29. November 2010

damit das ein für alle Male klar ist

Die Sturmschützin Severin Weiland, in diesem Blog bereits mehrfach wegen ihrer feindlich-negativen Äußerungen mit bestrafender Zitation ihres Namens bedacht, diese Schützin hält Kimme und Korn ihres Federhalters für so ausgefeilt, daß sie selbst unter Drogeneinfluß treffsicher formulieren kann. Das geht dann um 18:13 Uhr* so und dauert endlos lange zwei DIN-A4-Seiten:

US-Geheimdepeschen
FDP rätselt über den Maulwurf
Von Severin Weiland


Damit das ein für alle Male klar ist. Es gibt keinen Informanten, sondern nur Schwätzer in der FDP, die ihre Eitelkeiten auf dem Politmarkt feilbieten.
Diese Aussage wiederum geht so und bedarf keiner weiteren Ausführungen.

WIKILEAKS-AFFÄRE
Westerwelle: Es gab keinen FDP-Spion

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* Ich hatte ja angekündingt, mich der Initiative fon fefe anzuschließen und nicht mehr auf das Hamburger Sturmgeschütz zu verlinken.

Davon abgesehen. Ich hätte nie im Leben gedacht, daß durch die Bank alle Qualitätsmedien zum Jahresende hin noch eimal in die Tasten hauen lassen und Lesespaß pur verbreiten. Es ist eine Wonne, was da in den letzten 12 Stunden an feinsinniger Satire aus den Hirnen gesaugt wurde.

Danke wikileaks, vielen, vielen Dank, daß ihr die kreative Phantasie wiederbelebt, indem ihr der deutschen Schreibzunft mal ordentlich in den Hintern getreten habt.

S-Bahn gut aufgestellt

Eigentlich ist die Verbindung unproblematisch. Eine knappe Stunde gen Neukölln. Wenn da nicht die S-Bahn wäre. Die erste viertel Stunde Frostschutztraining absolvierte ich, weil der Zug einer außerplanmäßigen Inspektion unterzogen wurde. Da gerade ein blaulichternder Polizeiwagen in die Richtung fuhr, nehme ich, ein wachsamer Blockwart informierte über eine herrenlose Plastiktüte im dritten Wagen. Die Inspektion hat dann wohl ergeben, daß sie dem zwei Reihen weiter seinen Rausch ausschlafenden Obdachlosen gehörte und seine Hab und Gut wegen des oftmaligen Anfahrens und Bremsens der Bahn etwas abseitig seiner Liegestatt zum verdächtigen Liegen kam.

Steig ich in Ostkreuz um, passiert die gleiche Nummer mit der Ring-Bahn. Wieder eine geschlagene viertel Stunde der Kälte ausgesetzt. Kommt der Zug rein, die Tür hält genau vor meiner Nase. Hängt ein blauer Zettel dran: Dieser Wagen wird nicht beheizt. Danke, liebe S-Bahn. Vielen Dank, daß ihr mich mehrfach über Lautsprecher um mein Verständnis gebeten habt. Das habe ich aber nicht, denn ich verstehe es nicht, warum ihr Schrott auf euren Gleisen durch Berlin fahren oder stehen oder inspizieren laßt.

Bericht zur Lage der Nation

Die Demokratie pfeift aus dem letzten Loch.

...rückten rund 400 aus ganz Sachsen-Anhalt zusammengezogene Beamte am Samstag zu ihrem absurden Einsatz aus. Dass die Kundgebung nicht stattfinden würde, erfuhren die Polizisten erst vor Ort. Laut Polizeisprecher Küssner rief man den NPD-Landeschef Matthias Heyder an, um zu erfahren, wo er und die 200 angekündigten Demonstranten blieben. Die Hundertschaften seien von Heyder persönlich darüber aufgeklärt worden, dass die Veranstaltung nicht stattfinden würde.

Die Beamten waren nicht die einzigen, die zur abgesagten NPD-Kundgebung erschienen waren. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte 50 Personen mobilisiert, um gegen den Neonazi-Aufmarsch zu protestieren.


Das nächste ist ein Bonbon, der sicher des öfteren in diesem Blog wegen seiner markanten Zitierfähigkeit Verwendung finden wird.

Empörung über Depeschenenthüllung

Italiens Außenminister Franco Frattini äußerte sich drastischer: "Diese Enthüllungen sind der 11. September für die weltweite Diplomatie..."


Das wiederum veranlaßt die ARD, eine Sondersendung ins Programm zu hieven, die unter dem Namen "Gefährliche Enthüllungen" offeriert wird.

Ich halte es da mit Cohn-Bendit und Mahmud Ahmadinedschad. Ersterer hat zwar vieles in seinem Leben von sich gegeben, das stark nach der Fahne klang, die gerade am Mast vor der Hütte hochgeleiert wurde. Da war aber auch viel knackiges Wortgut bei. Der andere wird vielfach stark verkürzt oder gar nicht erst übersetzt und deswegen häufig mißverstanden.

„Wir lesen das nur zum Vergnügen.“
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Es sei reine Zeitverschwendung, die am Sonntagabend veröffentlichten WikiLeaks-Dokumente zu studieren.


Den Platz Nr. 1 in der ewigen Hitliste hat sich ohne Zweifel und unangefochten die Labertunte der Nation erobert. Anderthalb Stunden soll sie gestern Abend zur Depeschenempörung beigetragen haben, ohne auch nur eine einzige Depesche zu kennen, sondern ausschließlich die Ankündig darüber, daß eventuell...

Aber was soll's. Die größten Erfolge Osama Bin Ladens beruhen ja auch auf dem Ankündigungsterrorismus deutscher Innenministranten. Anne Will eben Lernfähigkeit beweisen.

Redet man so über Freunde? (BILD)

Natürlich nicht. Über Feinde und Idioten schon.

28. November 2010

verhüllt

Auch wenn der Titel des aktuellen Stürmers der Demokratie "Enthüllt" heißt, so ist in der Tüte was anderes drin als draußen drauf steht. Wie im Supermarkt eben.

Bisher wurde nichts bekannt gemacht, was man nicht auch an jeder zweiten Imbißbude oder dem Flaschenbiertreff kostenfrei und mit viel Humor gewürzt erfahren hat, z.B. daß die Merkel keine Eier in der Hose hat, um was ordentliches zu stemmen.

Und der Westerwelle wurde in diesem Jahr mehrfach wegen seiner Dümmlichkeit in den Qualitätsmedien durchdekliniert.

Blanker Etikettenschwindel, den das Hamburger Magazin seit heute auf den Markt der Eitelkeiten schleudert. Muß man sich also nicht antun. Das Geld trägt man zum Imbiß seiner Wahl und erfährt zehnmal mehr aus dem richtigen Leben, als die Müllschleuder in einer ganzen Jahresausgabe unterzubringen vermag.

Frühstück

Es ist zwar etwas spät für Frühstück, aber wenn ich den Stürmer der Demokratie aufschlage, dann fällt mir spontan die Frage ein, die ich sicherheitshalber immer meiner Zahnärztin nebst Schwestern stelle: Wollt ihr mein Frühstück wiedersehen?

Die Sturmschreiber aus Hamburg dichten doch folgende Überschrift in meinen reader rein:

Geheimnachrichten: So lesen Sie die Botschaftsdokumente
von spiegel


Klickt man das an, dann schaff ich es sogar bis zum Frühstücksei, denn nun heißt es:

So sind die Botschaftsdepeschen zu verstehen

Und dann heißt es noch

Der benötigte Flash Player 9 wurde nicht gefunden. mehr...

Verehrte Praktikanten, wie ich die Botschaftsdokumente lese, falls überhaupt, das überlassen sie doch bitte mir. Und wie ich sie zu verstehen habe, das entscheidet sich beim und nach dem Lesen. Ich war schon im Kindergarten. Früher. Viel früher.

deutschen Pappnasen 12 Stunden vorfristig als Clowns entlarvt

Aus dem wenigen, was fefe und in Abschreibe die Sueddeutsche posten, nebst den Klicks auf twitter, geht nichts Neues hervor. Die Kreativität der Sueddeutschen besteht im Hervorpopeln eines bekannten Textbausteins.

Spiegel Online wollte sich zu den vorab bekannt gewordenen Informationen nicht äußern.

Liebe Praktikanten bei der Sueddeutschen, ihr müßt den Textbaustein ändern, der sonst nur bei medial schwer kriminell Beschuldigten ausgewürfelt wird. Daß deutsche Politiker wie Merkel oder Westerwelle Schnarchnasen sind, das ist nicht vorab bekannt gworden, sondern seit langem bekannt. Das ist so alt wie die Steinzeit.

Natürlich bedarf es auch keiner gesonderten Erwähnung, daß

Ups! Google Chrome konnte keine Verbindung zu wikileaks.org herstellen.

was hiermit geschehen ist.

Heise meldet dazu lapidar:

DDoS-Attacke auf Wikileaks vor angekündigter Veröffentlichung

Haha, das ist ja toll, die script-Kiddies der Regierung entpuppen sich als Kriminelle. Aber auch das ist nicht neu.

Amis lästern über unsere Regierung

"Unsere"? Meine ist es ja nicht, sollen sie also ruhig lästern.

Dieser Anreißer in den Schlagzeilen mutiert im Schriftsatz dann vollkommen wertneutral zu:

Amerikaner lästern über deutsche Regierung

Übrigens, nicht nur die Amis lästern über diese Regierung, verehrte BILD-Redakteure.

Regierung? Ist das eigentlich die korrekte Bezeichnung für diesen Stümperhaufen?

Internetausdrucker

Ich gehöre ja auch zu den Internetausdruckern, damit ich sonntags Belanglosigkeiten beim Brötchen kauen konsumieren kann. Einer dieser vollkommen unwichtigen Sätze geht über den Innenministranten.

Die unmittelbare Sitznähe zu unserem Innenminister ist mir unangenehm.

Das "unserem" wäre mir nicht mal unter Folter eingefallen. Der Rest des Satzes schon.

27. November 2010

das großer Zittern

Noch gestern zitterte Europa unter der Last der frierigen Erderwärmung, schon heute die westliche Welt vor wikileaks. Und ich hatte mich schon gewundert, warum ich bei der fast unerträglichen Hitze in Berlin auf Winter umgeschaltet hatte. Dank den mutigen Filzstiften der Aufklärungszeitung Welt weiß ich ja nun, warum ich ständig am Zittern bin.



Ich sag ja, wenn ich mal groß bin, werde ich Schlagzeilendichter.

Präsident aller Islamisten

bei den Juden eingetroffen.

Na wenn das kein guter Anfang ist.

der Führer lebt

Die Botschaft ist klar und an die hunderttausend Führerverehrer gerichtet.

Die Wiederauferstehung des Führers wird heute um 22:05 auf dessen Haus- und Hofsender übertragen.

Hat Adolf Hitler das Kriegsende überlebt? Sterbliche Überreste, die Russland in den 1990er Jahren freigegeben hat, legen eine schier unglaubliche Antwort nahe. Dem Diktator könnte die Flucht gelungen sein. Ob die Geschichtsbücher umgeschrieben werden müssen, untersucht diese Reportage.

Eine erste Stellungnahme ist bereits getwittert worden.

Jätzt, wo där Papst Komdomä ärlaobt hat, kann ich Eva nächt mehr längär hinhalten. Das wird mir die Kirche bößen!

dürstend nach Haß

rbb

Mehr als 100.000 Besucher in Hitler-Ausstellung

Die Hitler-Ausstellung im Berliner Deutschen Historischen Museum hat noch vor ihrer Halbzeit bereits mehr als 100.000 Besucher verzeichnet.

Lange Wartezeiten gibt es mittlerweile nicht mehr.

Taliban in Straßenbahn

Herr Innenministrant, melde gehorsamst, Taliban in Straßenbahn. Strickwollmütze und Bart wie Mullahdingsda. Kein Problem eigentlich, der war ja alleine. Großes Problem in der Realität, denn er war der Fahrzeugführer. Hab ich ihn nicht bekämpft, sondern bin nach Hause gefahren. Schien mir bei der Kälte wichtiger zu sein.

letzte Warnung

tagesaktuelle Warnungen im kundenfreundlichen Überblick

Anwaltverein warnt vor einem "Diktat der Bilder" - WELT ONLINE - ‎Vor 4 Stunden‎

Nordkorea warnt vor Eskalation - FOCUS Online - ‎Vor 16 Stunden‎

BUND warnt vor Gefährdung der Karlsruher durch "Atomsuppe" - ka-news.de - ‎Vor 2 Stunden‎

Zweckverband warnt vor Kürzungen der ÖPNV-Finanzierung - TeleVision Zwickau - Deine Region im Bild - ‎Vor 3 Stunden‎

Hövelmann warnt vor zu hoher Belastung der Polizei durch Castor-Transport - T-Online - ‎Vor 19 Stunden‎

Jever-Trainer warnt vor gegnerischem Linkssaußen - Nordwest-Zeitung - ‎Vor 5 Stunden‎

Merkel warnt vor Euro-Panik - RP ONLINE - ‎25.11.2010‎

Regierung warnt vor Öllampen - sueddeutsche.de - ‎26.11.2010‎

Ministerin warnt vor sorglosem Umgang mit Aids - greenpeace magazin online - ‎Vor 2 Stunden‎

Gewerkschaft warnt vor immer größerem Lehrermangel - Topnews - ‎Vor 20 Stunden‎

Die Größe ist doch wichtig!

telepolis

Die Größe beeinflusst alles

sie arbeiten dran

Damit es in den Belanglosigkeiten der Qualitätszeitungen nicht untergeht, hier mal der qualitativ hochwertige Extrakt einer Banalität.

Die Bombe war aber nur eine Attrappe, die ihm verdeckte Ermittler geliefert hatten.

Was ich schon immer sage, sie arbeiten dran, knackige Terroristen zu züchten. Ein solch komplexes Unterfangen wie die Retortenzucht von der Öffentlichkeit präsentierbaren Terroristen dauert halt seine Zeit. Kennen wir ja vom Klonschaf.

26. November 2010

aus der beliebten Reihe [xxx] warnt vor [yyy]

Das stand heute wirklich in der Sueddeutschen. Kein Scherz.

wenn ich mal groß bin

dann werde ich Schlagzeilenerfinder. Erdrückkühlung läßt Menschen schwitzen. Oder ähnlich.

Wie der kommende Winter wird? Das hängt vom Wetter ab. Die Erderwärmung merkt man beim Frieren nämlich nicht. Das scheiß Wetter schon.

Schnüffelstaat die 100ste

Korrekte Überschrift bei heise

Innenminister mahnt Regelung zur schärferen Internetüberwachung an

Der Bezug zur Rheinischen Post ist insofern falsch, weil es erstmal nur um einen einzigen Fall geht. Die wollen in die Wohnung einbrechen, einen Trojaner auf dem PC installieren und dann die Internettelefonie abhören. Da hat sich die Bundesanwaltschaft erstmal verweigert. Trotz allem ist heise korrekt, denn nur darum geht es, die Begründung dafür ist scheißegal.

Einfacher ginge das mit der staatlichen Infrastruktur für den Bundestrojaner, der e-Perso-App. Statt einem update bekommen die Verdächtigen, im Ernstfall also alle, ein update plus die Schnüffelsoftware übergeholfen.

Hier werden sie nicht geholfen sondern abgehört.

Halten wir kurz fest, daß wir in den nächsten Tagen die üblichen Pappnasen mit den üblichen Arumentatiosnketten von den kompetenten Jopurnalisten serviert bekommen, falls das nicht bereits geschehen ist.

Bosbach wird also irgendwann in ein Mikrofon hauchen, daß er über die Verweigerungshaltung der Dingsda empört sei, denn man benötige dieses Überwachungsinstrument dringendst, um den Terrorismus zu bekämpfen. Und wenn das nicht mehr zieht, zieht er die Kinderpornokarte. Zieht die nicht, zieht er die gewaltverherrlichenden Computerspiele aus dem Ärmel usw. Bosbach wirdf also definitiv so dumm sein, alle 5 Textbausteine, die er drauf hat, für die Begründung seiner perversen Schnüffelbedürfnisse zu verheizen.

lustiges vom Stürmer

Der Stürmer der Demokratie ist ja sogar zu Späßen aufgelegt, wenn die Menge der Belanglosigkeiten um eine weitere erhöht werden soll.

Da steht doch glattweg in meinem reader

Zwanziger will Beckenbauers Nachfolger werden
von spiegel


Da die sich selber wohl sehr ernst nehmen und sich als sturmangreifende Füllfederhalter produzieren, kann ich dies nur als guerilla-Spaß verstehen. Hier hat jemand einen Gag in die Müllabfuhr der Hamburger Schriftsetzer eingeschmuggelt, denn es gibt nur einen Kaiser.