24. September 2010

Gastbeitrag des Tages geändert

Der international renomierte Mittelextremismusforscher Ole Reißmann hat mir exclusiv eine neue Überschrift für seinen Gastartikel zukommen lassen.

Der Artikel geht jetzt mit einem echt knackigen Titel los.

Anti-Politiker der Mittelextremen profitieren vom Verdruss

Die brisante Geschichte wurde hingegen nicht verändert.

normierter ISO-Journalismus

aus meinem reader

Eklat in UN-Versammlung - Irrer von Teheran hetzt gegen die USA
von bild

Ahmadinedschad vor der UN: Der radikale Provokateur
von Sueddeutsche

Verschwörungstheorien zu 9/11 - Ahmadinedschad sorgt im Uno-Plenum für Eklat
von Spiegel


Sehr geehrte ISO-Journalisten, könntet ihr mir bitte anhand des Redemanuskripts darlegen, was ihr mir sagen wollt?

Ich hab das alles nicht gefunden, was ihr ins Deutsche gedichtet habt. Vielleicht sind aber auch meine Englischkenntnisse nicht hinreichend genug, um die von euch herausgearbeiteten Feinheiten zu erkennen.

dieses Hinrichtungsvideo präsentiert ihnen Vodafone

Normierter ISO-Journalismus (Wulff) at it's best. Sehr schön, daß Vodafone nun auch Hinrichtungsvideos sponsert.

Mit Vodafone-Handys näher dran an Hinrichtungen !
Mit einem Vodafone-Handy sind Hinrichtungen scharf wie Westsenf !

Gastbeitrag zum Mittelextremismus in Sachsen-Anhalt

Heute wieder ein wissenschaftlich fundierter und sehr ausgewogener Beitrag zur wachsenden Bedeutung der Gefahren des Mittelextremismus am Beispiel Sachsen-Anhalts.

Noch kannst du entscheiden, ob du erst zur Toilette gehst oder nach dem Lesen.
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SPINNER ONLINE 24. September 2010, 14:03 Uhr
Studie zu Mittelextremen
Mittelextreme Parteien setzten sich in Sachsen-Anhalt fest

Von Ole Reißmann

Eine neue Studie zeigt: Die mittelextremen Parteien haben in Sachsen-Anhalt erfolgreich die Kommunalparlamente erobert und inszenieren sich als Parteien der kleinen Leute. Die Demokraten blockieren zwar jeden Antrag der Mittelextremen - sie bleiben jedoch insgesamt zu passiv.

Hamburg - Sie sitzen im Kreistag, im Gemeinde- oder Stadtrat: 829 Abgeordnete der mittelextremen Parteien wurden in Sachsen-Anhalt in kommunale Gremien gewählt. Wo immer die Parteien zu Wahlen antreten, werden mittlerweile regelmäßig Mandate gewonnen. Das nächste Ziel: Der Sprung in den Magdeburger Landtag; im März 2011 wird gewählt.

Wie diese Parteien in Sachsen-Anhalt organisiert sind und was die Vertreter der Parteien in der Kommunalpolitik erreicht haben, zeigt eine neue Studie der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Landeszentrale für politische Bildung. Seit 2007, als die Kreistage gewählt wurden, haben die Forscher die Arbeit der mittelextremen Parteien im Burgenlandkreis, im Salzlandkreis und im Harzkreis beobachtet. Sie nahmen an Sitzungen teil, führten Interviews und werteten Protokolle, Zeitungsartikel und Internetseiten aus.

Das Ergebnis ist ernüchternd - sowohl für die Mittelextremen als auch für die Demokraten. So falle die Bilanz der mittelextremen Parteien in den untersuchten Kreistagen "vernichtend" aus. Zumindest wenn man betrachtet, welche Anträge die Parteien durchbringen konnte. Die sind in zwei der untersuchten Kreise zwar zahlreich, werden von den anderen Parteien aber abgeschmettert. Die konsequente Ausgrenzung schränke den politischen Einfluss der Mittelextremen erheblich ein.

Fragwürdiger Erfolg

Die mittelextremen Parteien missbrauchen die Kreistage aber als Bühne für "symbolische Kommunalpolitik", so der Befund. So inszenieren sich diese Parteien mit rein taktischen Anträgen zu allen möglichen Themen als Partei der kleinen Leute, eine klare Strategie sei aber ansonsten nicht erkennbar. Der inhaltlichen Arbeit fernab der Öffentlichkeit in den Ausschüssen blieben die mittelextremen Politiker meist fern. Entgegen anderer Beteuerungen verfolgen diese Parteien eine Strategie einer Fundamentalopposition und verzichten auf politische Mitarbeit.

Mit fragwürdigem Erfolg: Seit Jahren dümpeln die Mitgliederzahlen. Es sei diesen Parteien nicht gelungen, ihre Basis auszubauen, sagen die Autoren der Studie. Ebenso sei der Versuch gescheitert, mit der Arbeit in den Kreistagen "bei der mittelextremen Szene und mittelextrem affinen Jugendlichen auf positive Resonanz zu stoßen". Die breite Öffentlichkeit erfahre zudem kaum von der politischen Arbeit der Mittelextremen in den Kreistagen: Lokale und regionale Medien würden nur noch in Ausnahmefällen berichten.

Im Burgenlandkreis gebe es aber eine Stammwählerschaft. Detailliert gibt die Studie Auskunft über Strukturen und Personal in den drei untersuchten Kreisen, bis hin zu Steckbriefen der mittelextremen Mandatsträger inklusive Foto. Damit schließt die Untersuchung eine peinliche Bildungslücke: Viele von den Forschern befragte Kommunalpolitiker waren nicht in der Lage, die Abgeordneten der mittelextremen Parteien richtig einzuschätzen.

Nachhilfe für die Demokraten

Zumindest gab es in den Kreistagen Absprachen unter den Demokraten, wie mit den Mittelextremen umzugehen sei. Im Harzkreis verständigten sie sich sogar verbindlich darauf, den Mittelextremen keine Bühne zu bieten und Provokationen ins Leere laufen zu lassen. Ein umfassender Austausch über die Kreisgrenzen hinaus habe aber nicht stattgefunden - und die Landesparteien ließen ihre Kommunalpolitiker in dieser Frage weitgehend auf sich gestellt.

Ein Kapitel der Studie gibt deshalb "Empfehlungen zum Umgang mit den mittelxtremen Parteien in kommunalen Gremien". Die seien als Diskussionsgrundlage zu verstehen, so die Autoren. Unter anderem fordern sie die anderen auf, nicht mit den Mittelextremen zusammen zu arbeiten, sie aber auch nicht völlig zu ignorieren. Auch geben sie Hinweise, wie Kreistagssitzungen nicht zur Bühne für die Mittelextremen werden, ohne dass demokratische Spielregeln eingeschränkt werden müssen.

Nachhilfe für die Politik - denn die Forscher attestieren den demokratischen Mandatsträgern eine weitgehend passive Haltung im Umgang mit den Mittelextremen. Die wissen die Politikverdrossenheit der Wähler gegenüber dem Staat für sich ausnutzen. Dem könne entgegen getreten werden, wenn man die Bürger wieder verstärkt in politische Entscheidungen einbeziehe. Das Fazit der Forscher: "Mehr Demokratie wagen" sei ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen Mittelextremismus.

Denn 1998 stellten die Wähler in Sachsen-Anhalt einen traurigen Rekord auf: 88 Prozent der Stimmen gingen an die Mittelextremen, bisher das beste Wahlergebnis der mittelextremen Parteien.

Aber ein Ziel ist schon erreicht: In der Kommunalpolitik sind mittelextreme Parteien fest verankert.

Pascal Begrich, Thomas Weber und Roland Roth: Die mittelextremen Parteien in den Kreistagen Sachsen-Anhalts. Herausgegeben von der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Nur die Hälfte?

welt-online 11:01

Gerhard Richter – Die Hälfte im Museum ist Müll


Ich hätte vermutet, das sei mehr.

echte Kerle

welt-online 09:16

Männer dürfen endlich wieder Männer sein

Von Britta Schmeis

Nun sind wieder echte Kerle gefragt – die auch mal den Abwasch machen.


Liebe Britta, echte Kerle, also Männer, machen keinen Abwasch. Das ist unter ihrer Würde. Verstanden?

Vergleiche verbieten



Schwerer Vorwurf im wöchentlichen Klagemagazin Spiegel, der einer Anklage gleichkommt. Es sollte bekannt sein, daß Äpfel und Birnen, sprich Demokraten und rassistische Nazis nicht verglichen werden dürfen, denn nichts anderes hat Schnarrenberger gemacht. Es ist auch eine starke Zumutung für Feingeister den intellektuell brillianten Popbeauftragten der SPD mit einem schnöden Statistikfälscher zu vergleichen.

Ich für meinen Teil habe ja absolut Schwein gehabt, daß ich vor Tagen Gabriel nicht mit Sarrazin verglichen habe, sondern gleich behauptete, der Gabriel gibt den Sarrazin und macht gleich auf Nazi.

Also Frau Justizministerin, auch für sie gilt:

10:11 Uhr elfmeter
320. wie recht sie haben

Verzichten Sie bitte auf unangebrachte Vergleiche. Die Redaktion / Mh

23. September 2010

Fremdschämer



Vielleicht wäre es angebracht, wenn sich Schabowski für seine eigene jämmerliche Existenz schäme. Darüber hinaus der Volksgesundheit förderlich, wenn er einfach nur die Klappe halten würde.

gut geklaut ist besser als selber ausgeschwittzt

welt

Dirk Maxeiner und Michael Miersch

... was man zur Klimafrage zu meinen hat, ist im Bundestag so klar geregelt, wie der Glaube an den historischen Materialismus in der Volkskammer.

Der Meeresspiegel steigt kaum, die Globaltemperatur stagniert, Wirbelstürme nehmen nicht zu: Alles egal, wir glauben an die Klimakatastrophe. Wer nicht mitbetet, wird zum Sarrazin gemacht.

jetzt wird Rainer Speer fertig gemacht



BILD hat nur 6 postive Meinungen zum Sachverhalt zugelassen und die Kommentare für diesen Artikel geschlossen.

Offensichtlich gibt es deutsche Medien, die ohne eine Hetz- und Treibjagd auf Menschen nicht überlebensfähig sind. Binnen weniger Wochen der dritte große Fall, bei dem die Medien Richter und Henker in Personalunion sind. Da hatte der gestern auf WELT-Online gelöschte Blockwart wohl Recht.

Davon abgesehen unterliegt auch BILD dem Trugschluß, in Deutschland gäbe es Meinungsfreiheit. Dem ist beileibe nicht so, denn Artikel 5 Absatz 2 schränkt die Meinungsfreiheit in erheblichen Maße ein. Es darf längst nicht alles gemeinungt werden, was einem gerade in den Kram paßt. Durch Unterschlagung dieses Absatzes seitens der BILD-Redaktion wird der BILD-Leser vollkommmen falsch und irreführend unterrichtet. Erst Recht unter dem Blickwinkel, daß genau jener Absatz 2 Anwendung fand.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.



Davon abgesehen, ist doch die öffentliche Meinungskanalisierung längst erfolgt. Man muß nur nach Rainer Speer Unterhalt Straftat recherchieren und landet in einem Füllhorn einer einzigen vorgefertigten Meinungsschablone. Ich selber verstehe unter Meinungsfreiheit allerdings etwas anderes als nur eine einzige Meinung, die verbreitet werden darf bzw. bereits ist.

Die ganze Aktion hat auch was skurriles an sich. Genau die Medien, die gar nicht schnell genug die Meinungen auf ihren Internetservern löschen können, weil sie nicht in ihre journalistische ISO-Norm (Wulff) passen, genau die schreien jetzt Zensur. Recht so, daß euch das auch mal passiert.

22. September 2010

Blockwart sagt

22.09.2010, 20:12 Uhr Blockwart sagt:
Die Zensurschweine bei Springer sind der Typ Mensch, der früher auch das Gas in den Duschen aufgedreht hätte.

Dieser Abschaum stirbt in Deutschland offenbar niemals aus.

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Der Kommentar wurde inzwischen auf WELT-Online gelöscht und wird desterwegen in diesem Blog archiviert.

der beste Qualitätsüberschriftenpraktikant des Tages

Führer der Taliban (fast)

Das muß man mal laut und schön betont vor sich hinmurmeln.

de Maizieré zum elektrischen Personalausweis

unsexy und kackhäßlich

Es ist wohl bitter nötig, daß der Frau Doppelname Isabella Müller-Reinhardt von BILD die Attribute sexy und schön angepappt werden. Ich seh ja auf Anhieb, daß die unsexy und kackhäßlich ist. Screenshot anbei.

21. September 2010

der literarische Spaß vom Dienstag

Wir haben erst Dienstag und schon habe ich die zweite Perle deutscher Zunge in einem Qulaitätsmedium hervorgepopelt. Da schwingt sich ein Karsten Polke-Majewski mit einem Schlag seines Federkiels zu einem dichterischen Höhenflug auf.

Sigmar Gabriel..., der gerade eben mit intellektueller Brillanz Thilo Sarrazins krude "Herrenreitermentalität" demontierte.

Liebe Leute, das mit der intellektuellen Brillianz, stammt nicht von mir, ich hab nur zitiert.

Kameras haben keine Gene

Und können demzufolge auch nichts beerben. Himmelschreiender Blödsinn, den die Welt da in die Welt gesetzt hat. Systemkameras können an keiner Stelle den Spiegelreflexen das Wasser reichen. Außer im Schnuckelfaktor. Aber der macht keine guten Bilder.

denn heute ermahne ich Deutschland...

es ist ja selten, daß ich BILD Recht geben muß

Aber bezüglich der besten Flachfernseher ist es wohl an dem, was sie behaupten, daß der Sony KDL-37W5800 Spitze ist.

Nur die Damen auf der Mattscheibe sehen bei dem von mir begutachteten Gerät anders aus.

Schutz

heise

Etwas Twitter-Pause ist der beste Schutz.

Mach ich schon seit Jahrzehnten und bin bisher gut damit gefahren.