Pauline Voss"Eher glaube ich an die Unschuld einer Hure, als an die Verfassungstreue der Regierung."
Am 13. Februar 2026 sagte Bundeskanzler Friedrich Merz auf der Münchner Sicherheitskonferenz einen bemerkenswerten Satz: „Die Freiheit des Wortes endet hier bei uns, wenn sich dieses Wort gegen Menschenwürde und Grundgesetz wendet.“ Der Satz klingt auf den ersten Blick harmlos, fast selbstverständlich. Auf den zweiten Blick ist er hochgradig falsch. Und auf den dritten Blick ist er gefährlich.
Für alle, die nach dem Machtwechsel-Podcast heute Morgen den Eindruck hatten, Merz habe eine vorsichtigere Position zum Social-Media-Verbot, stellt der Kanzler klar, dass er im Kampf gegen neue Medien ganz vorn dabei ist: „Wollen wir zulassen, dass über Social Media Falschmeldungen kommen? Wollen wir es zulassen, dass unsere Gesellschaft auf diese Art und Weise nach innen zersetzt wird und in dieser Art und Weise zerstört wird? Es sind die Feinde der freien Gesellschaft und liberalen Demokratie, die dies unternehmen. Ich möchte Klarnamen im Internet sehen und wissen, wer sich zu Wort meldet.“ Direkt mal alle CDU-Grusel-Wörter gedroppt: „zersetzen“ wie Karin Prien, „Feinde der Demokratie“ wie Günther. Und warum will er als Kanzler „wissen, wer sich zu Wort meldet“? Mit welchem Recht maßt sich das die Exekutive an?Weil die Exekutive wissen will, wem genau sie ins Gesicht spuckt?
Deswegen ist das behütete Haus jetzt ein Hitlergruß.
Merke: Wer einen Hitlergruß sehen will, der sieht auch einen.
Gestern bot der Aschermittwoch eine Atempause im deutschen Staatstheater: Die Politiker redeten nicht weniger Unsinn als sonst, aber an diesem einen Tag beanspruchten sie nicht, damit auch noch ernst genommen zu werden. Das ist heute leider vorbei.Naja, christsoziale Dummscheißer mal ausgenommen.