21. August 2009

faire Löhne

blubbert mich ein Plakat an.

Das klingt wie faires Wetter.

Ich kann mich noch dunkel daran erinnern, daß es einst Karl Marx war, der die SPD fürhterlich abgewatscht hat, weil sie derlei Blödsinn in ihr Parteiprogramm aufnahm. Das war dann auch einer der Gründe, der Marx dazu veranlaßte, der SPD den Rücken zuzukehren, damit sie ihm am Arsch lecken könne. So ist des der Nachwelt zwar nicht hinterlassen, so könnte es aber interpretiert werden.

festhalten

Unsere täglich Dosis Blödsinn gibt uns heute SPON

Als die Polizei den Mann in seiner Wohnung in der Buxtehuder Innenstadt aufsuchte, versuchte dieser noch zu flüchten, konnte aber von sechs Beamten und zwei Polizeihunden festgehalten werden.

20. August 2009

Wolfgang Thierse

Mehr steht auf dem Plakat nicht drauf, auf dem noch zusätzlich ein Taliban abgebildet ist.

Nun gehöre ich nicht zwingenderweise zu den Menschen, die sich 10 Minuten davor stellen, am Kopf kratzen und darüber sinnieren, was mir ein solcher Schriftsatz sagen soll.

Auf Grund meiner eher begrenzten Rezeptionsfähigkeiten für die abbildendenden Künste habe ich das Plakat sofort in meinen geistigen Mülleimer befördert. Schrott.

Außerdem mag ich die Taliban nicht.

akzeptable Begründung

Bombenleger von Viernheim

"Mir stinkt, dass gute Arbeit nicht bezahlt wird"

19. August 2009

ältere Computerspieler

Was ältere Computerspieler alles so gelernt haben, bekommen wir gerade vorgeführt.

Ein rüstiger und schießfreudiger Rentner hat einfach mal so drei Menschen ermordet und einen weiteren verletzt, nachdem er nächtelang Monopoly am PC gezockt hatte.

Nach Auskunft der Polizei hat er ausgesagt, er habe diejenigen bestrafen wollen, die das Verfahren in die Länge gezogen hätten. Mit der Bluttat habe er nach eigener Aussage einen Schlussstrich unter einen jahrelangen Streit um das von seinem Ex-Schwiegersohn gekaufte und von ihm selbst mit großem Einsatz umgebaute Haus ziehen wollen. (stern)

Mittlerweile ist er von einem gut 40jährigen Bombensitzer abgelöst worden, der sich Leathal Weapon 2 zu oft reingezogen hat. Hat wohl Gefallen an der Szene gefunden, in der Danny Glover auf'm Klo über einer Bombe sitzt.

Aber mehrere Kilo, ist das nicht irgendwie Übertreibung?
youtube hat prompt reagiert und die Szene inzwischen gelöscht.

nun auch Keira Knightley

könnte man denken, wenn man den BILD-Artikel liest. Nun hat sich also auch Keira Knightley Gummipfropfen unter die Brustwarzen verpflanzen lassen, um noch etwas knackiger auf den Werbeflächen zu erscheinen.

BILD hat allerdings gar nicht bis schlecht recherchiert und nur die bizarre Meldung der Sun endverwurstet. Diese wiederum überraschte die beglückte Männerwelt mit folgendem Foto.



In Asien sieht das gleiche Foto komischerweise genauso, in Details aber anders aus.

Arbeiten mit Photoshop bis zum Abwinken. Und dann auch noch grottenschlecht. The Sun wollte sich wieder mal ins Gespräch bringen.

Der Blick durch die Glaskugel

heise-news ist zuweilen für eine journalistische Kostbarkeit zu haben

heise Security prophezeite im Dezember in dem Artikel Das Jahr 2009: Rückblick durch die Glaskugel, dass am 30. Mai die Srizbi-Gang die Systeme des konkurierenden Russian Business Network so infiziert, dass den neuen Sturmwurm-Varianten "beim Kompilieren unbemerkt eine zusätzliche Hintertür eingebaut" wird. Wir möchten uns hiermit bei unseren Lesern für das falsche Datum entschuldigen.

Zukunft

Vor Jahrzehnten war die Zukunft 1984. Jetzt ist 1984 Gegenwart, und die Zukunft ist saubere Energie.

Nur, was saubere Energie ist, das weiß ich immer noch nicht.

plakative Lyrik

Reichtum für alle!
Reichtum besteuern!
------------------

Versteht das jemand? Ich nicht.

vorbildhafte Vorratsdatenspeicherung

telepolis

Wie Aserbaidschan die Vorratsdatenspeicherung nutzt

Personen, die beim Schlager-Grand-Prix für das benachbarte Armenien gestimmt hatten, erhielten Besuch von der Polizei


Sowas in der Art würde ich hierzulande auch einführen wollen. Vielleicht hilft ja ein Polizeibesuch, der kulturelle Fehlentwickung vieler Menschen Einhalt zu gebieten.

Für derlei erzieherische Zwecke eingesetzt, halte sogar ich die zweckbestimmte Vorratsdatenspeicherung für tolerabel.

18. August 2009

Cocktailparty

Nun maulen sie alle rum. Übers leere Olympiastadion und teure Eintrittspreise.

Wenn ich ich wäre, würde ich auch keine 150 Euro für den Besuch einer Cocktailparty bezahlen.

Steinmeier - aus seinem Leben

Stefan Niggemeier

Ich war heute Nachmittag bei der Aufzeichnung der RTL-Bürgersprechstunde mit Frank-Walter Steinmeier und habe mich davon noch nicht wieder erholt. Zum Glück waren wir Presseleute (überwiegend bemitleidenswerte Agenturkollegen, nehme ich an) in einem abgedunkelten Nebenraum untergebracht, so dass ich während der Sendung meinen Kopf in den Händen vergraben konnte, was nicht nur half, das Elend nicht mitansehen zu müssen, sondern auch verhinderte, dass er mit einem lauten TOCK auf die Tischplatte knallte.

Journalisten als Premiumklickproduzenten

Stefan Niggemeyer

Dass der deutsche Online-Journalismus in einem so trostlosen Zustand ist, liegt nicht nur an den geringen Einnahmen. Es liegt auch daran, dass er in weiten Teilen gar nicht für Leser gemacht ist, sondern für die Klickzähler der IVW und für Google.

Nicht Alles! Nicht Immer! Nicht Umsonst! Nicht Sofort!

Dieter Gorny liest in den Verlautbarungen der Piratenpartei wie ich in der Bibel. Nix verstehen.

Alles! Immer! Umsonst! Sofort!

Alles, immer, umsonst und sofort. Mit diesen vier Worten lässt sich kurz und kompakt die Position der Piratenpartei beschreiben, wenn es um das Thema Urheberrecht in der digitalen Welt geht.


Ich bin kein Pirat, weiß aber immerhin soviel, daß keine dieser Aussagen belegbar ist. Eine Lüge wird auch dann nicht zur Wahrheit, wenn man sie hunderte Male wiederholt. Zitierfähige Belege bleibt uns Gorny schuldig. Muß er auch, da er keine finden wird.

Hartz IV abwählen

ist inzwischen überall an der Fahrtroute plakatiert.

Na nichts wie hin, denk ich mir da.

Nur hat der Urheber dieser dürren Worte, Die Linke, folgende Angaben vergessen, wann das stattfindet, wo es stattfindet und wie es stattzufinden hat.

15. August 2009

noch eine Umfrage

diesmal die Süddeutsche

melde gehorsamst

Auf der Webseite der Sittenwächter und Jugendbehüter darf man problematische Webseiten melden.

Na das machen wir doch gleich. Muß nur noch Tor aktivieren und mir eine Telefonnummer der SPD raussuchen, die ich dann für Rückfragen eintragen kann.

aktuelles Politiker-Ranking

so, wie es die welt-online-Leser bewerten

ein bißchen verfassungsfeindlich ist erlaubt

Der BGH hat seine bisherige und knallharte Rechtsprechung bezüglich der Wahrnehmung oder Verletzung verfassungsmäßiger Rechte etwas gelockert.

Ein bißchen verfassungsfeindlich ist nun erlaubt. Wenn man dies in Diensten des Staates erledigt.

Premium-Content auf Droge

Was heraus kommt, wenn Premium-Content künftig für weiche Euronen vertickert werden soll, darauf geben die Autoren N. Blome, H. Kautz und A. Thewalt Antwort.

Es bedurfte dieser dreier Premiumcontentqualitätsjournalisten und einer gehörigen Portion Rauschmittel, um den nun folgenden Schriftsatz herzustellen.

Das Volk liebt ihn. Die Konkurrenz fürchtet ihn. Die eigenen Leute brauchen ihn: Karl-Theodor zu Guttenberg, CSU, Wirtschaftsminister.
Im Wahlkampf wird kein Name so oft genannt wie der des beliebtesten und jüngsten Ministers (37).


Guttenberg, das ist die schmierige Type, die laut RP folgendes vorhat:

- So will Guttenberg die von der großen Koalition beschlossenen Mindestlohn-Gesetze „im weiteren Verfahren” korrigieren.
- „Erleichterungen“ verspricht der CSU-Politiker auch bei den „strengen” Befristungsregeln im Arbeitsrecht.
- Eine umfassende Senkung des Einkommensteuertarifs sei „mittelfristig unumgänglich”
- Abbau von „bestimmten Steuervergünstigungen bei der Umsatzsteuer und Einkommensteuer“
- Eine Reihe von Klimaauflagen für Betriebe sollen überdies gestrichen werden.
- Firmen, die dem EU-Emissionshandel unterliegen, sollen von den Energiesteuern befreit werden.

„Nach Auffassung des Ministeriums”, heißt es da etwas sperrig, komme den aufgezeigten Handlungsnotwendigkeiten „besondere Bedeutung” zu.


Wenn ich heute nicht schon gekotzt hätte, ich würd's jetzt tun.