NEWS-TICKER
DONNERSTAG, 13. JANUAR 2011, 17:08 UHR
Steinmeier will Weichen für
Vollbeschäftigung stellen
13. Januar 2011
Klick-Analytics
Oder: der gebrochene Klick-Analytiker
BILD und heise
Datenschützer-Website bricht Datenschutz-Regeln
Auf der Website der Behörde kommt ein externer Statistik-Dienst zum Einsatz, der Nutzerinformationen nicht gesetzeskonform verarbeitet. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar, betonte, dass der Anbieter IVW seinen Dienst bis Juli 2011 an die rechtlichen Vorgaben anpassen wolle.
Datenschützer bricht Verhandlungen über Google Analytics ab
Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat die seit September 2009 laufenden Verhandlungen mit Google über dessen Analysedienst Google Analytics abgebrochen. "Leider mussten wir zu dem Ergebnis kommen, dass Google unseren Datenschutzanforderungen nicht entsprochen hat."
IVW ist ein deutscher Klicksammler und zahlt Steuern, google ein amerikanischer und eine Stiftung. Demzufolge wird dem deutschen Mausklickzählern natürlich eine faire und sehr großzügige Chance gegeben, ihr Geschäftsgebahren dem strengen Anforderungsbild des Hamburger Datenschützers anzupassen.
Ganz nebenbei wird auf meinem Rechner IVW seit unzähligen Jahren geblockt.
Auf den Pimmellängenanalytiker aus Hamburg kommt wohl ein deftiges Bußgeld zu.
BILD und heise
Datenschützer-Website bricht Datenschutz-Regeln
Auf der Website der Behörde kommt ein externer Statistik-Dienst zum Einsatz, der Nutzerinformationen nicht gesetzeskonform verarbeitet. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar, betonte, dass der Anbieter IVW seinen Dienst bis Juli 2011 an die rechtlichen Vorgaben anpassen wolle.
Datenschützer bricht Verhandlungen über Google Analytics ab
Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat die seit September 2009 laufenden Verhandlungen mit Google über dessen Analysedienst Google Analytics abgebrochen. "Leider mussten wir zu dem Ergebnis kommen, dass Google unseren Datenschutzanforderungen nicht entsprochen hat."
IVW ist ein deutscher Klicksammler und zahlt Steuern, google ein amerikanischer und eine Stiftung. Demzufolge wird dem deutschen Mausklickzählern natürlich eine faire und sehr großzügige Chance gegeben, ihr Geschäftsgebahren dem strengen Anforderungsbild des Hamburger Datenschützers anzupassen.
Ganz nebenbei wird auf meinem Rechner IVW seit unzähligen Jahren geblockt.
Auf den Pimmellängenanalytiker aus Hamburg kommt wohl ein deftiges Bußgeld zu.
12. Januar 2011
BILD-Redakteuer betrunken angetrunken
Angetrunkener Luftwaffen-Chef zwang Piloten zur Landung
In der Überschrift des Textes ist das Angetrunkensein zur Trunkenheit mutiert.
Betrunkener Luftwaffen-Chef zwang Piloten zur Landung
Im reader heißt es dann:
...der Schuldige ist gefunden: Polens Luft-Waffen-Chef Andrzej Blasik. Betrunken erzwang er die Landung.
Die beiden überschriftigen Formulierungen, selbst wenn sie der Not in der BILD geschuldet sind, Sätze mit maximal 7 Wörtern zu formulieren, da der deutsche Leser darüber hinaus gehende Satzkonstruktionen a) entweder nicht kapiert oder b) für viel zu kompliziert hält oder c) den Anfang schon wieder vergessen hat, rechtfertigen selbst dann nicht, den Untersuchungsbericht in eine BILD genehme Diktion umzulügen.
Bei RIA-Nowosti heißt es dazu schlicht:
Die Untersuchung habe 0,6 Promille Alkohol im Blut von Luftwaffenchef Andrzej Blasik ergeben, hieß es.
Auf die Frage, ob Kaczynski vielleicht die Landung persönlich befohlen habe, antwortete der MAK-Kommissionschef Alexej Morosow, die Flugschreiber hätten keine konkreten Befehle dieser Art aufgezeichnet.
Das ist eine vollkommen andere Aussage.
Es steht die Vermutung im Raum, daß der bei BILD verantwortliche Formulator bei Abfassung des Textes sturzbetrunken war oder im Koma soff.
Die abschreibenden und leicht beschwipsten Kollegen des wöchentlichen Flugmagazins fanden das gar lustig, und da sie sich ebenfalls im Schreibrausch befanden, dichteten sie die BILD-Schlagzeile dahingehend um:
SPIEGEL-OFFLINE 11:39 Uhr
Abschlussbericht zum Flugzeugabsturz
Beschwipster Luftwaffenchef verschuldete Kaczynski-Crash
Die in ihrer dichterischen Freiheit schier unbegrenzten Autoren der Sueddeutschen, übersetzen das Dokument so:
Russischer Bericht zum Kaczynski-Absturz
Promille im Cockpit
Nun gibt auch das der Untersuchungsbericht überhaupt nicht her. Bisher ist nur bekannt, daß die Promille im Leichnam des ehemaligen Luftwaffen-Chefs gefunden wurden und nicht im Cockpit.
Für die genüßliche Vertiefung der deutsch-polnischenFeindschaftFreundschaft, bei der man alle Schuldzuweisungen ruhigen Gewissens den Russen in die Schuhe schieben kann, reicht der Abschlußbericht aber allemal.
Wieder mal ein formidables Stück von Dichtung und Wahrheit, das uns hier aufgetischt wird. Freiwillig und von allen.
In der Überschrift des Textes ist das Angetrunkensein zur Trunkenheit mutiert.
Betrunkener Luftwaffen-Chef zwang Piloten zur Landung
Im reader heißt es dann:
...der Schuldige ist gefunden: Polens Luft-Waffen-Chef Andrzej Blasik. Betrunken erzwang er die Landung.
Die beiden überschriftigen Formulierungen, selbst wenn sie der Not in der BILD geschuldet sind, Sätze mit maximal 7 Wörtern zu formulieren, da der deutsche Leser darüber hinaus gehende Satzkonstruktionen a) entweder nicht kapiert oder b) für viel zu kompliziert hält oder c) den Anfang schon wieder vergessen hat, rechtfertigen selbst dann nicht, den Untersuchungsbericht in eine BILD genehme Diktion umzulügen.
Bei RIA-Nowosti heißt es dazu schlicht:
Die Untersuchung habe 0,6 Promille Alkohol im Blut von Luftwaffenchef Andrzej Blasik ergeben, hieß es.
Auf die Frage, ob Kaczynski vielleicht die Landung persönlich befohlen habe, antwortete der MAK-Kommissionschef Alexej Morosow, die Flugschreiber hätten keine konkreten Befehle dieser Art aufgezeichnet.
Das ist eine vollkommen andere Aussage.
Es steht die Vermutung im Raum, daß der bei BILD verantwortliche Formulator bei Abfassung des Textes sturzbetrunken war oder im Koma soff.
Die abschreibenden und leicht beschwipsten Kollegen des wöchentlichen Flugmagazins fanden das gar lustig, und da sie sich ebenfalls im Schreibrausch befanden, dichteten sie die BILD-Schlagzeile dahingehend um:
SPIEGEL-OFFLINE 11:39 Uhr
Abschlussbericht zum Flugzeugabsturz
Beschwipster Luftwaffenchef verschuldete Kaczynski-Crash
Die in ihrer dichterischen Freiheit schier unbegrenzten Autoren der Sueddeutschen, übersetzen das Dokument so:
Russischer Bericht zum Kaczynski-Absturz
Promille im Cockpit
Nun gibt auch das der Untersuchungsbericht überhaupt nicht her. Bisher ist nur bekannt, daß die Promille im Leichnam des ehemaligen Luftwaffen-Chefs gefunden wurden und nicht im Cockpit.
Für die genüßliche Vertiefung der deutsch-polnischen
Wieder mal ein formidables Stück von Dichtung und Wahrheit, das uns hier aufgetischt wird. Freiwillig und von allen.
11. Januar 2011
10. Januar 2011
wir sind wieder bei Murks
Die seit Monaten tief in der Illegalität operierende SPD hat kurz mal den Kopf aus dem Schützengraben gesteckt und mitteilen lassen: Wir wollen weiterkämpfen.
Zu deutsch, sie wird der Stabilisierung der "kriegsähnlichen Zustände" und Verlängerung der "Kämpfe wie im Krieg" (Merkel) zustimmen, die demnächst im Bundestag zu beschließen sind.
Liebe SPD, danke für die Ansage, ihr könnt euch wieder abducken.
Zu deutsch, sie wird der Stabilisierung der "kriegsähnlichen Zustände" und Verlängerung der "Kämpfe wie im Krieg" (Merkel) zustimmen, die demnächst im Bundestag zu beschließen sind.
Liebe SPD, danke für die Ansage, ihr könnt euch wieder abducken.
Schnüffelstaat
Udo Vetter
Ich habe noch nie erlebt, dass einer der Global Player im Web 2.0 einen deutschen Gerichtsbeschluss ignoriert oder sich ihm widersetzt hat.
Wohlgemerkt, wir reden über richterlich angeordnete Maßnahmen. Unter diesem Level gibt es aber noch die einfachen Anfragen der Polizei, welche Person hinter einem Account steht.
... die Auskunft wird, so jedenfalls meine Erfahrung, anstandslos erteilt.
Ich habe noch nie erlebt, dass einer der Global Player im Web 2.0 einen deutschen Gerichtsbeschluss ignoriert oder sich ihm widersetzt hat.
Wohlgemerkt, wir reden über richterlich angeordnete Maßnahmen. Unter diesem Level gibt es aber noch die einfachen Anfragen der Polizei, welche Person hinter einem Account steht.
... die Auskunft wird, so jedenfalls meine Erfahrung, anstandslos erteilt.
Wer hat es gesagt?
Ich mische mich ungern in die Angelegenheiten anderer Menschen ein, denn die im Titel des posts gestellte Frage ist ein Rubrik, die mir gar nicht zusteht. Aber der ist zu gut, als daß ich ihn links liegen lasse.
...und dann wünsch ich euch allen politische Erfolge, sofern ihr mit mir übereinstimmt.
tosender Lachbeifall, Pfiffe, freudiges Gejohle
... weil ich mich gern in Dinge einmische, die mich nichts angehen.
... sie klatschen jetzt. Gleich klatschen die anderen.
...und dann wünsch ich euch allen politische Erfolge, sofern ihr mit mir übereinstimmt.
tosender Lachbeifall, Pfiffe, freudiges Gejohle
... weil ich mich gern in Dinge einmische, die mich nichts angehen.
... sie klatschen jetzt. Gleich klatschen die anderen.
in meiner Sache
Sehr geehrte Damen und Herren des Spiegel,
Jan Fleischhauer, Verfasser des Bestsellers "Unter Linken"
Steffi Kammerer, freie Autorin mit Zweitwohnsitz New York
Sascha Lobo, Autor und Strategieberater
Jakob Augstein, Verleger der Wochenzeitung "der Freitag"
Georg Diez, SPIEGEL-Autor
Sibylle Berg, Schriftstellerin
die ihr ab dieser Woche noch mehr Kackhäufele in die Welt setzt, wie der vom heutigen Tage eindrucksvoll beweist.
Die kommunistische Utopie, in der Gier und Egoismus ausgemerzt sind, setzt auf die Verbesserung des Menschengeschlechts, anders funktioniert es nicht.
Davon habe ich noch nie gehört oder gelesen. Jedenfalls nicht von den Marx-Brothers. Aber, wenn Herr Fleischhauer meint, dann wird es wohl so sein. Er ist der Experte.
Ich schließe mich aus diesem Grunde diesen Meinungen an:
von Boah Neee
Nich den Freitag-Augstein.
Oder hat die EU die Förderung für sein "Proukt" gestrichen daß er die Kohle braucht?
Bin nicht gespannt
Solange es sechs Kommunisten und nicht sechs Kolumnisten sind, soll es mir recht sein.
hehe...
Von 6 SpOn-Kolumnisten sind zwei Frauen. Und die dürfen sich um Lifestyle und Kummerkasten-Comedy kümmern. Ernsthafte Themen: Männersache. Boah, ist das arm.
...oder man sieht es anders: 2 Frauen mit Spaßthemen wiegen 4 Männer mit ernsten Themen locker auf...
...
Gibt es schon Filter-Makros für Berg und Lobo?
"Fragen Sie Frau Sybille"
Was soll das denn? Ist das hier die neue BRAVO für Erwachsene? So nach dem Motto: "Was macht man/frau gegen Liebeskummer?" oder "Wie küsst man richtig?"
"Meinungsfreudiger"
Vielen Dank, aber ich brauche nicht noch mehr Meinungen, sondern gut recherchierte, nicht abgeschriebene Fakten und Hintergründe.
Achherje, was soll Lobo denn wieder da?
Man man man, Spiegel Online, das Niveau sinkt immer weiter. Und mit der "Verpflichtung" von Herrn Lobo hat SpOn gezeigt, dass es immer noch tiefer geht.
Gnade
Bitte nicht den Phrasen-dreschenden Internet-Erklärer, dass ausser ihm keiner wirklich versteht
Jan Fleischhauer, Verfasser des Bestsellers "Unter Linken"
Steffi Kammerer, freie Autorin mit Zweitwohnsitz New York
Sascha Lobo, Autor und Strategieberater
Jakob Augstein, Verleger der Wochenzeitung "der Freitag"
Georg Diez, SPIEGEL-Autor
Sibylle Berg, Schriftstellerin
die ihr ab dieser Woche noch mehr Kackhäufele in die Welt setzt, wie der vom heutigen Tage eindrucksvoll beweist.
Die kommunistische Utopie, in der Gier und Egoismus ausgemerzt sind, setzt auf die Verbesserung des Menschengeschlechts, anders funktioniert es nicht.
Davon habe ich noch nie gehört oder gelesen. Jedenfalls nicht von den Marx-Brothers. Aber, wenn Herr Fleischhauer meint, dann wird es wohl so sein. Er ist der Experte.
Ich schließe mich aus diesem Grunde diesen Meinungen an:
von Boah Neee
Nich den Freitag-Augstein.
Oder hat die EU die Förderung für sein "Proukt" gestrichen daß er die Kohle braucht?
Bin nicht gespannt
Solange es sechs Kommunisten und nicht sechs Kolumnisten sind, soll es mir recht sein.
hehe...
Von 6 SpOn-Kolumnisten sind zwei Frauen. Und die dürfen sich um Lifestyle und Kummerkasten-Comedy kümmern. Ernsthafte Themen: Männersache. Boah, ist das arm.
...oder man sieht es anders: 2 Frauen mit Spaßthemen wiegen 4 Männer mit ernsten Themen locker auf...
...
Gibt es schon Filter-Makros für Berg und Lobo?
"Fragen Sie Frau Sybille"
Was soll das denn? Ist das hier die neue BRAVO für Erwachsene? So nach dem Motto: "Was macht man/frau gegen Liebeskummer?" oder "Wie küsst man richtig?"
"Meinungsfreudiger"
Vielen Dank, aber ich brauche nicht noch mehr Meinungen, sondern gut recherchierte, nicht abgeschriebene Fakten und Hintergründe.
Achherje, was soll Lobo denn wieder da?
Man man man, Spiegel Online, das Niveau sinkt immer weiter. Und mit der "Verpflichtung" von Herrn Lobo hat SpOn gezeigt, dass es immer noch tiefer geht.
Gnade
Bitte nicht den Phrasen-dreschenden Internet-Erklärer, dass ausser ihm keiner wirklich versteht
mein Krampf
Die BILD vergaß in Anbetracht der aktuellen Umsturzgefahr in deutsche Land hinzuzufügen, daß auch das Gespensterbuch von Karl Marx* zu seiner Lieblingslektüre zählte, womit alles wie Arsch auf Eimer gepaßt hätte, unter der Fahne des Kommunismus und der Nazis gemeinsam gegen die jüdische Kongreßabgeordnete. Nun harren wir der Enthüllungen, welche Computerspiele er am liebsten wegzockte und welcher Haßband er lauschend huldigte.
Bis dahin begnügen wir uns damit, daß der Täter "anscheinend geistig verwirrt" (FAZ) ist.
-----
* Das Buch wurde zu großen Teilen bei berauschend Meßwein in dieser Lokalität angefertigt. Damals.
blutbaden ist en vogue
Wenn ich dem Füllhorn meines readers Glauben schenken kann, dann ist blutbaden bei den Menschen en vogue, gehört zu ihrem Lebensstil und ist demzufolge in der Berichterstattung der Druckerzeugnisse für die tägliche (Über)lebenshilfe nicht mehr wegzudenken. Mein reader zählt derzeit 374 Blutbäder in den von mir abbonierten Lebenshilfen. Das jüngste datiert aus Arizona (USA) und wurde deshalb in den Rang eines Blutbades erhoben, weil es weit weg ist und sich damit der Überprüfbarkeit entzieht. Soweit bekannt, wurde eine Pistole für das Bad in der Menge benutzt, was erhebliche Zweifel aufkommen läßt, ob überhaupt eine erkleckliche Menge an Blut zustande kam, um darin ein Bad zu nehmen. Das älteste im reader verzeichnete stammt vom 04.08.2006 und entsprang der Phantasie des BILD-Autors, der dem Kofferbomber andichtete: Das Profil des irren Bahn-Bombers ... wollte ein Blutbad!. Ein Blutbad, das gar nicht stattfand.
Google selbst ist noch penibler und archivierte für die letzten 250 Jahre 5790 Ereignisse, die die Merkmale des Blutbadens in sich tragen. Splitte ich die auf, ergeben sich für 1760 - 1985 601 Blutbäder und für 1986 - 2011 insgesamt ungefähr 4.970 (in Summe hier allerdings 5571). Wohin die rund 220 Blutbäder zur ursprünglichen Suche verschwunden sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Es sind vielleicht jene, die nie welche waren, auch wenn sie hochtrabend als solche bezeichnet wurden.
Auffällig an der Archivalie ist jedoch etwas anderes. Die im vorigen Jahrhundert unter maßgeblich deutscher Führung veranstalteten Weltblutbäder sind nur eine Marginalie in der jüngsten Geschichte, verglichen mit dem, was uns seit knapp 25 Jahren an Blut aus den Presseerzeugnissen entgegenschwappt. Ganze Wannen voller Blut wurden in die Druckmaschinen verfüllt, um uns den Schrecken des Menschseins deutlich zu machen.
Nicht überliefert ist, ob die Schlachtorgien an Hühnern und Schweinen in die Statistik eingeschlossen sind, gesichert die Erkenntnis, daß das nächste Blutbad nicht lange auf sich warten läßt, denn, so die Statistik nicht trügt, nichts ist für Medien erklecklicher als ein Blutbad im Rausch der Klickratensteigerung und Auflagenerhöhung.
9. Januar 2011
Top-Überschrift von einer Top-Qualitätszeitschrift
Der diensthabende Praktikant hat mal wieder eine Stunde lang am Bleistift rumgekaut, bis ihm das folgende übers Papier fliltzte. Wie von alleine.
Vier Menschen sterben bei Beziehungsdrama
Ich habe ja in meinem Leben eine Menge Dramen erlebt. Ein solches allerdings noch nicht.
Vier Menschen sterben bei Beziehungsdrama
Ich habe ja in meinem Leben eine Menge Dramen erlebt. Ein solches allerdings noch nicht.
der Unterschied
Sei es, wie es heute gewesen ist. Was unterscheidet eigentlich die Veranstaltung von den Zeiten, als noch Erich und Willy in der ersten Reihe marschierten statt Gregor und Oskar? Kann ich euch sagen, da ich heute zum ersten Male vor der ersten Reihe da war. Hinter den ersten drei Reihen folgt kein Volk mehr auf dem Fuße.

Bildfälschung
Ich habe mich gerade mal durch einige wenige Bilder des stillen und lauten Gedenkens geklickert. Eines sticht mit seinem Alleinstellungsmerkmal hervor. Ausgerechnet das Staatsfernsehen beglückt uns mit einer Situationsfälschung. So eines hätte ich auch gerne gehabt, es ist mir nur nicht gelungen, genau in dieser einen Sekunde trauter Eintracht den Auslöser zu bedienen.
Meine Bilder geben die Situation weitaus realistischer wieder. Ich hab noch weitaus fiesere im Angebot.
Die zweite echte Fälschung ist die Zahl der Teilnehmer. Einige tausend seitens der Polizei ist gelogen, so wie 40.000 seitens von Die Linke genauso gelogen ist. Mit meiner Schätzung liege ich wohl ganz gut im Rennen.
Meine Bilder geben die Situation weitaus realistischer wieder. Ich hab noch weitaus fiesere im Angebot.
Die zweite echte Fälschung ist die Zahl der Teilnehmer. Einige tausend seitens der Polizei ist gelogen, so wie 40.000 seitens von Die Linke genauso gelogen ist. Mit meiner Schätzung liege ich wohl ganz gut im Rennen.
Gysi auf Tuchfühlung mit Gespenstern
Ich habe keine persönlichen Risiken gescheut, mir einen Wecker ausgeborgt und bin in aller Herggottsfrühe gen Friedrichsfelde. Ich wollte wieder mal Promis ablichten. Abgesehen davon, daß Geld verdienen müssende Fotografen sich wie Ochsen benehmen, ging das ganz gut. Einige blaue Flecken, ein Rippenbruch, zwei, drei Kinnhaken und eine Wirbelverrenkung, also das übliche Gerangel, um auch keine besseren Bilder als meine in die Redaktion zu tragen.
Egal. Das Wort Kommunismus hätte auch eine clevere Marketingstrategie sein können, um so viele Besucher als möglich an die Gedenkstätte der Sozialisten zu locken. Hat nicht sollen sein. Es waren so wenige Menschen wie seit langem nicht. Und da ja die Frequentierung des Gedenkens an Liebknecht und Luxemburg auch immer ein Füllhorn für die politischen Kaffeesatzleser und Zukunftsorakler ist, zwei kleine Einflußfaktoren. Es war ekliges Schmuddelwetter mit Regen und feuchter Kühle. Die S-Bahn macht übers gesamte Wochenende Erholungspause und fährt den Bahnhof Lichtenberg nur sporadisch an, da am Ostkreuz irgendwas gebaut wird.
Die Demo kam dann lange, nachdem ich mich heimgesucht habe. Das werden möglicherweise nochmal 15.000 gewesen sein. Ich lehn mich mal aus dem Fenster. Wenn es heute viele waren, dann maximal 20.000.
Ja, da standen sie nun rum, die Kommunisten, demokratischen Sozialisten, soziale Demokraten und Heiden und Christen und blickten dem Kommunismus ins Angesicht. Kurz, um sich dann jeder wieder mit seinesgleichen zu beschäftigen.
Aber, das muß hier gesagt werden, als es daran ging, den toten Kommunisten Liebknecht und Luxemburg einen stillen Gruß zu erweisen, da war man ganz auf Tuchfühlung mit den Kommunisten, mit deren virtuellem Leichentuch.
...heute erleben wir den Moment, wo wir sagen können: Wir sind wieder bei Marx, unter seinem Banner...
Der totgeredete, geschriebene und orakelte Kommunismus, damit konnten sich alle arrangieren. Mit dem fleischgeworden neben ihnen nicht. Ich habe nur am Rande mitbekommen, was Gysi den Reportern reportierte, daß der Kommunismus für Partei, Fraktion und überhaupt keine Rolle spielt und auch nicht auf der Tagesordnung steht. So ungefähr jedenfalls ging der Spruch.
Schön, die Unfreiheit der Andersdenkenden, ihren Idealen nachzuhängen, gewährt mir alle Freiheiten. So könnte man es auch betrachten.
Davon abgesehen hab ich eine Kumpel wiedergetroffen, mit dem ich bei der Fahne zusammen in einem Bett geschlafen habe, in manchem Dreckloch übernachtete und etlichen Blödsinn veranstaltete. Das war dann für mich eh wichtiger, einen längeren Tratsch zu veranstalten.
Ganz beiläufig bekam ich dann auf dem Nachhauseweg auch die jüngsten Gerüchte des jüngsten Gerichts mit. Sind auch interessant. Ernst macht nicht mehr lange und stolpert über eine Dienstwagenaffäre, die keine ist. Und Lötzsch ficht das alles nicht an, die hat genug Rückendeckung im Osten, denn der lacht sich kaputt über die strunzdumme Westpresse, die beim Wort Kommunismus wie Ratten aus den Löchern gekrochen kam.
Kurz vor dem Heimgang traf ich eine Bekannte, die noch auf jenen Friedhof fahren wollte, auf dem die Asche ihres Mannes als auch die meines Vaters verbuddelt wurde, um dort jeweils eine Nelke abzulegen. Tja, das ist das erste Mal, daß ich nach dem Besuch in Friedrichsfelde meinem Vater keinen Bericht abliefere, denn die Jahre vorher, seit er selber nicht mehr konnte, war ich immer für zwei dort gewesen.
Alle Fotos in der zeitlichen Reihenfolge ihres Entstehens zwischen 08:50 und 10:38.








Egal. Das Wort Kommunismus hätte auch eine clevere Marketingstrategie sein können, um so viele Besucher als möglich an die Gedenkstätte der Sozialisten zu locken. Hat nicht sollen sein. Es waren so wenige Menschen wie seit langem nicht. Und da ja die Frequentierung des Gedenkens an Liebknecht und Luxemburg auch immer ein Füllhorn für die politischen Kaffeesatzleser und Zukunftsorakler ist, zwei kleine Einflußfaktoren. Es war ekliges Schmuddelwetter mit Regen und feuchter Kühle. Die S-Bahn macht übers gesamte Wochenende Erholungspause und fährt den Bahnhof Lichtenberg nur sporadisch an, da am Ostkreuz irgendwas gebaut wird.
Die Demo kam dann lange, nachdem ich mich heimgesucht habe. Das werden möglicherweise nochmal 15.000 gewesen sein. Ich lehn mich mal aus dem Fenster. Wenn es heute viele waren, dann maximal 20.000.
Ja, da standen sie nun rum, die Kommunisten, demokratischen Sozialisten, soziale Demokraten und Heiden und Christen und blickten dem Kommunismus ins Angesicht. Kurz, um sich dann jeder wieder mit seinesgleichen zu beschäftigen.
Aber, das muß hier gesagt werden, als es daran ging, den toten Kommunisten Liebknecht und Luxemburg einen stillen Gruß zu erweisen, da war man ganz auf Tuchfühlung mit den Kommunisten, mit deren virtuellem Leichentuch.
...heute erleben wir den Moment, wo wir sagen können: Wir sind wieder bei Marx, unter seinem Banner...
Der totgeredete, geschriebene und orakelte Kommunismus, damit konnten sich alle arrangieren. Mit dem fleischgeworden neben ihnen nicht. Ich habe nur am Rande mitbekommen, was Gysi den Reportern reportierte, daß der Kommunismus für Partei, Fraktion und überhaupt keine Rolle spielt und auch nicht auf der Tagesordnung steht. So ungefähr jedenfalls ging der Spruch.
Schön, die Unfreiheit der Andersdenkenden, ihren Idealen nachzuhängen, gewährt mir alle Freiheiten. So könnte man es auch betrachten.
Davon abgesehen hab ich eine Kumpel wiedergetroffen, mit dem ich bei der Fahne zusammen in einem Bett geschlafen habe, in manchem Dreckloch übernachtete und etlichen Blödsinn veranstaltete. Das war dann für mich eh wichtiger, einen längeren Tratsch zu veranstalten.
Ganz beiläufig bekam ich dann auf dem Nachhauseweg auch die jüngsten Gerüchte des jüngsten Gerichts mit. Sind auch interessant. Ernst macht nicht mehr lange und stolpert über eine Dienstwagenaffäre, die keine ist. Und Lötzsch ficht das alles nicht an, die hat genug Rückendeckung im Osten, denn der lacht sich kaputt über die strunzdumme Westpresse, die beim Wort Kommunismus wie Ratten aus den Löchern gekrochen kam.
Kurz vor dem Heimgang traf ich eine Bekannte, die noch auf jenen Friedhof fahren wollte, auf dem die Asche ihres Mannes als auch die meines Vaters verbuddelt wurde, um dort jeweils eine Nelke abzulegen. Tja, das ist das erste Mal, daß ich nach dem Besuch in Friedrichsfelde meinem Vater keinen Bericht abliefere, denn die Jahre vorher, seit er selber nicht mehr konnte, war ich immer für zwei dort gewesen.
Alle Fotos in der zeitlichen Reihenfolge ihres Entstehens zwischen 08:50 und 10:38.








dem K-Wort folgt das D-Kürzel
auweia
Mein Erfolgsrezept stammt aus der DDR
BamS: Wie lautet denn Ihr persönliches Erfolgsrezept?
Björndalen: Ein früherer Trainer, der leider schon verstorben ist, hat viel auf Trainingslehre aus der DDR gesetzt. Davon profitiere ich heute noch.
BamS: Bitte?
Björndalen: Deutsche Biathleten wie Ricco Groß oder Sven Fischer wissen doch auch, dass in der DDR nicht alles schlecht war.
Hat der ein Schwein, daß er Norweger ist, sonst würde der jetzt am Bundepranger hängen.
Es war nicht alles schlecht in der DDR. Das Gesicht Von Kai Traemann hätte ich gerne gesehen, als er sicherheitshalbe sein Bitte? in die Debatte wirft. Da ist ihm doch bestimmt das Diktaphon aus der Hand gefallen.
Mein Erfolgsrezept stammt aus der DDR
BamS: Wie lautet denn Ihr persönliches Erfolgsrezept?
Björndalen: Ein früherer Trainer, der leider schon verstorben ist, hat viel auf Trainingslehre aus der DDR gesetzt. Davon profitiere ich heute noch.
BamS: Bitte?
Björndalen: Deutsche Biathleten wie Ricco Groß oder Sven Fischer wissen doch auch, dass in der DDR nicht alles schlecht war.
Hat der ein Schwein, daß er Norweger ist, sonst würde der jetzt am Bundepranger hängen.
Es war nicht alles schlecht in der DDR. Das Gesicht Von Kai Traemann hätte ich gerne gesehen, als er sicherheitshalbe sein Bitte? in die Debatte wirft. Da ist ihm doch bestimmt das Diktaphon aus der Hand gefallen.
8. Januar 2011
Dioxinpopbeauftragter
Das war dann wohl eine Mogelpackung, die uns seinerzeit als Revolution in unserem tristen Alltag vertickert wurde. Zur Einführung ins Amt des Pop-Beauftragten der SPD war die Losung "Wir sind Helden" ausgegeben worden und die Mitglieder der gleichnamigen Band gaben die Claqueure.
Nun, da sich Gabriel Musik für Erwachsene reinzieht, dem Pop entsagt hat und in Hingabe seiner Zahnärztin frönt, mag er kaum noch an diese dunkle Kapitel seines Erdwurmdaseins erinnert werden.
Doch wir, wir vergessen nicht und erinnern daran, daß Kommunismus eine einzige Party ist, daß Kommunismus MP3-Musik ist, daß Kommunismus nicht teuer sein muß, daß Kommunismus irdisch ist, daß Kommunismus Popmusik ist.
Und nun kommt diese Lusche daher, die es bisher zu nichts weiter als einen lernunfähigen Popbeauftragten gebracht hat, und will uns weismachen
Wer glaubt, den Kommunismus ausprobieren zu müssen, sei es in der Opposition oder gar in einer Regierung, dem kann wohl niemand mehr helfen... Und die Alternative heißt Rot-Grün, mit der SPD als strategischem Zentrum.
Herr Gabriel, wir probieren den Kommunismus nicht aus, wir praktizieren ihn. Ganz in dem Sinne, in dem sie einst angetreten sind, die Welt musikalisch zu bessern.
Doch viel schlimmer ist, daß sie die SPD als strategisches Zentrum aufbauen wollen, wo sie doch nicht mal von Popmusik Ahnung haben. Sofern es geht, werde ich alsbald die Flucht ergreifen, denn davor gruselt mir.
Nun, da sich Gabriel Musik für Erwachsene reinzieht, dem Pop entsagt hat und in Hingabe seiner Zahnärztin frönt, mag er kaum noch an diese dunkle Kapitel seines Erdwurmdaseins erinnert werden.
Doch wir, wir vergessen nicht und erinnern daran, daß Kommunismus eine einzige Party ist, daß Kommunismus MP3-Musik ist, daß Kommunismus nicht teuer sein muß, daß Kommunismus irdisch ist, daß Kommunismus Popmusik ist.
Und nun kommt diese Lusche daher, die es bisher zu nichts weiter als einen lernunfähigen Popbeauftragten gebracht hat, und will uns weismachen
Wer glaubt, den Kommunismus ausprobieren zu müssen, sei es in der Opposition oder gar in einer Regierung, dem kann wohl niemand mehr helfen... Und die Alternative heißt Rot-Grün, mit der SPD als strategischem Zentrum.
Herr Gabriel, wir probieren den Kommunismus nicht aus, wir praktizieren ihn. Ganz in dem Sinne, in dem sie einst angetreten sind, die Welt musikalisch zu bessern.
Doch viel schlimmer ist, daß sie die SPD als strategisches Zentrum aufbauen wollen, wo sie doch nicht mal von Popmusik Ahnung haben. Sofern es geht, werde ich alsbald die Flucht ergreifen, denn davor gruselt mir.
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