18. April 2010

Der Qualitätsjournalist als Universalgenie an der Medienfront

Chaos durch Aschewolke
Erste Airline-Chefs stellen Flugverbot in Frage


Mit ihrem Wuschelmikro trotzten sie noch jedem Sturm und erklärtem dem fürchtenden Volk, wie gefährlich der schon ist, aber viel schlimmer noch wird, wenn er seine Schneisen der Verwüstung durchs deutsche Land schlagen wird.

Kurz darauf sah man nur noch ihren Kopf aus einer 1,70 Meter hohen Schneewehe hervorschauen und sie erklärten uns, warum wir alle Sibirien sind und erfrieren werden.

Kaum ward es milder, zog der Troß gen Flußufer und erörterte mit weit ausladender Handbewegung, warum nach dem Hochwasser kein Land in Sicht sei und wir alle ertrinken werden. Binnensee so weit das Auge reicht.

Alsbald wurden es 35 Grad und das Thema gewechselt. Letztendlich werden wir eines Tages fürchterlich verdampfen , weil unsere Körper der immensen Hitze nicht gewachsen sind.

Seit Tagen nun sind alle Kameras bei wohltuender Frühlingssonne gen strahlend blauen Himmel gerichtet und harren sehnsüchtig der dunklen Wolke, die über unsere Köpfe hinwegzieht, um das ultimative Aschewolkenfoto anzufertigen und den entsprechenden BILD-Fotoreporter Lohn von 100 Euro einkassieren zu können. Doch die Wolke verweigert sich den Linsen der Welt. Das einzige was übrig bleibt ist die Genickstarre, weil man ja nichts verpassen will. Vielleicht kommt sie ja doch noch.

Woran gehen wir als nächstes zugrunde?
Das fragt sich ein besorgter Möchtegernflieger.

17. April 2010

Apokalypse am Himmel - der Asche so nah

Auch heute tagesaktuelle Bilder der Vulkanasche, die über unseren Köpfen schwebt.

Ich behaupte, daß es endlich an der Zeit war, daß der Schlot in Island überkocht, denn solch knackiges Wetter wie in den letzten Tagen hatte wir sehr lange nicht gehabt.

16. April 2010

Nacktbild darf gezeigt werden und keiner macht's


Asche auf unser Haupt

Aktuelle live Bilder der Vulkanaschewolken

alle Tiere haben überlebt

Geri Halliwell, Ex-Spicegirl, hat per VIP-Zutritt den Londoner Zoo besucht. Der Reporter der SUN bat die Tierpfleger um Bestätigung, daß alle Tiere nach dem Besuch der Dame noch wohlauf seien. Gottseidank haben alle überlebt.

Studie deckt auf - Qualitätsjournalisten können kein Deutsch

Reden ist gefährlich

Meint zumindest der Zeitkolumnist Ladurner.

Der screenshot deswegen, weil diese sehr schöne Kriegsberichterstattungsthese ausschließlich auf der Einstiegsseite der Zeit zu finden ist, der Text selber ist vollkommen unverbindliches Gesülze auf einem Nebenschriebsschauplatz.

Wenn ich das recht verstanden habe, dann ist nicht der Krieg das gefährliche, sondern das Reden darüber. Da werd ich ab jetzt mal lieber meinen Schnabel halten.

Sehr geehrter Herr Wolfgang Blau (Chefredakteur, verantwortlich gemäß § 55 Abs. 2 RStV), möglicherweise wäre es angebracht, ab und zu seiner Verantwortung gemäß dieses Paragrafen nachzukommen. Oder sie überlassen ihren Praktikanten Herrn Kai Biermann (Leitung Digital, Wissen, Studium).

mangelnde Anteilnahme

welt

Mehreren Bundestagsabgeordneten wird nach dem Anschlag mit vier gefallenen Soldaten aus Kreisen der Afghanistan-Truppe mangelnde Anteilnahme vorgeworfen.
16.04.2010,
09:09 Uhr
Supergrün sagt:
Wieso Anteilnahme?

Es ist doch keiner afghanischen Zivilistin etwas passiert.

Wir haben die Bundeswehr doch dorthingeschickt um für das Wohl der afghanischen Zivilisten zu sorgen.

Die Grünen stehen zum Einsatz - als einzige Parteianhänger sogar mehrheitlich. (Solange die Opfer keine Afghanen sind).
16.04.2010,
09:09 Uhr
Oho sagt:
Nix wie Heim mit den Jungs!!!
16.04.2010,
09:10 Uhr
Renz sagt:
Pussies!
16.04.2010,
09:11 Uhr
Geisteskrank sagt:
Ist jemand, der andere in einen Kriegseinsatz schickt, überhaupt fähig menschlich, emotionale Regungen zu zeigen ausser Hass und Verachtung?
16.04.2010,
09:11 Uhr
Quatsch mir eins sagt:
Schickt doch die Leute and die Front, die den Krieg angefangen haben... ROT GRÜN..

Gas Gerd und Turnschuh Joschi, auch Claudia Roth und Sigmar Gabriel sollten nicht fehlen!

16.04.2010,
09:13 Uhr
Micha sagt:
Dann sollen sich die Soldaten bitte ihre Anteilnahme bei Frau Dr. Merkel und Herrn Freiherr von und zu Guttenberg abholen.

was der Imbißbudenbesitzer auch kann

Spiegel

Über die Hälfte des deutschen Top-Managements stammt aus dem winzigen 0,5-Prozent-Segment der reichsten deutschen Familien. Die Bankenkrise hat gezeigt, dass jeder Imbissbudenbesitzer ihren Job wahrscheinlich genauso gut oder schlecht hätte machen können.

neue Wege im Kampf gegen Rechts

Auf Inititative der Vorturnerin im Kampf gegen Rechts, Bundeskanzler Merkel, haben die führenden Anbieter von captcha-Lösungen damit begonnen, die Idee einer Welt ohne Faschos und Nazipropaganda auch jenem Teil der Bevölkerung zugänglich zu machen, der sich ausschließlich für filesharing, Titten, Online-Zocken, aber definitiv nicht für Politik und Parteiengezänk interessiert.

Ab sofort müssen die weltweiten Dienstleister für captchas in regelmäßigen Abständen Bilderrätsel mit Antinazi-Slogans zur Verfügung stellen. Nur wer die politisch korrekte Antwort gibt, erhält auch Zugriff auf die begehrte Datei.

Genial. So merzen wir des Führers Frohsinn doch noch aus und befördern den neofaschistischen Flaschengeist (György Konrád) zurück in die Flasche.

alzheimernder Blogwart

BILD meint:

Vor einem Jahr verzauberte uns Giulia Siegel (35) mit ihren Fotos im „Playboy“.

Wenn es so gewesen wäre, hätte ich mich eigentlich daran erinnert. Als alzheimernder Blogwart dieser Sammlung an Schriftsätzen und literarischen Miniaturen danke ich der Firma google, meine verloren gegangenen Erinnerungen an diese Fotos wieder zugänglich gemacht zu haben.

Die damalige Auffassung besagt, es solle sich wohl eher um chirurgische Pimperei denn Verzauberung handeln.

was zu viel ist, ist zu viel

Matthias Gräbner

Den potenziellen Sexualpartner auf dem Beifahrersitz mit witzigen Geschichten zu überzeugen, auf den Verkehr zu achten und gleichzeitig einen neuen Radiosender zu suchen, das hätte nicht nur Adam und Eva überfordert - es ist definitiv auch heutigen Menschen zu viel.

15. April 2010

der erste coole Spruch ist eingetrudelt




Mich hat gar nichts getroffen. Und ob wirklich Politiker aller Parteien bestürzt sind, wie BILD hinzuzufügen beliebt, das grenzt an Hochstapelei bzw. ist den Fabulierregeln an der Heimatfront geschuldet.

Im übrigen wollen die Taliban Afghanistan alleine zugrunde richten. Sie brauchen dafür keine Bundeswehr und auch keine US-Army. Und nicht die Taliban waren es, die gen Deutsches Eck zogen, um dort die Freiheit ihres werweißwas zu verteidigen, sondern die Bundeswehr gen Hindukusch.

Und Terroristen sind sie eigentlich auch nicht. Nicht so richtige jedenfalls.

der Landfunk erklärt Hitlers Frohsinn

Nun kenne ich schon zwei kulturelle Leistungen, die dem im deutschen Fernsehfunk allseits beliebten Führer zugeschrieben werden. Die erste geht so.

WELT ONLINE: Wieso galt die Frakturschrift so lange als die „deutsche“ Schrift - bis ausgerechnet Hitler sie im Januar 1941 verbot?

Göttert: Ausgerechnet Hitler verdanken wir eine Umstellung, die letzten Endes vernünftig war.


Und die zweite wird vom Landfunk anläßlich des 75. Gründungstages der ARD so zusammengefaßt.



Der unbestreitbare Verdienst des Führers besteht also darin, vor 75 Jahren die ARD gegründet, Frohsinn, Unterhaltung und Propaganda als Sendekonzept angeordnet und somit das Deppenfernsehen eingeführt zu haben, das sich bis heute einer ungebrochenen Popularität erfreut.

Unterhaltung und Propaganda, die beiden Seiten der gleichen Medaille, die beiden Pole, die Faschismus und Demokratie zusammen kitten.

Der Führer - Pate und Urgestein der deutschen Fernsehunterhaltung. Hätte ich eigentlich von alleine drauf kommen müssen. Einfach sensationell. Man lernt nie aus, wenn man vom Volkslandfunk aufgeklärt wird.

wer Krieg führt, bekommt auch Krieg

dpa-ticker

Vier deutsche Soldaten in Afghanistan getötet: Fünf Verletzte

Jetzt ist die Kacke richtig am Dampfen. Als UNO-Beobachter schau ich mir gemütlich aus meinem Sessel an, wie deutsche Qualitätsjournalisten den gestammelten Blödsinn von Merkel und Guttenberg unters Volk schleudern.

Wird der gleiche Spaß wie kürzlich, als eine Dämlichkeit nach der anderen formuliert wurde.

Miniaturphilosophie über die Unzeit

Eine klitzekleine, in sich geschlossene und vollständige Abhandlung über die Zeit unter besonderer Berücksichtigung der Unzeit unter den Bedingungen eines seit Jahrzehnten von Katholen mißbrauchten Volkes, das fern der Heimat lustiges Tanklaster abschießen spielt habe ich dieser Tage für würdig befunden, in diesem Blog erwähnt zu werden.

Es gibt die fast philosophische These, dass es besser sein kann, zur richtigen Zeit das Falsche zu tun als zur falschen Zeit das Richtige. Deren Wahrheitsgehalt hat jeder schon erfahren. Erst recht verwirrend wird die Sache, wenn man bedenkt, dass außer der richtigen und der falschen Zeit noch eine dritte vertrackte Zeit existiert: die Unzeit. Die Unzeit ist eigentlich auch nur falsche Zeit, aber gehobenen Stils. Sie bewährt sich immer wieder als Brandbeschleuniger in den, nun ja, Zeitläuften dieser Welt.

Den Rest müßt ihr schon selber lesen.

14. April 2010

auch ich wurde als Kind mißbraucht

Nachdem Wolfgang Niedecken mit seinem kindischen Mißbrauch an die Öffentlichkeit gegangen ist, habe ich endlich den Mut gefaßt, mich zu offenbaren.



Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ob es gestern gewesen wäre, daß ich als kleiner Junge in der SED-Diktatur von den FDJ-Schergen, also viel Älteren und Stärkeren als ich, gezwungen wurde, regelmäßig alte Leutchen zu belästigen, um ihnen ihre Zeitungen, Flaschen und Gläser abzuluchsen. Die geheime Aktion lief unter dem Tarnnamen "Timurhilfe". Ich wurde über den Verlauf der Aktion zu absolutem Stillschweigen verpflichtet und mußte dies im Kreis der Eingeweihten durch ein sogenanntes "Pionierehrenwort", der Kinderversion der Omerta, schwören.

Es kam oft vor, daß ich einen Handwagen mit Papier und Glas hinter mir herziehen mußte, für den meine Kraft bei Vollbefüllung gar nicht ausreichte. Ich hab mich ganz schön gequält und fühlte mich nach solchen Einsätzen wie erschlagen. Viel lieber wäre ich spielen oder Äpfel klauen gegangen. Das ging aber wegen diesem beknackten Pionierehrenwort nicht.

Dieser Mißbrauch hat bis ins Heute tiefe Narben in meiner Seele hinterlassen, denn nach wie vor sammel ich brav Papier und Flaschen und bringe sie zu den freiehitlich-demokratischen Sammelstellen, statt den Plunder einfach in den Müll zu befördern. Ehrenwort.

der Führer meint

Die Terroristen schaffen es einfach nicht, was uns einst Schäuble, Ziercke und artverwandte Terrorpropagandisten versprochen haben, dem Kanzleramt den Garaus zu machen. Vielleicht findet sich nun jemand, der mit einer dieser schmutzigen Bomben den Betonkasten vom Erdboden tilgt, damit dort was ordentlich aussehendes hingebaut werden kann.

Das Thema schmutzige Bomben ist damit erschöpfend abgearbeitet und wird von mir zu den Akten gelegt.

der Depp vor dem PC

Ich hatte ja beiläufig erwähnt, daß ich ein Problem gelöst habe, daß so keines war.

Wer sich ein HP-Gerät kauft, hat ein huge problem. Hatt ich ja auch, doch selber in den Drucker reingefummelt. Und so wie ich's mal reingefummelt hatte, hab ich's vor wenigen Tagen wieder rausgefummelt.

Ändert allerdings nichts an der prinzipiellen Kritik, daß HP ein halbes Jahr nach Einführung von Windows 7 auf dem Markt nicht aus dem Pott gekommen ist.

Ich kann immer noch nicht aus 168 Papiersorten, 47 Farbprofilen, 12 Doppelseitenvarianten, 7 Buchdruckformen usw. auswählen, sondern einfach nur drucken.

Äh. Hab ich früher eigentlich auch nur gemacht. Aber bezahlt hab ich den Mist, also will ich auch haben, was ich nicht brauche.

Freiwillige vor



Ich ziehe es vor, mich in den weit genug entfernten Urlaubsort zu verdrücken, so daß ich für diese Aktion nicht zur Verfügung stehe.

Ich hoffe inständig, daß das Problem während meiner Abwesenheit gelöst wird.