Wirtschaftswoche
Jetzt empfiehlt der Vizepräsident des Verfassungsschutzes, Alexander Eisvogel, eine besonders drastische Maßnahme. Manager, rät er, sollten auf Auslandsreisen nur noch „einen nackten Reiselaptop und ein nacktes Reisehandy“ ohne gespeicherte Dateien mitnehmen. „Die Empfehlung gilt insbesondere für Risikoländer wie die USA oder Schweiz“, sagt Eisvogel.
Weil die Geheimdienste dort E-Mails mitlesen und Telefonate mithören oder das deutsche Steuerhinterziehungsgeheimnis massiv verletzt wird, sollten solche Formen der Kommunikation möglichst vermieden werden. Eisvogel ist bewusst, dass dies sehr weitreichende Ratschläge seien. Aber wer sichergehen wolle, dass sensible Daten nicht in fremde Hände fielen, sollte den Rat befolgen.
Siehe auch gulli zu Schikane und Willkür in den USA, der Ausländer ausgeliefert sind.
8. Januar 2011
alles klar
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Ahja, verstehe. Hat sich der Wochenendzensor wohl auf dem Klo eingesperrt und kommt ohne Schlüsseldienst nicht raus.
Da frage ich mich allerdings, wieso man z.B. den Nachruf von Broder kommentieren kann?
Also, versteh ich das doch nicht, denn bezüglich der pinkelnden Polizistin heißt es:
Liebe Leser, WELT ONLINE hat die Kommentarfunktion für diesen Artikel geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Zitat eines Zitates
Und so wie es aussieht, geht der Einsatz noch länger... Wie ich das schaffen soll, weiß ich nicht. Ich funktioniere noch irgendwie, mehr aber auch nicht! Dazu habe ich Kopfschmerzen und ich weiß auch genau warum: zu wenig getrunken! Aber wenn man die Wahl hat zwischen ein bisschen Kopfschmerzen und bei fast 0°C und keiner dunklen Stelle im Wald (ist schlieslich alles ausgeleuchtet) dorthin zu gehen, um eine Notdurft zu verrichten, entscheide ich mich für die Kopfschmerzen. Denn Toiletten gibt es für uns nicht! Für Männer mag das kein Problem sein, aber als Frau mittlerweile fast 12 Stunden keine Toilette mehr aufsuchen zu können ist eine Zumutung!
Ahja, verstehe. Hat sich der Wochenendzensor wohl auf dem Klo eingesperrt und kommt ohne Schlüsseldienst nicht raus.
Da frage ich mich allerdings, wieso man z.B. den Nachruf von Broder kommentieren kann?
Also, versteh ich das doch nicht, denn bezüglich der pinkelnden Polizistin heißt es:
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Zitat eines Zitates
Und so wie es aussieht, geht der Einsatz noch länger... Wie ich das schaffen soll, weiß ich nicht. Ich funktioniere noch irgendwie, mehr aber auch nicht! Dazu habe ich Kopfschmerzen und ich weiß auch genau warum: zu wenig getrunken! Aber wenn man die Wahl hat zwischen ein bisschen Kopfschmerzen und bei fast 0°C und keiner dunklen Stelle im Wald (ist schlieslich alles ausgeleuchtet) dorthin zu gehen, um eine Notdurft zu verrichten, entscheide ich mich für die Kopfschmerzen. Denn Toiletten gibt es für uns nicht! Für Männer mag das kein Problem sein, aber als Frau mittlerweile fast 12 Stunden keine Toilette mehr aufsuchen zu können ist eine Zumutung!
Veronika, der Lenz ist da
Ich kenne weder Veronika noch Herrn Lenz. Die Leierkastenfrau unweit des Balkons jedoch, die geht mir mit ihrer Musik auf'n Sack. 7 Grad Plus sind kein Grund, den Frühling herbeizuleiern.
7. Januar 2011
bemerkenstwerte Fotos
Der Boston Globe macht trotzig weiter und veröffentlicht keine Klickstrecken, dafür sehenswerte Fotos.
Weihnachten fotografiert von Privatpersonen
Sonnenfinsternis
die Flut ist da
Weihnachten fotografiert von Privatpersonen
Sonnenfinsternis
die Flut ist da
der lustige Kassenpatient
Was überhaupt nicht funktioniert, obwohl es mir zum zweiten Mal angeboten wurde: Denken sie an was schönes.
Das Kariesrätsel hat sie wohl gelöst, doch noch harrt einer der drei Wurzelkanäle der Behandlung.
Egal, wenn alles gut geht, dann muß ich nur noch einen Termin ausstehen, dann sind die Steakzerkracher doch noch gerettet worden und ich muß nicht fürderhin Suppe löffeln. Und dann ist die gar nicht so lustige Rechnung vielleicht auch vergessen, denn es handelt sich mitnichten um eine Kassenleistung, der ich mich unterziehe.
selten genug schreibt der Spiegel vernünftiges
Das K-Wort hat für Wellen in deutschen Schreibstuben gesorgt, wie sie nicht mal der Sturmangriff des Winters bei - Minus 30 Grad zustande brachte.
Ja, an der heimeligen Wärme des Kommunismus finden noch alle was, was sie endlich mal loswerden wollten. Bedauerlicherweise macht es nach 2 tagen Sabberjournalismus keinen Sinn, sich rational, als vernunftbegabtes Tier, dieser Debatte hinterherzuhecheln. Sebastian Hammelehle hat sich auf Spiegel-Online trotzdem dieser Mühe unterzogen und sozusagen die Gegendarstellung zum Artikel von Björn Hengst verfaßt, dem bei der Anfertigung des Schriftsatzes versehentlich Speichel statt Tinte in den Tank des Füllfederhalters geriet.
Das letzte Mal war es wohl Stöcker, der eine Gegendarstellung zu den Kinderpornos beim Spiegel in den Online-Auftritt des Blattes schmuggeln konnte.
Den Autoren habe ich verlinkt, weil er sehr sachlich und ohne Anstaltspackung Moralin an die Analyse des Sachverhaltes herangeht. Selbst nüchtern betrachtet, ist sie erschreckend genug.
...und doch sind Elemente des kommunistischen Grundgedankens in der gesellschaftlichen Diskussion präsenter, als manchem lieb ist. Mit dem liberalen und sozialen Aspekt verbunden, versteht sich.
Ich mag daher gar nicht erst nach dem in der Bundesrepubklik praktizierten Kommunismus fragen. Wer weiß, was da alles zutage gefördert wird.
So, hab ich endlich wieder mal einen post, der das schöne alte Wort Füllfederhalter enthält. Schon dafür hat er sich gelohnt. Weiß ja kaum noch jemand, was das ist.
Ja, an der heimeligen Wärme des Kommunismus finden noch alle was, was sie endlich mal loswerden wollten. Bedauerlicherweise macht es nach 2 tagen Sabberjournalismus keinen Sinn, sich rational, als vernunftbegabtes Tier, dieser Debatte hinterherzuhecheln. Sebastian Hammelehle hat sich auf Spiegel-Online trotzdem dieser Mühe unterzogen und sozusagen die Gegendarstellung zum Artikel von Björn Hengst verfaßt, dem bei der Anfertigung des Schriftsatzes versehentlich Speichel statt Tinte in den Tank des Füllfederhalters geriet.
Das letzte Mal war es wohl Stöcker, der eine Gegendarstellung zu den Kinderpornos beim Spiegel in den Online-Auftritt des Blattes schmuggeln konnte.
Den Autoren habe ich verlinkt, weil er sehr sachlich und ohne Anstaltspackung Moralin an die Analyse des Sachverhaltes herangeht. Selbst nüchtern betrachtet, ist sie erschreckend genug.
...und doch sind Elemente des kommunistischen Grundgedankens in der gesellschaftlichen Diskussion präsenter, als manchem lieb ist. Mit dem liberalen und sozialen Aspekt verbunden, versteht sich.
Ich mag daher gar nicht erst nach dem in der Bundesrepubklik praktizierten Kommunismus fragen. Wer weiß, was da alles zutage gefördert wird.
So, hab ich endlich wieder mal einen post, der das schöne alte Wort Füllfederhalter enthält. Schon dafür hat er sich gelohnt. Weiß ja kaum noch jemand, was das ist.
Tom sagt:
Gysi ist keinen deut besser nur etwas cleverer. Daran sollte man denken.
Weil, der Gysi hat nämlich laut Welt gesagt:
Natürlich dürfe nicht unerwähnt bleiben, "welche Verbrechen im Namen des Kommunismus begangen wurden“.
B.t.w. Ich wollte nur daran erinnern, daß man nicht unerwähnt lassen sollte, welche Verbrechen im Namen des Kommunismus begangen wurde.
Im gleichen Atemzug hat Gysi allerdings auch gesagt:
"Die CSU-Führung hat eine schwere Meise."
Ahja. Das hätte ich jetzt so nicht vermutet.
Die Zeit hingegen, hat sich auf die Kommunisten eingelassen, sich höchstselbt in die Gefahrenzone begeben und investigativ a la Leyendecker herausgefunden.
Lötzschs Kommunismus-These erfreut das linke Lager
Da sag ich doch mal ganz freimütig: Na dann, Lager für alle.
Weil, der Gysi hat nämlich laut Welt gesagt:
Natürlich dürfe nicht unerwähnt bleiben, "welche Verbrechen im Namen des Kommunismus begangen wurden“.
B.t.w. Ich wollte nur daran erinnern, daß man nicht unerwähnt lassen sollte, welche Verbrechen im Namen des Kommunismus begangen wurde.
Im gleichen Atemzug hat Gysi allerdings auch gesagt:
"Die CSU-Führung hat eine schwere Meise."
Ahja. Das hätte ich jetzt so nicht vermutet.
Die Zeit hingegen, hat sich auf die Kommunisten eingelassen, sich höchstselbt in die Gefahrenzone begeben und investigativ a la Leyendecker herausgefunden.
Lötzschs Kommunismus-These erfreut das linke Lager
Da sag ich doch mal ganz freimütig: Na dann, Lager für alle.
6. Januar 2011
deutscher Internetkindergarten
Herbert Braun
Die Idee, das Internet zu einem deutschen Kindergarten zu machen, wird niemals funktionieren.
Die Idee, das Internet zu einem deutschen Kindergarten zu machen, wird niemals funktionieren.
es geht noch viel dümmer
Die praktikantierenden Deppenapostrophen der Welt beweisen es uns eindrücklich. Davon abgesehen spukt das Gespenst des Kommunismus durch die Qualitätsmedien, denn bisher geistert es nur dort herum. Nirgendwo anders. Ich schließe sicherheitshalber die Wohnungstür trotzdem zweimal rum. Wer weiß.

Justamente hat ein Depp das schöne Apostroph entfernt, doch ich war mit meinem screenshot schneller. Ätsch.
Justamente hat ein Depp das schöne Apostroph entfernt, doch ich war mit meinem screenshot schneller. Ätsch.
Zeitgeist
Im screenshot ist alles drin, was dem Geist der Zeit entspricht. Mich selbst hat es überhaupt nicht irritiert, denn ich hab mir weder den Artikel noch die vor Sabber triefenden Gegenreden reingezogen. Das ist vollkommen überflüssig und pure Zeitverschwendung. Deswegen ist auch nicht die Zeit, sondern was anderes verlinkt.
langhaariger Asiate
So ungefähr sieht ein langhaariger Asiate aus, also der Kopf der Terroristen. Besser gesagt, so stellen sich die Zeichner einen langhaarigen Asiaten vor.
Aus Sicherheitskreisen in Kairo hieß es, man habe den Kopf eines „asiatisch aussehenden Mannes” mit langem Haar gefunden.
Aus Sicherheitskreisen in Kairo hieß es, man habe den Kopf eines „asiatisch aussehenden Mannes” mit langem Haar gefunden.
5. Januar 2011
kurzes Fazit am Tag 5
Nur, um mal kurz schon den Jahresrückblick an den Anfang zu stellen. Was hatten wir eigentlich in den ersten in 5 Tagen gehabt.
Die Nullnummer des Jahres. Der deutsche Kanzler weiß auch nichts Neues zu berichten und erzählt den gleichen Mist wie jedes Jahr. (via NWR)
1. Eine Eierei sondergleichen, um einen Terroranschlag nicht als Terroranschlag zu bezeichnen, damit die deutschen Schnorchelterritorien nicht gefährdet werden und eine dementsprechend um zwei Tage verzögerte abscheuliche Entrüstung des deutschen Kanzlers. Der Kopf der Terroristen soll allerdings ein langhaariger Asiate sein, was keine Rolle mehr spielt, da nur der Kopf gefunden wurde. Der Rest des Körpers ist unterwegs.
2. Praktikantenübung mit den 7 Textbausteinen zur Schweinegrippe, die nach nicht mal einem halben Tag wieder zu den Akten gelegt wurde, weil drei Tote, die zählen nicht so richtig. Nur die BILD ließ sicherheitshalber einen Experten antreten, der uns orakelte, daß die Schweinegrippe nun öfter oder sogar immer käme. Vielleicht. Welche Überraschung.
3. Entwarnung beim Wetter, das seit Jahresbeginn nebst dem vom Wetter verursachten Klimawandel keine Rolle mehr spielt. Nur die Statistik des DWD wurde brav abgeschrieben und sicherheitshalber nicht kommentiert. Ich verweise in diesem Zusammenhang darauf, daß die für heute versprochenen 4 Grad Plus immer noch nicht da sind. Stattdessen ist es 5 Grad im Minus. Sauerei.
4. Lähmendes Entsetzen bis Fassungslosigkeit darüber, daß auch Nazis ihre Meinung einfach so kund tun dürfen. Das, wenn ich die entrüstete Empörung recht verstanden habe, ist vom Recht der freien Meinungsäußerung zwar nicht gedeckt, aber vom Bundesverfassungsgericht.
Da fragt sich der besorgte Bürger, wieso vermittels dieses Schandurteils den Nazis Sonderrechte eingeräumt werden, nämlich Nazimeinungen frei zu äußern, die den Demokraten als auch Bürgern, die noch normal sind, nicht zugestanden werden, nämlich Nazimeinungen frei zu äußern.
Und das bedeutet schlicht, dann muß eben nicht die freie Meinungsäußerung, sondern das Bundesverfassungsgericht abgeschafft werden. So einfach ist das, liebe Gutmenschenn.
5. Da das Depeschenempörungsmagazin mit seinen 80 Praktikanten bei der Sichtung der 250.000 Erzählungen von Cocktailpartys (Merkel) vollkommen überfordert ist, sind norwegische Sprachforscher in die Bresche gesprungen und tröpfeln die eine oder andere Depesche via Internet auf unsere heimischen Computer. Nun muß nur noch ein Weg gefunden werden, wie wir sie auch dem Spiegel zur Verfügung stellen können. Ich, so erkläre ich an dieser Stelle unter Eid, bin dazu nicht bereit.
6. Statt in Bürgeraufklärung durch Prantl und Leyendecker übt sich das Bayerische Blatt in Klickstreckenproduktion. Bereits 10 Stück werden von meinem reader aufgelistet.

7. Die erste Übung im pawlowschen Sabberjournalismus ist auch erfolgreich absolviert worden. Da reichen die Stichworte Lötzsch, Junge Welt und Kommunismus, um die Internetserver vollzukotzen. Die Kommunistenhasser aus Hamburg geben die Linie vor, so daß BILD nur noch abschreiben muß. Ist ja auch viel einfacher, als in 25 Textbausteinen zu wühlen, welcher gerade passen könnte.
Ich verlinke mal die BILD, weil ich den Pappnasen aus Hamburg in diesem Blog kein Podium geben möchte. Macht aber nichts, da es identischer Gehalt ist.

8. Einen habe ich noch. Die erste Ausweitung des Jahres weitet sich aus. In den Medien. Wie immer wurden aus Versehen Chargen verwechselt. So ist es bedauerlichweise passiert, daß wir Dioxinhühnchen am Broilerstand vorgesetzt bekamen, statt glückliche Hähnchen aus biologisch eiwandfreier Freilandzucht. Abgesehen davon, ob die bei den aktuellen Temperaturen wirklich glücklich wären, möchte ich darauf hinweisen, daß ich meine wöchentliche Ration Dioxin schon brauche. Ich gehe an der Stelle nicht so weit, wie die Kommunisten. Wer gesund essen will, kommt nicht daran vorbei, die Macht der internationalen Lebensmittelkonzerne zu brechen.
Im übrigen waren die letzten Ausweitungen in der deutschen Presse der "Schalker Dachschaden" (Sueddeutsche) und der "Programmstreit der Linken" (RP online).
Ohje. Es sind erst 5 Tage rum, und ganze zwei davon waren sogar arbeitsfreies Wochenende. Das wird ein stressiges Jahr.
Die Nullnummer des Jahres. Der deutsche Kanzler weiß auch nichts Neues zu berichten und erzählt den gleichen Mist wie jedes Jahr. (via NWR)
1. Eine Eierei sondergleichen, um einen Terroranschlag nicht als Terroranschlag zu bezeichnen, damit die deutschen Schnorchelterritorien nicht gefährdet werden und eine dementsprechend um zwei Tage verzögerte abscheuliche Entrüstung des deutschen Kanzlers. Der Kopf der Terroristen soll allerdings ein langhaariger Asiate sein, was keine Rolle mehr spielt, da nur der Kopf gefunden wurde. Der Rest des Körpers ist unterwegs.
2. Praktikantenübung mit den 7 Textbausteinen zur Schweinegrippe, die nach nicht mal einem halben Tag wieder zu den Akten gelegt wurde, weil drei Tote, die zählen nicht so richtig. Nur die BILD ließ sicherheitshalber einen Experten antreten, der uns orakelte, daß die Schweinegrippe nun öfter oder sogar immer käme. Vielleicht. Welche Überraschung.
3. Entwarnung beim Wetter, das seit Jahresbeginn nebst dem vom Wetter verursachten Klimawandel keine Rolle mehr spielt. Nur die Statistik des DWD wurde brav abgeschrieben und sicherheitshalber nicht kommentiert. Ich verweise in diesem Zusammenhang darauf, daß die für heute versprochenen 4 Grad Plus immer noch nicht da sind. Stattdessen ist es 5 Grad im Minus. Sauerei.
4. Lähmendes Entsetzen bis Fassungslosigkeit darüber, daß auch Nazis ihre Meinung einfach so kund tun dürfen. Das, wenn ich die entrüstete Empörung recht verstanden habe, ist vom Recht der freien Meinungsäußerung zwar nicht gedeckt, aber vom Bundesverfassungsgericht.
Da fragt sich der besorgte Bürger, wieso vermittels dieses Schandurteils den Nazis Sonderrechte eingeräumt werden, nämlich Nazimeinungen frei zu äußern, die den Demokraten als auch Bürgern, die noch normal sind, nicht zugestanden werden, nämlich Nazimeinungen frei zu äußern.
Und das bedeutet schlicht, dann muß eben nicht die freie Meinungsäußerung, sondern das Bundesverfassungsgericht abgeschafft werden. So einfach ist das, liebe Gutmenschenn.
5. Da das Depeschenempörungsmagazin mit seinen 80 Praktikanten bei der Sichtung der 250.000 Erzählungen von Cocktailpartys (Merkel) vollkommen überfordert ist, sind norwegische Sprachforscher in die Bresche gesprungen und tröpfeln die eine oder andere Depesche via Internet auf unsere heimischen Computer. Nun muß nur noch ein Weg gefunden werden, wie wir sie auch dem Spiegel zur Verfügung stellen können. Ich, so erkläre ich an dieser Stelle unter Eid, bin dazu nicht bereit.
6. Statt in Bürgeraufklärung durch Prantl und Leyendecker übt sich das Bayerische Blatt in Klickstreckenproduktion. Bereits 10 Stück werden von meinem reader aufgelistet.
7. Die erste Übung im pawlowschen Sabberjournalismus ist auch erfolgreich absolviert worden. Da reichen die Stichworte Lötzsch, Junge Welt und Kommunismus, um die Internetserver vollzukotzen. Die Kommunistenhasser aus Hamburg geben die Linie vor, so daß BILD nur noch abschreiben muß. Ist ja auch viel einfacher, als in 25 Textbausteinen zu wühlen, welcher gerade passen könnte.
Ich verlinke mal die BILD, weil ich den Pappnasen aus Hamburg in diesem Blog kein Podium geben möchte. Macht aber nichts, da es identischer Gehalt ist.
8. Einen habe ich noch. Die erste Ausweitung des Jahres weitet sich aus. In den Medien. Wie immer wurden aus Versehen Chargen verwechselt. So ist es bedauerlichweise passiert, daß wir Dioxinhühnchen am Broilerstand vorgesetzt bekamen, statt glückliche Hähnchen aus biologisch eiwandfreier Freilandzucht. Abgesehen davon, ob die bei den aktuellen Temperaturen wirklich glücklich wären, möchte ich darauf hinweisen, daß ich meine wöchentliche Ration Dioxin schon brauche. Ich gehe an der Stelle nicht so weit, wie die Kommunisten. Wer gesund essen will, kommt nicht daran vorbei, die Macht der internationalen Lebensmittelkonzerne zu brechen.
Ohje. Es sind erst 5 Tage rum, und ganze zwei davon waren sogar arbeitsfreies Wochenende. Das wird ein stressiges Jahr.
4. Januar 2011
Meinungsfreiheit im Namen der Meinungsfreiheit
Was ich nicht verstehe? Warum sich das führende Meinungsmagazin Deutschlands bis jetzt einer Meinung enthält.
Urteil des Bundesverfassungsgerichts Meinungsfreiheit auch für Neonazis - sueddeutsche.de - Vor 2 Stunden
Die Meinungsfreiheit gilt auch für Neonazis - ZEIT ONLINE - Vor 2 Stunden
Meinungsfreiheit für Neonazis - Frankfurter Rundschau - Vor 7 Stunden
Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit gilt auch für Rechtsextremisten - Deutsche Welle - Vor 8 Stunden
Rechtsextreme dürfen nach der Haft weiter hetzen - WELT ONLINE - Vor 8 Stunden
Münchner Neonazi darf wieder publizieren - Abendzeitung - Vor 2 Stunden
Publikationsverbot in der Führungsaufsicht - Rechtslupe - Vor 2 Stunden
Karlsruhe hebt Publikationsverbot auf - Junge Freiheit - Vor 3 Stunden
Urteil zur Meinungsfreiheit Juristischer Erfolg für Neonazi - taz - Vor 3 Stunden
Pauschales Publikationsverbot für Rechtsextreme verfassungswidrig - Berliner Umschau - Vor 4 Stunden
Neonazi dürfen rechte Parolen nicht verboten werden - Augsburger Allgemeine - Vor 8 Stunden
Karlsruhe kippt Publikationsverbot für verurteilten Rechtsterroristen - T-Online - Vor 8 Stunden
Urteil des Bundesverfassungsgerichts Meinungsfreiheit auch für Neonazis - sueddeutsche.de - Vor 2 Stunden
Die Meinungsfreiheit gilt auch für Neonazis - ZEIT ONLINE - Vor 2 Stunden
Meinungsfreiheit für Neonazis - Frankfurter Rundschau - Vor 7 Stunden
Das Grundrecht auf Meinungsfreiheit gilt auch für Rechtsextremisten - Deutsche Welle - Vor 8 Stunden
Rechtsextreme dürfen nach der Haft weiter hetzen - WELT ONLINE - Vor 8 Stunden
Münchner Neonazi darf wieder publizieren - Abendzeitung - Vor 2 Stunden
Publikationsverbot in der Führungsaufsicht - Rechtslupe - Vor 2 Stunden
Karlsruhe hebt Publikationsverbot auf - Junge Freiheit - Vor 3 Stunden
Urteil zur Meinungsfreiheit Juristischer Erfolg für Neonazi - taz - Vor 3 Stunden
Pauschales Publikationsverbot für Rechtsextreme verfassungswidrig - Berliner Umschau - Vor 4 Stunden
Neonazi dürfen rechte Parolen nicht verboten werden - Augsburger Allgemeine - Vor 8 Stunden
Karlsruhe kippt Publikationsverbot für verurteilten Rechtsterroristen - T-Online - Vor 8 Stunden
ich ich ich ich ich
Anfrage der Kommunistenhasser aus Hamburg.
Wer will eigentlich in diesem Land den Kommunismus?
Wer will eigentlich in diesem Land den Kommunismus?
Doku Deutschland: Die Dirty Harrys
Wissense, ick hab mir jetzt ooch 'ne Selbsthilfegruppe jegründet. Dit iss nich so einfach, sein Leben als Komparse zu fristen. „Die Dirty Harrys“ nennwa uns. Iss englisch. Dunkel iss der Rede Sinn. Kennse ja. Und schmutzich. Ein Dreck war'nse wert, als Komparse. Und oft jenuch mußte man sich zum Harry machen. „Harry, laß schon mal den Wagen an.“ Sie vastehn. Ditt iss demütjend, wenn die Drehbuchautoren und Reschissöre uff diese Art ihrn Frust an een ablassen. Ditt nervt tierisch. Hab ick also die annonymen Komparsen jegründet.
So'ne Selbsthilfe iss ja nich von Übel. Dit hilft. Wenn schon nich selbst, dann andan. Nehmse ma die Rejierung. Da iss dit ooch so. Die Merkel sacht, kommste zu mir, haste jutet Auskommen, aba wehe, du muckst uff. Dann jehste zur UNO nach Nairobi oda ans Jötheinstitut in Südafrika. Strafvasetzt. Die machens eenen ja vor, wie man sich kümmat.
Wobei, janz so schlecht wart eijentlich nich, dit Leben bei olle Harry. Ick weeß noch, wie ick mich dit erste Mal als Wagenwegfahrer beworben hatte. Harry fuhr doch immer mit die riesen Schlitten ins Lokal und hat die Janoven vom Tresen weg vahaftet. Irgendwer muß ja dann den Schlitten wegfahrn, damit der Weg für die Kameras und so frei wird. Hat ick mir beworben, wurde aba nüscht. Die wollten 'ne Fahrerlizenz sehen, hat ick aba keene. Hammse 'n andan jenomm. Von wejen Freiheit unn so. Ohne Fahrerlizenz dafste inne Staaten nichma Autofahrn. Keene 5 Meter, denn so ville wärns jewesen.
Fülm iss nich so, wie sie denken. Sie ham noch janich richtich ausjepennt im Kino, da wernse schon uffjeweckt, weil sie die Leute übers Knie trampeln und nach Hause wolln. Nach Hause! Kennse ja, den Jammerspruch. Aba so iss dit nich am Fülm. Dit dauat allit viel länger. Und iss nervend.
Nehmwama „Dirty Harry“. Ha ick ja oft jenuch mitjespielt. Da kenn ick mir aus. Dit wan ja Faschofülme. Wurde hier jesacht. Wejen die Brutalität und Menschenvaachtung. Und weil doch der Herr Ostwald, wo den Inspektor jab, selber Fascho iss.
Wa aba nich. Da muß man dit Leben da drüben kenn. Hier, in deutsche Land, da jib's nur Demokraten. Der Rest iss Nazis. Deswejen will doch die Linke unbedingt demokratisch sein, damitse nich mit die Nazis vawechselt wird. Da drüben iss dit andas. Da jibt et Demokraten, die heißen aba nur so, und Republikaner. Die eenen sind keene Demokraten und die andan nich für de Republik. Aba Nazis, sind die ooch nich.
Hab ick mir also beworm für den Dirty Harry. Eijentlich 'n leichter Job. Eenmal über de Brücke in San Franzisco latschen wo der Herr Ostwald uff'n Bus ruffhopst. Da mußte um viere uffstehn, weilde nich weest, wann die Herrschaften jeneigt sind, die Szene zu drehn. Dit nervt. Sitzte 'n janzen Tach inne Sonne, wartest uff dein Ufftritt und nüscht passiert. Nach de Probefahrt mit den Bus is der Sprit alle. Müssen se erst neuen Sprit beschaffen. Dann stelln se fest, dit Dach könnte eventuell den kostbaren Schauspiela valetzen. Müssen Schweißa ran und dit vastärken. Und dann kommt dit schlümmste. Der Feiaamd.
Dit wissense jetzt so vielleicht nich. In Amerika iss allit bißchen anders. Uff uns Komparsen bezogen nobel. Jeda, der in so'n Film ma 'n Furz jelassen hat, der dürf im Abspann jenannt wern. Ham die Jewerkschafter ausjehandelt. Ergo biste druff bedacht, inne Produktion deine Duftmarke zu hintalassen, damitte am Schluß abjespannt bist. Uff de andan Seite sind die Studiobosse nich janz so doof. Die hatten die Schnauze voll vonne 20-Minuten-Abspänner und ham nu die Jewerkschaft wieda abjetrotzt, daß nur noch bis zur 10. Besetzungspostion jetickert werden muß. Also 1. Police Officer, 2. Police Officer, 1. Fahrer, 2. Fahrer usw. Nur die Frisöse und der Klamottendealer, die müssen imma jenannt wern.
Weil dit nu so iss, sitzte uff de Brücke in San Franzisco und übaleechst, watte nu machst. Wenn dit endlich losjehn würde, kannste ja schnell noch üba die Brücke latschen, dann schaffst it vielleicht jerade so zum Jewerkschaftsbüro. Oder du vapißt dich janz schnell, weil dit iss nich so einfach in Abspann zu komm. Da stehn zehn Tische oder so, hinter jedem schlanke Beene, dicke Titten und strenga Blick. Jetz mußte erst ma rauskriejen, welcha Tisch für dich zuständich iss und dann mußte noch so flink sein, unta die ersten zehne zu komm. Dann tun dir die Scriptgirls in ihre Liste eintragen. Biste ausm Schneida, zwar im Film nich zu sehn, aba im Abspann jenannt. Als 10. Fußjänga. Und nur ditt zählt.
Insofern is Fülm eijentlich langweilich. Sie vastehn? Hockst 'n janzen Tach inne Sonne und nüscht passiert. So ville Zeit hamse im Kino nich, da muß zwee Stunden später die Rolle wieda von vonne anfang. Deswejen wernse ja ooch rausjescheucht und ham die Abspänner nie zu Jesichte jekricht. Da jab it janz fiese. Wild Love. Könnse sich noch dran ainnan? Da hamse nach'n Abspann nochma Fülm inmoniert und die janzen 90 Minuten vorher jekippt. Wobei, dit jing uns Komparsen ja nüscht an.
Mit Herr Ostwald zu abeeten, dit war bodenständich. Der hat ja nie dit Trottoir valassen in seine Filme. Hatte vielleicht Höhenangst. Weeß man ja nich. Späta, woa dann selbst dit Handelsheft inne Finga jenomm hat, da bin ick jewechselt. Hat keen Spaß mehr jemacht. Der hat die Kamera uffbaun lassen, die Schaupiela jerufen, Szene abjedreht und fertich hatta jehabt. Langweilich. Der wollt keen Jeld mehr für schöne Locations ausjem, sondan Fülme fertich kriejen. Da haste als Komparse janz schlechte Karten.
Ha ick übaleecht, zun Costner zu wecheln. Der war nich übel. Zumindest in den Fülm mit die schwatte Problemfrau. Sie wissen schon, Houston, ick hab da 'n Problem. Hat die Presse späta jenau andersrum azählt und behauptet, Houston hat 'n Problem.
Wissense noch? Dit is, wo der dit Seidentuch hat von ein Samuraischwert hat zateiln lassen, ohne dit Schwert zu bewejen. Ha ick übaleecht, wat ick in die Szene als Komparse eijentlich soll. Waja keena im Bild zu sehn. Und dit Schwert wurde eh von een Samurei jehalten und bewacht. Hätt ick keene Schanze jehabt.
Uffe andan Seite hab ick die Magnum schmerzlich vamißt. Sie ham keene Ahnung wat ick meine? Na uff die Länge komms an. Beim Mann. Herr Ostwald hatte den längsten. Damals. Ein Magnum 44, so'n Argumentatiosnvastärka. Damit hatta doch so manche Info aus Jehirn vonne Leute rausainnat, wo se vorher behauptet hatten, sich an nüscht zu ainnan. Mit so'ne lange Tüte jing dit allit. Ick hat ja och so Magnum am Set, aba kleena. Meistens vons Kätering um die Ecke. Schmeckte scheußlich, war aba vatrachlich vorjeschriem.
Dann ha ick mit Silvester Stallone jeliebäugelt. Nich wat sie jetz denken.
Bei den Boxer hab ick mich aus medizinische Gründe abjelehnt. Ick kann doch ooch nachts lern. Wie die Mediziner immer begründen, wenn man sich am Tach mit wat beschäfticht und nachts dann jut einen wegschnarcht, dann lernt man dit besser. Hat ick mir doch für die vierte Runde in den Boxkampf als Sparringspartner einjetragen, aba dann zurückjezogen. Weil, dit hat sich vazöjat mit dem Dreh. Ha ik imma und imma wieda ins Drehbuch jeschaut, wann ick da nu die knallharte Rechte jeben soll. Dann wurde aba die Szene ann nächsten Tach vaschom. Und weil ick zu jut lerne beim Schnarchen, da ha ick übaleecht, dit lieba doch nich zu machen, denn wennde da nachts um zwei die knallharte Rechte übst, da krickste ernste Probleme, sa ick dir. Oda stellsta vorn Reichstach und jibts die knallharte Rechte. Oder übst dich inne lange grade Rechte. Kannste ja ma probiern. Dann kapierste, wat ick meine, daß dit Probleme jibt.
Wie jesacht, ick bin dann doch jewechselt, nich zu Costner oder Stallone, zu dem Weltretter. Stirb langsam. Bruce Willis. Dit hat eijentlich ooch Spaß jemacht. Manchma. Ick hatma doch für die Sturmtruppe beworm. Nee, nich wat sie jetz denken. Reichstach. Ick bin ja nich bekloppt und mach mir die Finga schmutzich. Nee, in dit Hochhaus, wo janz oben die Juppies abfeiaten und von Jängstan belästicht wurn. Da wär ick jut rübajekomm uff de Leinwand. Endlich ma. Aba die nehm keene Rücksicht am Set. Also hieß dit imma Treppe ruff, Treppe runta, um die Jängsta den Jaraus zu machen. Ick wa schon nach die erste Probeklappe fix un alle, dabei hatten die doch Fastuhl in dit Haus einjebaut. Aba der war kaputt. Dann kam die entscheidende Klappe, allit flitzt wieda die Stufen hoch und ick hechel nur noch hintaher. War die Kamera längst zwee Etagen üba mir, wo dann im Film vawendet worden iss. Und diesma hatt ick ooch Pech mit'n Abspann, weil die janzen Etagen runta und zur Jewerkschaft hecheln, dit dauat. Da wann die Listen schon vatütet und uffn Weech zum Abspanner. Die meisten Komparsen ooch. Die wann im Abspanner. Oda spannen, wenn die Scriptgirls dabei warn.
Frustriernd, wenn se vastehn, wat ick meene. Sie hecheln sich die Lunge ausn Leib, machen action, daß die Leinwand zittert und dann nüscht. Wieda nich im Füln jelandet, aber blaue Flecken bis zum Abwinken. Na ja, 'n bißchen Entschädijung jab's schon. Bei Herr Ostwald, da durft'n ja höchstens 20 Platzpatronen und een Kanista Benzin vabraten wern. Damals warn die noch ökologisch. Logisch. Dit wa bei Bruce andas. Nich der Andas, wie sie jetz denken, diese Schlagalusche. Nee, die hamda richtig Vaträje mit die Knallaproduktjon jehabt. Da jing die Post ab, sa ick se. Fix und alle wie de von Hochhaussturm warst, haste dir dann unten hinjesetzt. Dan warn de Pyromanen dran. Richtje. Wat die abjefeuert ham, meine Herrn. Dit war'n keene Knallerbsen, sa ick se. Unn uffe Leinwand kommt dit übahaupt nich rüba. Dit iss, wie wenn se uns jetzt inne Sueddeutsche vaklickan wolln, wie schön die Silvestaballerei jewesen is. Dann klickan se und kriejen Kreuzschmerzen, aba wie schön dit Feuawerk war, dit wissense dann imma noch nich. Aba als Komparse, da wissense dit.
Hatt ick schon awähnt, daß ick mir jetzt ooch 'ne Selbsthilfegruppe jegründet hab? Anonyme Komparsen. Weil, dit iss nämlich so. Da bring die doch jetzt die janzen Dinger ins Fernsehn. Da haste seit 40 Jahrn jekämpft, daß de uffe Mattscheibe bist, oda wenichstens inn Abspann. Wenn den Schnittmaster deine Haartolle nich jefalln hat, schwupps warste raus.
Und nu dit Fernsehn. Weil die müssen da doch jetzt die Jugend schützen, also schnippeln die die janzen juten action-Dinger zusamm, daß nur noch heile Welt übrig bleibt. So war dit aba nich. Damals. Und denn müssense mit den Nuttendiesel aus ihre Chemiefabriken Jeld vadien und schnippseln den Abspann weg. Vastehnse? Da ackerste seit 40 Jahrn inne Action-Branche und wat kommt bei raus? Nüscht. Wirste rausjeschnippelt und abjespannt von die großen Jeldvadiena. Die Szene, wode jut rübakamst, die wurde nie jesendet. Und der Fülm, wode ma glücklich wast, unta die ersten zehn zu sein, da wird uff'n Abspann vazichtet, weil Nuttendiesel und Persil wichtja sind. Jeht eben nüscht üba die deutsche Reinheit.
Da biste stocksauer.
In diesem Sinne: Wir sehn uns.
So'ne Selbsthilfe iss ja nich von Übel. Dit hilft. Wenn schon nich selbst, dann andan. Nehmse ma die Rejierung. Da iss dit ooch so. Die Merkel sacht, kommste zu mir, haste jutet Auskommen, aba wehe, du muckst uff. Dann jehste zur UNO nach Nairobi oda ans Jötheinstitut in Südafrika. Strafvasetzt. Die machens eenen ja vor, wie man sich kümmat.
Wobei, janz so schlecht wart eijentlich nich, dit Leben bei olle Harry. Ick weeß noch, wie ick mich dit erste Mal als Wagenwegfahrer beworben hatte. Harry fuhr doch immer mit die riesen Schlitten ins Lokal und hat die Janoven vom Tresen weg vahaftet. Irgendwer muß ja dann den Schlitten wegfahrn, damit der Weg für die Kameras und so frei wird. Hat ick mir beworben, wurde aba nüscht. Die wollten 'ne Fahrerlizenz sehen, hat ick aba keene. Hammse 'n andan jenomm. Von wejen Freiheit unn so. Ohne Fahrerlizenz dafste inne Staaten nichma Autofahrn. Keene 5 Meter, denn so ville wärns jewesen.
Fülm iss nich so, wie sie denken. Sie ham noch janich richtich ausjepennt im Kino, da wernse schon uffjeweckt, weil sie die Leute übers Knie trampeln und nach Hause wolln. Nach Hause! Kennse ja, den Jammerspruch. Aba so iss dit nich am Fülm. Dit dauat allit viel länger. Und iss nervend.
Nehmwama „Dirty Harry“. Ha ick ja oft jenuch mitjespielt. Da kenn ick mir aus. Dit wan ja Faschofülme. Wurde hier jesacht. Wejen die Brutalität und Menschenvaachtung. Und weil doch der Herr Ostwald, wo den Inspektor jab, selber Fascho iss.
Wa aba nich. Da muß man dit Leben da drüben kenn. Hier, in deutsche Land, da jib's nur Demokraten. Der Rest iss Nazis. Deswejen will doch die Linke unbedingt demokratisch sein, damitse nich mit die Nazis vawechselt wird. Da drüben iss dit andas. Da jibt et Demokraten, die heißen aba nur so, und Republikaner. Die eenen sind keene Demokraten und die andan nich für de Republik. Aba Nazis, sind die ooch nich.
Hab ick mir also beworm für den Dirty Harry. Eijentlich 'n leichter Job. Eenmal über de Brücke in San Franzisco latschen wo der Herr Ostwald uff'n Bus ruffhopst. Da mußte um viere uffstehn, weilde nich weest, wann die Herrschaften jeneigt sind, die Szene zu drehn. Dit nervt. Sitzte 'n janzen Tach inne Sonne, wartest uff dein Ufftritt und nüscht passiert. Nach de Probefahrt mit den Bus is der Sprit alle. Müssen se erst neuen Sprit beschaffen. Dann stelln se fest, dit Dach könnte eventuell den kostbaren Schauspiela valetzen. Müssen Schweißa ran und dit vastärken. Und dann kommt dit schlümmste. Der Feiaamd.
Dit wissense jetzt so vielleicht nich. In Amerika iss allit bißchen anders. Uff uns Komparsen bezogen nobel. Jeda, der in so'n Film ma 'n Furz jelassen hat, der dürf im Abspann jenannt wern. Ham die Jewerkschafter ausjehandelt. Ergo biste druff bedacht, inne Produktion deine Duftmarke zu hintalassen, damitte am Schluß abjespannt bist. Uff de andan Seite sind die Studiobosse nich janz so doof. Die hatten die Schnauze voll vonne 20-Minuten-Abspänner und ham nu die Jewerkschaft wieda abjetrotzt, daß nur noch bis zur 10. Besetzungspostion jetickert werden muß. Also 1. Police Officer, 2. Police Officer, 1. Fahrer, 2. Fahrer usw. Nur die Frisöse und der Klamottendealer, die müssen imma jenannt wern.
Weil dit nu so iss, sitzte uff de Brücke in San Franzisco und übaleechst, watte nu machst. Wenn dit endlich losjehn würde, kannste ja schnell noch üba die Brücke latschen, dann schaffst it vielleicht jerade so zum Jewerkschaftsbüro. Oder du vapißt dich janz schnell, weil dit iss nich so einfach in Abspann zu komm. Da stehn zehn Tische oder so, hinter jedem schlanke Beene, dicke Titten und strenga Blick. Jetz mußte erst ma rauskriejen, welcha Tisch für dich zuständich iss und dann mußte noch so flink sein, unta die ersten zehne zu komm. Dann tun dir die Scriptgirls in ihre Liste eintragen. Biste ausm Schneida, zwar im Film nich zu sehn, aba im Abspann jenannt. Als 10. Fußjänga. Und nur ditt zählt.
Insofern is Fülm eijentlich langweilich. Sie vastehn? Hockst 'n janzen Tach inne Sonne und nüscht passiert. So ville Zeit hamse im Kino nich, da muß zwee Stunden später die Rolle wieda von vonne anfang. Deswejen wernse ja ooch rausjescheucht und ham die Abspänner nie zu Jesichte jekricht. Da jab it janz fiese. Wild Love. Könnse sich noch dran ainnan? Da hamse nach'n Abspann nochma Fülm inmoniert und die janzen 90 Minuten vorher jekippt. Wobei, dit jing uns Komparsen ja nüscht an.
Mit Herr Ostwald zu abeeten, dit war bodenständich. Der hat ja nie dit Trottoir valassen in seine Filme. Hatte vielleicht Höhenangst. Weeß man ja nich. Späta, woa dann selbst dit Handelsheft inne Finga jenomm hat, da bin ick jewechselt. Hat keen Spaß mehr jemacht. Der hat die Kamera uffbaun lassen, die Schaupiela jerufen, Szene abjedreht und fertich hatta jehabt. Langweilich. Der wollt keen Jeld mehr für schöne Locations ausjem, sondan Fülme fertich kriejen. Da haste als Komparse janz schlechte Karten.
Ha ick übaleecht, zun Costner zu wecheln. Der war nich übel. Zumindest in den Fülm mit die schwatte Problemfrau. Sie wissen schon, Houston, ick hab da 'n Problem. Hat die Presse späta jenau andersrum azählt und behauptet, Houston hat 'n Problem.
Wissense noch? Dit is, wo der dit Seidentuch hat von ein Samuraischwert hat zateiln lassen, ohne dit Schwert zu bewejen. Ha ick übaleecht, wat ick in die Szene als Komparse eijentlich soll. Waja keena im Bild zu sehn. Und dit Schwert wurde eh von een Samurei jehalten und bewacht. Hätt ick keene Schanze jehabt.
Uffe andan Seite hab ick die Magnum schmerzlich vamißt. Sie ham keene Ahnung wat ick meine? Na uff die Länge komms an. Beim Mann. Herr Ostwald hatte den längsten. Damals. Ein Magnum 44, so'n Argumentatiosnvastärka. Damit hatta doch so manche Info aus Jehirn vonne Leute rausainnat, wo se vorher behauptet hatten, sich an nüscht zu ainnan. Mit so'ne lange Tüte jing dit allit. Ick hat ja och so Magnum am Set, aba kleena. Meistens vons Kätering um die Ecke. Schmeckte scheußlich, war aba vatrachlich vorjeschriem.
Dann ha ick mit Silvester Stallone jeliebäugelt. Nich wat sie jetz denken.
Bei den Boxer hab ick mich aus medizinische Gründe abjelehnt. Ick kann doch ooch nachts lern. Wie die Mediziner immer begründen, wenn man sich am Tach mit wat beschäfticht und nachts dann jut einen wegschnarcht, dann lernt man dit besser. Hat ick mir doch für die vierte Runde in den Boxkampf als Sparringspartner einjetragen, aba dann zurückjezogen. Weil, dit hat sich vazöjat mit dem Dreh. Ha ik imma und imma wieda ins Drehbuch jeschaut, wann ick da nu die knallharte Rechte jeben soll. Dann wurde aba die Szene ann nächsten Tach vaschom. Und weil ick zu jut lerne beim Schnarchen, da ha ick übaleecht, dit lieba doch nich zu machen, denn wennde da nachts um zwei die knallharte Rechte übst, da krickste ernste Probleme, sa ick dir. Oda stellsta vorn Reichstach und jibts die knallharte Rechte. Oder übst dich inne lange grade Rechte. Kannste ja ma probiern. Dann kapierste, wat ick meine, daß dit Probleme jibt.
Wie jesacht, ick bin dann doch jewechselt, nich zu Costner oder Stallone, zu dem Weltretter. Stirb langsam. Bruce Willis. Dit hat eijentlich ooch Spaß jemacht. Manchma. Ick hatma doch für die Sturmtruppe beworm. Nee, nich wat sie jetz denken. Reichstach. Ick bin ja nich bekloppt und mach mir die Finga schmutzich. Nee, in dit Hochhaus, wo janz oben die Juppies abfeiaten und von Jängstan belästicht wurn. Da wär ick jut rübajekomm uff de Leinwand. Endlich ma. Aba die nehm keene Rücksicht am Set. Also hieß dit imma Treppe ruff, Treppe runta, um die Jängsta den Jaraus zu machen. Ick wa schon nach die erste Probeklappe fix un alle, dabei hatten die doch Fastuhl in dit Haus einjebaut. Aba der war kaputt. Dann kam die entscheidende Klappe, allit flitzt wieda die Stufen hoch und ick hechel nur noch hintaher. War die Kamera längst zwee Etagen üba mir, wo dann im Film vawendet worden iss. Und diesma hatt ick ooch Pech mit'n Abspann, weil die janzen Etagen runta und zur Jewerkschaft hecheln, dit dauat. Da wann die Listen schon vatütet und uffn Weech zum Abspanner. Die meisten Komparsen ooch. Die wann im Abspanner. Oda spannen, wenn die Scriptgirls dabei warn.
Frustriernd, wenn se vastehn, wat ick meene. Sie hecheln sich die Lunge ausn Leib, machen action, daß die Leinwand zittert und dann nüscht. Wieda nich im Füln jelandet, aber blaue Flecken bis zum Abwinken. Na ja, 'n bißchen Entschädijung jab's schon. Bei Herr Ostwald, da durft'n ja höchstens 20 Platzpatronen und een Kanista Benzin vabraten wern. Damals warn die noch ökologisch. Logisch. Dit wa bei Bruce andas. Nich der Andas, wie sie jetz denken, diese Schlagalusche. Nee, die hamda richtig Vaträje mit die Knallaproduktjon jehabt. Da jing die Post ab, sa ick se. Fix und alle wie de von Hochhaussturm warst, haste dir dann unten hinjesetzt. Dan warn de Pyromanen dran. Richtje. Wat die abjefeuert ham, meine Herrn. Dit war'n keene Knallerbsen, sa ick se. Unn uffe Leinwand kommt dit übahaupt nich rüba. Dit iss, wie wenn se uns jetzt inne Sueddeutsche vaklickan wolln, wie schön die Silvestaballerei jewesen is. Dann klickan se und kriejen Kreuzschmerzen, aba wie schön dit Feuawerk war, dit wissense dann imma noch nich. Aba als Komparse, da wissense dit.
Hatt ick schon awähnt, daß ick mir jetzt ooch 'ne Selbsthilfegruppe jegründet hab? Anonyme Komparsen. Weil, dit iss nämlich so. Da bring die doch jetzt die janzen Dinger ins Fernsehn. Da haste seit 40 Jahrn jekämpft, daß de uffe Mattscheibe bist, oda wenichstens inn Abspann. Wenn den Schnittmaster deine Haartolle nich jefalln hat, schwupps warste raus.
Und nu dit Fernsehn. Weil die müssen da doch jetzt die Jugend schützen, also schnippeln die die janzen juten action-Dinger zusamm, daß nur noch heile Welt übrig bleibt. So war dit aba nich. Damals. Und denn müssense mit den Nuttendiesel aus ihre Chemiefabriken Jeld vadien und schnippseln den Abspann weg. Vastehnse? Da ackerste seit 40 Jahrn inne Action-Branche und wat kommt bei raus? Nüscht. Wirste rausjeschnippelt und abjespannt von die großen Jeldvadiena. Die Szene, wode jut rübakamst, die wurde nie jesendet. Und der Fülm, wode ma glücklich wast, unta die ersten zehn zu sein, da wird uff'n Abspann vazichtet, weil Nuttendiesel und Persil wichtja sind. Jeht eben nüscht üba die deutsche Reinheit.
Da biste stocksauer.
In diesem Sinne: Wir sehn uns.
3. Januar 2011
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