23. Juni 2008

Lebenszeit vertrödelt - Warnung vor Freetz

Ich habe mal wieder zwei Tage wertvolle Lebenszeit vertrödelt. Oder besser, einige Stunden dieser beiden Tage.

Eine kleine Meldung hatte mich dazu verleitet. Freetz sei in Version 1.0 erschienen und warte nur auf willige Besitzer einer Fritzbox, um dort eingeflasht zu werden.

Da eine Fritzbox auch nur ein Linuxcomputer ist, sei dies leicht gemacht.

Denkste. Das Projekt ist nämlich eher (sehr) schlecht dokumentiert.

Habe ich mich ohne ordentliche Dokumentation in das Abenteuer gestürzt, denn im README der Software heißt es lapidar:

"Quickstart:
make

This should do the trick. You'll find the modified firmware "*.image" in the top-level directory."

Na ja, wenn ich einfach "make" eintippe und das den Trick macht, dann kann ja nichts schiefgehen.

Außer wertvolle Lebenszeit verrinnen, denn ich mußte ein Fertiglinux saugen. Hab's Ubuntu genommen.
Ubuntu installiert. Als das fertig war, merkte ich, das war wieder mal das falsche, denn es hat mir meinen MBR zerschossen und den bekackten grub installiert.

Linux gebootet und erst mal 200 MB an Sicherheitsupdates nachgeladen.

Make gestartet. No trick. Nothing. Nichts.

Etliche Pakete für das Compilieren mußten nachinstalliert werden.

Make gestartet, das war der Trick. Kurz darauf öffnet sich ein Menü, mit dessen Hilfe man sich eine neue Wunschkonfiguration zusammenklickt.

Fertig haben. 15 Minuten warten, bis er Compilerlauf durch war.

Fehler in patchblablub. Firmware nicht kompiliert.

Etwas in den patches gefummelt und meine Wunschconfig leicht geändert.

Firmware nicht kompiliert, da 890.000 Byte zu groß für den Speicher. Auch dafür gibt es natürlich ein Bastelanleitung, wie das eventuell umschifft werden kann.

Eigentlich wollte ich nur ein komfortable Oberfläche für die integrierte Firewall der Box und den Tor reingefummmelt haben.

Pech gehabt. Und keine Lust mehr.

Schlußfolgerung: Warnung vor dem Freetz!