29. September 2009

jetzt mal Klartext

So wird das nix, ihr Sozis. Mit Verfassungsfeind Steinmeier in Führungsverantwortung kommt ihr keinen Schritt voran.

Das ist einzig schöne daran, es ist eine riesen Lachnummer, die ihr da gerade in aller Öffentlichkeit zelebriert. Kostenfrei gibt es kaum besseres Kabarett.

ich hatte gesagt: für Politik braucht man Eier

Und zwar vor längerer Zeit.

Nun überrascht uns dieser Hodenwärmer Matschie mit der Mitteilung, er verzichte auf das Amt des Ministerpräsidenten.

Dann überrasche ich jetzt mal die Menschheit mit der Botschaft "Ich verzichte auf das Amt des Bundespräsidenten". Ich bestehe allerdings darauf, daß ein Karnickelvereinsmitglied das Amt übernimmt.

Die Position müsse vom Karnickelverein besetzt werden, da sich der Verein darauf festgelegt habe, keinen Bundespräsidenten der Hundezüchter zu wählen. "Das ist eine Frage der Glaubwürdigkeit der Karnickelzüchter."

like a rolling stone



Nicht nur bad girl, sie soll sogar strunzdumm sein, wie wir kürzlich gelernt haben. Aber das ist für ein Rock-Magazin dumb as a rock kein Kriterium.

Die drei vier Bilder im Heft sind allerdings durchaus gelungen.

Das Magazin erschreckt uns mit einer viel grausameren Nachricht, die da lautet:

Yoko Ono revives her Plastic Band.

wenn ich mich recht entsinne, hat die Frau einen beschissenen Musikgeschmack.

well done

So. Zähne gerichtet und angepaßt, abgebissener Zahn saniert, nächster Termin irgendwann im nächsten Jahr. Damit kann ich sehr gut leben.

28. September 2009

Mannichl-Gedenken

Im Andenken an die gelungen Fahndungsfotos aus dem Fall Mannichl hat die Polizei eine neue Serie der beim Rätselvolk beliebten Vexierbilder aufgelegt. Heute das Motiv: Weihnachtsfrau, männlich.

Wahlvorhersage

Der Einzige, der das gestrige Wahlergebnis und seine bedrohliche Folge punktgenau vorhersagte, ist Arnold Funke.

Widerstandskämpfer entpuppen sich als Heckenschützen

Die heute Vormittag als Widerstandskämpfer identifizierten Personen sind in Wirklichkeit politische Heckenschützen. Ist Heckenschießen in Deutschland seit dem Amoklauf von ... nicht verboten?

Münte tritt ab – das ist die Nachricht des Tages.
Zuvor hatten politische Heckenschützen das Feuer auf die Parteispitze eröffnet.


Ach ja, einer der im Artikel genannten widerständigen Heckenschützen hat sein Handwerk gründlich gelernt. Dr. Christian Zöpel, früher Staatsminister der albanischen Mafia.

Widerstandskämpfer im DGB

Der Satz ist auch sehr lustich.

...droht der Deutsche Gewerkschaftsbund der künftigen Regierung. Gegen soziale Einschnitte werde es erbitterten Widerstand geben, warnt DGB-Chef Sommer.

Sommer, das ist doch ein sedierte Couchrevoluzzer. Dagegen war Harry Tisch ein regelrechter Heißsporn.

Widerstandskämpfer in der SPD

Der Satz ist ja lustich.

Kurt Beck und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit führen den Widerstand an.

vorbeugende Haft wegen keiner Straftaten

Geht ja gut los.

...sind in München zwei Islamisten vorbeugend in Polizeigewahrsam genommen worden... Es handele sich um eine rein vorbeugende Maßnahme, den beiden Männern würden keine Straftaten vorgeworfen.

29,19

Das Staatsvolk der BRD wird zukünftig wie vergänglich von einer Minderheitenregierung drangsaliert. Wie eine erste Berechnung anhand des vorläufigen Endergebnisses zu den gestern stattgefundenen Wahlen ergab, haben mehr als 70% des wahlmündigen Volksteils der in Kürze zu bildenden Regierung eine Absage erteilt.

Gerade einmal 29,19 Prozent des statistischen Wahlvolks wollen per Votum von schwarz-gelb regiert werden.

Ich hör schon wieder die schwachsinnigen Sätze von Kanzler aller Deutschen usw. und schalte jetzt ab.

zusammengefaltet



Der Wähler, wer immer das ist, hat die SPD auf das Maß zusammengefaltet, das ihr zusteht.

Mit einer geschröderten SPD ist halt kein Staat zu machen.

Es steht mir zwar nicht zu, den Sozis Ratschläge zu erteilen, weil mich die Partei nicht interessiert, doch helfen kann ihr nur noch die Konterrevolution. Erst abwarten, bis Nahles und Konsorten Müntefering und Steinmeier des Tisches verweisen haben, um dann denen den Stuhl unterm Arsch wegzusägen.

Denn auch mit Nahles & Co. wird es keinen Deut vorwärts gehen.

27. September 2009

Umfrage-Verrat

Muß die Wahl jetzt wiederholt werden, nur weil das Offlineboulevardmagazin Spiegel das Internet nicht versteht?

Es dauerte gerade eine Stunde, dann wird das leidende Volk mit der folgenden Lyrik malträtiert. Ausnahmsweise wird der Erfinder der schwer verständlichen zeilen namentlich erwähnt.

SPIEGEL ONLINE
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,druck-651619,00.html
27. September 2009, 19:01 Uhr

Umfrage-Verrat
Wilde Prognostiker wüten auf Twitter

Von Konrad Lischka

Echt oder ausgedacht? Gut zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale kursierten angebliche Prognosen im Internet. Einige Daten scheinen frei erfunden, andere glaubwürdig - jedenfalls sind die Urheber bislang kaum auszumachen, es kam sogar zu Fälschungen.

Waren die eigentlich geheimen Prognosen nun schon wieder ausgeplaudert worden? Demokratietheoretisch ist das ein Problem, weil Vorabveröffentlichungen des mutmaßlichen Wahlergebnisses Menschen beeinflussen könnten, die noch nicht gewählt haben. Die Wahlgesetze verbieten, dass die Daten vor 18 Uhr nach außen dringen. Als bei den Landtagswahlen im August Prognosen über Twitter durchsickerten, schimpfte SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz: "Sauerei". Das "schadet der Demokratie", sagte Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach.


Daß als Beweis zwei ausgemachte Luftnummern herangezogen werden, macht den Text nicht verständlicher.

Daß der Spiegel vom Internet nichts versteht, beweist er jeden Tag auf's neue.

Daß das alles ohne jede Bedeutung bis zum Tag des Untergangs der Menschheit ist, das wird Herr Likscha nie begreifen.

Alles Trallafitti.

Sehr schön. Sind mir mal drei Sätze hintereinander gelungen, die alle mit dem erhabenen sz beginnen. Wer kann das schon in seiner Rechtschreibvita aufweisen?

ein schöner Tag

Ich habe den letzten Klimawandelsonntag des September sehr sinnvoll verbracht und mich doch noch aufgerafft.

Ehe die Periode der Tristheit und Langweiligkeit beginnt, radelte ich noch einmal eine erkleckliche Strecke in einem erklecklichem Tempo, denn dieser Tag war wie für mich gemacht. Vom Klimawandel gut durchgewärmte Luft, keine Wolken, weil ich brauch meine UV-Strahlung, vor allem aber kein psycholgisch deprimierender Wind, der einen das Radeln am Feldrain vergällt.

Heute war einer der wenigen Tage, an denen ich die Klimawandelvorhersage nachtragend unterschreiben würde. Kaum lästige Winde für motivationsfaule Radler.

Einen solchen Sonntag wie heute lob ich mir, denn somit ist mir eine sehr sinnvolle Aktion an diesem Tag gelungen.

Das war's dann wohl mit dem Kurzehose-T-Shirt-Radeln für dieses Jahr. Es sei denn, ich nutze den stationären Treter 1 Meter links von mir.

1. Prognose Bundestagswahl

So, es ist 16 Uhr, hier also meine erste Prognose.

Zuversicht und Freude

damit der Satz nicht vergessen wird

Nicht daß es später mal heißt, der sei von mir gewesen.

Peter Muehlbauer

Relativ überraschend ist dagegen das gute Abschneiden der Linkspartei, die bisher ebenfalls nicht durch eine besondere Online-Affinität auffiel.

mehr kostenlose Wahlhilfe geht nicht

26. September 2009

das letzte Aufgebot

Nachdem wir letzte Woche gelernt haben, daß der Spiegel fest in Feindeshand ist und in Treue zur CDU seine Artikel verfertigen läßt, wundert es nicht, daß er kurz vor dem Urnenstöpseln das letzte Aufgebot ins Rennen geschickt hat.

Die Atomlobby plante den Wahlkampf minutiös, hieß es vor einigen Tagen. Als Internetausdrucker hatte man auf einem der vielen Blätter dann eine namentliche Liste von Journalisten, die mit Farbcodierungen seitens dieser Atomlobby versehen worden waren. Damit sollte wohl ihr politische Lage eingenordet werden. Nun heißt es am Ende des Artikels:

Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version dieses Textes wurden die Namen der Journalisten veröffentlicht. Aufgrund von Bedenken einiger Betroffener wurde diese Übersicht entfernt.

Bedenken hatte da wohl eher die CDU-geführte Atomlobby. Bzw. die atomare CDU. Die Namen liegen mir selbstverständlich vor.

Anderen aber auch.

http://www.nachdenkseiten.de/?p=4217#h15
http://piranhase.blogspot.com/2009/09/faz-andreas-mihm-schwarz-gelb-faz.html
http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=126245
http://www.contratom.de/news/newsanzeige.php?newsid=17731
http://www.burks.de/burksblog/2009/09/23/atomlobby-plante-wahlkampf-minutios

Und dann mußte Märchenonkel Yassin gestern nachsitzen, nachdem Osama Bin Laden die Schauergeschichte, die am Abend veröffentlicht wurde, durch Untertitelung eines Videos in Papierstaub zerblasen hatte.

Weil Yassin alleine nicht mehr weiter wußte, die Terrorgefahr kurz vor dem Wahltag trotzdem medial aufrecht zu erhalten war, holte er sich Rat bei seinem vorgesetzten Praktikanten, bis 21:18 Uhr eine neue Version des Märchens online gehen konnte. Diesmal eines der Gebrüder Mushgeb.

SPIEGEL ONLINE 25. September 2009, 21:18 Uhr
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-651464,00.html
Video-Botschaft
Taliban drohen Deutschland mit Anschlägen
Von Yassin Musharbash und Matthias Gebauer


Heute ist Samstag, ich hab mir einen Zahn abgebissen, allerdings keinen der neuen, bin also nicht ganz so gut drauf, kürze das alles etwas ab und zitiere fefe:

Aber das ehemalige Nachrichtenmagazin, das sich mit einem Dauerfeuer von angeblichen Terrorismus-Panikmachemeldungen ein Gnadenbrot zusammenkratzt, da läuft die Redaktion natürlich noch frei rum. Denn Terror verbreiten ist OK, solange Herr Schäuble und sein gemeinsames Terrorpanikzentrum von BKA und SPON es tun. Da müßte mal jemand die EU anrufen, das ist offensichtlich ein unfaires Marktmonopol, ein Eingriff in den freien Binnenmarkt!

Ich hätte es eh nicht besser sagen können.

Und eine Namensliste der Journalisten, die heimlich für BND, Verfassungsschutz und Schäuble deren Presseerklärungen ab und -umschreiben, über eine solche Liste verfüge ich auch. Die Namen haben alle einen tiefschwarzen Farbbalken zur Kennzeichnung ihrer politsichen Präferenz.

25. September 2009

Spiegel verbreitet Terrorpropaganda

dachte ich zuerst, als ich das las.

SPIEGEL ONLINE 25. September 2009, 18:41 Uhr
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-651452,00.html
Wortlaut der Bin-Laden-Rede
"Wir verlangen, dass ihr eure Soldaten abzieht"


Denn kurz vorher noch versuchte der Märchenonkel Yassin Musharbash, uns kleine Kinder mit einer Schauergeschichte zu verängstigen.

SPIEGEL ONLINE 25. September 2009, 17:39 Uhr
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-651431,00.html
Neue Videobotschaft
Bin Laden warnt Europa

Das Terrornetzwerk al-Qaida hat die nächste Eskalationsstufe gezündet.


Nachdem ich mir allerdings die von Helga Hochwind protokollierten Untertitel, nicht den Wortlaut der Bin-Laden-Rede, aufmerksam durchgelesen habe, komme ich zu einer anderen Einschätzung. Oder zweien.

1. Der Spiegel hat gelernt. Sein unverlinkter Behauptungs- und Praktikantenabschreibejournalismus ist für'n Müll. Internetaffine Menschen informieren sich anders, besser und im Original.

Schön wär's. Soweit ist der Spiegel noch lange nicht.

2. Es hat gerade mal eine Stunde gedauert, da hat der Spiegel eine Gegendarstellung zu den Fieberphantasien des gut bezahlten Märchenerzählers veröffentlicht. Es mußte dafür nur der Originaltext zur Verfügung gestellt werden. Schwuppdiwupps entpuppen sich Yassins Wortsammlungen als heiße Luft. Da zündet nix. Da eskaliert auch nix.

Hatten wir in diesem Jahr ja schon mal. Als die unsägliche Kinderpornographiegeschichte des gedruckten Heftes selbigen Tages im Interntportal in der Luft zerrissen wurde.

Ist halt wie bei der Ghaddafi-Rede vor der UNO. Die Praktikanten in den Leidmedien haben artig abgeschrieben, daß es sich um unerträgliches Blablaba handelte.

Und wer sich das Ding im Original in ruhiger Stunde reingezogen hat, kam zu einer gänzlich anderen Feststellung. Hatte nämlich viel Substanz und war oft dicht an der Wahrheit entlang geredet.