Symbolbild mit alles über den Spiegel beim Schlachten des Resthirns seiner Kunden
James KestrelSabine Bongenberg
Für Joe McGrady war es eigentlich von Anfang an kein normaler Fall: Ein junger Mann wurde ähnlich wie ein zum Schlachten bestimmtes Tier erstochen, während seine Freundin gezwungen wurde zuzusehen.
Barbara Supp
Nun habe ich den letzten Tag eines Rindes begleitet, bis zum Schlachter. Es war nicht einfach.
Heilige Scheiße. Müssen nun alle Liebhaber energiereicher Proteinzufuhr zum Schlachter geführt werden, um sie umzuerziehen? Nein. Wie immer ist der Spiegel tief im Sumpf der Volksumerziehung versunken. Niemand muß einem Rinderfilet im Prozeß des Entstehens zuschauen, sandern nur beim Verzehr.
Das ist in etwa so, als ob in den USA die Angehörigen eines Mordopfers der Tötung des Verurteilten Straftäters zuschauen müssen. Das ist eine Kannbestimmung, kein Muß.
Colleens Mutter erklärte, die Killerin habe sich nie bei ihr gemeldet. Sie werde bei der Hinrichtung mit einem Foto ihrer Tochter in der ersten Reihe sitzen und die letzten Atemzüge der Mörderin verfolgen, erklärte sie gegenüber der „Daily Mail“.
Das war in der Geschichte der Menschheit und des Verzehrs von Tieren noch nie anders. Kein Neandertaler hat je ein Mammut lebend bis in die Höhle geschleppt, um es dort zu schlachten und der Frau zwecks Kochens zu übergeben. Die Tiere kamen bereits tot in den urzeitlichen Küchen an. In den steinzeitlichen auch.