14. Oktober 2019

Doppelmord in Halle mutiert zum Synagogen-Massaker

Michael Klein
Wir hatten nicht vor, etwas zu Stephan Balliet, dem Mörder von Halle zu schreiben. Wir tun es doch, weil das Ausmaß an Niedertracht, Heuchelei und blankem Opportunismus, das mit KEINER politischen Kultur in Einklang zu bringen ist, alles Erträgliche übersteigt.


Hanning Voigts @hanvoi
„Seit Jahrzehnten ist Deutschland blind für rechten Terror. Zuspruch genügt den Opfern nicht. Wann entwaffnet der Staat die Neonazis?“ Unsere Seite 1 @fr #Halle
Darin auch mein Leitartikel: „Nichts weniger als ein echter Kampf wäre an der Zeit.“ https://www.fr.de/meinung/rechter-terror-halle-deutsche-blindheit-13101424.html …
Alles, was man über deutsche Schmierfinken wissen muß, hat Hanvoi im Foto oben dargestellt und betextet. Bis dato, also vorgestern, mögli­cher­weise auch heute früh, ist der Krampf gägen Rächts unecht, eine Art Simulation, ein Echtzeitstrategiespiel oder so, also nichts weiter als ein Game. Seehofer will ja die Gamerszene jetzt stärker beobachten. Soll er doch, der alte Cheater.

Nur einen Mausklick weiter krawallschachtelt ein anderer Protaganist der linken Gamerszene Blödsinn auf den Twitter.
RAin_Krawallschachtel @rpietrzyk
Spannender: die GBA geht offensichtlich nicht davon aus, dass dem Täter an den Menschen in der Synagoge ein versuchter Mord vorzuwerfen sei.... aus dem NSU und der Keuppstrasse doch nichts gelernt
Es gab keinen Mord in der Synagoge. Es gab auch kein Massaker. Das alles ist ausschließlich und nur ein Produkt der Phantasie verblödeter Bessermenschen. Es ist eine Projektion ihres abgrundtief miesen Charak­ters auf ein anderes Ereignis. Was es gibt, sind zwei Mordopfer und einige Schwerverletzte. Das interessiert die Massaker-Disputanten jedoch nicht die Bohne.

Was für widerlich ekliges Faschistenpack die Butterfischverweigerer doch sind, die ihre drogenhalluzinierten apokalyptischen Gewaltphantasien in den medialen Vordergrund drängeln, um sich nicht mit der schnöden Realität abgeben zu müssen.

Danisch wird angefragt, warum Merkel vor einer Synagoge beim Lieder­singen lauscht. Eine Antwort weiß auch er nicht. Ein Zeichen tiefen Mitgefühls wäre im Grunde gewesen, hätte sie in der guten Stube der Angehörigen der Opfer fromme Lieder geträllert, von mir aus auch in der Küche, wenn es der bessere Ort ist. Das Signal, das Merkel mit dieser Geste tiefer Verachtung für die Mordopfer und Schwerverletzten und deren Angehörige aussandte, das wird sehr wohl und sehr gut verstanden.

Liebe Juden, die vielleicht größte Sünde jüngster Zeit war eure Ver­­kum­pelung mit Merkel. Die spricht ihre Verbrechen schneller, äh bricht ihre Versprechen schneller als ihr ein Gebet zu Ende gemurmelt habt.

Die Schmierfinken deutscher Zunge haben den Doppelmord in Halle zum Massaker in einer Synagoge umgedichtet, damit aber nur ihre eigenen widerlichen Mordphantasien artikuliert. Und diese Art Realitätsver­wei­gerer will uns die Welt der Nazis erklären, wenn sie nicht mal zur Kenntnis nehmen, daß es zwei Tote gab. Falsche Tote, denn 10 tote Juden in einer deutschen Synagoge wären ihnen lieber gewesen. Ekelhaftes Pack.
Alles, was danach folgt, passiert nun eigentlich nicht wegen allem, was geschehen ist. Sondern wegen dem, was hätte geschehen können.
Oder, wie es der Nobeldichter deutscher Zunge, Peter Handke, ausdrückte
„Sich der Gefühle anderer zu bemächtigen und damit Politik zu betreiben, das ist eines der übelsten Übel der Menschheit.“
Roman Bardet am Oktober 12th, 2019 11:45 am
Herr Schröder, drei Mal das Thema Antisemitismus hintereinander. Im Fernsehen hätte ich bereits nach dem ersten Mal weggezappt. Ich bin das Thema so leid, weil es hier in Deutschland zu einem Ritual ver­kommen ist.

Wer rechtsextremen Antisemitismus in den höchsten Akkorden an­pran­gert, aber die anti-israelische Pogromstimmung auf den alljährlichen „Al-Quds-Demos“, judenfeindliche Parolen brüllende Arabermobs und als „Antizionismus“ getarnten linken Judenhaß achselzuckend übergeht und kleinredet, sich nicht einmal zum Verbot der Terrororganisation Hisbollah in Deutschland durchringen kann und antisemitische Propaganda und Organisationen im Nahen Osten mit deutschen Steuer- und Stiftungsgeldern füttert, dem gerät das vielbeschworene „Nie wieder!“ zur hohlen Phrase und zur Zweckdemagogie.
[update 10:25 Uhr]

Auch Steinmeier sendet ein Signal tiefer Verachtung für die Mordopfer, Schwerverletzten, Beteiligten und Angehörigen aus.
Shahak Shapira

Der Besitzer des Ladens, der in Halle von einem bewaffneten Neonazi angegriffen wurde, hat mir diesen Kommentar hier auf Facebook hinterlassen. Man sollte nicht vergessen, dass nicht nur eine Synagoge vom Anschlag betroffen war.

lzzet Cagac Der Präsident Herr Steinmeier war am ort.

Er hat das Jüdische Synagoge besucht wie auch mein gesamter
Team.
Er legte eine Blume vor die Tür und sprach mit dem Pastor.
Meine Mitarbeiter sind immer noch unter schock.
Der Bundespräsident hätte ihnen auch 1-2 sätze sagen können.
Ich bin sehr enttäuscht darüber das bei uns dieser massaker war
und der Präsident keinen wort an meine mitarbeiter verloren hat.
Wenn der Präsident eines Landes für die Opfer da ist , dann bitte
für alle da sein.

Wir verachten das ganze genauso.

Mit freundlichen Grüßen
Inhaber Kiez Bistro
lzzet Cagac
[update 15.10.2019, 13.35 Uhr]
Montagnachmittag hat der Imbiss-Betreiber seine Aussagen im Internet revidiert: „Das Bundespräsidenten-Büro hat mich angerufen und Herr Präsident wird mich persönlich noch mal anrufen.“

Montagabend meldete sich Cagac dann erneut – Steinmeier habe ihn erreicht! Nach einem langen Gespräch mit dem Bundespräsidenten sei er ihm sehr dankbar für seine Worte.