehlotterie eine sympathische und glaubwürdige Botschafterin gefunden, die sehr vielen Menschen zu einem ,Platz an der Sonne‘ verhelfen wird.“

Ihrem letzten Fernsehauftritt mangelte es erheblich an Professionalität, wie sie selber zugab.

Nach heutigem Stand muss ich leider sagen, dass ich auf absehbare Zeit die Sportschau nicht werde moderieren können.

Das muß Herrn Elstner allerdings entgangen sein.

Und wenn Elster in Frau Lierhaus, in dem Zustand, in dem sie vorgeführt wurde, eine sympathische Botschafterin gesehen hat, dann ist das seinem begrenzten Sehvermögen geschuldet. Oder, weil er nachtreten will.

Eine leicht abweichende Meinung zum grandiosen Auftritt der Grande Dame des deutschen Sportreportertums von Alexander Gorkow (Sueddeutsche).

TV-Auftritt von Monica Lierhaus
Der geile Moment

Es geht in unserem Fernsehen um eine Art Gott. Es ist der Gott des emotionalen Augenblicks.

Es ist eine inzwischen quasi pornographische Anbetung des einen, großen und bitte absolut geilen Moments, der ins Bild muss - und heute können wir sagen: koste es, was es wolle, zum Beispiel die Würde einer Frau wie Monica Lierhaus.

Monica Lierhaus wurde jetzt im ZDF ausgestellt.

6. Februar 2011

he's still got the blues forever

Gary Moore died ... choking on his vomit after knocking back champagne and brandy. "We believe the deceased had been drinking heavily." (The Sun)

Gary Moore sei jedoch nicht wie viele seiner Kollege ein Opfer des Rock-'n'-Roller-Lebens mit viel Alkohol und Drogen geworden, hieß es aus seinem Umfeld. (Sueddeutsche u.a.)



http://www.youtube.com/watch?v=lWp-Mazmf88

http://www.youtube.com/watch?v=DgJnqAx5N9Y

Nachricht aus einer anderen Welt

Polizisten sollen jetzt dem Volk dienen. Soso.

Sprachpolizist als humorlos entlarvt



Wie man sich am besten selber in den Arsch fickt, das hat Bastian Sick exemplarisch vorgeführt.

Die dafür angemessenen Worte hat sich Hal Faber ausgedacht.

Schlimmer als ein seine Auftragsgrenzen überschreitender deutscher Polizist ist nur der deutsche Sprachpolizist, der Regeln exekutiert und nicht verstehen will, was für ein formfreudiges Gebilde die deutsche Sprache ist. Wo Sprachknete auf große Knete trifft, hört der Spaß auf und der Justiv fängt an. Das ist der Fall nach dem Akkusativ, erkennbar durch die Frage "wen/was verklage ich heute?". Schuldig ist in diesem Fall der Ba‘al Azabab aller Leistungsschutzrechtler, die Suchmaschine Google und ihre Unfähigkeit, in Text-Snippets (Satire) angemessen zu kennzeichnen. Für jemanden, der die deutsche Sprache schrebergartenvereinsmäßig kleinmäht, ist dies natürlich ein schwerer Affront, ähem, Tort – oder muss es Realinjurie heißen? Ist das nicht gehopfen wie gespringt? Aber nicht doch. Was hier zu sehen ist, was Google als Snippet angeboten hat, nennen die Juristen eine "verkürzte Inhaltswiedergabe", weil der Vermerk Satire fehlt und die Suchmaschine damit zum "Störer" wird.

Die juristische Seite hat Udo Vetter beleuchtet. Die zwischenmenschliche Dimension läßt sich aus den Kommentaren zu seinem Beitrag herauslesen.

Ja, meine Herren Richter, es ist an der Zeit, google endlich mal die Leviten vorzulesen und diesen Datenmoloch zu einer harten Strafe zu verknacken. Sie sollen endlich die lustigen Seiten des Internet kenntlich machen. Das nützt auch mir, denn so verpasse ich keinen Spaß mehr. Der 1. April, er naht mit Brausen, die Scherze sind ein Grausen, da kann diese kleine Orientierungshilfe von großem Nutzen sein.

5. Februar 2011

daterange search

"diktator mubarak" daterange:2455595-2455598 site:welt.de
"präsident mubarak" daterange:2455595-2455598 site:welt.de

2455595 --> 02.02.2011 im julianischen Format
2455598 --> 05.02.2011 im julianischen Format

Das julianische Format kann man sich u.a. vom Navigator der Gorch Fock errechnen lassen.

Der erste Term ergibt mickrige 2 Treffer.
Der zweite Treffer schüttet 265 Gewinnzahlen aus.

Man kann diese Suche experimentell mit deutschen Qualitätsdiktaphonen durchgehen und wird überrascht sein. Die erste Zahl kann dabei auch etwas variiert werden, um das Zeitfenster bis heute zu vergrößern oder verkleinern.

renitenter Kurzzeitdiktator



Brauchte es einige Tage, um sich darauf zu einigen, was denn nun der Freund deutscher Kanzler und amerikanischer Präsidenten genau sei, ein netter Autokrat, Despot oder Diktator, hatte sich am Ende dank gemeinsamer Abstimmung der deutschen Qualitätsmedien der Dikator mehrheitlich durchsetzen können. Ich habe meine Trauerarbeit noch gar nicht richtig abschließen können, da ist der Diktator auch schon wieder aus der Berichterstattung gestrichen worden. Die Sueddeutsche verlieh Mubarak gestern zwar noch den Rang eines "renitenten Diktators", der Rest der Qualitätsabschreiber läßt diese Attributierung inzwischen jedoch lieber wieder weg und schaut erst mal, was die anderen so abschreiben.

Der Quell diktatorischer Artikel (01.01.1980-31.12.2002), der um den 27.01.2011 seinen Höhepunkt hatte, ist schon wieder am versiegen. Selbst der Husarenritt mit einem Pferd und sechs Kamelen konnte den Fortgang der Geschichte nicht beschleunigen, da sie stark nach betäubungsmittelgetränkten Mentholzigaretten stank. Doch Bangemachen gilt nicht. Ich kann die Kackhäufele am Rande der Datenautobahn gar nicht so schnell wegschreiben, so schnell haben die Qualitätsmedien den highway of bytes schon wieder zugeschissen.

US-Senator John McCain: Mubarak ist ein guter Mann, muss aber zurücktreten

Genau, Mubarak ist ein guter Mann und schon wieder immer noch Präsident.



Zeit: Der ägyptische Präsident Husni Mubarak ist politisch isoliert.
Zeit: Anschlag auf Vizepräsident Suleiman war Falschmeldung (das ist der Folterminister, der darf aber so nicht bezeichnet werden)
Sueddeutsche: Offenbar legt auch Präsident Mubarak sein Amt als Parteichef nieder.
FAZ: Der ägyptische Präsident Husni Mubarak ist laut einem Bericht des Nachrichtensenders Al-Arabija vom Vorsitz der Regierungspartei Nationaldemokratische Partei (NDP) zurückgetreten
Spiegel: Der ägyptische Präsident Husni Mubarak hat seinen Rücktritt als Vorsitzender der Nationaldemokratischen Partei erklärt
FR: Deutschland sollte nach den Worten von Unionsfraktionsvize Andreas Schockenhoff (CDU) Ägyptens Staatschef Husni Mubarak Exil gewähren


Diktator? War da mal was?

Mubarak doch nicht zurückgetreten

Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak ist nach Angaben des Nachrichtensenders Al-Arabija doch nicht als Vorsitzender der regierenden Partei zurückgetreten.

Dampfbügeleisen

Heiße Eisen hat sie schon immer gerne angefaßt und alles weg gebügelt, wenn sie mal kräftig Dampf abließ. Deswegen sei die lyrische Perle politischer Dichtkunst dem Vergessen entrissen und hier in Bits und Bytes gemeißelt.

Ägypten braucht keinen "himmlischen Frieden"

In der brutalen Eskalation der Situation in Ägypten zeigt sich Mubaraks letztes Aufbäumen: Sein Regime provoziert Gewalt und Unruhe, um Friedhofsruhe stiften zu können. Doch die Menschen in Ägypten brauchen jetzt keine zynischen Machtspiele und schon gar keinen "himmlischen Frieden", herbeigeknüppelt von den Vasallen des Regimes. Stattdessen muss Mubarak unverzüglich den Platz frei machen für die rasche Bildung einer Übergangsregierung und den friedlichen Übergang hin zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.


Claudia, wir haben dich vermißt, aber nun bist du wieder ganz die alte Dampfplauderin. War schön, wieder mal die anheimelnde Wärme heißer Luft zu spüren. Mubarak hat nach dieser knackigen Ansage allen Grund, sich Sorgen um sein persönliches Wohlergehen zu machen. Wenn du nach dem Sieg in Kairo einmarschierst, spätestens dann wird der Despot einsehen, daß es doch besser gewesen wäre, rechtzeitig die Flucht zu ergreifen. Die Chance hat er verpaßt.

das ist auch besser so

Weder der Anwalt von Lothar H. noch der des Beschuldigten Paul R. äußerten sich gegenüber dem SPIEGEL zu den Vorwürfen.

Das ist auch besser so. Und gottlob gibt es noch keine gesetzliche Pflicht, sich dem Spiegel gegenüber zu äußern.

Meldepflicht für Protestwellen eingeführt

UN-Generalsekretär ist wegen der Protestwellen in Arabien in Besorgnis verfallen. „Wir wissen nicht, wie diese Ereignisse enden werden.” Er habe deswegen höchstpersönlich die deutsche Regierung angefragt, ob sie nicht ihr Tsunami-Warnsystem auch für Protestwellen einsatzfähig machen könne, da dies sehr hilfreich wäre, Protestwellen frühzeitig zu erkennen, um so rechtzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Für einen Übergangszeitraum könne er sich vorstellen, das deutsche Protestwellenmeldesystem (Versammlungsrecht) weltweit zu adpatieren, da dies erwiesenermaßen eines der momentan effektivsten Systeme ist, Protestwellen auf kleinem Raum und zeitlich zu beschränken.

4. Februar 2011

vorab verraten

Til Schweiger – ein trotzkistischer Abweichler?

Wenn übermorgen hier die Köpfe des Proleten 2010 geehrt werden, wird der Genosse Til Schweiger nicht zu den Trägern der Kurt-Hager-Gedächtnismedaille für fortschrittliche Kulturschaffende gehören. So viel kann jetzt schon verraten werden.

Die Kommentare bei diesem Artikel sind geöffnet

Philantropen
Wie unsere Welt von Superreichen profitiert

Edi Kasperski vor 27 Minuten
Und Sie glauben tatsächlich, mit Ihren Klitterungen könnten Sie die (geistige und materielle) Verarmung der Massen hinweglabern?

Kcddorf vor 10 Minuten
völlig absurd

Huebstefan vor 10 Minuten
Diese Verklapse geistert schon seit paar Jahren als sog. "Pferdeäpfel- Theorie" durch die Ökonomische Landschaft und dürfte spätestens mit der Finanzkrise widerlegt sein ---> Die Superreichen werden unermeßlich reich, das Volk/ der Mittelstand wird immer ärmer - für die bleiben nichtmal die Krumen des Reichtums!

O_o vor 8 Minuten
Aha, die Armen werden immer ärmer und immer mehr, wie profiterien diese von der Hand voll Superreichen?

Louis1453 vor 7 Minuten
Der Autor unterliegt, wie viele aktuelle Schreiberlinge, der Illusion, mit Kapitalismus und Demokratisierung sei das Ende der Geschichte hereingebrochen. Tatsächlich ist es aber bloß ein Augenblick des Wohlstands. Warten wir lieber ab, ob sich in den nächsten Jahren nicht doch noch ein Überbevölkerungsproblem ergibt...

eine kleine Bildunterschrift sagt mehr als tausend große Worte

noch ein Merksatz

Der Satz stammt nicht von Karl Marx, auch wenn man das fälschlicherweise annehmen könnte.

Das Grundrecht auf Eigentum müsse geschützt werden, sagte der SPD-Politiker [Körting] am Donnerstag dem rbb. Würde man nach Kosten abwägen, gäbe es keinen Rechtstaat mehr. Man dürfe nicht fragen, was der Schutz von Grundrechten koste. Im Fall der Liebigstraße hätten unabhängige Gerichte das Recht des Hauseigentümers bestätigt.