14. Januar 2011

befriedigende Belästigung



Versteh ich nicht, über das Aussehen der Frau wurde doch gar nichts gesagt.

Wunderheiler

kleinezeitung

Nachdem eine päpstliche Kommission aus Ärzten und Theologen eine unerklärliche Heilung als Wunder durch Papst Benedikts Vorgänger anerkannt hat, äußerten sich jetzt auch die Kardinäle der Kongregation positiv zum Fall.
Bei dem Wunder geht es um die Heilung der französischen Ordensfrau Marie Simon-Pierre. Sie zeigte Symptome der Parkinson'schen Krankheit, an der auch der polnische Papst litt. Genau zwei Monate nach dem Tod von Johannes Paul II. waren diese Symptome bei der Schwester, die der französischen Kongregation "Kleine Schwestern der Katholischen Entbindungsstationen" angehört, auf medizinisch unerklärliche Weise verschwunden.


Ja, darüber habe ich mich auch gewundert.

Geheimnisse der Geschichte endlich geklärt



Lange mußten wir warten, seit 1848. Nun, nach dem kurzen Ausflug von Gesine Lötzsch, dem Kommunismus noch einmal eine Chance zu geben, ganz im Sinne von Marx, Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen, nur auf den Klassenkampf mag man fürderhin verzichten, da man ihn als Sozialist unter Zuhilfenahme der deutschen demokratischen Spielregeln zu errichten gedenke, nach all dem Trara macht das in Hamburg ansässige historische Wettermagazin mit all dieser Geschichtsklitterung tabula rasa und klärt uns auf.

Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte des Wetters und von der Klimaforschung wissenschaftlich gezeugt. Äh, bezeugt.

13. Januar 2011

Erotische Überraschung nach Feierabend

vorBILDlicher Kommentar

Dirty Talk: Rufen Sie Ihren Partner bei der Arbeit an und erzählen Sie ihm von Ihren schmutzigen Gedanken. Sätze wie: „Ich will dich jetzt!“ oder ähnliche Schweinereien sind absolute Anheizer für Hirn und Hose.

Sie werden sehen: So schnell war Ihr Schatz nach Feierabend noch nie zu Hause.
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Jagoda schrieb: vor 33 Minuten
wenn man noch ein paar stunden früher heim kommt,bekommt man vieleicht noch einen dreier mit dem nachbarn ....

Steinmeier will Kommunismus einführen

NEWS-TICKER
DONNERSTAG, 13. JANUAR 2011, 17:08 UHR
Steinmeier will Weichen für
Vollbeschäftigung stellen

Klick-Analytics

Oder: der gebrochene Klick-Analytiker

BILD und heise

Datenschützer-Website bricht Datenschutz-Regeln

Auf der Website der Behörde kommt ein externer Statistik-Dienst zum Einsatz, der Nutzerinformationen nicht gesetzeskonform verarbeitet. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar, betonte, dass der Anbieter IVW seinen Dienst bis Juli 2011 an die rechtlichen Vorgaben anpassen wolle.

Datenschützer bricht Verhandlungen über Google Analytics ab

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat die seit September 2009 laufenden Verhandlungen mit Google über dessen Analysedienst Google Analytics abgebrochen. "Leider mussten wir zu dem Ergebnis kommen, dass Google unseren Datenschutzanforderungen nicht entsprochen hat."


IVW ist ein deutscher Klicksammler und zahlt Steuern, google ein amerikanischer und eine Stiftung. Demzufolge wird dem deutschen Mausklickzählern natürlich eine faire und sehr großzügige Chance gegeben, ihr Geschäftsgebahren dem strengen Anforderungsbild des Hamburger Datenschützers anzupassen.

Ganz nebenbei wird auf meinem Rechner IVW seit unzähligen Jahren geblockt.

Auf den Pimmellängenanalytiker aus Hamburg kommt wohl ein deftiges Bußgeld zu.

Schutzhaft in Deutschland ist rechtswidrig

12. Januar 2011

schlagende Blitze

aktuelle Kritiken im live-Ticker

BILD-Redakteuer betrunken angetrunken

Angetrunkener Luftwaffen-Chef zwang Piloten zur Landung

In der Überschrift des Textes ist das Angetrunkensein zur Trunkenheit mutiert.

Betrunkener Luftwaffen-Chef zwang Piloten zur Landung

Im reader heißt es dann:

...der Schuldige ist gefunden: Polens Luft-Waffen-Chef Andrzej Blasik. Betrunken erzwang er die Landung.

Die beiden überschriftigen Formulierungen, selbst wenn sie der Not in der BILD geschuldet sind, Sätze mit maximal 7 Wörtern zu formulieren, da der deutsche Leser darüber hinaus gehende Satzkonstruktionen a) entweder nicht kapiert oder b) für viel zu kompliziert hält oder c) den Anfang schon wieder vergessen hat, rechtfertigen selbst dann nicht, den Untersuchungsbericht in eine BILD genehme Diktion umzulügen.

Bei RIA-Nowosti heißt es dazu schlicht:

Die Untersuchung habe 0,6 Promille Alkohol im Blut von Luftwaffenchef Andrzej Blasik ergeben, hieß es.

Auf die Frage, ob Kaczynski vielleicht die Landung persönlich befohlen habe, antwortete der MAK-Kommissionschef Alexej Morosow, die Flugschreiber hätten keine konkreten Befehle dieser Art aufgezeichnet.


Das ist eine vollkommen andere Aussage.

Es steht die Vermutung im Raum, daß der bei BILD verantwortliche Formulator bei Abfassung des Textes sturzbetrunken war oder im Koma soff.

Die abschreibenden und leicht beschwipsten Kollegen des wöchentlichen Flugmagazins fanden das gar lustig, und da sie sich ebenfalls im Schreibrausch befanden, dichteten sie die BILD-Schlagzeile dahingehend um:

SPIEGEL-OFFLINE 11:39 Uhr
Abschlussbericht zum Flugzeugabsturz
Beschwipster Luftwaffenchef verschuldete Kaczynski-Crash


Die in ihrer dichterischen Freiheit schier unbegrenzten Autoren der Sueddeutschen, übersetzen das Dokument so:

Russischer Bericht zum Kaczynski-Absturz
Promille im Cockpit


Nun gibt auch das der Untersuchungsbericht überhaupt nicht her. Bisher ist nur bekannt, daß die Promille im Leichnam des ehemaligen Luftwaffen-Chefs gefunden wurden und nicht im Cockpit.

Für die genüßliche Vertiefung der deutsch-polnischen FeindschaftFreundschaft, bei der man alle Schuldzuweisungen ruhigen Gewissens den Russen in die Schuhe schieben kann, reicht der Abschlußbericht aber allemal.

Wieder mal ein formidables Stück von Dichtung und Wahrheit, das uns hier aufgetischt wird. Freiwillig und von allen.

11. Januar 2011

zeitgemäß

Kleiner Nachtrag vom 09.01. aus Die Zeit. Lötzsch distanziert sich vom Kommunismus? So hätte es wohl besser gepaßt. Mir deucht, an der Überschrift stimmt außer der verhohnepiepelnden Funktionsbezeichnung gar nichts.

10. Januar 2011

wir sind wieder bei Murks

Die seit Monaten tief in der Illegalität operierende SPD hat kurz mal den Kopf aus dem Schützengraben gesteckt und mitteilen lassen: Wir wollen weiterkämpfen.

Zu deutsch, sie wird der Stabilisierung der "kriegsähnlichen Zustände" und Verlängerung der "Kämpfe wie im Krieg" (Merkel) zustimmen, die demnächst im Bundestag zu beschließen sind.

Liebe SPD, danke für die Ansage, ihr könnt euch wieder abducken.

Schnüffelstaat

Udo Vetter

Ich habe noch nie erlebt, dass einer der Global Player im Web 2.0 einen deutschen Gerichtsbeschluss ignoriert oder sich ihm widersetzt hat.

Wohlgemerkt, wir reden über richterlich angeordnete Maßnahmen. Unter diesem Level gibt es aber noch die einfachen Anfragen der Polizei, welche Person hinter einem Account steht.

... die Auskunft wird, so jedenfalls meine Erfahrung, anstandslos erteilt.

Wer hat es gesagt?

Ich mische mich ungern in die Angelegenheiten anderer Menschen ein, denn die im Titel des posts gestellte Frage ist ein Rubrik, die mir gar nicht zusteht. Aber der ist zu gut, als daß ich ihn links liegen lasse.

...und dann wünsch ich euch allen politische Erfolge, sofern ihr mit mir übereinstimmt.

tosender Lachbeifall, Pfiffe, freudiges Gejohle

... weil ich mich gern in Dinge einmische, die mich nichts angehen.

... sie klatschen jetzt. Gleich klatschen die anderen.

Sehr geehrte nacktBILD-Redakteure

Eine ordentlich recherchierte Balkonbrüstung von Amy Winehouse geht so.

in meiner Sache

Sehr geehrte Damen und Herren des Spiegel,

Jan Fleischhauer, Verfasser des Bestsellers "Unter Linken"
Steffi Kammerer, freie Autorin mit Zweitwohnsitz New York
Sascha Lobo, Autor und Strategieberater
Jakob Augstein, Verleger der Wochenzeitung "der Freitag"
Georg Diez, SPIEGEL-Autor
Sibylle Berg, Schriftstellerin

die ihr ab dieser Woche noch mehr Kackhäufele in die Welt setzt, wie der vom heutigen Tage eindrucksvoll beweist.

Die kommunistische Utopie, in der Gier und Egoismus ausgemerzt sind, setzt auf die Verbesserung des Menschengeschlechts, anders funktioniert es nicht.

Davon habe ich noch nie gehört oder gelesen. Jedenfalls nicht von den Marx-Brothers. Aber, wenn Herr Fleischhauer meint, dann wird es wohl so sein. Er ist der Experte.

Ich schließe mich aus diesem Grunde diesen Meinungen an:

von Boah Neee
Nich den Freitag-Augstein.
Oder hat die EU die Förderung für sein "Proukt" gestrichen daß er die Kohle braucht?

Bin nicht gespannt
Solange es sechs Kommunisten und nicht sechs Kolumnisten sind, soll es mir recht sein.

hehe...
Von 6 SpOn-Kolumnisten sind zwei Frauen. Und die dürfen sich um Lifestyle und Kummerkasten-Comedy kümmern. Ernsthafte Themen: Männersache. Boah, ist das arm.
...oder man sieht es anders: 2 Frauen mit Spaßthemen wiegen 4 Männer mit ernsten Themen locker auf...

...
Gibt es schon Filter-Makros für Berg und Lobo?

"Fragen Sie Frau Sybille"
Was soll das denn? Ist das hier die neue BRAVO für Erwachsene? So nach dem Motto: "Was macht man/frau gegen Liebeskummer?" oder "Wie küsst man richtig?"

"Meinungsfreudiger"
Vielen Dank, aber ich brauche nicht noch mehr Meinungen, sondern gut recherchierte, nicht abgeschriebene Fakten und Hintergründe.

Achherje, was soll Lobo denn wieder da?
Man man man, Spiegel Online, das Niveau sinkt immer weiter. Und mit der "Verpflichtung" von Herrn Lobo hat SpOn gezeigt, dass es immer noch tiefer geht.

Gnade
Bitte nicht den Phrasen-dreschenden Internet-Erklärer, dass ausser ihm keiner wirklich versteht

mein Krampf



Die BILD vergaß in Anbetracht der aktuellen Umsturzgefahr in deutsche Land hinzuzufügen, daß auch das Gespensterbuch von Karl Marx* zu seiner Lieblingslektüre zählte, womit alles wie Arsch auf Eimer gepaßt hätte, unter der Fahne des Kommunismus und der Nazis gemeinsam gegen die jüdische Kongreßabgeordnete. Nun harren wir der Enthüllungen, welche Computerspiele er am liebsten wegzockte und welcher Haßband er lauschend huldigte.

Bis dahin begnügen wir uns damit, daß der Täter "anscheinend geistig verwirrt" (FAZ) ist.
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* Das Buch wurde zu großen Teilen bei berauschend Meßwein in dieser Lokalität angefertigt. Damals.

blutbaden ist en vogue



Wenn ich dem Füllhorn meines readers Glauben schenken kann, dann ist blutbaden bei den Menschen en vogue, gehört zu ihrem Lebensstil und ist demzufolge in der Berichterstattung der Druckerzeugnisse für die tägliche (Über)lebenshilfe nicht mehr wegzudenken. Mein reader zählt derzeit 374 Blutbäder in den von mir abbonierten Lebenshilfen. Das jüngste datiert aus Arizona (USA) und wurde deshalb in den Rang eines Blutbades erhoben, weil es weit weg ist und sich damit der Überprüfbarkeit entzieht. Soweit bekannt, wurde eine Pistole für das Bad in der Menge benutzt, was erhebliche Zweifel aufkommen läßt, ob überhaupt eine erkleckliche Menge an Blut zustande kam, um darin ein Bad zu nehmen. Das älteste im reader verzeichnete stammt vom 04.08.2006 und entsprang der Phantasie des BILD-Autors, der dem Kofferbomber andichtete: Das Profil des irren Bahn-Bombers ... wollte ein Blutbad!. Ein Blutbad, das gar nicht stattfand.

Google selbst ist noch penibler und archivierte für die letzten 250 Jahre 5790 Ereignisse, die die Merkmale des Blutbadens in sich tragen. Splitte ich die auf, ergeben sich für 1760 - 1985 601 Blutbäder und für 1986 - 2011 insgesamt ungefähr 4.970 (in Summe hier allerdings 5571). Wohin die rund 220 Blutbäder zur ursprünglichen Suche verschwunden sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Es sind vielleicht jene, die nie welche waren, auch wenn sie hochtrabend als solche bezeichnet wurden.

Auffällig an der Archivalie ist jedoch etwas anderes. Die im vorigen Jahrhundert unter maßgeblich deutscher Führung veranstalteten Weltblutbäder sind nur eine Marginalie in der jüngsten Geschichte, verglichen mit dem, was uns seit knapp 25 Jahren an Blut aus den Presseerzeugnissen entgegenschwappt. Ganze Wannen voller Blut wurden in die Druckmaschinen verfüllt, um uns den Schrecken des Menschseins deutlich zu machen.

Nicht überliefert ist, ob die Schlachtorgien an Hühnern und Schweinen in die Statistik eingeschlossen sind, gesichert die Erkenntnis, daß das nächste Blutbad nicht lange auf sich warten läßt, denn, so die Statistik nicht trügt, nichts ist für Medien erklecklicher als ein Blutbad im Rausch der Klickratensteigerung und Auflagenerhöhung.

9. Januar 2011

Top-Überschrift von einer Top-Qualitätszeitschrift

Der diensthabende Praktikant hat mal wieder eine Stunde lang am Bleistift rumgekaut, bis ihm das folgende übers Papier fliltzte. Wie von alleine.

Vier Menschen sterben bei Beziehungsdrama

Ich habe ja in meinem Leben eine Menge Dramen erlebt. Ein solches allerdings noch nicht.

der Unterschied

Sei es, wie es heute gewesen ist. Was unterscheidet eigentlich die Veranstaltung von den Zeiten, als noch Erich und Willy in der ersten Reihe marschierten statt Gregor und Oskar? Kann ich euch sagen, da ich heute zum ersten Male vor der ersten Reihe da war. Hinter den ersten drei Reihen folgt kein Volk mehr auf dem Fuße.