22. März 2011

ist ja der Hammer

Von: abcdefg
An: mich
Datum: 22. März 2011 18:00
Betreff: Re: Maxl auf youtube

is ja der hammer, maxl auf youtube......

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Ich hatte ja die Filme auf Sticktauglichkeit konvertiert und zu meiner Mutter geschleppt. Erstens kennt mich Maxl schon gar nicht mehr. Zweitens hat sich meine Mutter riesig gefreut und den Filmen eine bessere Qualität bescheinigt als dem Fernsehprogramm. Die hat allerdings ein Full-HD taugliches TV-Panel. Da ist das kein Wunder, wenn ich mit 1080p angedackelt komme. Drittens hat sie das danach in ihrem Haus weiter erzählt, woraufhin eine Nachbarin gleich den Schlepptopf herbeibrachte, um es da drauf noch einmal anzuschauen, was aber nicht so gut kam, wie auf dem Fernseher. Und viertens ist es mir ein Rätsel, wie die beiden das geschafft haben, denn meine Mutter weiß vom Internet nur, daß es das gibt und konnte demzufolge nur mitteilen: Maxl ist im Internet. Gefunden haben die es auf Anhieb.

bange Frage an das Fischmagazin

Das Fischereimagazin widmet sich heute den aktuellen Ängsten der Hobbyangler.

SPIEGEL ONLINE 22. März 2011, 17:19 Uhr
Angst vor Strahlen

Darf ich jetzt noch Sushi essen?

Von David Böcking


Die Frage ist in diesem Blog bereits vor Tagen mit einem klaren Nein beantwortet worden. Dauert halt etwas, bis die Fischköppe aus Hamburg die aktuell brennenden Themen aufgreifen und volkstümelnd beantworten.

Ergänzend sei hinzugefügt, daß man Sushi natürlich auf eigene Gefahr doch essen kann. Dann sollte man es allerdings bei großer Hitze gründlich durchgaren, um die radioaktiven Atome zu verdampfen. Während des Garens sollte ein japanischer Mundschutz gegen die radioaktiven Dämpfe angelegt werden.

War Knuts Uropa ein Nazi?

Kuckst du Eva Braun mit weißem Bär.

Vergleiche hierzu auch Knut beim Gruße.

abseits des Kriegsgeschreis

wagt sich Reinhard Merkel in der FAZ an ein heikles Thema heran.

Die Militärintervention gegen Gaddafi ist illegitim

Die Entscheidung der Bundesregierung, der Resolution nicht zuzustimmen, war richtig.

Das Ziel, einen Tyrannen zu stürzen und bewaffneten Aufständischen dabei zu helfen, ist kein legitimer Titel zur gewaltsamen Intervention dritter Staaten.

Was aber Libyen angeht, so ist es alles andere als gewiss, dass diese Schwelle [des organisierten Völkermordes a la Deutschland 33-45 - d.A.] vor Beginn des Bürgerkriegs überschritten war. Im Gegenteil. So widerwärtig Gaddafis Regime gewesen und zunehmend geworden ist: dass der Widerstand dagegen das Recht zu einer Form gehabt hätte, die zahllosen Unbeteiligten, Frauen und Kinder eingeschlossen, den Tod aufzwingen musste, darf man mit Gründen bezweifeln... die libysche Opposition dürfte ihr legitimes, moralisch hochrangiges Ziel mit illegitimen Mitteln verfolgt haben.


An meiner losen Gedankensammlung vom 26.02. muß ich immer noch nichts ändern. Ohne Sinn und Verstand, ohne politisches Ziel, militärisch verfahren, wird Libyen erst mal bombardiert. Wenn das vorbei ist, schaun wir mal, wie es weiter gehen könnte.

Dem Autoren der FAZ sei angekreidet, daß er, ob des Lobes deutscher Politk, zu erwähnen vergaß, daß die Deutschen wie immer in heikler Mission Schmiere stehen.

Frau Maischberger - zusammengefaßt

Bomben auf Gaddafi, Japan in Not

Dachdecker-Lehrling war Staatsratsvorsitzender

und ein Töpfer begeistert das politische Feuilleton als oberster Atom-Weiser.

Tierschützer fühlen sich bestätigt

Knut war kaputt im Hirn.

21. März 2011

herbe Schlappe für Fans der Kernschmelze

Reaktoren-Betonhüllen intakt

Wer sich über den Zustand Japans selber ein Bild machen möchte, der dackelt zu den Big Pictures vom Boston Globe. Im deutschen Internet (BILD) wird man da leider nicht fündig.

Achtung, der Boston Globe konzentriert sich bei den Bildern auf die Folgen von Erdbeben und Tsunami. Den Fans von Kernschmelze und Atomexplosionen wird dort bildlich nichts geboten.

Mein Favorit.

Erdbeben in Japan
Erdbebenfolgen
Zerstörungen
neue Ängste
andauernde Krise
Hoffnungen
Japan - eine Woche nach dem Beben

Die Frankfurter Rundschau erklärt uns die SPD

Jörg Schindler

SPD und Linke könnten in Sachsen-Anhalt zusammen regieren, werden es aber wohl nicht tun. Warum nicht? Weil Die Linke zwei Prozentpunkte mehr einheimste als die SPD. Wäre es umgekehrt, stünden die Zeichen längst auf Rot-Rot. Versteht das da draußen noch jemand?

Es ist ein Eiertanz, den die SPD seit mindestens zwei Jahren auf offener Bühne aufführt.

Mit denen nur, wenn wir stärker sind, so das Basta der SPD. Schlüssige Begründung? Wird wohl irgendwann nachgeliefert.

Besser nicht nachfragen.

meine nicht

„Meine politische Bildung beruht auf N 24.“ (Quelle)

20. März 2011

bevor die Wahlerklärer das Wort ergreifen

nutze ich schnell noch die Zeit bis 18 Uhr, um mir was zu wünschen.

Ich wünsche mir, daß die Linke am besten abschneidet, weil die dann den Ministerpräsdienten stellen.

Also, die haben entsprechend den demokratischen Gepflogenheiten das Vorschlagsrecht...

Eigentlich müßte das Thema mal gründlich auf den Prüfstand...

Unterm Strich wünsche ich mir nur, daß die sonst nie um eine Ausrede verlegenen Welterklärer hyperventilierend nach Luft schnappen. Und das in aller Öffentlichkeit, weil ihre Welterklärung sich als schnöder Dorfklatsch herausstellt und wie ein Kartenhaus zusammenfällt.

das mit den Wegwerfarbeitern

ist schon zwei Tage alt. Ihr habt 'ne ganz schön lange Leitung bei BILD. Ist bei mir mit "ARD toppt BILD" längst als Tatarenmeldung abgeheftet worden. Das stinkt nach Mentholzigaretten.

ein und der gleiche Sachverhalt - sechs Meinungen

Pluralismus, wie er besser nicht demonstriert werden könnte. Der Westen bombt den Berbern die grenzenlose Freiheit herbei. Das wird dann so reflektiert.

Spiegel: +++ Libyen-Liveticker +++: Regime droht mit bewaffnetem Volksaufstand (Politik, 12:53)
Zeit: LIBYEN Gadhafi droht mit langem Krieg
Welt: +++ LIVE-TICKER LIBYEN +++ Gaddafi ruft zu Kampf gegen "die neuen Nazis" auf
Sueddeutsche: LIVE Alle Entwicklungen im Newsticker Bomben auf Libyen - und der Diktator droht
n-tv: Liveticker 13.54 Uhr +++ Libyen verteilt Waffen +++
n24: Video Angriff auf Gaddafi Deutschland macht nicht mit


Nun ja, Deutschland steht Schmiere, wie so oft seit 1945.

Margot wieder mal

Nein, nicht Honecker, sondern Käßmann. Aber der Name ist Programm. Heute lautet das Thema

"Wir müssen die Libyer vor einem irrsinnig gewordenen Diktator schützen"

Müssen wir überhaupt nicht. Wir schützen ja auch nicht die Koreaner, Malaysier blablabla. Im Sudan hätten unter eineer solchen Prämisse längst eine Million NATO-Soldaten stationiert sein müssen, um das Volk zu schänden, äh zu schützen.

Also, was wir schützen müssen, das sind die deutschen Ölfelder, die von den Berbern verwaltet werden, und die Handelswege im Mittelmeer. Mehr nicht.

Auf Menschenrechte als auch Diktatoren und all diesen katholischen Kram hat der Westen schon immer geschissen. Dafür gab's keine Dollar.

Insofern ist der Krieg, den der Westen gegen Libyen entfacht hat, der schnöde Versuch, die Berber wieder unter die sittsame Gefolgsschaft zu bringen und den Nachschub mit Öl sicher zu stellen. Alle anderen Beweggründe kann man zusammen mit dem Toilettenpapier, auf dem sie geschrieben stehen, entsorgen. Bis auf zwei.

Erstens hat auch Gaddafi angeblich Milliarden von Geld im Ausland gebunkert, die der Westen einfach mal so eingefroren hat. Die Kontensaldi sind ja da, wäre also interessant, wem die irgendwann mal gutgeschrieben werden. Mir jedenfalls nicht. (Wäre auch im Falle Ägypten und Tunesien eine höchst aufschlußreiche und sicherlich erhellende Erkenntnis.)

Libyen verfügt über gigantische Süßwasservorräte, die erschlossen sind und munter sprudeln. Süßwasserkriege weden wohl nach dem Öl die nächsten sein, für die der Westen die Bomber aus dem Hangar läßt. Und kleine Puller, wie bei Sarkozy, dem Clown.

Und auch an Frau Käßmann der zarte Hinweis, daß die meisten Libyer keine Ahnung vom Evangelium und seinen Heilsgütern haben, ihnen das Evangelium aber gerade mit Bomben verklickert wird. Das werden die sich merken.

Passend dazu auch der Militärmeinung. Wenn ich von FOX interviewt worden wäre, hätte ich exakt das Gleiche gesagt.

Der Militäreinsatz internationaler Truppen in Libyen dient nach den Worten von US-Generalstabschef Michael Mullen nicht dem Sturz des libyschen Machthabers Gaddafi. Ziel sei es, die libysche Zivilbevölkerung zu schützen, sagte Mullen dem US-Fernsehsender Fox.

Zu deutsch: Wir bomben Libyen soweit in Schutt und Asche, bis wieder ein uns gefälliges regime an der lokalen Macht ist. Das Sagen haben immer noch wir.

lustiger Spiegel-Titel

Die haben ja sogar Humor am Elbstrand zu Hamburg. Eine Woche lang vekünden sie uns Kernschmelze und Weltuntergang, garniert mit den besten Ratschlägen für die Einnahme der Jodtabletten und ab morgen schon ist alles wie früher, denn dann kauft der deutsche Michel am Kiosk das Heft mit dem Titel:

Fukushima - was wirklich geschah

Doch was wirklich geschah, das interessiert schon gar nicht mehr. Wir sind gerade noch mal am Weltuntergang vorbeigeschrammt, da marschiert der nächste auf uns zu. Landeswahlen, in denen zumindest die Welt für die CDU untergeht, was zumindest einem politischen Tsunami gleichkommt.

19. März 2011

Sarkozy, der Clown

Damit das am heutigen Tage nicht in Vergessenheit gerät. Der Sohn von Gaddafi hatte Sarkozy als Clown bezeichnet und er möge dem libyschen Volk erst mal jene Gelder zurück zahlen, mit denen seine umfänglichen Wahlkämpfe usw. finanziert wurden.

Drei Tage später fängt Sarkozy, der Clown, an, Libyen zu bombardieren, statt es bei Bombendrohungen zu belassen. Das läßt tief blicken.

Die Deutschen stehen wie immer Schmiere. Das wollen wir auch festhalten. Brauchen wir später noch.

Knut tat gut

k.w.T.

18. März 2011

keine Eile mit Libyen



Wie bereits heute Vormittag erwähnt, wurde bereits vorgestern von Gaddafi kundgetan, die Truppen müssen gar nicht in Bengasi einmarschieren, weil sich die dortige Bevölkerung mit wem auch immer scharmützeln wird.

Das deutsche Verdummungsorgang verdummt munter weiter.

Wie die Deutschen Libyen in Afghanistan helfen wollen

Unsere besten Journalisten verzapfen solche Überschriften.

oooohhhh - meine Begegnung mit Clinton heute in BILD



Das ist ja eine tolle Wurst. Bringt die BILD doch heute meine Begnung mit Clinton als exclusive Story.

Anfang Juli 1994 war's. Ich mußte durch den Tiergarten Richtung Philharmonie zur Arbeit. Das waren vom S-Bahnhof ca. 10 Minuten Weg. Immer schön die Nase auf den Boden gerichtet bekam ich gar nichts mit. Auf einmal standen grün behoste Beine vor mir und sagten: Stop, sie können jetzt nicht weiter. Ein Polizist (!) Wirklich nur einer.

Und ca. 15 Meter vor mir eine fette schwarze Limousine, die von 4 oder 5 strammen Kerlen belümmelt wurde.

Fragte ich, was denn los sei.

Na der Präsident kommt gleich, dann können sie weiter.

Und schon kam er auch, im Schlepptau mit zwei drei Kerlen und genauso vielen jungen Damen. Abgehechelt, durchschwitzt und im Trainingsanzug. Er hatte seinen morgendlichen Erwärmungslauf im Tiergarten abgehalten.

Clinton trocknete sich kurz ab und reagierte dann auf uns drei Zivilisten, die sich inzwischen an der Ein-Polizisten-Sperre eingefunden hatten. Er winkte uns zu, rief kurz "Hello", stieg in das dicke Schiff und brauste davon.

Vielleicht war's auch eine verpaßte Chance.

Clinton bin ich übrigens im Juni 1999 in Köln noch einmal begegnet, wieder mit dem dicken Auto.



Da sehe ich doch auch noch ein sehr schönes Bilderrätsel in dem Foto. In etwa auf der linken Drittelline (goldener Schnitt) oberhalb des Hecks ist ein Einfahrtverbotsschild zu sehen. Das dahinter ist ein Lokal. Die Frage lautet. Welcher Mann hat dort welchen Text verfaßt, mit dem er Weltruhm erlangte?