4. Juni 2007

Wette

Ich bin kein Prophet. Ich wette auch nicht.
Heute wollte ich jedoch eine Ausnahme machen und eine Wette beim Zockerladen meines Vertrauens abgeben. In dieser Woche wird es richtig krachen.
Das Wettbüro hat diese Wette nicht angenommen, da 100% Gewinnchance.

gute Idee

Ich wollte schon lange mal in Augenschein nehmen, was Frau Sabine C. eigentlich der Menschheit zu verklickern hat, fand aber keinen Fernseher.

Stattdessen mußte Ersatz her. Hab ich mir die SACD "In the flesh" (Roger Waters) als Ohrenschmaus gegönnt.

Einmal mußte ich aufstehen, um die Scheibe zu wechseln. Um halb eins bin ich nach einer genüßlichen Duselei gut erholt aus den Tiefen des Klangraums wieder aufgetaucht.

Ich vermute, daß auch Sabine C. das Potential für schnelles wegschnorcheln hat. Allerdings wird man wohl eher mit einem Brummschädel erwachen.

3. Juni 2007

Gutschreiber

SPIEGEL ONLINE - 03. Juni 2007, 12:52
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-486343,00.html
BIEDERMÄNNER UND BRANDSTIFTER
Wie politische Naivität den Gewalttätern hilft

von Reinhard Mohr

Der brutale Gewaltexzess mehrerer tausender G8-Gegner des "schwarzen Blocks" gestern in Rostock wirft auch ein grelles Licht auf die politische Kompetenz der Organisatoren des Protests und seine friedlich gesinnte Mehrheit.

Wer Bush, Blair, Prodi, Sarkozy, Merkel & Co. bloß für "Gangster" und "Verbrecher" oder reine Funktionsträger eines mörderischen Systems hält, wird kaum inhaltliche Forderungen an sie stellen. Wer dies aber tun will, muss sie erstmal tagen lassen, als demokratisch gewählte Repräsentanten ihrer Völker.

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Ja, ja, die Guten sitzen auch am Schreibtisch in der Spiegelredaktion. Und schreiben guten Blödsinn.

Kennt der Herr Mohr eigentlich den Unterschied zwischen einem Molotov-Cocktail und einem voll beladenen B2-Bomber?

Und wann sollen denn z.B. Bush oder Merkel demokratisch gewählt worden sein? Ich jedenfalls kann man mich nicht daran erinnern.

Was haben dann eigentlich die ganzen Terrorabwehrmaßnahmen weit im Vorfeld der Ereignisse gebracht? Hausdurchsuchungen, Schnüffelproben, Durchsuchungen von PC usw.

Gewalt anläßlich des Gipfels wurde seit Wochen vorbereitet, herbei geschrieben und geredet. Das war soooo vorhersehbar wie der morgige Sonnenaufgang.

Das Thema lautet: Warum hat die deutsche Regierung ein außerordentliches Interesse daran, große Teile der Bevölkerung zu kriminalisieren und diese massiv zu bekämpfen, zu unterdrücken und zu drangsalieren?

Warum hat die deutsche Regierung alles getan, damit es zwangsläufig zu diesen Gewaltausbrüchen kommt?

Thema verfehlt. Note 6.

für eine bessere Welt

SPIEGEL ONLINE - 03. Juni 2007, 08:57
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-486323,00.html
KRAWALLTAG IN ROSTOCK
"Bisher nicht gekannte Brutalität"

Weil jene, die die Gewalt nach Rostock brachten, wenig mit dem Ziel der Proteste gemein haben. Die bessere Welt dieser schwarz vermummten Schläger möchte man sich lieber nicht vorstellen.

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Sag ich doch, wo die Polizei zudrischt, da wächst kein Zahn mehr.

Oder,um es in dieser Satzdiktion eindeutig zu sagen: Jene, die ihre Gewaltphilosophie nach Heiligendamm bringen und diese auch noch mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln in die ganze Welt tragen, die "bessere Welt" jener in Anzug oder Kostüm Vermummten, die möchte ich mir erst recht nicht vorstellen.

Denn: "Ich möchte eine Welt, eine Welt, in der Würmer und Insekten endlich wieder schmecken. Ich möchte eine Welt, in der ich aus einer Toilette trinken kann, ohne Ausschlag zu kriegen." (Die Ärzte, Friedenspanzer, von Die Bestie in Menschengestalt, 1993)

http://yodeln.de/texte/diekluegstenmaennerderwelt.txt

2. Juni 2007

demokratische Polizisten

Soweit ich gehört habe, sollen Polizisten in Rostock auf alles eingedroschen haben, was sich bewegte. Ausgesehen haben sie jedenfalls wie die russischen, die ja bekanntlich bei der Niederschlagung unangemeldeter Demos die besten der Welt sind.

Ich traue dieser Regierung zu, daß sie 16000 dieser moskauer und petrograder Polizisten für die Dauer des Kaffeekränzchens eingekauft hat.
Denn die deutsche demokratische Polizei ist schon auf Grund ihrer unbedingten Verfassungstreue und der demokratischen Gesinnung bis auf die Knochen für solche brutalen Einsätze überhaupt nicht geeignet.

Oder kann mir jemand mal verraten, wieso in einer großen Bundespolizeikaserne im Land Brandenburg die Nummernschilder an den Einsatzfahrzeugen abgeschraubt wurden? Doch nur, um darin heimlich die Russen gen Küste zu transportieren.

dreiste Verarsche

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-486231,00.html
2. Juni

In der Hannoveraner "Neuen Presse" übte Gewerkschaftschef Freiberg scharfe Kritik am früheren CDU-Generalsekretär Heiner Geißler. Dieser ... hatte die Polizeikräfte in Heiligendamm mit der DDR-Staatssicherheit verglichen. ... Im Gegensatz zu Stasi-Methoden lasse sich das Vorgehen der Polizei für jeden mit rechtsstaatlichen Mitteln überprüfen.

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Verarschen kann ich mich alleine. Dafür benötige ich keinen Gewerkschafter. Davon abgesehen bleibt Freiberg den Beweis für seine dreiste Behauptung schuldig.

Also. Wie geht das denn?

1. Juni 2007

Träumer

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,486225,00.html

01. Juni 2007

Lafontaine träumt von Comeback als Regierungschef

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Woher wollen die das denn wissen, wovon der träumt? Das hat wohl eher der Aufschreiber des quarkigen Textes getan. Da steht allerdings drin, Lafontaine habe das gesagt.
Und sagen ist was anderes als träumen.

31. Mai 2007

freche Freiheit

SPIEGEL ONLINE - 31. Mai 2007, 18:28
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,druck-485984,00.html
PRESSEFREIHEIT
Bundesregierung sperrt Journalisten von G-8-Gipfel aus

Das Bundespresseamt verweigert rund 20 Journalisten den Zugang zum G-8-Gipfel.

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Fein. Dann muß man den ganzen Mist nicht lesen.

Kackbratzenschreibe

SPIEGEL ONLINE - 31. Mai 2007, 08:52
URL: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-485723,00.html
NEONAZIS IM OSTEN
Judenhass in der Kinderliga
Von Heike Baldauf

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Wenn Kackbratzen über Kackbraune schreiben, dann kommt halt Kacke raus.

Cannabis-Verdampfer

Telepolis stellt ein neuartiges Gerät vor.

Aber wo man den kaufen kann und was das kostet, das wird wieder mal nicht verraten.

30. Mai 2007

Kuko

Ich weiß bis heute nicht, ob Kuko* der Chef im Ring ist oder ob er nur so tut. Ich habe ihm stundenlang mit Vergnügen zusehen können, denn was der abgehen ließ, das wird wohl einem glücklichen Hundeleben am nächsten kommen.**

Die fruchtlosen Disziplinierungsversuche seines Frauchens mal ausgenommen. Eine hübsche Spanierin, die eines Tages mit dem lauten Ruf "Scheiße, Scheiße, Scheiße" gen Lokal gerannt kam, weil ihr Zotteltier sich offensichtlich wieder mal rüpelhaft benommen hatte. Das klang in ihrem spanischen Akzent dermaßen süß, daß ich lachen mußte, denn als Schimpfkanonade geht das für meine deutschen Ohren in keinem Falle durch.

Kukos Job besteht im wesentlichen darin, sein Revier im Überblick zu haben und darin Ordnung zu schaffen. Die Kernzone ist ein kleines Strandcafè. Hier fungiert er sozusagen als Türsteher und beäugt jeden Besucher kritischen Blickes.

Nachteil dieser Kernbereichsfunktion: Bisher hat es noch jeder geschafft, das Cafè zu betreten. In dieser Funktion ist Kuko also außerordentlich tolerant. Oder ungeeignet. Wer weiß das schon?

Ich kann mich allerdings auch irren, da es noch die Nahbereichszone gibt, einen Bereich unmittalbar vor dem Cafè. Möglicherweise ist das Einlaßpodest in Wahrheit der beste Standort, um frühzeitig nach wohlfeilen Hundedamen und -herren Ausschau zu halten, die eine nähere Betrachtung rechtfertigen könnten.

Zuweilen kommt es allerdings zu spannenden Hundekämpfen, denn Kuko möchte seinen Job als Türsteher wahrscheinlich gerne behalten.


Wenn es ernst wird, hat Kuko keine Skrupel, seine Hütte als Weitbereichszone zu definieren, die dann schon mal ca 700 Meter nach rechts und links ausgedehnt wird.

Und falls nichts los ist, übernimmt Kuko auch die Gästebetreuung. Und das geht so.

Kuko sieht einen hungrigen Magen auf den Eingang des Cafès zukommen, taxiert dessen Eintrittswürdigkeit, prüft, ob keine weiteren Gefahren drohen und begleitet den Gast dann bis an den Tisch.

Er wartet höflich, bis die Bestellung aufgenommen wurde. Hier hege ich den dringenden Verdacht, daß er den Bestellvorgang belauscht. Dann trollt er sich vondannen, um wieder seiner Türstehfunktion nachzukommen.

Exakt zum Zeitpunkt der Auslieferung des bestellten Magenfüllers, beispielsweise Salamipizza, findet sich auch Kuko wieder am Tisch ein. Am Strand ist eh nichts los (siehe obiges Bild), dann kann ich auch den Gast beknuddeln, wird er sich wohl denken.

Erkennbar wird dies an einer Änderung seines Gesichtsausdruckes. Der kritisch prüfende ich-bin-immer-wachsam-Blick weicht einem warmen freundlichen.

Der soll mir wohl folgendes sagen:

1. Die Salamipizza duftet aber lecker.
2. Eigentlich hatte ich die vorhin bestellt, als du dich dank meiner Großzügigkeit mit an meinen Tisch setzen durftest.
3. Ich bettel nicht,wie du vielleicht denkst, sondern bewache nur meine Pizza, die du gerade vertilgst.

Um bei diesem treuherzigen Blick standhaft zu bleiben, mußte ich mich ganz schön anstrengen. Fast wäre mir das letzte Zwölftel Salamipizza aus der Hand gefallen und auf dem Fußboden gelandet. Direkt vor Kukos Nase. Fast.

Hunde sind auch nur Menschen.
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* Ich habe keine Ahnung von Hunderassen, aber Kuko ist wohl ein spanischer Strandzottel
** Am Strand kacken, wo es gerade beliebt, und andere Hunde anmachen.

29. Mai 2007

El Chefo

Eine Zauberin (Handmagie*) hat mir folgende Nachricht zukommen lassen:

Ich freu mich besonders über das Hundebild von Kuko, dem "jefe",wie sie ihn nennen. Da ist er eine wahre Schönheit drauf.

* Massage

Schnüffelstaat

Schäuble läßt Geruchsproben ihm nicht angenehm genug riechender Personen erschnüffeln und versiegeln.

Besser hätte ich die nachträgliche Adelung und Rehabilitierung von Erich Mielke auch nicht hinbekommen.

Schäuble, wir stinken (danken) dir wohl.

Schnüffeln hat wohl auch was Gutes. Zumindest für El Chefo.

27. Mai 2007

ich auch

SPIEGEL ONLINE - 27. Mai 2007, 11:12
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,druck-485196,00.html
PROFIRADFAHREN
Ullrich schweigt zu neuen Doping-Vorwürfen

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Ich auch.

Mafia

20. Mai 2007

kollateral

Beim Vorbeilaufen an einem Zeitungskiosk verlas ich, Merkel habe gegen das Demonstrationsverbot protestiert.

Das sprengt die Grenzen meines Vorstellungsvermögens. Ich kann es kaum glauben.
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Manche Afghanen benehmen sich, als befände sich das Land im Krieg. Der Kollateralschaden besteht in erster Linie in dem ungeniessbaren Qark, der die Schandmaule einiger Mikrofonfetischisten verläßt.
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Mehr kollaterales ist mir nicht aufgefallen. Der Strand ist pikobello sauber, die diversen Haufen der Rasse brauner, schwarzer oder weißgraubeigeockergelber Strandzottel mal ausgenommen.

12. Mai 2007

durchsichtig

Da stellt sich die deutsche Polizei wieder mal dümmer an als sie selber erlauben würde. Mit normalen Ermittlungsmethoden bringen sie nichts zustande. Also flugs eine terroristische Vereinigung ins Leben gerufen.

Diese Art der Polizeiarbeit gibt es allerdings auch in anderen Regionen des Erdballs.

Das ist so durchsichtig wie eine frisch geputzte Fensterscheibe.

Was geht mich eigentlich das scheiß Wetter in Deutschland an?

4. Mai 2007

The Master himself

spielte auf und ich habe mich auf den beschwerlichen Weg nach Berlin gemacht.

War ein Konzert der Besonderheiten.

Das erste konsequente Nichtraucherkonzert, das ich je erlebt habe. Und es funktioniert sogar.
Und das erste Konzert, das auch so begann, wie aufgedruckt, also genau 19:30.

Nach 40 Minuten wachte ich kurz auf, blinzelte zur Bühne und sah, daß das Licht von blauweiß zu gelb-orange gewechselt hatte. Das war wohl die Bühnenshow.

Und nach genau 110 Minuten erwachte ich zu zweiten Mal, weil die Musik alle war.
Da war wohl Schluß. Aber dann kamen noch 15 Minuten Dreingabe, so daß exakt nach 2 Stunden 10 Minuten das Licht in der Halle wieder aufgedreht wurde.

Ansonsten phänomenal, wie Bob Dylan sein eigenes Liedgut auf den Bühnenboden wirft, schaut, was noch verwendbar ist, das alles zu einem neuen Sound zusammenklimpert und alles so klingen läßt, als wäre es von Bob Dylan.

Ich habe nicht einen einzigen Titel gekannt, aber alle waren definitiv dylanig.

Und genauso phänomenal, wie er den Sound gehandhabt hat. Wieso soll er einen Song in 3 Sekunden von Null auf hundert hämmern, wenn er zwei Stunden Zeit dafür hat? Die hat er sich dann auch genommen, zwischendurch immer mal wieder das furiose Ende durchzelebriert.

Als wenn eine Domina mit Peitsche hinter der Band gestanden hätte, so klang das.

Kein Guten Abend, kein Tschüß, kein Gequarke zwischendurch. Rauf auf die Bühne, Gitarren angeworfen, auf's Schlagzeug gehämmert, Kaffeepause, Outro, ab nach Hause. So geht es auch.

Das war ein sehr schöner Abend, der nur aus zwei Liedern bestand. Eines mit 110 Minuten Länge, kurze Pause, und nochmal 15 Minuten.

2. Mai 2007

wozu ?

SPIEGEL ONLINE - 02. Mai 2007, 10:45
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,druck-480490,00.html
URHEBERRECHTSVERLETZUNGEN
Die zwölf Piratenstaaten

In einem Bericht an den US-Kongress prangert die Bush-Regierung zwölf Staaten dafür an, amerikanische Urheberrechte nicht ausreichend zu schützen.

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Gemeint sind wohl die Urheberrechte der USA, nicht die amerikanischen.
Und wozu sollen andere Länder sich um die Zustände in den USA kümmern?

Mir sind die "amerikanischen Urheberrechte" scheißegal. Die gehen mich nichts an.

30. April 2007

Sülze im Schädel

SPIEGEL ONLINE - 30. April 2007, 19:20
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-480335,00.html

CDU entrüstet sich über Ex-RAF-Terroristin als Lehrerin

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Wieder mal ein schöner Beweis dafür, daß etliche Politker nur Sülze im Schädel haben.