15. Februar 2015

"NSU-Bekennervideo": die antifaschistische Prophezeiung

Das filmische Ende des NSU


Es gab kein Bekennervideo. Dafür antifaschistisches und/oder geheimdienstliches Vorwissen.

Was haben sie sich die Federn ihre Füller ruiniert, als sie das schlimmste Horrorvideo seit Leni Riefenstahls Olympia-Opus herbei schrieben. Als der Clip endlich das Licht der Welt erblickte, war Ruhe im Karton, denn es war nur ein Cartoon.

Die besten Filmkritiker der Medien durften sich über drei Jahre lang an einem Film abarbeiten, den sie zwar nie gesehen, der ob der staatlichen Vorgaben jedoch etwas ähnliches wie Hitlers Machtergreifung nebst Massakrierung des demokratischen Rechtsstaates zeigen sollte.

Das Elend der Filmkritik wurde offenbar, als sie die Möglichkeit hatten, umfangreiche Rezensionen über eine Kunstwerk auszufertigen, das keinerlei kritische Würdigung verdient, da es ein kindisches und grottenschlecht zusammengeschnittenes Stückwerk ist.

Zumindest die Kunstsachverständigen dieses Blogs haben keinerlei Zugang zum Film gefunden, seine geheimen Botschaften nicht entschlüsseln können. Das war nicht weiter schwer. Sie haben gar nicht erst nach solchen gesucht.

Nur eines ist einleuchtend. Paulchen Panther ist keine Terrorist, kein Nazi, kein Schwerverbrecher. Er ist ein Suchender, ein Detektiv, verdeckter Ermittler, Spitzel für einen Geheimdienst, was auch immer. Er ist der positive Held des Kurzfilms, der das Geschehen zu entschlüsseln sucht, ohne ein Ergebnis vorweisen zu können.

Da die deutschen Filmkritiker in allen Medien, von A wie ARD bis Z wie ZDF, von A wie Aachener Zeitung bis Z wie Zeit, das kleine Video verschweigen, obwohl die Chance der Kunstbesprechung da ist, übernimmt das der auf diesem Gebiet bar jeden Talents seiende Chefredakteur des Blogs höchstselbst, da selbst Maxl aggressiv ablehnend gekeckert hat, als ihm dieses kulturästhetische Unterfangen angetragen wurde.

Sie hatten ihre Chance in ND und "Junge Welt", Illustrierter und Süddeutscher, haben sie aber nicht genutzt. Dann wollen wenigstens wir der Chronistenpflicht genügen und die geneigten Lesern wissen lassen, wie das Ende des NSU genau aussah. Im Film.

Dazu bewegen wir uns im Film bis zur Stelle 13:15 (Schwarzblende) bzw. 2 Sekunden später, damit der musikalische Urheberrechtsstreit außen vor bleibt. Es handelt sich um die allerletzte Szene des Kurzfilms, das Ende.

Das Ende des NSU nimmt gerade mal 26 Sekunden in Anspruch. Bei Minute 13:41 ist es um ihn geschehen. Danach kommen nur noch ein überlanger Abspann von 67 Sekunden, bis 14:48, und das Schlußbild Heilbronn bis 15:00. Das muß man wissen.


Paulchen Panther sieht die Zündschnur, die in ein schönes Haus führt. Betritt das Haus, sieht die Bombe und flüchtet flinken Fußes. Die Bombe explodiert, das Haus ist futsch. Frühling. Wie Frühlingsstraße.


Woher, so lautet die kunsthistorische Frage unseres Experten, woher wußten die Macher des Videos bereits Ende 2007, wie es mit dem NSU in der Frühlingsstraße dereinst zu Ende gehen wird? Oder hat die CIA oder ein anderer Geheimdienst da etwas nachgeholfen und antifaschistisch orientierte Kreise übersteuert und diese in seinem geheimdienstlichen Sinne wirken lassen?

Transskript und Film zum Frühlingsgedicht. Die Tonspur wurde aus musikalischen Gründen hart ausgeblendet.

Sieh da, das könnt' das Ende sein,
der Faden führt ins Haus hinein.
Ein kleines Häuschen, sehr bescheiden,
der Paul mag es auf Anhieb leiden.
Als die Bombe er erblickt,
ist er schon weniger entzückt.
Sie explodiert, jawohl, es kracht,
und hat den Frühling mitgebracht.