27. August 2011

Praktikantentitel

SPIEGEL ONLINE 27. August 2011, 22:05 Uhr

Obama fürchtet lange 72 Stunden


Jawoll, Herr Praktikant. Obama fürchtet sich.

Was suche ich, und warum so viel?

Sie heißen nicht umsonst Suchmaschinen, denn würde man etwas finden, würden sie wohl Findemaschinen heißen. Die Suche ist ihr Metier, ob man etwas findet ist nebensächlich. Suchet, so werdet ihr finden, gilt auch bei ihnen, aber möglicherweise wird etwas ganz anderes gefunden, als dem Suchenden in den Sinn kam. So erging es mir, als ich eine Datei cables.csv nebst sehr leicht zu findenden Paßwort (Der Freitag) suchte. Ich wollte schlichtweg einen Beleg für diese kühn behauptete journalistische These. Beweisen kann ich es nicht, auch wenn mittlerweile die TAZ die gleiche Behauptung aufstellt. Reiner Metzger nimmt im bevorzugten Medienpartner von Openleaks Stellung zu der großen Sicherheitslücke bei wikileaks (Der Freitag). Metzger macht es sich einfach, schreibt schlichtweg beim Freitag ab und dichtete einige Dinge so hinzu, daß auch TAZ-Leser nichts verstehen.

Es handelt sich um eine 1,73 Gigabyte große Datei mit Namen "cables.csv". Darin sind verschlüsselt 250.000 an Wikileaks übergebene Depeschen des US-Außenministeriums enthalten.

Ob eine Blick in die Kugel oder die Bingo-Suche, der Blick in die geheimen Kabel bleibt mir versperrt, weil sie nicht gefunden werden, diese 1,73 Gigabyte.

Nunja, möglicherweise gibt es sie, möglicherweise auch nicht. Das kann nur der Erdfinder der These selber schlüssig beantworten. Ich kann allerdings ein klein wenig Wissen aus meinem Computerleben preisgeben. Dieses Wissen begrenze ich mal auf Dateiendungen und Verschlüsselungsverfahren, immerhin begleiten mich die seit genau 20 Jahren und 2 Monaten. Im Juni 1991 hatte ich meinen letzten Fehlkauf in Computerhardware. Das war ein 286er für 2.500 DM, obwohl es bereits 386er ohne Coprozessor für 3.000 Ocken gab. Ein halbes Jahr später steckte dann ein 486er Board im Gehäuse, dessen SX-Prozessor mittels eines bei Conrad erworbenen Quartzes von 25 auf 30 MHz beschleunigt wurde, was ihn zu einer raketengetriebenen Verschlüsselungsmaschine für CSV-Dateien machte. Seitedem schraube ich mir meine Rechenknechte lieber selber zusammen. da weiß ich was ich habe. Und, was ich falsch gemacht habe. Meistens nur die Grafikkarte, da ist die billigste für mich ausreichend. Im übrigen, als es noch keine Grafikkarten gab, z.B. 1972, da konnte ich die Verarbeitungsschritte des Computers an der binären Lichtorgel ablesen. So schnell war der nicht.

Ja, csv ist nichts weiter als eine Dateiendung, die angibt, daß mit einem hohen Grad an Wahrscheinlichkeit der Dateiinhalt kommaseparierte Werte sind. Mehr nicht. Diese CSV-Datei kann dann mit einem Textlister, Schreibprogramm, Tabellenkalkulation oder Datenbank geöffnet werden. Je nach Funktionsumfang und Leistungsfähigkeit sind dann sicherlich Optionen möglich, wie die Werte dargestellt oder sogar verarbeitet werden können. Für gewöhnlich stecken in einer CSV-Daten, die tabellarisch dargestellt werden können. Prinzipiell könnte man jede Datei in CSV umbenennen, dann handelt man sich allerdings große Probleme ein. Wenn ich mich recht entsinne, dann war dies bei OS/2 etwas anders, denn dort handelte es sich um Dateiobjekte, eine Dateiendung war der Bequemlichkeit halber auch möglich, allerdings nicht zwingend. Aber ich schweife ab.

Wenn ich also Text und Zahlen in einer kommaseparierten Datei mit der Endung CSV habe und diese verschlüsseln möchte, dann habe ich mehrere Möglichkeiten. Ich kann ein Archivprogramm mit integrierter Verschlüsselung benutzen, ein Archivprogramm mit anschließender Verschlüsselung, Ein Verschlüsselungsprogramm mit anschließender Komprimierung usw. Je nach Beleben und Fähigkeiten.

Greife ich mir als Beipiele RAR und ZIP, die beide Verschlüsselung bieten. Die Daten werden komprimiert und anschließend auch noch verschlüsselt, alles in einem Rutsch und mit einem journalistischen Nachteil. Die Dateiendungen lauten anschließend in so ziemlich allen Betriebssystemem RAR oder ZIP. Ähnliche Effekte haben ähnliche Werkzeuge unter Linux, ob tar, bzip oder gzip, das ist wurscht. Am Ende der Datenbehandlung steht keinesfalls eine CSV-Datei.

Nun gut, dann ebend ein originäres Verschlüsselungsprogramm. Da ist der Sachverhalt ähnlich. Die Dateiendungen werden so gewählt, daß darauf geschlossen werden kann, der Dateiinhalt sei verschlüsselt. Mir ist in den vergangen 20 Jahren nicht untergekommen, daß eine der o.g. Dateioperationen eine wellknown Dateiendung wie CSV fabrizierte. Es sei denn die folgende

Eingabe cables_original.csv --> Verschlüsselung --> Ausgabe cables.csv

Wer sowas macht ist doof.

Also Herr Metzger, da sie ihren Beitrag mit dem oben erwähnten Zitat begannen, habe ich mir erlaubt, das Lesen an dieser Stelle abzubrechen, da diese Aussage fundamentale Unkenntnis über die simpelsten Computersachverhalte offenbart. Sie können versichert sein, für solchen Datenmüll der Taz zahl ich nicht, habe ich nie gezahlt und werde auch nie zahlen. Verarschen sie ruhig weiter ihre Kundschaft. Ich bin außen vor.

[update 28.08.]

Da hilft die Sicht auf wesentliche Details auch nicht weiter, wenn das große und Ganze den bach runtergegangen ist.

[/update]

26. August 2011

147

Ronnie O'Sullivan ist ja immer für Gesprächsstoff gut. Im Guten wie im Bösen. Diesmal zeigte er sich von seiner besten Seite und hat in Fürth mal so im Vorbeigehen einen Abräumer hingelegt. Die Anwesenden können nun ihren Kindern, Enkeln und Freunden bis an ihr Lebensende davon erzählen, wie sie einmal Ronnie bei einer 147 im Snooker gesehen haben, ein Erlebnis, das ihnen niemand mehr nehmen und madig machen kann. Neidisch kann man da schon werden.

libysche Demokraten führen Volkssport ein

21.07: Anhänger der libyschen Opposition baden im Pool von Gaddafis Tochter

Nach einem Blog-Bericht des arabischen Senders Al-Dschasira hat sich offenbar Anhänger der libyschen Opposition mit ihren Familien in der Luxusvilla von Gaddafis Tochter Aisha zum Schwimmvergnügen getroffen.


Das wird sicher eine harte Konkurrenz für die deutschen Hochleistungsschwimmer, macht aber nichts, denn Verschwörungstheorien machen Leben erst lebenswert.

Ärger über Gorbatschow

Hans Modrow

Gorbatschow bekennt sich heute zum Antikommunismus und erklärt, er habe die Zerstörung der Sowjetunion als Ziel seiner Politik gesehen...

Und mich ärgert, daß ich zu lange an Gorbatschow geglaubt und ihm vertraut habe.


Oha. Da bin ich ja fein raus, da ich ein Ungläubiger bin.

Frau von Baum erschlagen: lebendig?



Uups, da war wohl doch noch ein Wächter deutschen Wortgutes im Hause. Das Teaserbild wurde ausgetauscht, doch das alte noch nicht gelöscht.
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Uups, uups, jetzt haben sie doch das alte Teaserbild gelöscht.

angezählt

Merkel angezählt, titelt der Spiegel kurz vor dem Wochenende schnell noch in die Ticker. Ich selber habe nie gezählt, wie oft Merkel schon angezählt wurde oder war. Wahrscheinlich taumelte sie in ihrer gesamten Karriere wie ein angeschlagener Boxer auf dem politischen Parkett. Also, kurz angezählt:

30. Juli 2008 – Merkel angezählt - Die Krise ist die Quittung für eine falsche Politik - NRhZ-Online - Neue Rheinische Zeitung
9. Mai 2010 – Ab jetzt ist auch Angela Merkel angezählt: denn ein nicht unerheblicher Anteil dieses Wahlergebnisses geht auf das Konto der Kanzlerin bzw. ... - www.focus.de
11. Juli 2006 - Merkel angezählt - politik.de
28. März 2011 – Merkel angezählt? - www.ard-hauptstadtstudio.de
4. Aug. 2008 – Merkel angezählt - kinder-alarm.blogspot.com
10. Mai 2010 – Kanzlerin Merkel angezählt - www.spiegel.de
23. Sept. 2009 – Sollte es allerdings nur für eine Neuauflage der Großen Koalition reichen, wäre Merkel angezählt - www.wissen.de
2. Dez. 2009 - Tja, jetzt ist Merkel "angezählt" - www.politikforen.net
01.08.08 - Net News Global: Merkel angezählt - www.mein-parteibuch.com

ihr schon

Ich stamme nicht von einer Ratte ab. Das weiß ich von einen Elter. Die BILD-Redakteure schon, um die Frage mal direkt zu beantworten.

25. August 2011

Demokraten bei der Arbeit

+++ 15.18 Hinweise auf Exekutionen von Wehrlosen +++

Bei den Kämpfen in Libyen mehren sich die Anzeichen für willkürliche Exekutionen wehrloser Gegner. Die Leichen von über 30 Männern, die höchstwahrscheinlich zu Gaddafis Truppen gehörten, seien in einem Feldlager im Zentrum von Tripolis gefunden worden, berichtet ein Reuters-Reporter. Die Körper seien von Kugeln durchsiebt worden. Bei mindestens zweien seien die Hände mit Kabelbindern gefesselt gewesen.

deutscher technischer Journalistensprech

Diese Überschrift erfand ein Journalist von heise.

Angebliche Angriffe auf Web-Sites im chinesischen Fernsehen

Heilige Scheiße, dachte ich so bei mir, jetzt greifen die auch schon Websites im Fernsehen an. Könnten die nicht auch gleich noch das ganze Programm umkrempeln? Das wäre viel wichtiger.

Klarstellung

"Türken gucken fünfmal mehr Fernsehen als die Deutschen", hatte Integrationsministerin Bilkay Öney behauptet. Selbst Anhänger von Grün-Rot fordern eine Klarstellung.

Hiermit stelle ich klar, Türken schauen nur 4,86 mal mehr Fernsehen als die Deutschen.

auch in der Hölle muß bezahlt werden

Sozialämter müssen Hartz-IV-Empfängern mehr als eine Superbillig-Beerdigung erstatten.

Der Saz stammt nicht von mir, sondern wurde vom deutschen Journalisten Christian Rath erfunden. Nicht nur im Paradies, wo einen die Jungfrauen erwarten, auch in der Hölle muß Eintritt gelöhnt werden. Deswegen die Erstattung.

der Freitag hat eine Datei im Internet entdeckt

Was tun, wenn man eingepullert hat und schon erwachsen ist? Es wie ein Mann nehmen, also einen auf Depardieu machen.

Oder wie mein Vater dazumal. Bett war frisch bezogen, neue Unterwäsche hatte er auch an, dann eine Minute Pause und freudestrahlend artikulierte er: Hab eingepullert. Ergo ganze Aktion von vorne.

Oder man ist trotzig wie ein Pubertierender, zeigt mit dem Finger auf andere und behauptet, der da hat mich angepinkelt. So macht es Steffen Kraft im Freitag, indem er von einem Leck bei Wikileaks schreibt, das sich als Leck in seiner Unterhose herausstellt, denn das von ihm frisch diagnostizierte Sicherheitsloch existiert seit Januar, als die unredigierten Depeschen via Aftenposten zur Welt gelangten und dort versickerten. Nach großkotziger Ankündigung, sie werden das redaktionell bearbeiten und ihren Interessen entsprechend verwursten, war das Blätterrauschen nur noch Stille. Es gab redaktionell nichts interessantes.

Sag ich mal so, TAZ und Freitag haben sich eingepullert. Die TAZ macht das Beste draus und hält den Schnabel. Bis jetzt. Steffen Kraft behauptet im Freitag, andere hätten ihn angepinkelt, derweil alle sehen können, daß er sich höchstselbst in die Hosen gemacht hat.

...der Freitag hat eine Datei im Internet entdeckt...

Ich auch. Hunderte. Eines davon geht so.

The Frietag story is mostly false. Their source is their business partner, DDB, who has for months engaged in reckless conduct.

Ach ja, was ist denn nun die Sicherheitslücke, von der im Freitag die Rede geht? Die wird uns vorenthalten. Und was die Datei betrifft, die einfach im Internet zu finden sei, nebst dem noch viel einfacheren Paßwort, da hat sich der Autor sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Nada, nix da.

Partnersuche mit Niveau - Last-Minute Polen

gefunden auf wetter.com

Aufbau der libyschen Demokratie schreitet zügig voran

24. August 2011

aus deutscher Zucht

Wollte nur in Erinnerung rufen, wer Karzai die Milchflasche gereicht hat.



Für den praktikantischen Druckfehler kann ich nichts.

Bund will Internet-Drucker ausbremsen

SPIEGEL ONLINE 24. August 2011, 15:51 Uhr
Schärferes Gesetz

Bund will Internet-Drücker ausbremsen


Hab ich doch glattweg im ersten Anlauf gelesen, die wollen die Internet-Drucker ausbremsen, aber das geht ja gar nicht. Sind sie ja selber.

Was willst du auf den Gleisen, sprich!

Na Trecka umfahn, vastehste nich?

Ist ja nicht das erste, was er total gegen die Wand gefahren hat.

die allerbesten deutschen Layouter

So sah ich das heute beim Vorbeilaufen am Kiosk. Für das Archiv von Redundanz befreit.

finde alle ästhetischen Fehler

Kuckst du ganz geheim

Post will forward the original via diplomatic pouch
if/when we receive it.

STEVENS