9. November 2008

9. November - deutscher Herbst (Der Himmel war grau)

Abriß von gut intakten Wohnungen

bau auf, bau auf?

Abriß statt Rückbau

An diesem Schild stimmt fast nichts.

Hier wird nichts gebaut.

Auch nicht von der degewo. Die nennt sich zwar Wohnungsbaugesellschaft, ist aber in Praxis eine Wohnraumverwaltungsgesellschaft.

Es wird auch nicht zurück gebaut, sondern abgerissen.

Der Zeitraum ist auch frei erfunden.

Um es auf deutsch zu sagen: Hier werden Wohnungen abgerissen, platt gemacht, niedergewalzt.

Daß der schlüpferrosane Senat (nicht das Land Berlin) die Vernichtung preiswerten Wohnraums fördert, das wiederum glaube ich unbesehen. Es ist wohl unterm Strich die einzig wahre Aussage des Schildes.

wie soll denn das gehen?

Hessen-Wahl: Ypsilanti macht Schäfer-Gümbel Mut (Politik, 13:40)

(Der Blödsinn stammt von... Na?)

kürzlich verstorben

Hauptseite der Wikipedia



Sagen wir mal so: Er wurde verstorben.

russische und chinesische Polizisten

haben auf Einladung der deutschen Regierung in Hitzacker an einem Training zur Zerschlagung regierungskritischer Demonstrationen teilgenommen.

Dabei wurde u.a. geübt, wie mittels Einsatz von Schlagstöcken hunderte von Demonstranten von Eisenbahngleisen weggeprügelt als auch Blockaden aufgelöst werden können.

Verteter der deutschen Polizei waren von den Vorführungen beeindruckt begeistert, äußerten jedoch ihr Bedauern, daß solche Polizeieinsätze hierzulande auf Grund der sehr strengen Gesetzgebung und viel zu demokratischen Einsatzgrundsätze nicht möglich seien.

verruchte Posen

Das Kürzel pad meint auf SPON:
Kate Winslet ließ sich in verruchten Posen für ein Magazin ablichten.

Erstens wollen wir wissen, was verruchte Posen sind.

Zweitens, falls das was Versautes ist, dann wollen wir gefälligst diese Bilder verlinkt haben.

Drittens solltet ihr zukünftig euren Müll gleich im Papierkorb entsorgen, statt das Internet zu mißbrauchen.

Kate Winslet in verruchter Pose

http://www.vanityfair.com/images/culture/2008/12/cuar01_winslet0812.jpg

8. November 2008

007 crimes

Kann sein, ich habe den schlechtesten Bond-Film aller Zeiten gesehen. Kann aber auch sein, daß ich in einigen Jahren sage, ich hab's gesehen, wie die Bond-Reihe in eine neue Ära mutierte.

Doch heute ist heute. Und heute habe ich einen sehr zwiespältigen Eindruck hinterlassenden Film konsumiert.

Es erübrigt sich, die vielen Kritiken der gelernten Filmkritiker zu lesen, die schreiben eh nur Müll. In diesem Falle hilft wirklich nur der Rat, hingehen und sich selber eine Meinung bilden, statt bilden lassen.

Was ist da bloß schief gelaufen?
Zuallererst mal die ersten 15 Minuten. Einfach nur daneben.
Dann der ganze Film an sich. Der Regisseur hat total versagt. Und sein Schnittmeister gleichermaßen.

Als langjährig erfahrener Spion weiß ich eigentlich, was ich zu erwarten habe, wenn ich mich mit Bond auseinandersetzen muß. Mit diesen Erwartungen trottete ich also ins Kino und wurde damit alleine gelassen.

Mindestens fünf Pflichteinlagen fehlten.

1. Coole Sprüche von Bond. Komplette Fehlanzeige. So wortkarg hat er noch nie seine Magnumberettasigsauer um den Erdball reisen lassen.

2. Knapp bikinite Damen. Stattdessen Rollentausch. Eine hübsch anzusehende, gut bekleidete und figurte Dame, taff genug zu wissen, was sie will, und stark genug, dies auch zu tun. Nackte Haut Fehlanzeige.

Der beste Monolog des ganzen Films stammt ausgerechnet von ihr und beziehtn sich auf Bond: "Sie machen einen sehr effizienten Eindruck."

Der Satz ist saugut. Damit aber auch die schwerwiegendste Kritik an dem Film.

3. Bond war zur Gehirnwäsche und hat vergessen, daß es Frauen gibt. Statt wenigstens einer Dame ein Verwöhnprogramm angedeihen zu lassen, akzeptiert er diese als zeitweilige Geschäftspartner, um seinen Job zu erledigen.

4. Q. Ist gestorben. Weiß ich. Aber der wird ja wohl einen Enkel gehabt haben, der von ihm 'ne Menge vererbt bekam. U.a. die Geheimdienstkarriere als auch das faible für skurrile technische Spielereien.
Daß ein Q. kein technisches Spielzeug erklären darf, das ist möglicherweise einer der größten Mängel des gesamten Films, denn das führt dazu, daß sich Bond entkernen muß und nur noch seinen Racheplan durchzieht, statt zwischendurch das eine oder andere Gadget auszuprobieren. Und vorab verkniffenen Mundes den ausladenden Erklärungen der Funktionsweise zuhören zu müssen.

5. Dem Film fehlte jede Handlungslogik. Das ist das Schlimmste.

Und hier bin ich beim Versagen des Regisseurs. Der Film ist im Grunde eine Aneinanderreihung 30sekündiger Werbeclips. Das funktioniert nicht. Verantworlich für diese Schweinerei ist Marc Forster, in Deutschland geboren und der Schweiz aufgewachsen. Der soll wieder Werbeclips drehen, denn sowas schau ich mir nicht an, auch nicht im Kino, aber nicht die Bond-Fans belästigen.

Desgleichen lassen sich zu den beruflichen Versagern zählen:

die, die die Schnitzer zu verantworten haben und zumindest einmal in ihrem Leben schon bessere Schneideleistungen vollbracht haben

- Matt Chesse, der eigentlich nur Monster's Ball zu seinen Meriten zählen dürfte,

- Richard Pearson, der eigentlich was kann, wenn er darf, wie bei MiB II oder Bourne.

als auch

- Chris Lowe (supervising art director), dem die künstlerische Gesamtverantwortung gründlich daneben ging, so wie bei Basic Instinct 2 und viele andere Filmen vorher auch.

Kommt halt so ein Film raus, wenn man die Verantwortung nur durchschnittlich Begabten überträgt.

Der Film hat allerdings auch excellente Seiten. Immer dann, wenn der Regisseur gepennt hat, haben Kameramann und Schauspieler ihr Bestes gegeben und das auch noch bis in den Schnittraum rüber gerettet. Üppige Bilder, schweinegut fotografiert, und Ansätze guter Schauspielerei stehen auf der Habenseite. Überwiegen wahrscheinlich sogar. Werden allerdings von der schmalbrüstigen Regie herabgewürdigt.

Den Schluß habe ich nicht ganz verstanden, da ich leicht alzheimernd den Handlungsstrang von Casino Royale nicht mehr im Kopf habe.

Unterm Strich: Man kann ruhigen Gewissens in den Film gehen und fühlt sich trotzdem gut unterhalten. Und hegt die Hoffnung, daß beim nächsten Mal alles wieder so wird, wie's früher einmal war. Denn früher war alles besser, früher war alles gut...

7. November 2008

Obama Crimes

http://www.obamacrimes.com/

Is Obama a Natural Born Citizen?

Na ja. Vom Himmel gefallen ist er ja wohl nicht?

A false friend.

Zu deutsch heißt das wohl, ob Obama per Geburt ein amerikanischer Staatsbürger sei. Findige Anwälte in den USA bezweifeln das und haben deswegen Klage eingereicht, um ihn aus dem virtuellen Präsidentenamt zu schubsen.

Auch in solchen Fällen ist es guter Brauch in den USA, schnell mal einen Autounfall nicht zu überleben.

Oder glauben die ernsthaft, Obama ans Bein pinkeln zu können?

6. November 2008

Anklage (oder: Was BILD nicht meldet)

5. November 2008

Bluthunde

heise-news 05.11.2008 21:23

Weg frei für bundesweite heimliche Online-Durchsuchungen

Die SPD konnte dabei durchsetzen, dass das Instrument zum verdeckten Zugriff auf IT-Systeme zunächst bis 2020 befristet werden soll.



Warum nur bis 2020? Bis 2050 hätte doch auch gereicht?

züchtig und unzüchtig



Internet verbieten

Diese Zusammenfassung ist nicht verfügbar. Klicke hier, um den Post aufzurufen.

I have a dream

Ich würde mir wünschen, daß die geballte Ladung Fernsehjournalisten von den nächsten russichen Wahlen ebenfalls diese monatelange Wahlberichterstattung durchlabert.

Das werde ich dann genauso wenig anschauen.

Mir reicht es schon, daß der schreibenden Zunft die Phantasie durchgeht.

So schnell können die gar nicht schreiben, da ist Obama schon wieder geerdet und zieht seinen Krieg durch. Jeder Präsident der USA seit den vierzigern des vorigen Jahrhunderts hatte seinen Krieg.

Und schon ist er aus, der Traum.

Und falls Obama auch nur den Anschein erweckt, ernsthafte Veränderungen anzugehen, dann wird ihn das Schicksal Kennedys ereilen. So sind nunmal die Sitten in den USA. Paßt der Präsident nicht ins Konzept der Mafia, Militärs und Militärindustrie, dann wird er abgeknallt.

Ergo, auch Obama als Präsident eignet sich nur für feuchte Träume. Die Realität wird anders aussehen.

Neg...- nein Obamaküsschen...



TVtokratie

SPIEGEL ONLINE 05. November 2008, 05:10 Uhr
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-588488,00.html
HISTORISCHE ENTSCHEIDUNG
Barack Obama gewinnt US-Wahl

Die Präsidentschaftswahl in den USA ist entschieden: Um 4.59 Uhr erklärte der US-Fernsehsender CNN den Demokraten Barack Obama zum Gewinner.

4. November 2008

Bilderstürmer

heise.de verweist darauf, daß es ab Morgen im StGB heißt:

Danach wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, "wer pornographische Schriften, die sexuelle Handlungen von, an oder vor Personen von vierzehn bis achtzehn Jahren zum Gegenstand haben, verbreitet, öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht oder herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie [...] zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen".

Bilderstürmer, sag ich da nur. Die streng-katholisch verklemmten Jugenschutzwarte, Zensoren und Gutmenschen stürzen sich auf Bilder, statt die wahren Ursachen und Straftaten zu bekämpfen. Zu mehr reicht es bei denen ja auch nicht.

Irgendwie erinnert das an die reglemäßig aufgewärmte Frage der BILD: Ab wann ist Pornografie Kunst?


Der Höhepunkt:Katja Riemann wälzt sich auf dem Boden, breitet die Beine aus, dann spielt sie zusammen mit ihrem Partner eine leidenschaftliche Sex-Szene.
Kritiker fragen: Ist das noch Kunst oder schon Porno?
Aber schauen Sie selbst...


Ich würde Katja Riemann sicher gerne dabei zuschauen, aber auch hier ist auf bild.de nichts verlinkt.

Verbleibt schlußendlich nur die Feststellung: Ich diskutiere natürlich gerne mit. Wenn Dorothee mir erklärt, was Kunst ist, dann verrate ich ihr auch, was Porno ist.

die Lacher des Tages

kommen von BILD und Spiegel. Wer auch sonst sollte das verblödete bzw. intellektuell verblödete Volk so gut bespaßen können, wie die beiden in dieser Disziplin seit Jahrzehnten erfahrenen Redaktionen.

BILD belustigt mit der Auffassung, Frau Merkel sei in der Lage, anderen Leuten Mut zu machen. BILD verrät uns allerdings nicht, wie das funktionieren soll.

Genausowenig, wie uns BILD bis heute die SEX-Videos der Milliardärin aus dem Hause Quandt (reich geworden unter den Nazis durch Ausbeutung von Zwangsarbeitern) vorenthält.

BILD behauptet zwar, solche Videos gäbe es. Wir wollen diese aber sehen.

Aber viel lustiger ist Reinhard Mohr, der eine kurze Hymne auf die 4 Verräter in der SPD ausbringt, die dann doch etwas sehr länglich geworden ist und eher einem Klagelied gleicht.

Auch wenn er diesen vier jämmerlichen Figuren den Mantel der Geschichte umhängt, werden aus ihnen keine historischen Gestalten. Sie bleiben die blassen und konturlosen Schlappis, die sie auch vorher waren. Mohr strengt sich zwar heftigst an, doch letztlich mißlingt es ihm, sie zu den Vorkämpfern für eine neue Zeit hochzuschreiben.

Den running gag des Tages verfaßte allerdings Peter Ross Range

04. November 2008, 12:17 Uhr
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-588207,00.html
HOFFNUNGSTRÄGER OBAMA
Wir werden Tränen in den Augen haben

Wenn Barack Obama der erste Präsident mit afroamerikanischen Wurzeln wird, beginnt eine neue Ära - mit der einmaligen Chance, Martin Luther Kings Traum zu verwirklichen.


Ich hatte Tränen in den Augen vor lauter Lachkrämpfen.

Träum weiter, Peter.

Nippelgeheimnis verraten

Das Wichtigste vom Tage im Schnelldurchlauf.


Jo mei, was dachte die denn, was Männer von ihr wollen?


Der Mann ist einfach nur bekloppt.
Eine Frau, die das mit den Nippeln so schön erklären kann, eine solche Frau behält Mann im Haus.


Natürlich sollen die gravierenden Veränderungen im großbritischen Gesundheitswesen nicht unerwähnt bleiben, über die The Sun heute berichtet.


Unterm Strich kommt es nur auf's folgende an:

3. November 2008

Lichterketten gefährlich

Da muß erst der TÜV dahergeschlichen kommen, um dem deutschen Volk zu verklickern, daß Lichterketten gefährlich sind.


Nur gut, daß ich mich bisher nicht an solchen beteiligt habe.

Denn auf Michael Klonovsky hört ja keiner:

Ein Gutteil des vermeintlichen Kampfes gegen "rechts" ist nichts weiter als ein seelisches Wellnessprogramm für seine Betreiber. Gegen "rechts" zu kämpfen, schafft definitiv ein gutes Gefühl. Schließlich weiß man ja heutzutage nicht mehr so genau, wofür und wogegen man zu sein hat... Hitler (ist) letztlich nun doch irgendwie tot, und die Mülltrennung allein bringt das emotionale Gleichgewicht auch nicht ins Lot - also engagiert man sich gegen "rechts".

links würgt

Nein, nicht das Blutbad, das in Hessen angerichtet wurde. Sondern die Selbstanmaßung, der aktionierenden Linken.

Klick ich da rauf, weil ich wissen wollte, wie die das Gemetzel in Hessen beurteilen.

Bisher gar nicht.
Dafür wird mir aber die Linke in Aktion offeriert. Klick ich halt da drauf, denn action-Videos von Linken, darauf steh ich.

Und was wird mir geboten?



Na ja, wenn Schwätzen action ist. Von mir aus.

Und weil der Mensch ein Mensch ist,
drum braucht er was zum Essen, bitte sehr.
Es macht ihn ein Geschwätz nicht satt,
das schafft kein Essen her.


http://ingeb.org/Lieder/undweild.html

Ihr Herrn, die ihr uns lehrt, wie man brav leben
Und Sünd und Missetat vermeiden kann
Zuerst müßt ihr uns schon zu fressen geben
Dann könnt ihr reden:
damit fängt es an.


http://oregonstate.edu/instruct/ger341/wovon.htm

Wobei... Es gibt eine Menge Geschwätz, davon werde ich pappesatt.