30. Juli 2006

Mangold und Windows

Aliens und lebende Puppen:
"Ich war heute, in angenehmer und äußerst reizender weiblicher Begleitung, auf der Suche nach Mangold. Kann mir jemand verraten, warum diese Gemüsepflanze so selten auf dem Speiseplan gewöhnlicher Restaurants auftaucht? Sie ist besser und billig und verhält sich zu Spinat wie Linux zu Windows. Wir haben das leckere Grün zu Lasagne gegessen."
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Aha.
Mangold ist also sowas wie Mist, also der Haufen, auf den der Gärtner all das raufhaut, was er momentan nicht verwerten kann.
Erst gegen Ende des Jahres fällt ihm dann gerade noch so ein, wie er den Dreck am günstigsten im Garten verteilt.

Um es einfach mal sehr überspitzt zu sagen.

Oder bin ich der Miß Verständnis aufgesessen?

Eigentlich wollte ich bereits auf Burks Dapper Drake eine Replik verfertigen. Allerdings würde die weitaus länger und fachlich gründlicher sein, als es das Original ist. Laß ich es also doch lieber bleiben. Das würde nämlich in richtige Arbeit ausarten.

Eine Frage kann ich allerdings definitiv mit NEIN beantworten: "Ein brüllend heißer Sonntagnachmittag, in angenehmer weiblicher Gesellschaft, vor dem Rechner verbracht - ist das vielleicht der eigentliche Sinn des Lebens?"
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Ach ja, in den Regeln des Unterforums "Blogging für LeserInnen 1", fragt sich, ob es dann auch Ober- und Nebenforen gibt... Na ist egal. Da heißt es:

"Ab 20.05.2005 können alle Leserinnen und Leser ihre Kommentare zu meinen Artikels auf spiggel.de hier hinterlassen - wie in einem richtigen Blog. Beiträge, die sich nicht auf einen Artikel beziehen, werden ohne Kommentar gelöscht, Beleidigungen und Spam selbstredend auch."

Wollt ich machen, aber groß genug, daß ich es noch lesen kann, und fett steht dann unterm Unterforum:

Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.

Also: An meinem Können, wie Burks regeleinleitend richtig feststellt, scheitert es nicht. Ich darf es schlichtweg nicht. Warum auch immer.

Ausleitend muß auch ich festellen: Ich kann nicht mehr. Wie Burks mir ausleitend eh schon mitgeteilt hat.

P.S.: Und red dich ja nicht damit raus, ich müsse mich erst anmelden und email verifizieren usw. Das steht nicht in der Forenregel.

Und warum mich das Forum anduzt, das weiß ich auch nicht. Vielleicht, weil ich es kenne. Aber das Forum kennt mich nicht, wie oben schon an dem gezeigt, was ich ich alles nicht kann oder darf.

[edit 31.07.2006]

In den Regeln und im Kleingedruckten des entsprechenden Forums heißt es jetzt:

Nachtrag: Zur Zeit ist das Forum "Blogging für LeserInnen" auch nur für registrierte Nutzer zugänglich, da ungeschützte Foren von Spambots vollgemüllt werden. Zur Zeit gibt es noch keine zufrieden stellende Lösung, das zu verhindern.

[/edit]

keine Sorge


30. Juli 2006, 14:30
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-429238,00.html
Merkel-Interview

Kanzlerin sorgt sich um Geringverdiener

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Keine Sorge. Macht sie nicht.

Broder schreibt Mist

SPIEGEL ONLINE - 30. Juli 2006, 12:09
URL: http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,429217,00.html

Mit Sitzblockaden gegen die Hisbollah?

Von Henryk M. Broder

"Schaut man sich dagegen an, wie Israel heute vorgeht, muss man zugeben, dass es extrem umsichtig und zurückhaltend agiert. Die stärkste Armee im Nahen Osten kämpft mit einer Hand auf dem Rücken."
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Schwachsinn, aber sowas von formidabler Schwachsinn, daß ich an der Ernsthaftigkeit dieses journalistischen Schreibversuches zweifeln muß.

Nur ein einziges Beispiel überführt ihn der Propaganda im schlechtesten Sinne des Wortes.

30. Juli 2006
"Kriegsverbrechen": Rakete tötet über 50 Menschen
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SPIEGEL ONLINE - 30. Juli 2006, 18:10
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-429265,00.html

Trotz Kana - Israel will noch zehn Tage weiterbomben

(Die Anführungszeichen der ersten Schlagzeile stammen vom Sender N-24, dem sie von der Webseite entnommen wurde.)

Broder schreibt genauso, wie er es anderen vorwirft. Eben nur pro Israel. Die profunde politische und militärische Analyse der Vorgänge findet so gar nicht erst statt.

Wie sie, nebenbei gesagt, bisher überhaupt nicht stattgefunden hat. Nicht mal der zaghafte Versuch einer solchen Analyse ist in den deutschen Medien zu finden.

Herr Broder, hier wird nicht Winnetou III in Bad Segeberg gegeben, sondern es fndet ein Krieg statt. Ein richtiger Krieg. Falls ihnen das was sagt.

Eine schlecht geschriebene Theaterkritik hilft hier also nicht weiter.

29. Juli 2006

Stringtangas verboten

Gefunden in der Netzeitung.

Paris verbietet blanke Busen am Stadtstrand
29. Jul 17:55

Die Verwaltung der französischen Hauptstadt will mit einem Erlass «Versuchungen und gefährlichem Verhalten« am Seine-Strand vorbeugen. Selbst das Tragen von Tangas ist beim Sonnenbaden fortan nicht mehr erlaubt.
«Oben ohne», Tangas und FKK sind am Pariser Stadtstrand laut einem Zeitungsbericht künftig tabu. Um zu viel nackter Haut und damit fleischlicher Versuchung vorzubeugen, habe die Stadtverwaltung der französischen Hauptstadt ein Verbot «anstößiger Kleidung» erlassen, berichtete «Le Parisien» am Samstag.
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Bin ich auch dafür, weil:

verbotener Stringtanga

Oder eher doch nicht, weil:



Naja, vielleicht hätte der Herr Parisschutzpräfektbürgermeister vorab im Internet nach Stringtanga recherchieren sollen. Dann wäre die Entscheidung wohl anders ausgefallen.

Rechnung

Arbeitsmarkt

Kanzlerin rechnet mit weniger Arbeitslosen
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Sie rechnet?

Verbrauchertip


Müde bin ich eigentlich immer. Ich schwindel wahrscheinlich auch etwas häufiger. Einen Muskelkrampf hab ich mir soeben (fast) geholt, nachdem ich seit langer Zeit wieder heftigst in die Fahrradpedale getreten habe. Und verwirrt bin ich zumindest jeden Morgen, sobald ich die Zeitung konsumiert habe.

Also eigentlich nichts besonderes. Schon gar nicht eine Frage der Temperatur. Eher des alltäglichen Lebens.

Und Flüssigkeit zu sich nehmen, das hat ja schon ein Kollege vorgeschlagen.

Aber am Schluß kommt es dann doch dicke. Wer sich nicht besser fühle, solle sich von einem Arzt untersuchen lassen.

Dann fühlt man sich besser?

Vielleicht. Wenn ich von einer der Damen untersucht werde.


Auf die Details jeder Dame kann im Rahmen dieses Angebotes nicht eingegangen werden. Allerdings sei erwähnt, daß ich die junge Frau für 49 € für vollkommen ausreichend halte.

Topfmarken

Die Business Week hat wieder mal vor- oder zugeschlagen:
The World's Best Brands
Die zehn Top-Marken sind:
1. Coca-Cola
2. Microsoft
3. IBM
4. General Electric (GE)
5. Intel
6. Nokia
7. Toyota
8. Disney
9. McDonald's
10. Mercedes
dann lieber Exsikkose
benutze ich
benutze ich wahrscheinlich
keine Ahnung
benutze ich
benutze ich sehr selten
benutze ich nicht
igittigitt
pfui deibel
watt iss datt?

Auf Platz 12 kommt dann Marlboro. Hin und wieder benutze ich die auch.

28. Juli 2006

Exsikkose

Ist Exsikkose nicht ein fürchterliches Wort?

Dabei geht es schlichtweg ums Verdursten.

"Das Verdursten bezeichnet den Tod durch mangelnde Flüssigkeitsaufnahme von Süßwasser. Der Tod tritt durch fortgeschrittene Exsikkose (Austrocknung) ein.

Der tägliche Wasserbedarf eines Menschen liegt - je nach Umgebungstemperatur und körperlicher Aktivität - bei mindestens 1-2 Litern. Ab einem Wasserverlust des menschlichen Körpers von 0,5 - 3% spürt der Betroffene Durst. Ab 10% kommt es zu Sprachstörungen und unsicherem Gang. Innerhalb von nur 3 - 4 Tagen tritt in der Regel der Tod durch Dehydratation ein. Diese Zeitspanne ist aber extrem temperaturabhängig. Als Beispiel seien Berichte über Touristen, die in Wüstengegenden innerhalb eines einzigen heißen Tages verdursteten, und über Schiffbrüchige oder von Fluten Weggeschwemmten genannt, die bei kühleren Temperaturen 10 Tage ohne Wasser überlebten."

Deswegen: Immer schön trinken!



Ach ja, kugelt man verdursten, bleibt natürlich die obligate Werbung nicht aus:



Ich kugel mich. Von dannen.

27. Juli 2006

Mode mit Durchblick

Eine Verdienst vom spiggel besteht u.a. darin, daß er uns im Gegensatz zum Mainstream die alternative Kreuzberger Modeszene in regelmäßigen Abständen vorstellt. So erst kürzlich mit der reich bebilderten Story über die Nacktmodeszene des Berliner Stadtbezirks.

Die Kreuzberger Modemacherinnen und -macher reagierten damit relativ schnell auf ein Ereignis, daß bereits auf SPON unter der Thematik "Mode mit Durchblick" nachzulesen und dürftig bebildert anzuschauen war.


Fälschlicherweise suggeriert der Titel, man habe es mit Mode als auch Durchblick bei selbiger zu tun, was nach Inaugenscheinnahme der Bilder dann in beiden Fällen eher nicht zutreffend ist.

SPON hätte wohl besser dran getan, die folgende Montage zu kommentieren und reichlich zu bebildern.


Hiermit entschuldige ich mich bei Burks auch gleich noch für den dreisten Ideenklau.

kein Interesse

SPIEGEL ONLINE - 27. Juli 2006, 12:40
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-428806,00.html
Massierte Kanzlerin
Bushs Grabsch-Gate
Unpassender Spaß oder sexuelle Belästigung? Um die Nackenmassage, die US-Präsident Bush kürzlich ungefragt Bundeskanzlerin Merkel verpasste, ist in den USA eine hitzige Diskussion entbrannt. In den Staaten sind solche Berührungen tabu - und können sehr teuer werden.

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Interessiert mich nicht.

je eher, desto besser

"SPIEGEL ONLINE - 27. Juli 2006, 10:25
http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,druck-428644,00.html
Digitalfernsehen
RTL will auch DVB-T verschlüsseln

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Na hoffentlich bald, damit dieser Rotz endlich von den Glotzen verschwindet.

24. Juli 2006

Irreführung

SPIEGEL ONLINE - 23. Juli 2006, 21:21
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,428133,00.html

Scharons Gesundheitszustand verschlechtert

Nach mehr als einem halben Jahr im Koma hat sich der Gesundheitszustand des ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon in den vergangenen Tagen verschlechtert.

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Mit Hinweis auf eine Falschmeldung hatte ich bereits auf diesen Unfug aufmerksam gemacht. Nun springt auch SPON auf diesen Zug auf. Deswegen noch einmal die rein rhetorische Anfrage, was eigentlich noch schlechter als Koma ist? So wie damals behauptet wurde, Sharon seie ab nächsten Dienstag amtsunfähig, derweil er bereits Tage im Koma lag.

22. Juli 2006

Doyens des Rock



Die Doyens des Rock'n Roll spielten auf und begeisterten die zahlungswilligen Zuhörer.
Salut.

Unfug des Tages

Innenminister Schäuble: Ämter sollen gegen Scheinvaterschaften vorgehen (Politik, 19:25)
jetzt gibt es anscheinend nicht nur Scheinschwangerschaften
UI- Cup: Hertha schaltet Moskau aus (Sport, 19:24)
nun sitzen die im dunkeln
Kündigung: T- Mobile will Ullrichs Aussage erzwingen (Sport, 16:15)
Blödsinn
Fehlendes Interesse: Geldorf sagt Konzerte in Italien ab (Kultur, 15:09)
peinlich
Arbeitsmarkt- Studie: Ältere am Arbeitsmarkt sehr gefragt (Wirtschaft, 12:27)
seit wann denn das?
Artenvielfalt: Bienen haben weniger Blümchensex (Wissenschaft, 11:05)
dacht ich mir schon
Weblog- Nation Iran: Aufstand per Mausklick (Netzwelt, 10:59)
Revolution ja, aber nur in den eigenen vier Wänden

19. Juli 2006

Selbstbefriedigung

SPIEGEL ONLINE - 19. Juli 2006, 12:01
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-427433,00.html
Masturbathon
Selbstbefriedigung für den guten Zweck

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Ja für was denn sonst?

Radio wirkt immer weniger

TELEPOLIS

"Radio wirkt" – immer weniger

Horst Müller 19.07.2006
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Rundfunk-Politik ist dumm, dumm, dumm. Und Radio wirkt immer weniger.
Bei mir überhaupt nicht. Ich weiß gar nicht, was Radio ist.

Rundfunk-Politik

Lasst uns Politik intelligenter machen
Ein offener Brief an die politische Blogosphäre

Jimmy (Jimbo) Wales, 4. Juli 2006

„Seit mehr als 50 Jahren leben wir nun in der Ära der Fernsehpolitik. In den 1950ern begann Fernsehen massive Einwirkungen auf die Art zu haben, wie wir Politik wahrnehmen, und die Resultate waren beeindruckend.

Die Rundfunkmedien brachten uns Rundfunkpolitik. Und, lasst uns einfach und unverblümt ehrlich diesbezüglich sein: Rechts oder links, konservativ oder liberal, Rundfunk-Politk ist dumm, dumm, dumm.

Kampagnen sind mittlerweile mehr darauf fixiert, die Fernseh-Aussage passend zu gestalten, das Bild, den Klang, das Auftreten, anstelle sich für die Menschen einzusetzen, dass diese verstehen, welche politischen Themen ihr Leben in welcher Weise beeinflussen, und dass diese sich dafür interessieren."

Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer die Webadresse:

http://kampagnen.wikia.com/wiki/Kampagnen_Wikia:Leitbild
http://www.wikicities.com/wiki/c:campaigns:Mission_Statement

18. Juli 2006

peinliche Überschrift


Neues Deutschland, 18.07.2006, S. 5

16. Juli 2006

Umweltspinner

Spinn ich oder was? Bomben abwerfen habe keine Auswirkungen auf die Natur?

Und Leute, die so einen Quark von sich geben, die sind auch noch in einem Regierungsamt.

Pfui deibel aber auch.

Umweltminister Brandenburgs spinnt

14. Juli 2006

SPON korrigiert auch

SPON macht sich lustig über BILD, weil die eine Korrekturspalte für die zu offensichtlichen Oberflächlichkeiten des Tagesjournalismus einführen.
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SPIEGEL ONLINE - 14. Juli 2006, 06:00
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,druck-426598,00.html

Ab heute die nackte Wahrheit

Von Jenny Hoch

Kulturrevolution bei "Bild": Das Blatt will von heute an Korrekturen in einer gesonderten Spalte veröffentlichen. Auslöser war ein Irrtum bei der Nennung des Arbeitgebers des Seite-1-Girls.
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SPIEGEL ONLINE - 14. Juli 2006, 12:40
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,druck-426712,00.html

Korrektur von ihrer schönsten Saite

Die "Bild"-Zeitung druckt von heute an Korrekturen auf Seite zwei ab. Auftakt machte eine Richtigstellung zu Rolling-Stones-Musiker Charlie Watts. Der ist gar nicht Gitarrist. Wow, was für ein Bekenntnis!
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SPON korrigiert auch. Aber heimlich. Ohne es an die große Glocke zu hängen.

Verkündete Herr Aust noch höchstselbst die Langsamkeit des Journalismus als "Schreiben wie die Profis", so korrigieren ihn seine Mitarbeiter stillschweigend in Richtung "Schreiben lernen von den Profis".

Nun heißt es: "Dieser Workshop soll Spaß machen, aber kein Spaziergang sein. Er fordert den Jugendlichen deshalb einiges ab: Sie müssen in der Lage sein, unter Zeitdruck zu arbeiten."

Von der Austschen Gemütlichkeit keine Spur mehr.