18. April 2007

seh ich auch so

SPIEGEL ONLINE - 18. April 2007, 16:50
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,druck478049,00.html
REGIERUNGSSTUDIE
Große Teile Norddeutschlands als Atommüll-Endlager geeignet

blutigster Amoklauf

Nach dem bislang blutigsten Amoklauf in der Geschichte der USA hat die Polizei weiterhin keinen Hinweis auf das Tatmotiv. (Quelle)

So oder ähnlich heißt es seit gestern allerorten.

Soweit ich mich erinnere, gab es da weitaus schlimmere. Wenn amerikanische Soldaten vollkommen enthemmt und marodierend durch friedliche Dörfer ziehen, dann wurden schon mal locker 500 Menschen massakriert.

Aber auch die Zahl von 400 Massakrierten findet sich in den Annalen der USA-Geschichte und kann kurz dokumentiert nachgelesen werden.

Zitat: "Das Massaker, eins der schlimmsten des 20. Jahrhunderts, war angeordnet."

17. April 2007

erschreckend

ist das Massaker in den USA schon für sich alleine genommen.

Noch erschreckender ist allerdings die Berichterstattung darüber. Alles, was einem mal in journalistischen Seminaren eingetrichtert wurde, fällt seit gestern dem blackout zum Opfer. Journalistischer Hirntod auf breiter Front und in allen Medien.

Am erschreckendsten ist allerdings die Erkenntnis, daß alle Sicherheitsprogramme, Terrorabwehr- und Überwachungsmaßnahmen, daß all dies teure Zeug einen Nullwert aufweist.

Ein durchgeknallter Typ reicht aus, um all das zu unterlaufen. Nun stelle man sich das mal bei vielen durchgeknallten Typen vor.

Letztlich ist das auch eine heilsame Lehre. Das Massaker ist die Bankrotterklärung an die gegenwärtige Sicherheitspolitik.

Journalismus vom feinsten

http://www.n-tv.de/791426.html

Amoklauf auf dem Campus

Dem Sender MSNBC zufolge soll es sich um einen jungen Mann asiatischer Abstammung gehandelt haben...
Eine Bestätigung der Behörden gab es dafür aber nicht.

16. April 2007

Herzlichen Glückwunsch

Auch ich gratuliere dem Geburtstagskind und danke ihm für seine Leistung.

who is who

SPIEGEL ONLINE - 16. April 2007, 19:09
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-477515,00.html
FILBINGER-KRISE
Oettinger nimmt den Notausgang

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Muß ich mich revidieren, weil der den Satz zurückgenommen hat?
Aus freien Stücken oder wegen Erkenntnisgewinns in den letzten Tagen hat er es ja nicht gemacht. Also wäre die Behauptung angebrachter: Ihm wurde der Satz zurückgenommen.

Davon abgesehen ist das keine Filbinger-Krise, sondern handfeste tiefschwarze bis kackbraune Aufmüpfigkeit.

Ansonsten liest sich obiger Artikel wie das "Who is who" der braunen Kameraden in höchsten Partei- und Staatsämtern. Ist schon interessant.

zusammengefaßt

http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/16.04.2007/3203027.asp

Der Ökonom Wolfgang Franz über Niedriglöhne, Steuersenkungen und das Ende des Aufschwungs

SPD-Generalsekretär Heil beschimpft die Gegner des Mindestlohns als „Markt-Mullahs“. Sind Ökonomen herzlos?

Nein. Man muss nur die Verantwortlichkeiten auseinanderhalten. Der Staat garantiert jedem Bürger das Existenzminimum. Die Aufgabe der Unternehmer ist das nicht. Geringqualifizierte schaffen häufig nur einen Mehrwert von drei oder vier Euro in der Stunde. Damit sie genug zum Leben haben, stockt der Staat ihren Lohn auf. Womöglich muss man die Löhne in diesem Bereich noch einmal senken, damit mehr Stellen entstehen.
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Besser hätte ich die Ursachen von Krieg, sozialer Verelendung, Gewalt, Kriminialität, schachsinnigen Medienprodukten usw. auch nicht zusammenfassen können.

15. April 2007

verirrt

PR-inside verbreitet eine ddp-Meldung, nach der die Person, die niemand kennt, behauptet haben soll: Oettinger hat sich «nach rechts außen verirrt».

Damit dequalifiziert er sich wie alle anderen auch als seriöser Politiker und Möchteauchmalgernekanzlerseinkandidat, die da lautstark fordern, Oettinger solle seine Äußerung zurücknehmen, dann sei alles wieder gut.

Oe. hat sich erstens nicht verirrt und nimmt zweitens auch die Äußerung nicht zurück. Der ist stramm rechts bis kackbraun und bleibt es auch.

Deswegen muß er in die Rente gezwungen werden. Ein Tadel ist dafür nicht ausreichend.

Falschmeldung

SPIEGEL ONLINE - 15. April 2007, 16:04
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-477325,00.html
BADEMODE IN MIAMI
Mehr Haut geht nicht

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Garniert wird die Fotostrecke exemplarisch mit folgendem Bild:



Also habe ich wieder mal ein Blick in die Kugel gewagt und bin auf Anhieb fündig geworden.

http://www.bikini-dare.com/preview/tour/prev/tour1/image.php?f=event01



Hinten mit einer 3 klappt auch.
http://www.bikini-dare.com/preview/tour/prev/tour1/image.php?f=event03

Und tippt man die schnöde Standard-Adresse the-bikini.com ein, dann bekommt man ebenfalls wesentlich mehr Haut trotz (mit) Bikini zu sehen.

Was ist denn das eigentlich für ein Schnarchnasenblatt, was dermaßen Unfug verbreitet?

Knut stinkt

Knut stinkt
Quelle: screenshot von http://www.visdp.de/pdf_magazin/
S. 3

14. April 2007

dauererregt

SPON zitiert einen van/AFP mit der Äußerung "was die dauererregte britische Boulevard-Presse seinerzeit zu allerlei Spekulationen gereizt hatte".

Also, da fallen mir etliche deutsche Medien ein, die, ebenfalls dauerregt oder viagriert, immer wieder die gleichen Langweiler widerkäuen.

liebe Pappnasen



vom RBB. Der von euch prognostizierte zeitweise leicht böige Ostwind entpuppte sich als strammer radeldemotivierender Dauersturm. Nur mal so nebenbei.

fast wie bei uns

heise-online 14.04.2007 18:14
China kündigt Razzien gegen Internet-Pornographie an

Die Chinesische Regierung startet einen neuen Feldzug gegen Internet-Pornographie, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet. Pornographische Inhalte im Internet hätten "den Cyberspace verseucht und Chinas junge Geister verdorben", begründete Zhang Xinfeng vom Ministerium für öffentliche Sicherheit (Ministry of Public Security, MPS) die Kampagne.

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Ist ja fast wie bei uns. Allerdings sind es hier die Killerspiele.

Feigheit vor dem Feind

SPIEGEL ONLINE - 13. April 2007, 15:19
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,druck-477075,00.html
AKTENFUND
Neue Stasi-Vorwürfe belasten Hagen Boßdorf schwer
Von Jörg Schallenberg

Der frühere ARD-Journalist Hagen Boßdorf hat möglicherweise enger mit der DDR-Staatssicherheit zusammengearbeitet als bekannt. Bisher unbekannte Akten, die SPIEGEL ONLINE vorliegen, liefern Hinweise, dass der Journalist auch über Kommilitonen berichtete und Geld bekam.

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Ja und? Was soll denn daran belastend sein? Versteh ich nicht.

Liebe Leute beim Spiegel. Euch steckt immer noch das FJS-Trauma in den Knochen. Seitdem ist nicht ein einziger pfiffiger Report mehr aus eurer Feder gekommen.

Vielleicht hättet ihr mal die Traute, plündert euer Archiv, kauft euch ein paar eloquente Schreiber ein, da es sowas in der Redaktion nicht gibt, und schreibt den Oettinger in die Rente.

Das wäre ein Verdienst am Vaterland, den ich euch dann auch anrechnen würde.

Das obige ist erstens Pillepalle und im Vergleich zu meinem Vorschlag auch noch feige.

P.S.: Auch ich kann den Boßdorf nicht leiden, weil ich ihn für einen eingebildeten Schnösel und eher schlechten Reporter halte. Wie ihr seht, spielt das obige Thema dabei keine Rolle.

erstaunlich

Karikatur Hachfeld, ND 14.04.2007, S. 3

Erstaunlich, was ein Karikaturist auch ohne Worte ausdrücken kann.
Gleich zwei Karikaturen in einer Zeichnung, das ist schon die Krone der Zeichenkunst.

Denn auch für mich zählt es zu den schlimmstmöglichen Alpträumen, wenn Frau Roth mir ihren Blankgezogenen präsentieren würde.

Tadel

Laut Medienberichten hat die Kanzlerin, deren Namen mir entfallen ist, in ihrem Urlaub zum Telefon gegriffen und Herrn Oettinger getadelt.

Das sagt eine ganze Menge. über die Kanzlerin, diesen Herrn und das Land.

Hätte ich in meinem beruflichen Leben eine qualitativ gleichwertige Äußerung getroffen, dann wären weitaus gravierendere Maßnahmen als einen Tadel die Folge gewesen.

kein Mißverständnis

Auch im Falle Oettinger gilt, was bereits mehrfach hier erwähnt wurde: Seine Äußerungen sind nicht miß- sondern als klare Ansage verstanden worden.

Da hilft es eben nicht, in einem offenen Brief schreiben zu lassen:

Soweit Missverständnisse in dieser Hinsicht entstanden sind, bedauere ich dies ausdrücklich.

Karikatur Hachfeld, ND 13.04.2007, S. 6

wie bei uns

SPIEGEL ONLINE - 14. April 2007, 16:36
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-477259,00.html
ANTI-PUTIN-PROTEST
Polizei verprügelt Rentner und ausländischen Journalisten

Die Moskauer Demonstration gegen Wladimir Putin ist eskaliert: Nach Angaben eines Parlamentsabgeordneten haben Polizisten auf Großmütter eingeschlagen, ein japanischer Journalist wurde schwer verletzt. Zwei Mitarbeiter des ZDF wurden festgenommen.

Moskau - Mit massiver Gewalt hat die russische Polizei eine nicht genehmigte Oppositionskundgebung in Moskau aufgelöst und mindestens 250 Demonstranten festgenommen. "Sie haben auch auf Großmütter und andere Rentner eingeschlagen", sagte der Parlamentsabgeordnete Wladimir Ryschkow.

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Ist ja genau wie bei uns.

Wenn in der BRD jemand dazu aufruft, die Regierung zu stürzen, wie Beresowski, oder unangemeldetet Demos stattfinden, dann ist die deutsche Polizei knüppelhart hart bei der Sache.

Ist sie übrigens auch bei erlaubten Demos, wenn den Ordnungsliebhabern was nicht in den Kram paßt oder das Adrenalin der Knüppelgarde durchschießt.

Ist Rußland nun deutschifiziert oder Deutschland russifiziert?

12. April 2007

designiert

"Designierter Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten ist Innenminister Günther Beckstein (CSU)."
Heißt es in einem Artikel.

Hatte mich schon früher drüber gewundert.

Aber Antworten darauf gibt es ja auch.

Jetzt weiß ich wenigstens, daß designiert ein lateinisches Wort ist und im deutschen wahrscheinlich mit Kuhhandel abgebildet werden kann.

Mißverständnis?

SPIEGEL ONLINE - 12. April 2007, 19:11
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-476945,00.html
SERBIEN
Protest gegen deutschen Botschafter

Aussagen des deutschen Botschafters zum Kosovo-Konflikt haben in Serbien scharfe Kritik ausgelöst.

Laut dem unabhängigen Radiosender B92 hatte er dabei gesagt, das Kosovo müsse rasch unter internationaler Kontrolle in eine weitgehende Unabhängigkeit entlassen werden. Andernfalls könnten sich auch Probleme in der Wojwodina und im Sandschak entwickeln.

Zobel selbst erklärte in Belgrad, er wolle sich "ausdrücklich für möglicherweise mißverständliche Äußerungen und vor allem den Eindruck entschuldigen, dass ich es an Verständnis für mein Gastland hätte fehlen lassen".

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Die Äußerungen sind nicht mißverstanden worden. Die Serben haben sehr genau zugehört und verstanden.
Das war eine sehr unmißverständliche und klare Ansage.
Das Verständnis für das Gastland geht dem Botschafter allerdings sehr wohl ab. Hat er nicht und braucht er nicht. Der ist Deutscher.

Hatten wir aber alles schon mal.