26. Juli 2010

vernichtet

Zwei mutmaßliche Beteiligte am Überfall auf das Wasserkraftkwerk Baksan in der nordkaukasischen Teilrepublik Kabardino-Balkarien sind am Sonntag bei einer Sonderoperation im Kreis Baksan vernichtet worden.

Ach ja, bei der Gelegenheit vergaß ich zu erwähnen, daß sich Putin mit den ausgetauschten Spionen zu Wein, Weib und Gesang getroffen hat. Sie seien verraten worden und er wüßte, wer das war. Selbigen wird ein gerechtes Lebensende erwischen, wie er meinte. Ich glaube, Putin weiß, wovon er spricht.

selbstversorger

Auf seinem Weg vom Edeka-Chef bis an die Spitze des deutschen Fitness-Marktführers hat ihn wohl auch eine Eigenschaft gebracht: "Ich bin hundert Prozent risikobereit."

Diesen Wagemut mussten jetzt 19 junge Menschen mit dem Leben bezahlen.


selbstversorger schreibt

Schuldfrage

"Diesen Wagemut mussten jetzt 19 junge Menschen mit dem Leben bezahlen."

Liebe SZ-Redaktion. Wenn Frau Hoffmann die Schuldfrage so eindeutig beantworten kann (als wahrscheinlich einzige in Deutschland), sollten Sie nicht zögern, sie unverzüglich freizustellen, damit sie künftig die Justiz mit ihren Fähigkeiten unterstützen kann.

Bedauerlich nur, dass sie mit keinem Wort erwähnt, wie sie zu dieser Schlussfolgerung kommt.

Peinlich, peinlich ...

Panikforscher Michael Schreckenberg in Panik

In der Sueddeutschen darf Herr Schreckenberg noch einmal seine Sicht der Dinge darlegen. Er hat, wie so viele andere allerdings keine Ahnung, denn er war nicht am ort der Katastrophe, sülzt also auch nur rum.

Die entscheidende Aussage.

SZ: Wie konnte es dennoch zu der Massenpanik kommen?

Schreckenberg: Der Begriff Massenpanik ist falsch. Das Unglück ist nicht passiert, weil es zuvor im Tunnel zu eng und die Masse panisch war, sondern weil einige hinter dem Tunnel versucht haben, schneller auf das Gelände zu gelangen. Sie sind auf eine ungesicherte Treppe gestiegen und in die Menge gestürzt. So hat sich die Masse weiter verdichtet. Die Katastrophe ist nicht durch Panik entstanden, sondern als Folge einer physikalischen Zwangsläufigkeit. Eine hochverdichtete Masse gerät in Bewegung. Wenn die Leute nicht heruntergestürzt wären, wäre meiner Einschätzung nach nichts passiert. Auslöser war, dass sich einige nicht an die Spielregeln gehalten haben.


Da auch ich nicht da gewesen bin, kann ich ruhigen Gewissens meine Version ins Spiel bringen.

Als erstes die Wiederholung. Ein Sicherheitskonzept, daß 19 Tote und über 340 Verletzte zur Folge hat, ist keines.

Als zweites haben wir es in jedem Falle mit einer Massenpanik zu tun, ob sie Auslöser oder Folge der Ereignisse war, tut nichts zur Sache. Eine zumindest kurzzeitige Panik konnte in den livestreams und im TV ausgiebig beäugt werden.

Und drittens, die Spielregeln. Ich weiß nicht, ob der Mann jemals auf einem Großereignis zugange war. Alle relevanten Spielregeln sind auf dem Ticket aufgedruckt, alles andere ist pillepalle. Wer dahin geht, der will einfach nur Spaß und Action, ist, sofern die Sache gut läuft, glücklich und zufrieden, sofern sie schlecht läuft, einfach nur angepißt und stinksauer. Dementsprechend wird sich verhalten. Rationale Entscheidungen sind in einer emotional aufgeladenen Situation gar nicht möglich.

Das mit den Spielregeln kann er mal gleich wieder streichen. Das ist irrelevant.

Ich sag mal so. Wenn ich Panikforscher wäre und mein Sicherheitskonzept von den Ereignissen regelrecht zerfetzt worden wäre und nur noch als Klopapier taugt, ich würde auch versuchen, mich irgendwie rauszureden und zu verteidigen. Es ginge ja um meinen Kopf und mein Renommé.

Warten wir also ab, was Tatortuntersuchungen, Gerichtsmedizin, Zeugenbefragungen, Videoauswertungen, Sichtung der Einsatzbefehle und -protokolle und Analyse der beschlagnahmten Dokumente ergeben. Das dauert.

Sich am Montag hinstellen und behaupten, jene, die die Spielregeln nicht eingehalten haben, träfe die alleinige Schuld, das ist schon sehr dummdreist. Oder verbrecherisch. Unter dem Deckmantel verbrämter Wissenschaft.

Einen Teil der Verantwortlichen habe ich ja bereits gestern benannt. Ob sie auch schuldig sind, das wird die Untersuchung zeigen. Oder auch nicht, was eher wahrscheinlich ist.

25. Juli 2010

zwei hab ich noch, wo gar nichts stimmt

BILD faselt von einer Todesfalle, in die die ahnungslosen Menschen hineintappten.

So stehts bei mir im reader.



Und die ARD attestiert der Queen Fähigkeiten, die sie unter Garantie nicht hat.


Wenn sie etwas stellt, dann ihre Hauslatschen ordentlich vor dem Bett ab, bevor sie schlafen geht. Auf keinen Fall Fotos ins Internet. Und wenn doch, würde mich interessieren, wo die da stehen, damit ich da mal hinlatschen kann, um sie mir anzuschauen.

zum Sendeschluß ein Testbild

Massenansturm befürchtet

Zuviel Loveparade reingezogen?

epost-Betreiber befürchtet Massenansturm

Da nehme ich gleich den ersten und letzten Troll.

25. Juli 2010 15:25
Ich warne euch, das gibt Tote bei dem Gedränge! kT (Editiert vom Verfasser am 25.07.10 um 15:25)
Raketen angetriebene Granate (mehr als 1000 Beiträge seit 27.01.04)

Beitrag (bitte unbedingt ausfüllen)
__________________

softbrain (989 Beiträge seit 02.11.02)

Raketen angetriebene Granate schrieb am 25. Juli 2010 15:25

[...]

Ich bin selbst nicht gerade zartbesaitet, aber das überschreitet selbst meinem Gefühl nach die Grenzen des Tolerierbaren bei Weitem.

Du solltest dich schämen. Selbst das Trolltum entschuldigt nicht alles.


Ach so. In dem Text gings darum:

... warten Interessenten bereits seit eineinhalb Wochen vergeblich darauf, den Dienst nutzen zu können. Demnach fürchten die Admins bei der Post, ihre Server könnten unter dem Ansturm der Zustellaufträge zusammenbrechen, wenn sie zu viele Konten auf Anhieb aktivieren.

Räusper. Deppen-Mail eben. Und Admins, die sich fürchten, die gehören entsorgt. Dafür ist die Bundesanstalt für keine Arbeit zuständig.

Eva im Rausch

Frei nach dem Motto "Wer hat noch nicht und muß noch ran" darf heute jeder seine Meinung zur Loveparade in Duisburg per Internet entsorgen.

Im ARD-Text erschallt der anonyme Ruf nach "sofortige Aufklärung" des Verbrechens Unglücks.



Tschuldigung, hatte mich vom Raubkopiererplakat inspirieren lassen, weil Loveparade-Veranstalter sind Verbrecher... Ich schweife ab, Herr Gorny. Weiter im Text.

Eine sofortige Aufklärung ist überhaupt nicht möglich. Das weiß ja sogar ich, der seine kriminaltechnische Ausbildung und Erfahrung ausschließlich durch jahrzehntelangen Konsum von Thrillern in Schrift- und Bewegtbildform genossen hat.

Viel erschreckender ist wieder mal, was sich die qualitativ hochwertigsten deutschen Menschen, unsere Journalisten leisten. Sie stürzen sich auf die Katastrophe wie immer, ohne Sinn und Verstand. Nur die Meldung zählt, nicht deren Gehalt. Und erster sein. Es sind ergo die falschen Fragen, die der Spiegel stellt, zumal die vierte und letzte bereits seit gestern Abend beantwortet ist. Ja, ein Sicherheitskonzept, das 19 Tote und über 340 Verletzte zur Folge hat, ist erstens keines und zweitens, wenn es eines ist, definitiv falsch.

Das Verfahren ist seit Jahrzehnten bewährt und wird nicht geändert. Erfurt, Winnenden - das ist Schnee von gestern. Heute ist Duisburg dran. Dröhnende Beats, Extasy und Alkohol, das sind die eigentlich Schuldigen an dem Dilemma.

Die blonde Unschuld deutschen Journalismus', die Autobahn-Eva, hat es sozusagen in Stein gemeißelt.

25.07.2010

Sex- und Drogenorgie Loveparade: Zahlreiche Tote bei Sodom und Gomorrha in Duisburg
Eva Herman

Dieses »friedliche Fest fröhlicher junger Menschen« ist in Wahrheit eine riesige Drogen-, Alkohol- und Sexorgie, geplant, genehmigt und zum Teil finanziert von der Stadt Duisburg und NRW.

Viele der Partygäste wirken auch in diesem Jahr bereits lange vor dem Unglück wie ferngesteuert. Betrunken oder vollgekifft, mit glasigen Blicken, wiegen sich die dünn bekleideten Körper in rhythmischem Zucken wie in Trance.

Das ohrenbetäubende, stereotype Rave-Gehämmere, das nicht mehr im Geringsten etwas mit dem einstmaligen Begriff von Musik zu tun hat, zerschmettert ihnen über zahllose Stunden Trommelfelle und Nervenkostüme.

Viele Mädchen haben den Busen blank gezogen, manche sind fast völlig nackt.



Riesige dunkle Wolken der Enthemmung und Entfesselung treiben über dem Geschehen, die jungen Menschen wirken, als hätten sie jegliche Selbstkontrolle abgegeben, ekstatisch und wie im Sog folgen sie dem finsteren Meister der sichtbaren Verführung.

... in Wirklichkeit eine Menge Aggressionspotential.

... viele kommen bereits am Nachmittag in völlig verglastem Zustand an.

Die unheilvollen Auswüchse der Jetztzeit sind, bei Licht betrachtet, vor allem das Ergebnis der Achtundsechziger, die die Gesellschaft »befreit« haben von allen Zwängen und Regeln, welche das »Individuum doch nur einengen«.

Eventuell haben hier ja auch ganz andere Mächte mit eingegriffen, um dem schamlosen Treiben endlich ein Ende zu setzen. Was das angeht, kann man nur erleichtert aufatmen!


Äh... Ich habe dem eigentlich nichts wesentliches hinzuzufügen. Autobahn vielleicht. Das könnte man in den Text noch einflechten. Autobahn also Fluchtweg, der aber nicht gestattet war. Wegen der schwierigen Einsehbarkeit. Oder Autobahn als Fluchtweg aus der Gegenwart. Also, Autobahn, das müßte in den Text noch rein, dann ist er rund und stimmig.

etwas Häme muß sein

Die Verantwortlichen für 19 Tote und über 340 Verletzte sind u.a.

Adolf Sauerland (OB Duisburg, den keine Schuld trifft)
Dieter Gorny (Mischung aus Hass- und Witzfigur für internetaffine Menschen - Stefan Niggemeyer)
Fritz Pleitgen (Pleitier äh Privatier)
Rainer Schaller (Geschäftsführer MacFit, der heute einfach nicht so gut aussah)
Michael Schreckenberger (Panikforscher, der seine selbst produzierten Paniken nicht erklären kann)

und einige anonymous, die jetzt sicherlich tot sind.

der Blockwart sitzt im eigenen Land

Von der community gemeldet? Ihr Spinner!



video

Panikforschung mit Klimamethodik

Wenn 19 Tote und über 340 Verletzte das Ergebnis eines ausgeklügelten Sicherheitskonzeptes sind, dann stimmt was mit dem Sicherheitskonzept nicht, Herr Panikforscher Schreckenberg. An ihrer Stelle würde ich schon mal die Zahnbürste einpacken.

Sommerloch

Das Sommerloch hat dermaßen gigantische Ausmaße, daß es sich nicht mal mit 19 Toten und über 340 Verletzten (BILD) füllen läßt. Die Katastrophe passierte an einem Samstag und in der Urlaubszeit. Die Qualitätsmedien, die sonst tagelang mit einem derartigen Ereignis ihre Brötchen verdienen, gehen gezwungenermaßen zu Tagesordnung über und belästigen uns mit Nichtigkeiten, denn ihre intellektuelles Vermögen und die Arbeitskapazitäten reichen zur Ausweidung nicht aus, zumal diesmal keine Waffenlobby, Killerspiele und das pöhse Internet als Schuldige auszumachen sind.

In einem demokratisch verfaßten Rechtsstaat mit unabhängigen Medien würde man heute in der Morgenpresse lesen können, daß die Polizei die Verantwortlichen verhaftet, ein Richter Haftbefehl erlassen und die Staatsanwaltschaft die Untersuchungen aufgenommen hat.

So kann ich schon heute den Paul geben und orakeln, daß die Angelegenheit im Sande verlaufen wird. Nichts wird aufgeklärt, niemand hat Schuld und die Raver waren einfach nur bekifft.

24. Juli 2010

McFit - einfach gut aussehen

Mixa laß die Sau raus - 5400,- € für Wein, Weib und Gesang

24. Juli 2010 12:39
Ich kann nur staunen!
Zceno (383 Beiträge seit 20.01.06)
5400 € Kinderfickerprämie. Boaaah!

McFit sieht schwarz

Das hat bis nach 20:30 Uhr gedauert. Nun hat McFit wohl schwarze Zahlen geschrieben und kann nach hause gehen.

Der Tanz auf dem Drahtseil - vorab kommentiert

Das schlimme an dieser Geschichte ist doch, daß man anschließend diese organisatorischen Vollidioten noch nichtmals zur Verantwortung wird ziehen können.
Was die da machen, ist höchstgradig kriminell. Was ist denn, wenn zu dem Chaos noch Panik kommt, was ist dann? Panik heißt Flucht, und Flucht heißt Ausdehnung. Wohin soll sich diese Masse an Menschen ausdehnen, wenn was schief geht, und Panik ausbricht?
Gruß
#7 von voltago , am 20.07.2010 um 19:36

DerWesten - ein Kommentar am 07.06.2010



sehe ich das richtig, dass die versuchen 1 million menschen über die 1-spurige! TUNNELSTRAßE! Karl-Lehr-Straße mit zwischendurch 2 kleinen trampelpfaden hoch zum veranstaltungsgelände zu führen?
also in meinen augen is das ne falle. das kann doch nie und nimmer gut gehen. wer in essen und dortmund dabei war weiß wie groß das gedränge schon auf recht weitläufigen zugangswegen war. das war schon ne katastrophe und die wollen ernsthaft den zugang über nen einspurigen TUNNEL leiten?
ich fass es nicht!!!!

ich seh schon tote wenn nach der abschlußkundgebung alle auf einmal über diese mickrige straße das gelände verlassen wollen.
#31 von klotsche , am 07.06.2010 um 15:30

Deathparade als worst case - versagendes Krisenmangement

Der Ausdruck Worst Case bezeichnet als Anglizismus den schlechtesten oder den ungünstigsten (anzunehmenden) Fall. In manchen Fällen spricht man auch vom GAU (größter anzunehmender Unfall).

Daß die Loveparade sozusagen geordnet ihrem Ende zugeführt werden muß und damit weiter geht, das leuchtet mir ein. Daß via Internet-Stream weiter auf fröhlich gemacht wird, das ist strunzdumm und damit unverzeihlich. Sponsor ist McFit.

McFit feiert 15 Tote und hunderte Verletzte mit fröhlichem Live-Stream per Internet. Schönen Dank auch.

Von den 27 Streams sind immer noch 12 online, langsam wird ihnen allen der Saft abgedreht.

Krisenmanagement auf der Loveparade

Die Fete geht weiter.

Herr Günni

das die parade nicht abgebrochen wird um schlimmeres zu verhindern is richtig,das der livestream auf #loveparade .de ne party feiert #fail

JeuneGarcon

das krasseste ist der multichannel livestream: hier tanzen sie, da sterben sie




Aber nicht überall

www.einslive.de

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Und auf dem WDR fabuliert man, daß die Musik langsam leiser wird und die Veranstaltung dem Ende zugeführt werden soll. Toll, bei 1,5 Millionen Besuchern.

NeoVanGoth

WDR: "Die Musik wird leiser, die Party geht zu Ende." Livestream: "Paaaarteeeey unz unz unz unz!" O_o


Im WDR-Studio Köln ist man realistischer und hofft nur noch, daß es sowas wie ein Krisenmanagement gibt, was anhand der live-Bilder eher nicht so aussieht.
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Henning Tillmann

Sind wie in einer Festung gefangen. Sitzen auf dem Gleis u draußen entsteht d nächste Massenpanik, weil alle in den Hbf wollten.
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MaxBlog

Man man man, die Polizei darf sich mal überlegen, wie sie die 1,4 Millionen Leute schnellstmöglich, ohne Panik rausbekommt

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Weder Titten noch Ärsche aber Spießer-Aufmärsche bei der Loveparade 2010
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zoolamar

Livestream der #loveparade sendet immer noch m. 18 Kameras Partybilder. Den ganzen Tag war nicht soviel los, wie in der letzten Stunde #fail
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19:15 andere Kamera

jetzt wird massiv Polizei rangekarrt (unten im Bild), rechts im Bild die Notfallstation

geile Party

Pullergymnastik

BILD beratschlagt für das Wochenende

WIE SIE EREKTIONSSTÖRUNGEN IN DEN GRIFF BEKOMMEN

Durch Pullergymnastik?