7. Juni 2007
Protest
Soweit ist es also schon gekommen, daß man beim Radeln schwitzt.
Ich fordere hiermit die Gutnacht-Tagung auf, den Klimawandel wieder rückgängig zu machen oder ganz abzuschaffen. Zumindest könnten sie ja beschließen, de Windmaschien wieder abzuschalten und die Temperaturen abzusenken. Gell?
6. Juni 2007
überfällig
Claudia Roth zur unerwünschten Person erklärt
Das wurde aber auch Zeit.
5. Juni 2007
na endlich
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-486815,00.html
Lebenszeichen von Bin Laden
gar nicht
Gar nicht. Deswegen habe ich auch viel Zeit für kreative Dinge gewonnen. Es stimmt also wirklich: Wer sowas nicht liest, ist klar im Vorteil.
hire and fire
Zusammengefaßt heißt das wohl, daß Linke, so sie als Arbeitgeber auftreten, auch nur schnöde Kapitalisten sind.
Sag ich doch schon lange.
4. Juni 2007
Dreckschweine
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-486611,00.html
Ostdeutsche verbrauchen fast 30 Prozent weniger Wasser
Jammerjournalismus
Unter dem ist verbal wohl nichts drin, wenn minutenlang die Schlachtaufstellung der Polizei referiert und bebildert wird.
Mitnichten erschüttern diese Bilder. Weder Täuschland und schon gar nicht die Welt.
Soweit ich mich erinnere, wurde mir Demokratieverständnis, Verfassungstreue, Rechtsstaatlichkeit polizeilichen Handelns und der fitte Ausbildungsstand russischer Polizisten (verkleidet in deutsche Polizeiuniformen) in den Abendstunden des 13.09.2004 mit drei kräftigen Fausthieben auf den rechten Unterkiefer eingebleut.
Ich hatte schon vorher keine Fragen zu diesem Demokratiegesülze und danach noch weniger.
Wie immer, wenn Journalisten zu hohlografischen Mitteln greifen, gilt: wer nichts sieht und liest ist klar im Vorteil.
Insofern schließe ich mich dem Kollegen an und ergänze. Soweit mir bekannt ist, beinhalten Roger Waters' Texte der erwähnten CD weitaus mehr Lebenswahrheiten und -weisheiten, als das Gesamtschaffen der momentan an der Küste versammelten Journaille.
Gott bewahre uns vor Schäuble
04.06.2007 12:20
"Der Austausch über das Netz müsse so vertrauenswürdig werden 'wie heute die Papierpost'", sagte Schäuble.
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Schönen Dank aber auch. Ich fühle mich mit den aktuellen Verschlüsselungsmöglichkeiten sicher genug.
Auf die Vertrauenswürdigkeit der guten alten Papierpost kann ich im Internetzeitalter gut und gerne verzichten.
Denn der Staat liest gerne mit.
gute Idee
Stattdessen mußte Ersatz her. Hab ich mir die SACD "In the flesh" (Roger Waters) als Ohrenschmaus gegönnt.
Einmal mußte ich aufstehen, um die Scheibe zu wechseln. Um halb eins bin ich nach einer genüßlichen Duselei gut erholt aus den Tiefen des Klangraums wieder aufgetaucht.
Ich vermute, daß auch Sabine C. das Potential für schnelles wegschnorcheln hat. Allerdings wird man wohl eher mit einem Brummschädel erwachen.
3. Juni 2007
Gutschreiber
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-486343,00.html
BIEDERMÄNNER UND BRANDSTIFTER
Wie politische Naivität den Gewalttätern hilft
von Reinhard Mohr
Der brutale Gewaltexzess mehrerer tausender G8-Gegner des "schwarzen Blocks" gestern in Rostock wirft auch ein grelles Licht auf die politische Kompetenz der Organisatoren des Protests und seine friedlich gesinnte Mehrheit.
Wer Bush, Blair, Prodi, Sarkozy, Merkel & Co. bloß für "Gangster" und "Verbrecher" oder reine Funktionsträger eines mörderischen Systems hält, wird kaum inhaltliche Forderungen an sie stellen. Wer dies aber tun will, muss sie erstmal tagen lassen, als demokratisch gewählte Repräsentanten ihrer Völker.
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Ja, ja, die Guten sitzen auch am Schreibtisch in der Spiegelredaktion. Und schreiben guten Blödsinn.
Kennt der Herr Mohr eigentlich den Unterschied zwischen einem Molotov-Cocktail und einem voll beladenen B2-Bomber?
Und wann sollen denn z.B. Bush oder Merkel demokratisch gewählt worden sein? Ich jedenfalls kann man mich nicht daran erinnern.
Was haben dann eigentlich die ganzen Terrorabwehrmaßnahmen weit im Vorfeld der Ereignisse gebracht? Hausdurchsuchungen, Schnüffelproben, Durchsuchungen von PC usw.
Gewalt anläßlich des Gipfels wurde seit Wochen vorbereitet, herbei geschrieben und geredet. Das war soooo vorhersehbar wie der morgige Sonnenaufgang.
Das Thema lautet: Warum hat die deutsche Regierung ein außerordentliches Interesse daran, große Teile der Bevölkerung zu kriminalisieren und diese massiv zu bekämpfen, zu unterdrücken und zu drangsalieren?
Warum hat die deutsche Regierung alles getan, damit es zwangsläufig zu diesen Gewaltausbrüchen kommt?
Thema verfehlt. Note 6.
für eine bessere Welt
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-486323,00.html
KRAWALLTAG IN ROSTOCK
"Bisher nicht gekannte Brutalität"
Weil jene, die die Gewalt nach Rostock brachten, wenig mit dem Ziel der Proteste gemein haben. Die bessere Welt dieser schwarz vermummten Schläger möchte man sich lieber nicht vorstellen.
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Sag ich doch, wo die Polizei zudrischt, da wächst kein Zahn mehr.
Oder,um es in dieser Satzdiktion eindeutig zu sagen: Jene, die ihre Gewaltphilosophie nach Heiligendamm bringen und diese auch noch mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln in die ganze Welt tragen, die "bessere Welt" jener in Anzug oder Kostüm Vermummten, die möchte ich mir erst recht nicht vorstellen.
Denn: "Ich möchte eine Welt, eine Welt, in der Würmer und Insekten endlich wieder schmecken. Ich möchte eine Welt, in der ich aus einer Toilette trinken kann, ohne Ausschlag zu kriegen." (Die Ärzte, Friedenspanzer, von Die Bestie in Menschengestalt, 1993)
http://yodeln.de/texte/diekluegstenmaennerderwelt.txt
2. Juni 2007
demokratische Polizisten
Ich traue dieser Regierung zu, daß sie 16000 dieser moskauer und petrograder Polizisten für die Dauer des Kaffeekränzchens eingekauft hat.
Denn die deutsche demokratische Polizei ist schon auf Grund ihrer unbedingten Verfassungstreue und der demokratischen Gesinnung bis auf die Knochen für solche brutalen Einsätze überhaupt nicht geeignet.
Oder kann mir jemand mal verraten, wieso in einer großen Bundespolizeikaserne im Land Brandenburg die Nummernschilder an den Einsatzfahrzeugen abgeschraubt wurden? Doch nur, um darin heimlich die Russen gen Küste zu transportieren.
dreiste Verarsche
2. Juni
In der Hannoveraner "Neuen Presse" übte Gewerkschaftschef Freiberg scharfe Kritik am früheren CDU-Generalsekretär Heiner Geißler. Dieser ... hatte die Polizeikräfte in Heiligendamm mit der DDR-Staatssicherheit verglichen. ... Im Gegensatz zu Stasi-Methoden lasse sich das Vorgehen der Polizei für jeden mit rechtsstaatlichen Mitteln überprüfen.
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Verarschen kann ich mich alleine. Dafür benötige ich keinen Gewerkschafter. Davon abgesehen bleibt Freiberg den Beweis für seine dreiste Behauptung schuldig.
Also. Wie geht das denn?
1. Juni 2007
Träumer
01. Juni 2007
Lafontaine träumt von Comeback als Regierungschef
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Woher wollen die das denn wissen, wovon der träumt? Das hat wohl eher der Aufschreiber des quarkigen Textes getan. Da steht allerdings drin, Lafontaine habe das gesagt.
Und sagen ist was anderes als träumen.
31. Mai 2007
freche Freiheit
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,druck-485984,00.html
PRESSEFREIHEIT
Bundesregierung sperrt Journalisten von G-8-Gipfel aus
Das Bundespresseamt verweigert rund 20 Journalisten den Zugang zum G-8-Gipfel.
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Fein. Dann muß man den ganzen Mist nicht lesen.
Kackbratzenschreibe
URL: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-485723,00.html
NEONAZIS IM OSTEN
Judenhass in der Kinderliga
Von Heike Baldauf
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Wenn Kackbratzen über Kackbraune schreiben, dann kommt halt Kacke raus.
Cannabis-Verdampfer
Aber wo man den kaufen kann und was das kostet, das wird wieder mal nicht verraten.
30. Mai 2007
Kuko
Die fruchtlosen Disziplinierungsversuche seines Frauchens mal ausgenommen. Eine hübsche Spanierin, die eines Tages mit dem lauten Ruf "Scheiße, Scheiße, Scheiße" gen Lokal gerannt kam, weil ihr Zotteltier sich offensichtlich wieder mal rüpelhaft benommen hatte. Das klang in ihrem spanischen Akzent dermaßen süß, daß ich lachen mußte, denn als Schimpfkanonade geht das für meine deutschen Ohren in keinem Falle durch.
Kukos Job besteht im wesentlichen darin, sein Revier im Überblick zu haben und darin Ordnung zu schaffen. Die Kernzone ist ein kleines Strandcafè. Hier fungiert er sozusagen als Türsteher und beäugt jeden Besucher kritischen Blickes.
Nachteil dieser Kernbereichsfunktion: Bisher hat es noch jeder geschafft, das Cafè zu betreten. In dieser Funktion ist Kuko also außerordentlich tolerant. Oder ungeeignet. Wer weiß das schon?
Ich kann mich allerdings auch irren, da es noch die Nahbereichszone gibt, einen Bereich unmittalbar vor dem Cafè. Möglicherweise ist das Einlaßpodest in Wahrheit der beste Standort, um frühzeitig nach wohlfeilen Hundedamen und -herren Ausschau zu halten, die eine nähere Betrachtung rechtfertigen könnten.
Zuweilen kommt es allerdings zu spannenden Hundekämpfen, denn Kuko möchte seinen Job als Türsteher wahrscheinlich gerne behalten.
Wenn es ernst wird, hat Kuko keine Skrupel, seine Hütte als Weitbereichszone zu definieren, die dann schon mal ca 700 Meter nach rechts und links ausgedehnt wird.
Und falls nichts los ist, übernimmt Kuko auch die Gästebetreuung. Und das geht so.
Kuko sieht einen hungrigen Magen auf den Eingang des Cafès zukommen, taxiert dessen Eintrittswürdigkeit, prüft, ob keine weiteren Gefahren drohen und begleitet den Gast dann bis an den Tisch.
Er wartet höflich, bis die Bestellung aufgenommen wurde. Hier hege ich den dringenden Verdacht, daß er den Bestellvorgang belauscht. Dann trollt er sich vondannen, um wieder seiner Türstehfunktion nachzukommen.
Exakt zum Zeitpunkt der Auslieferung des bestellten Magenfüllers, beispielsweise Salamipizza, findet sich auch Kuko wieder am Tisch ein. Am Strand ist eh nichts los (siehe obiges Bild), dann kann ich auch den Gast beknuddeln, wird er sich wohl denken.
Erkennbar wird dies an einer Änderung seines Gesichtsausdruckes. Der kritisch prüfende ich-bin-immer-wachsam-Blick weicht einem warmen freundlichen.
Der soll mir wohl folgendes sagen:
1. Die Salamipizza duftet aber lecker.
2. Eigentlich hatte ich die vorhin bestellt, als du dich dank meiner Großzügigkeit mit an meinen Tisch setzen durftest.
3. Ich bettel nicht,wie du vielleicht denkst, sondern bewache nur meine Pizza, die du gerade vertilgst.
Um bei diesem treuherzigen Blick standhaft zu bleiben, mußte ich mich ganz schön anstrengen. Fast wäre mir das letzte Zwölftel Salamipizza aus der Hand gefallen und auf dem Fußboden gelandet. Direkt vor Kukos Nase. Fast.
Hunde sind auch nur Menschen.
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* Ich habe keine Ahnung von Hunderassen, aber Kuko ist wohl ein spanischer Strandzottel
** Am Strand kacken, wo es gerade beliebt, und andere Hunde anmachen.