22. Februar 2010

von Schweinen und Schafen

BILD

„Man wird von denen nach dem Zieleinlauf noch schlimmer behandelt als Schweine, die zur Schlachtbank gehen. Da wird richtig an einem gezerrt und Gewalt angewendet. Das verdirbt einem so richtig die Laune.“

Spiegel

""Wenn man ins Ziel kommt wird man einfach am Arm gepackt, gezogen. Das finde ich wirklich unmöglich... Das ist schlimmer als wenn ein Schaf zum Schlachten geführt wird."

Bleibt die Frage, wer von den Qualitätsmedien das Dreckschwein und wer das dumme Schaf gibt?

Brender traf mitten ins Schwarze

BILD

Der CDU-Obmann im Medienausschuss des Bundestages, Maro Wanderwitz, sagte der BILD-Zeitung (Montagausgabe), es müsse jetzt auch die Frage gestellt werden, „ob so eine Rufschädigung Konsequenzen für die Pensionszahlungen hat“.

Knabe sagte der BILD-Zeitung: „Es ist unangemessen, die Zustände in einer öffentlich-rechtlichen Anstalt mit der Bespitzelungs-Maschine einer totalitären Diktatur wie der DDR zu vergleichen und sich damit auf eine Stufe mit den Opfern der Stasi zu stellen.“


Sehr schön, denn genau diese Reaktionen zeigen, daß Brender den Zustand im ZDF sehr präzise formuliert hat.

21. Februar 2010

1 Kilometer würde mir schon reichen



"Langläufer Tobias Angerer holt über 30 Kilometer Silber." *

Mir selber würde ja 1 Kilometer schon ausreichen. Wenn die noch verraten, wo die abzuholen sind, dann mach ich auch auf Selbstabholer.
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* Man achte auf die Betonung der Qualitätssprecherin. Sie hat sich wohl erheblich vertont, zumal der Formulierpraktikant keine glückliche Hand beim schlagzeilen hatte.

Bischof Mixa meldet sich zu Wort

Nachdem Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger damit gedroht hat, den sich ausweitenden Skandal um Mißbrauch (Zeit) in der katholischen Kirche durch Ombudsleute und einen Runden Tisch in seiner Ausweitung einzudämmen, und somit erheblichen Druck auf die katholische Kirche macht (Welt), hat sich nun Bischof Mixa zu Wort gemeldet. "Gut, daß sie mal drüber gesprochen haben", sagte er bezugnehmend auf die Ministerin.

Westerwelle neben der Spur

„Arbeitslose sollen Schnee schippen!“

So wird der Medientsunami von BILD zitiert.

Wieder eine dieser Tatsachenbehauptungen ohne praktische Relevanz.

Falls er es nicht mitbekommen hat, aber es war die FDP höchstselbst, die eine Bundesstreusalzreserve einforderte.

Und es ist Westerwelles Vorgesetzte, der deutsche Kanzler Merkel, die in seliger Erinnerung an bessere Zeiten, als sie noch liebevoll Klimakanzlerin genannt wurde,angeordnet hat, in der deutschen Bundeshauptstadt die Reichsschmelze einzuleiten. Nach dem erfolgreichen Test der Klimaerwärmung rund um die Bundeswaschmachine soll die Reichsenteisung auf ganz Deutschland ausgedehnt werden.

Schneeschippen fällt also ins Wasser.

Der Geheimdienstexperte James Bamford sagt:

in der Zeit

Die Amerikaner sind die größten Hacker der Welt

Auweia. Darf der das?

Liebe BILD-Redakteure



Ihr habt da wohl was verwechselt. Den Silbernen Bären hat Polanski nicht für's Kinderficken sondern für "die beste Regie" erhalten. Insofern ist das von der Jury gefällte Urteil dann wohl doch unumstritten. Der Preis für's Kinderficken beträgt hingegen ein paar Jahre Knast.

Ob er ein Skandalregisseur ist, das kann ich nicht beurteilen, das wissen aber die Schauspieler, Kameramänner, Beleuchter, Fotografen und Caterer am Set viel besser. Die hättet ihr ruhig mal kontaktieren können, dann wäre vielleicht eine schlauere Aussage zustande gekommen.

Von Solidaritätsbekundung hatte die Jury übrigens auch nichts gesagt.

Die Angst vor einer sonntäglichen Meinung

21.02.2010,
13:25 Uhr
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Vorsicht - Leyendecker liest mit

Wo sind die Steuer-CDs?

Das fragt Herr Leyendecker an einem sonnigen Sonntagvormittag das deutsche Volk, nachdem er vor zehn Tagen noch zur Jagd vermittels der CDs geblasen hatte.

Ich selber befand mich am selbigen Tage auf falscher Fährte, als ich ausnahmsweise mal die Lesart des Spiegel lobte, der vom angekündigten Kauf der CD schrieb. Gleichzeitig setzte ich die Hypothese in die Welt, wir hätten es mit einem genialen Propaganda-Coup zu tun. Der deutsche Chefaufklärer greift diesen Gedanken nun auf und referiert ihn kurz und knapp in seinem Qualitätsmedium.

Drei Tage später definierte ich den ganzen Hickhack als Ankündigungskrieg, dem keine belastbaren Fakten zugrunde liegen, um am 16.02. eine Vermißtenanzeige zu veröffentlichen. Kenner der Szene, die über den Verbleib von Peter B. Kenntnis haben, sollten ihre sachdienlichen Hinweise an Herrn Leyendecker schicken. Haben wohl einige gemacht, denn exclusiv verfügt der journalistische Steuerfahnder nun über die brisante Information, auf die der noch zögerliche Steursparer wartet. Lohnt sich abwarten und Sonntagstee trinken? Oder reiht man sich in die Schlange stehenden Selbstanzeiger ein?

Zwar hocken im Finanzamt Wuppertal-Barmen, das die Zentrale für die Aufarbeitung des Falles sein soll, schon Finanzbeamte mehrerer Steuerfahndungen aus NRW beisammen, doch der Kauf hat sich noch einmal verzögert. 2,5 Millionen Euro will der Unbekannte kassieren. Das Geld ist bewilligt, aber die Übergabe braucht noch Zeit.

Genial, wie der letzte investigative deutsche Journalist wieder mal zugeschlagen und seine gesamte Branche düpiert hat. Nur die Sueddeutsche ist noch so aufklärerisch.

Herr Leyendecker, das mit dem Propaganda-Coup war doch nur ein Spaß von mir. Sie müssen nicht alles so tierisch ernst nehmen, was in diesem Blog geschrieben steht.

20. Februar 2010

die IM der CDU - Spitzel beim ZDF

Spiegel

Brender spricht von "Inoffiziellen Mitarbeitern" der Parteien, "wirklich vergleichbar mit den IM der DDR". Da sei ein "feingesponnenes Netz von Abhängigkeiten" entstanden, "aus dem sich Karrierechancen, aber auch Verpflichtungen ableiten lassen". Er selbst habe "versucht, solche Spione wenigstens von Posten mit echter Verantwortung fernzuhalten".

energisches Handeln der Regierung gegen Kinderpornographie

Wie der deutsche Staat gegen Kinderpornographie vorgeht, sagt uns heute der Spiegel.

SPIEGEL ONLINE 20. Februar 2010, 13:55 Uhr
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,druck-679218,00.html
Missbrauch in katholischer Kirche
Regierung verlangt von Bischöfen Aufklärung

Die katholische Kirche gerät im Missbrauchsskandal immer stärker unter Druck. Nach SPIEGEL-Informationen wurden an mindestens sechs weiteren katholischen Einrichtungen Schutzbefohlene missbraucht. Die Bundesjustizministerin fordert jetzt lückenlose Aufklärung.

"Ich erwarte von der katholischen Kirche konkrete Festlegungen, welche Maßnahmen für eine lückenlose Aufklärung ergriffen werden", sagte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser- Schnarrenberger dem SPIEGEL. Die FDP-Politikerin schlägt Ombudsleute und einen Runden Tisch aus Staats-, Kirchen- und Opfervertretern vor.


Als erstes würde ich mal Stopschilder vor die Häuser der Pfaffen stellen, damit das ab sofort unterbunden ist.

Und ja, quatschen hilft eigentlich immer. Warum sollte also es nicht möglich sein, die Kinderpornographie in der katholischen Kirche wegzuquatschen? Außerdem ist das weitaus weniger aufwendig, als Staatsanwälte und SEKs in die Spur zu schicken und strafrechtliche Ermittlungen einzuleiten.

19. Februar 2010

Fünf Prozent zahlen 42 Prozent

mz-web

Fünf Prozent zahlen 42 Prozent der Einkommensteuer

Die staatlichen Einnahmen aus der Einkommensteuer stammen zu 42 Prozent aus den Zahlungen der oberen fünf Prozent der Steuerpflichtigen... Demnach kommen die oberen 50 Prozent der Einkommensbezieher (Jahreseinkünfte ab 26 750 Euro) auf einen Anteil am Einkommensteueraufkommen von 98,3 Prozent. Die untere Hälfte der Steuerpflichtigen, deren Einkünfte zwischen 8650 und 26 750 Euro betragen, hat einen Anteil von 6,2 Prozent.

Eine Anhebung des Grenzsteuersatzes um einen Prozentpunkt würde nach Angaben der Bundesregierung zu Mehreinnahmen von sieben Milliarden Euro führen.

Klickstreckenproduzenten

Wann und wo wir noch auf Gold hoffen können – KLICKEN sie sich oben durch die Bilder.

Aus Gründen des Jugendschutzes kann ich diese Aussage leider erst nach 23 Uhr kommentieren.

auch The Sun kann keine links

Sondern schreibt lieber eine Kurzgeschichte auf, wo es gar keine aufzuschreiben gibt.

Lily Allen hat bezüglich der Brit-Awards gezwitschert:

@tomhurt it's a tv show. a vehicle created for pop acts to sell more records at a difficult time of year. Don't delude yourself.

Das ist 'ne TV-show, um in schwieriger Zeit die Plattenverkäufe anzukurbeln. Täusch dich nicht selber.

Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 303

Frank Schirrmacher: Warum ich bin dem Internet total überfordert bin

Na also. Hat doch prima funktioniert. Über Nacht von 499 auf die 303.

was Meinungsforschungsinstitute taugen

Gestern begründet der FORSA-Chef, warum sich die FDP im freien Fall befindet und wieso Westerwelle möglicherweise die Schuld daran trägt.

Heute begründet Meinungsforscher Klaus-Peter Schöppner (TNS Emnid), warum die FDP wieder zulegt und Westerwelle Schuld daran hat und im Gegensatz zu gestern den Nerv seiner Wähler trifft.

[edit 18:20]

Hab mich in der Widergabe des Meinungsforschers geirrt. Mittlerweile behauptet BILD

Meinungsforscher Klaus-Peter Schöppner sagte zu BILD.de: „Westerwelle hat den Nerv der Wähler getroffen.“

[/edit]

Schon wieder so ein komischer Fall, daß eine Aussge auf dem Weg zum Internetserver mutiert ist.

Silbermedaillengewinnerin im Biathlon

Bild

Text

18. Februar 2010

Kabarett vom Feinsten

Heute

Nächste Sendung: 18.02.2010 22:45
Digitale Verblödung? Wie uns iPhone, Google & Co verändern

Zu Gast bei Dieter Moor

Frank Schirrmacher
Herausgeber "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und Autor von "Payback. Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen"

Gerd Gigerenzer
Psychologe und Direktor des "Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung"

Constanze Kurz
Informatikerin "Humboldt-Universität zu Berlin" und Sprecherin des "Chaos Computer Club"

Ingo Börchers
Kabarettist "Die Welt ist eine Google"
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Schirrmacher, der schon verblödet ist, hat wohl kaum etwas substanzielles zum Thema beizutragen. Ein Bildungspsychologe ebenfalls nicht, denn Internet hat nur marginal etwas mit Bildung zu tun. Der Kabarettist könnte es retten, wenn die Informatikerin ihren Schnabel hält.

Ich nehme mal mein Fazit schon vorweg, werde mir das auch nicht antun.

Es gehören immer zwei dazu.

Ich kann es auch monetär sagen. Bei einem Amazon-Verkaufsrang von 499 war es mal wieder an der Zeit, dem talentfreien Herausgeber der FAZ eine crossside-Promotion anzubieten, damit das Buch einige Plätze in die Höhe hüpft und der Autor Tantiemen kassiert. Übel, einfach nur übel.

wie man aus einer vagen Vermutung eine Tatsache macht

führt uns heute die Sueddeutsche in einer kristallklaren Variante vor.



Der Forsa-Chef Güllner sagt bezüglich Westerwelle:

Den anderen grinst er vielleicht zu oft an den falschen Stellen.

Diese Vermutung mutiert auf dem Weg vom Mund des Redners bis zum Internetserver der Sueddeutschen zur Schlagzeile

Forsa-Chef Güllner über Westerwelle
"Zu oft an der falschen Stelle gegrinst"
18.02.2010, 14:00


und somit zu einer Tatsachenbehauptung. Der Qualitätsinterviewer heißt Thorsten Denkler.

mal so - mal so

Rüdiger Suchsland

"The Ghost Writer" ist einer der besten Politthriller der letzten Jahre.

Peter Praschl

Nicht so egal ist, dass dieser Film arg langatmig und arg unspannend daherkommt, man könnte ruhig dreißig Minuten wegnicken, ohne Probleme mit der Handlung zu bekommen. In zwei, drei Jahren wird "The Ghost Writer" einen prächtigen ZDF-Sonntagabendkrimi abgeben, wenn die skandinavischen Kriminalfälle alle aufgeklärt sind...