Symbolbild für sommerliche Packungsdichte am Strand bei Pobierowo
Sabine Küster-Reeck übt sich in Kritik an den Urlkaubsgewohnheiten des polnischen Arbeiters, den es in den Sommermonaten zu Milliardenmillionen an die Badewanne der polnischen Arbeiterklasse zieht, um in den Wellenbergen der Ostsee Erfrischung zu finden.
Ich habe das vor einigen Jahren auch zwei Sommer und einen Winter lang in genau der Gegend gemacht, die in dem Artikel beschrieben ist, der schmale Streifen zwischen Kolberg und Pobierowo. Im Sommer willst du, der du Ruhe haben willst, dortselbst nicht urlauben, denn zur besten Sonnenzeit ist der sehr schmale Strand auf jedem Zentimeter belegt, selbst die Strandzugänge sind zugeparkt. Ein schmaler Streifen für die Wassertreter wird gerade noch so toleriert, wenn sich der polnische Urlauber am Strand sardiniert.
Ich habe das dann so gehalten, in Badekleidung zum Strand zu laufen, ins Wasser zu hüpfen und nach labendem Bade schnell wieder zu verschwinden. Erholung fand ich dann bei Spaziergängen in der teilweise bis zu 1 Kilometer tiefen Kieferndüne. Und selbstverständllich durch den Besuch der beschriebenen Attraktionen.
Beim Leuchtturm von Niechorze korrigiere ich das wie folgt: die Wartezeit kann locker mal eine oder anderthalb Stunden betragen. Ich hatte Glück und harrte keine Viertelstunde der Erlaubnis, auf's Aussichtsdeck zu entschwinden, das dann insofern enttäuscht, daß man die westpommersche Pampa zu sehen bekommt, die sich in nichts von der westbrandenburgischen, westfranzösischen oder westdeutschen Pampa unterscheidet. Pampa eben. Aber mit guter Fotoausrüstung gut abzubilden.
Zum Kirchgemäuer in Trzesacz nur soviel. Der Pole ist gemeinhin stockkatholisch. Im Ort gibt es ein Kirchhaus, das in Teilen fotogener ist und die besseren Bilder ergibt.
Das Traurigste an dem Artikel ist der Nachweis, daß die Dame nicht fotografieren kann. Das Bebildern des Textes geht deutlich besser und auch korrekt, denn zur Wahrheit gehört eben auch der mit Menschenleibern voll gepackte Strand (siehe oben). Der Leuchtturm ist besser abbildbar, die Ziegelmauer usw. usf.
Das sieht im Hochsommer auf Usedom nicht anders aus, erst Recht in Swinemünde, was im Artikel beschrieben ist.