2. Juni 2026

scheiß Autotune

Die Toten Hosen haben ein neues Doppelalbum aufgelegt, eines mit eigenen Songs und ein zeites mit Melodien anderer Leute, die auch noch so nett waren, die Titel mit den Hosen zusammen neu einzusingen.

Zwei Dinge seien erwähnt. Wenn das Beste, was auf dem Hosenalbum drauf ist, von Farin Urlaub und mit Farin Urlaub ist, der Einsteiger "Hier sind die Hosen", dann hat man eine Nanomillisekunde Historisches miterlebt. Der Rest geht im Rauschen des weiteren Lebens unter.

Die restlichen Songs klingen gut, die Instrumente sind formidabel abgemischt und kommen knackig daher. Doch oh Schreck, die Vocals von Campino sind schrecklich abgemischt worden, einfach nur gruselig. Das ist bestenfalls Note drei bis manchmal vier, die der Produzent Vincent Sorg dafür bekommt. Für eine Fünf reicht es nicht, denn die Stimme ist ja irgendwie mit drauf auf dem Album, wie auch immer er das geschafft hat.

Autotune ist eben Scheiße, auch bei Campino.

Die Scheibe mit den Gästen hört sich gut an. Das beste daran ist, daß die Hosen darauf verzichteten, die Scorpions mit ihrem Song zur Weltpolitik "Farts of Change" zu persiflieren. Frollein Menke ist auch nicht zugegen, dafür Vicky Leandros.