21. August 2006

der Unfug geht weiter

21. August 2006, 19:27
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-432789,00.html

Spuren nach Hamburg und Mülheim
Wer ist der Mann, der nach Erkenntnissen der Ermittler den Terror nach Deutschland bringen wollte

Gleich das erste Semester im Studienkolleg musste er wiederholen, seine Leistungen waren zu schlecht. Das, was andere Studenten in zwei Semestern absolvieren, erreichte er in drei.

Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE hatte...

...Dort befindet sich ein Islamisch-Albanisches Kulturzentrum, die Nur-Moschee, eine albanische und eine pakistanische Moschee.

einladend sieht es im Entrée nicht aus.

Die Männer lächeln freundlich - als sie auf den mutmaßlichen Kofferbomber angesprochen werden, beschleunigt sich ihr Schritt.

sagt der Hausmeister, der seinen Namen nicht hier lesen will

Hinter dem Tresen steht ein bärtiger Mann in weißem Gewand mit weißem Fes, der "bei Allah schwört"

SPIEGEL ONLINE - 21. August 2006, 19:19
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-432782,00.html

Sprengstoffexperte im Interview
"Die Bomben waren dilettantisch gebaut"

Die Kofferbomber von Dortmund und Koblenz waren unfähig, die Sprengsätze zu zünden. Das glaubt zumindest Sprengstoffexperte Bodo Plewinsky.

SPIEGEL ONLINE: Warum sind die Bomben von Dortmund und Koblenz nicht explodiert?
Plewinsky: Weil sie wohl dilettantisch gebaut waren. Ich kenne zwar die genaue Anordnung nicht.

SPIEGEL ONLINE: Wäre das Profis nicht passiert?
Plewinsky: Nein. Ich vermute eben, dass die Bombe viel zu dilettantisch gebaut war.

SPIEGEL ONLINE: Wo lernt man, solche Bomben zu bauen?
Plewinsky: Direkt nirgends. Aber Studenten, die eine Vorlesung über chemische Sicherheitstechnik gehört haben, sollten eine solche Bombe bauen können.

SPIEGEL ONLINE: Und wie lange dauert es, bis jemand dazu in der Lage ist?
Plewinsky: Eigentlich müsste man sich mit so etwas länger beschäftigen. Das kann man nicht in zwei Wochen lernen. Da ich aber glaube, dass die Bombe stümperhaft gebaut war,...

SPIEGEL ONLINE - 21. August 2006, 19:10
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-432785,00.html

Terrorplot von London
Justiz klagt elf Verdächtige an

Es sollte ein Massenmord über den Wolken werden - die geplanten Anschläge auf Passagierflüge in die USA. Nun hat die britische Justiz gegen elf der 23 Verdächtigen Anklage erhoben.

So werde einem 17-Jährigen der Besitz von Gegenständen vorgeworfen, die Terroristen nutzen könnten. Worum es sich dabei genau handelt, ist nicht bekannt. Zwei weitere Personen müssten sich vor Gericht verantworten, weil sie die Verschwörung nicht angezeigt hätten.

"Es sind Chemikalien, darunter Wasserstoffperoxid, elektrische Bauteile, Dokumente und andere Gegenstände", sagte Clarke.

21. August 2006, 18:57
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-432619,00.html

Anti-Terror-Datei
Die Opposition kritisierte das Vorgehen der Großen Koalition hingegen.

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Der Mann wollte den Terror nach Deutschland bringen? Der war doch schon längst da. Vor dreißig Jahren. Mit deutschen Urhebern.

Drei statt zwei Semester. Ach gottchen. Der ärmste.
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Also, das härteste Interview, was ich bisher gelesen habe. Ein Bombenexperte, der die Bombe nicht kennt.

Naja, ein bomben Experte eben. Der noch dazu glaubt.
Übrigens, ein Bombenexperte der glaubt, der hat sein Leben verwirkt. Konnte man in sehr vielen Hollywood-Thrillern sehen. Oder man fragt einfach mal einen Bombenexperten.
Und zum wiederholten Male tauchen als Kronzeugenbeweis die Selbstbastelanleitungen aus dem Chemiebaukasten auf.
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Es sollte ein Massenmord werden... Woher weiß der Spiegel das, wenn noch gar nichts darüber bekannt ist?

Ein 17-jähriger besitzt Gegenstände, die von Terroristen benutzt werden können, wobei nichts darüber bekannt ist. Oh my god, da muß ich aber schnell meine Wohnung ausmisten, soviel von dem Terroristezeug liegt hier rum.

Und etwas nichts zur Anzeige bringen, das sind Kinkerlitzchen.

Wasserstoffperoxid, elektrische Bauteile, Dokumente und andere Gegenstände wurden bei den Leuten gefunden. Nach diesen Kriterien, schätze ich mal, ist etwa die Hälfte der deutschen Bevölkerung ernsthaft in den Terorismus involviert.
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Die Oppostion besteht bei SPON ausschließlich aus dem Kronzeugen Kuhn. Das ist etwas dürftig für eine kräftige Beweisführung.
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Mir kommt die Kotze, wenn ich den Spiegel lese, ich hör wohl lieber auf.

Hier der Qualifikationsnachweis:
Sprengberechtigung
Sprengübungen
Sprengberechtigung

Würstchenbudenjournalismus

Das Jahr ist zwar erst zu zwei Dritteln absolviert. Doch bezogen auf die journalistischen Glanzleistungen wird es keine Überraschungen mehr geben.
Gen Jahresende werden wieder Dutzende Journalistenpreise ausgelobt, die auch noch alle ihre laudierten Empfänger finden werden.
Dabei kann bereits jetzt festgestellt werden, daß es ein journalistisch verschenktes Jahr ist. Verschenkt, weil es große Themen gab, die auf Laubenpieperniveau abgehandelt wurden.

Würstchenbudenjournalismus in seiner Höchstform wurde in dieser Saison in den größten und wichtigsten Spielstätten gegeben. Oder: Kugelschreiberzocken bis zum Abwinken. Wer nichts schreibt, hat schon verloren.
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Im "Karikaturenstreit" wurde die Chance verpaßt, das Leben unter dem Pendel zwischen Freiheit, Demokratie und Diktatur in der Bundesrepublik abzuhandeln. Stattdessen beschränkte man sich darauf, die Pressefreiheit einer dänischen Provinzzeitung zu verteidigen.
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Zur Fußball-WM wurde ein neuer deutscher Patriotismus entdeckt, der inzwischen vollkommen in der Versenkung verschwunden und vom eintönigen Alltag zwischen "Kanzlerin Merkel hat..." und "Das Wetter..." plattgewalzt wurde.
Und dieser Alltag, glaubt man den öffentlich geäußersten Herzenswünschen führender Politiker, sieht möglicherweise in naher Zukunft so aus: Wenn schon deutsche Fahnen, dann bitteschön auf deutschen Särgen.
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Das Thema Grass beherrscht seit Tagen das bürgerliche Feuilleton, das nicht mal mitbekommt, daß es keinen interessiert. Die saften sich wieder mal selber aus, statt an die Wurzel des Übels zu gehen.
Der Fakt ist eigentlich ganz simpel. Ein eitler, in sich selbst und seine Geldbörse verliebter Schriftsteller hat kurz vor Ultimo auch noch seine Kriegserinnerungen zu Papier gebracht, die niemanden hinter dem Ofen hervorlocken würden. Denn das gab es vor ihm bereits in Hülle und Fülle in jüngeren Altersregionen. Und zuweilen auch noch sehr gut.
Zum Fakt gehört auch die simple Erkenntnis, daß die bürgerliche westdeutsche Klasse nie auch nur den Versuch unternommen hat, einen Schlußstrich unter das Kapitel Faschismus zu ziehen. Sie hatte nicht mal damit angefangen, sondern ihre Herrschaft, allerdings persilgewaschen, fortgeführt.
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Und aktuell, ebenfalls exemplarisch für das Versagen der Journalistengilde, wird eine Scheindebatte über und um die Gefahren des Terrorismus geführt. Zuerst war die von Verantwortlichen in London ausgerufene Panikattacke der Anlaß. Wobei verantwortungslos möglicherweise die treffender Wortwahl in diesem Falle wäre.

Nun schlägt man hierzulande Purzelbäume und saugt sich die Stories um die Wette aus den Fingern.
Bis einschließlich heute ist eigentlich ausschließlich bekannt, daß sowohl in England als auch in Kiel und anderswo Vorgänge untersucht werden, die eventuell einen terroritischen Hintergrund haben könnten.
Mehr weiß weder Focus, ARD-Tagesschau, N24, BILD, Spiegel und wie sie alle heißen.
Und falls sie mehr wissen, dann sagen bzw. schreiben sie es nicht. Stattdessen wird der Würstchenverkäufer als Kronzeuge journalistischen Arbeitseifers aufgefahren, damit auch der letzte begreift, wie gefährlich nah dran wir sind.
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Exemplarisch an den deutschen Vorgängen muß SPON für die Beweisführung herhalten.
Die Jagd ist hiermit eröffnet.

20. August 2006, 14:15
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,432547,00.html

Berlin - "Wir versprechen uns dadurch ein weiteres Plus an Sicherheit", sagte ein Konzernsprecher in Berlin. Man werde voraussichtlich mehr Bahnhöfe als bisher mit Kameras ausstatten, aber auch an den bereits überwachten Bahnhöfen die Zahl der Kameras erhöhen.


Mehr Videokameras bringen aber nicht mehr Sicherheit, auch wenn es hundertmal wiederholt wird.

20. August 2006, 09:35
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,432531,00.html

Kommilitonen berichte, er habe Jeans und T-Shirt getragen. Zu seinen Gebetszeiten allerdings wechselte er die Kleidung.

20. August 2006, 17:32
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,432563,00.html

Mitbewohner in seinem Wohnheim schildern ihn gegenüber SPIEGEL ONLINE als fromm, sonst unauffällig, "völlig normal" und "höflich".
Und Nguyen sagt: "Die Männer mit den Bärten machten mir manchmal Angst."
Einer der deutschen Mitbewohner berichtet, Youssef habe viele Besucher empfangen, Araber und Nordafrikaner. Er habe auch Infoblätter über den Propheten Mohammed verteilt.
Ein osteuropäischer Student, der nicht genannt werden will, beschreibt den jungen Libanesen als "unterdurchschnittlich intelligent". Sein Deutsch sei nicht besonders gut gewesen, im Gespräch habe er nicht überzeugen können. Diese Einschätzung teilt Jürgen Müller, bis Anfang August Leiter des Kieler Studienkollegs.

21. August 2006, 07:50
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,432582,00.html

Jagd auf den zweiten Bombenleger

Der Staatssekretär im Bundesinnenministerium, August Hanning, vermutet eine Gruppe hinter den beiden mutmaßlichen Bombenlegern.

21. August 2006, 13:17
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,432671,00.html

Regierung geht von Hintermännern aus
Die beiden Bahn-Bombenleger sollen keine Einzeltäter sein.
"Mein Eindruck ist, dass da schon mehrere mitgewirkt haben im Hintergrund", sagte Innenstaatssekretär August Hanning...

Ähnlich hatte sich gestern die Generalbundesanwältin Monika Harms geäußert, ... Die für die Kofferbomben erforderliche komplizierte logistische Vorbereitung lasse darauf schließen, dass...

21. August 2006, 17:11
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-432756,00.html

Entscheidender Hinweis kam aus dem Libanon

"Die deutschen Behörden wurden nach der Veröffentlichung der Überwachungsvideos im Lauf des Freitags vom libanesischen militärischen Nachrichtendienst auf den Verdächtigen hingewiesen. Berichten zufolge kamen die Libanesen dem mutmaßlichen Terroristen durch abgehörte Telefonate auf die Spur."


Hinter dieser kurzen Ansage wird dann fröhlich weiter fabuliert. ***

"Wir haben die Sorge, dass es einen libanesischen Hintergrund gibt", unterstrich Hanning.
Auch der Orientexperte Udo Steinbach sagte im ARD-Mittagsmagazin, die Bahn-Attentate seien "sicherlich nicht von einem einzigen oder zweien geplant worden". "Das weist in den Nahen Osten und lässt auch eine längerfristige Planung erkennen."

Nach Auskunft von Mitbewohnern seines Studentenheimes ist Youssef Mohamad E.H. stark religiös. Der 21-jährige Libanese habe den Islam streng ausgelegt, sagte ein gleichaltriger deutscher Zimmernachbar aus der Wohngemeinschaft heute. Youssef Mohamad E. H., gegen den gestern Haftbefehl erlassen wurde, habe täglich auffallend viel Besuch von Glaubensbrüdern gehabt und oft im Keller des Hauses einen Gebetsraum benutzt.


!!! Allerdings heißt es dann auch !!!:

BKA- Chef Jörg Ziercke hatte am Samstag nach der Festnahme des mutmaßlichen Bombenlegers erklärt, es gebe bisher keine belastbaren Erkenntnisse über islamistische Hintergründe.

Der Kieler Mitbewohner des Libanesen sagte der dpa, der 21-Jährige sei am vorvergangenen Mittwoch von einer Reise aus dem Libanon zurückgekehrt. Er habe ihm erzählt, dass sein älterer Bruder bei einem israelischen Militäreinsatz getötet worden sei.

"Er ist in keiner Weise als besonders religiös auffällig gewesen, weder durch Kleidung noch durch sonst irgendetwas", schilderte der kommissarische Kollegleiter, Rainer Wurow-Radny... Auch ansonsten sei der 21-Jährige völlig unauffällig gewesen.
Dagegen berichteten Mitbewohner, der bärtige Libanese sei wegen seiner religiösen Haltung und seiner Erscheinung angefeindet worden. Auch sei er der einzige Muslim im Wohnheim gewesen, der seinen Bart über die ganze Zeit des Studienkollegs hinweg beibehalten habe.

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Das muß man sich also mal auf der Zunge zergehen lassen, was SPON da zusammenschmiert. Hätte, könnte, würde, eventuell...

Und was denn nun streng religiös mit Bart oder nicht streng und trotzdem Bart?

Weil keine belastbares Faktenmaterial vorhanden ist, avancieren anonyme oder benamste Würstchenverkäufer, Mitstudenten und Heimleiter zu Kronzeugen der Spiegel-Anklage. Die deutschen Blockwarte müssen zur Zeit ganze Arbeit leisten, wenn man den SPON-Ausführungen Glauben schenken darf.

Bleibt festzustellen: Vielleicht sollte auch in der Spiegel-Radaktion mal die Frage "Cui bono?" aufgeworfen werden. Aber dann verkauft sich das Blatt nicht mehr. Und die Klicks bleiben weg im Internet.

Da nützt auch das Stoßgebet eines Herrn Broder nicht: "Wir sind noch einmal mit dem Schrecken davongekommen. Dem Herrn sei Dank." Denn die Frage sei mir dann gestattet. Welchem Herrn sei Dank geschuldet?

Ich bin am Samstag nochmal mit dem Schrecken davon gekommen. Hatte einen sehr schlimmen Sturz mit dem Fahrrad. Mit ca. 25 km/h voll in ein anderes Rad reingedonnert. Gedankt hab ich meiner Reaktionsschnelligkeit und den Bremsen, deren Hersteller ich hier nicht namentlich erwähne. Schaden an meinem Fahrrad: keiner. Am anderen etliche. Schürfwunden und Prellungen bei mir. Bei der jungen Dame keine.
Fahrradhelm ab zum Gebet.

Fazit: Unisono ein Komplettversagen des Journalismus, zumindest des meinungsbildenden und -gebietenden, bei vier Topgelgenheiten.
Das ist nicht mehr zu toppen.
Da kauf ich mir doch lieber einen handfesten Thriller und werde hundertmal besser unterhalten und grusel mich eventuell. Nicht der Terrorismus ist es, der mir den Schrecken in die Glieder treibt. Es ist diese niveaulose und hirnrissige Schreibe- und Nölerei. Und das sollen die klügsten Köpfe Deutschlands sein?

Und der Preis geht an ...

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23348/1.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23367/1.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23370/1.html
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23375/1.html

Hier werden zumindest vernünftige Fragen und Probleme zur Diskussion gestellt.

P.S.: Wenn schon Videoüberwachung, dann richtig. Man vergleiche auch den deutschen und englischen Text.


am Strand von Amadores

*** Es werden ellenlange Artikel über Sinn oder Unsinn der Videüberwachung geschrieben. Und als Begründung muß der aktuelle Fall herhalten. Und nur einmal und eher klein schnell und nie wieder wird behauptet, libanesische Amtsbrüder hätten per Telefonüberwachung das Fahndungsrätsel gelöst. Telefonüberwachung ist aber etwas ganz anderes als Videoüberwachung. Die sieht dann nämlich so aus.



Das obige Bild stellt den Schverhalt wohl nicht richtig dar, da bin ich wohl einer Kugelsuche auf dem Leim gegangen.
Die Telefonüberwachung wird ja von der Polizei durchgeführt, wie der Playboy im Heft 12/2004 bereits, im wahrsten Sinne des Wortes, enthüllte:

Jennifer Heidrich - Playboy 12/2004

16. August 2006

Radlerwetter 2

Ich hatte mich bezüglich des Radlerwetters per email an die Kachelmanntruppe gewandt:
    Sehr geehrte Herr Kachelmann und Mitstreiter

    Können sie sehr wohl bittschön einem passionierten Radfahrer (ohne Doping, wenn dann eine Banane und Apfelschorle), erklären, ob es sich heute noch lohnt, bei diesem Wetter in die Pedale zu treten?

    Ich mache sie auf ein Phänomen aufmerksam, daß mir seit langem bekannt, aber noch nie im Wetterbericht referiert worden ist.

    Während meiner Tour, 25 km ins Brandeburger Land, muß ich stets in alle Himmelsrichtungen fahren. Erst nach Norden, zurück nach Süden, Abstecher gen Westen, Rundkurs über alle 4 Richtungen, zurück gen Osten und nach Hause.

    Ich versuchte bisher vergeblich mich an den Windmeldungen des RBB zu orientieren, die zu 99% schlichtweg falsch sind, denn egal, in welche Richtung ich radel, mir bläst der Wind prinzipiell und immer stark ins Gesicht. Aus Sicht der vier Himmelsrichtungen heißt das wohl, drehende Winde aus Gegenfahrtrichtung. Und leider passieren Die Änderungen der Windrichtung und Stärke auch noch immer dann, wenn ich die Fahrtrichtung ändere.

    Es wäre nett, wenn sie mir also mal diesen Windsatz "Mäßiger bis frischer, in Böen starker, aber langsam nachlassender Westwind" ins Deutsche übersetzen könnten, so daß auch ich verstehe, was eigentlich gemeint ist.

    So verstehe ich für heute wiederum nur "Leg die Füße hoch und kuck Radeln im Fernsehen".

Nun trudelte folgende Antwort ein:
    ist schon merkwürdig, was Sie uns da bezüglich des Windes auf Ihren Radtouren beschreiben.

    Ich kann mir das Phänomen nur mit lokal anderen Windrichtungen durch Bebauung bzw durch Bewaldung vorstellen. Ansonsten habe ich keine Erklärung.

    In den Wetterberichten wird natürlich die Hauptwindrichtung gemäß der vorhandenen Luftdruckverteilung angegeben.
    Manchmal passiert es dann aber, das einige Meteorologen noch etwas zu stark ins "Fachchinesisch" verfallen.

    Wir, die Mitarbeiter der Meteomedia, sind leider nicht für den RBB-Videotext zuständig.

    aber hier mal kurz übersetzt:

    Westwind der Stärke 4 bis 5, in Böen bis Stärke 6, der im Laufe des Abends schwächer wird.

    Na ja... das Wetter und auch der Wind macht dann manchmal doch, was er will, und nicht das, was wir wollen.

    :-)
Irgendwie kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß die den Spaß ernst genommen haben.

was ich gemacht habe

Ich wurde gefragt, was ich gemacht habe, als...
Dazu werde ich mich mit 78 Jahren in meinen Memoiren äußern.

15. August 2006

Klarstellung

Also... In der Waffen-SS ging es nicht um Äpfel klauen.

Radlerwetter


Kann jemand diesen Satz in verständliches Deutsch übersetzen? Heißt das, ich darf nicht in den Westen fahren?

es geht wieder los

Billardelevin beim Einspielen

Rolf Kalbs legendäre Snookerreportagen sind wieder da. Bis nächstes Jahr zum 1. Mai. Sehr schön.

John Higgins bei der Northern Ireland Tropy 2006
15.08.2006: Northern Ireland Tropy - John Higgins gewinnt den 1. Frame souverän.
Im zweiten Frame läuft es wohl nicht so rund für Higgins, die rote zu dick getroffen. Kurz darauf Frameaufgabe wegen Snooker.


Das ist wohl ein richtiges Snookerbild. Da hab ich mich oben wohl vertan.

neues Grasssprichwort

Es hilft nicht, Grass über die Sache wach(s)en zu lassen.

Persönlich verletzt

"Günter Grass fühlt sich persönlich verletzt" - Überschrift in der Märkischen Oderzeitung vom 15. August 2006. Ja und? Wer ist Günter Grass?

14. August 2006

Naziproviant

DER SPIEGEL 33/2006 - 14. August 2006
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-431523,00.html
SPIEGEL-Edition
Proviant für die Zukunft

Aufmacher für Spiegel-Editioin auf SPON
____________

So macht SPON den vor sich hin dümpelnden Bestsellervertrieb des Spiegel-Verlages auf. (Nur nebenbei, aus dieser Liste habe ich nur die Mankells im Regal stehen. Und gelesen.)
Bisher dachte ich, daß die Redaktion des Spiegel nur in den 50er Jahren ein Hort von (verkappten) Nazis war.
Aber was mir der Adolf als Proviant für die Zukunft mitgeben soll, das weiß nur der Spiegel. Ich weiß es nicht.

ausgewogen



Das nenne ich sehr ausgewogenen Kampagnenjournalismus, den der Spiegel da betreibt.

Oder:

Je süßer die Euro uns klingen,
wer'n wir uns für diese verdingen.

13. August 2006

Rapidshare

Seit heute flutscht das wieder durch die Leitung wie ein Aal durch die Hände. War das nur ein Testballon, wie weit sie bei den Nutzern gehen können? Oder steckt noch mehr dahinter?

Mir kann es egal sein. Ich will den PC machen lassen. Nicht mich.

Mauershowdiebstahl

SPIEGEL ONLINE - 13. August 2006, 15:20
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-431473,00.html

Gedenktag

Berliner erinnern an Beginn des Mauerbaus

___________
Im Text werden 4 Namen erwähnt. Zumindest Schäuble und Pofalla sind keine Berliner. Soweit zu diesem herzerweichenden Text.

Viel schlimmer ist, daß zwei Dutzend Möchtegernterroristen, von denen bis gerade ebend noch niemand nichts so richtig weiß, erst recht nicht der Spiegel, ARD oder N24, daß also eine journalistische Nebelwolke der Mauer die Show gestohlen hat.

Kein Schwein interessiert sich für Thierses oder Schäubles mauerne Krokodilstränen. Und erst recht nicht für die von einem Herrn Pofalla, wer immer das auch ist.

13. August

The Daily Mail logo

4,000 miles away, Blair's getting Good Vibrations

00:19am 11th August 2006
Tony Blair
On his luxurious yacht in the Caribbean, Tony Blair could almost forget the terror crisis 4,000 miles away in Britain.

But the extensive satellite communications on board means he is in touch with events the instant they unfold.

Mr Blair is able to watch developments back in Britain on one of the vessel's four flat-screen TVs
___________

Zuz deutsch heißt das wohl sinngemäß: Tony Blair hat gute Vibrationen auf seiner Luxusyacht in den Gewässern um die Bahamas herum. Und auf Grund einer sündhaft teuren Satellitenkommunikationsanlage an Bord kann er wohl sehr gut die Beachboys mit "Good Vibrations" aus dem Jenseits empfangen. Außerdem schaut er sich das ganze mit 4 Flachmännern an, damit er den ganzen Terrorscheiß vergessen kann.

Oder so ähnlich.

Dazu fallen mir dann nur die überlieferten Anekdoten zum 13. August ein. Die hektischen Versuche deutscher Politiker, die Staatschefs der 3 Besatzungsmächte zu ebensolchen hektischen Reaktionen zu veranlassen. Leider war damals Sonntag und alle drei zelebrierten diesen auch, interssierten sich nicht das Geringste für die Ereignisse in Berlin.

Also, schönen Urlaub auf den Bahamas*, Barbados oder sonstwo in der Karibik, Tony.
-----------

* Bahamas,

SPIEGEL ONLINE - 01. August 2006, 12:33
URL: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-429586,00.html

Shakiras Paradies

"Ich würde gerne immer nackt leben"

Popstar Shakira hat sich als leidenschaftliche Gärtnerin geoutet - und als begeisterte Anhängerin der Freiluftkultur. In einem Interview offenbarte die Kolumbianerin jetzt ihre Träume vom Paradies.

München - Shakira, die mit ihrem lasziven Hüftschwung und knappen Outfits ihre Fans begeistert, hat ein biederes Hobby: das Gärtnern. In der neuen Ausgabe der Jugendzeitschrift "Bravo" erzählt die Sängerin vom Spaß an ihrem Garten. "Meine neue Leidenschaft ist das Gärtnern", sagt Shakira.

In ihrem Haus auf den Bahamas habe sie sich einen Garten angelegt. "Jetzt ist das ganze Haus umgeben von roten und pinkfarbenen Blumen. Es sieht aus wie im Paradies", schwärmt die 29-Jährige. Das Motto "Zurück zur Natur" gilt nicht nur für ihr neues Hobby.

"In meiner Freizeit laufe ich am liebsten völlig ungeschminkt und nackt rum", gesteht Shakira im Gespräch mit dem Blatt. Sie liebe es, sich privat keine Gedanken um ihr Outfit machen zu müssen: "Am meisten hasse ich es, Schmuck zu tragen. Da fühle ich mich wie an Ketten gelegt! Wenn ich könnte, dann würde ich gerne immer nackt leben - wie Eva im Paradies."

Die Mauer

Die von israelischen Politikern gewünschte, veranlaßte und von israelischen Bauarbeitern und Soldaten gebaute. Die meine ich.

Bei flickr.com als Suchwörter z.B. "israel wall graffiti" eingeben und schon findet man die folgenden Bilder.







Sportberichte

Das deutsche Bezahlfernsehen und dessen Angestellte haben sich schon bei den Olympischen Winterspielen nicht gerade reichhaltig mit Ruhm bekleckert.

Siehe dazu auch die Amerkung erbarmungslos bzw. deren Weiterführung.

Daß es in den Niederungen des Billigjournalismus noch tiefer geht, und man im Schlabbersumpf versinken kann, das haben diese Arbeitsverweigerer dieser Tage zur Europanmeisterschaft der Leichtathleten unter Beweis gestellt. Durch Nichtsenden und Dumm-dumm-Kommentierungen.

Ich kann mich noch dunkel entsinnen, daß diese Knalltüten bis vor gar nicht langer Zeit Flagge gehißt, Hymne inbrünstig danebengesungen und Ständer bekommen haben, wenn sich Deutsche auf dem Podest mal 30 cm über andere Menschen erheben konnten. Wie deren Schriftkollegen.

Da frag ich mich schon, wozu die Bürger gigantische Summen auf die Konten der GEZ schaufeln und was öffentlich-rechtliche Sender unter Programmauftrag verstehen?

12. August 2006

Grass - Erinnerung

Ich wurde an die Scheinheiligkeit des Seins erinnert. Im Hier und Heute. An den Schatten des Gewesenseins. Im Gestrigen. An das Hohlsein. Von Sprechblasen.

Im übrigen habe ich mich bisher durchs Leben gemogelt, ohne etwas von, doch weniges über Grass gelesen zu haben. Daran wird sich wohl auch nichts ändern.
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Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, dann wurde die SS in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen als verbrecherische Organisation verurteilt.
Und soweit ich es weiß, sind diese Urteile auch heute noch rechtsgültig.

"Das NSDAP-Führerkorps, Gestapo, SD und SS (mit Ausnahme der Reiter-SS) wurden vom IMT zu verbrecherischen Organisationen erklärt." (Quelle)

Meinung:

"Das Nürnberger Tribunal hat ja verschiedene NS-Organiationen für verbrecherisch erklärt. Die SS zum Beispiel.
Eine Anerkennung dieses Urteiles hätte also bedeutet, daß den ehemaligen SS-Amgehörigen ihre Zeit dort nicht auf die Rente angerechnet hätte werden dürfen. Dann wäre auch eine Umrechnung und Anerkennung der SS-Dienstgrade in normale Armeedienstgrade nicht gegangen. Eine Anerkennung der Hitlerschen Volksgerichte als verbrecherisch hätte bedeutet, daß die dort tätigen Juristen nicht so ohne Weiteres in den Staatsdienst der BRD häten übernommen werden dürfen - und zudem hätten auch denen die Anrechnunsjahre für die Rente gefehlt.
Im umgekehrten Sinne wären aber die Urteile dieser Gerichte dann nicht mehr rechtskräftig gewesen - es hätte Schadensersatzansprüche gegeben. Aber in der realität ist es ja bis heute so, daß ein wegen Fahnenflucht zum Tode Verurteilter der letzten Kriegstage immer noch als rechtmäßig verurteilt gilt.
Und es hätte dann schon damals Schadensersatzansprüche der ganzen Zangsarbeiter etc. gegeben. Denk doch mal an das unwürdige Geschachere vor ein paar Jahren um diese Frage.
Und so ist es denn heute noch so, daß zB. ein Litauer, der damalös freiwillig in der SS gedient hat, Anspruch auf eine deutsche Rente hat und der Litauer, der sein Land verteidigt hat und zur Zwangsarbeit nach deutschland verpflichtet wurde, hat diesen Anspruch nicht.
Es ist politisch eine Sauerei - zugegeben. Aber die BRD wollte nun mal bei ihrem Neuanfang auf die alten Nazis als Staatsdiener nicht verzichten und denen eine möflichst ungebrochene Dienstlaufbahn verschaffen."

11. August 2006

? Rapidshare ?



Klicke hier, um schnell und kostenlos Dateien raufzuladen!
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__________

So macht man sich aber keine Freunde, mit lauter Versprechungen. Seit heute wurde ab manchmal 47 MB, manchmal schon 46 diese Speedbremse eingesetzt.

Ende der Veranstaltung.

Schnell und kostenlos Dateien raufladen, das scheitert schon an der ADSL. Und kostenlos raufladen intreressiert mich eh nicht. Kostenlos runterladen, das ist meine Ambition.
Das unbegrenzte Downloadlimit ist bereits nach 3 MB erreicht.

Und 5 Abbrüche des donwloads hatte ich heute auch schon. War bei dem Anbieter bisher noch nie.

Hier segelt jemand unter falscher Flagge.

Oder rapidshare.de geht es wohl sehr schlecht, wenn man die Anwender dermaßen vergrault.

Dieses Spiel können sie nur verlieren, denn da stehen längst andere upload-Dienste Schlange. Im Grunde haben sie schon verloren.

Und duze tun die Knalltüten mich auch. Na dann duze ich eben zurück.

scheiß Sterne



Brandauer meldet sich

Sie haben mal scherzhaft gesagt, der Mensch säße auf dem Klo, unter sich die Scheiße, über sich die Sterne, und nach beidem könne er greifen.
Ja, meistens kommt man beim Greifen nach den Sternen aus dem Gleichgewicht, rutscht ab und sitzt tief in ... na, Sie wissen schon, wo.
...
Gibt es eine andere Zeit, in der Sie lieber gelebt hätten?
Nein. Aber wenn wir das Spielchen schon betreiben wollen: Eine Revolution hätte ich gern erlebt, auch wenn ich überhaupt kein mutiger Mensch bin.
Welche Revolution?
Na, so was wie Fidel Castro, das wär’s doch gewesen.

10. August 2006

Streithammel

Eine Stellenanzeige in der Zeitung vom 28.07. (Frist ist wohl heute abgelaufen und es ging wohl um eine einzige, nicht mehrere, wie das Inserat suggeriert, hab leider erst heute via email den Tip für's verwursten bekommen):

Haben die nicht schon genug Streithammel?