16. Juli 2007

schmeckt nicht




Genau!

Klingt wie die Sendung "Gruselkochen mit mir".

15. Juli 2007

Schäubles Mißverständnis

SPIEGEL ONLINE - 15. Juli 2007, 19:38
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-494555,00.html
SICHERHEITSDEBATTE
Schäuble fühlt sich missverstanden

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Schäubles Mißverständnis besteht darin, daß er sich mißverstanden fühlt. Er hat sich einerseits sehr klar und präzise ausgedrückt. Daran war beileibe überhaupt nichts mißverständliches.
Und zweitens hat er eine Menge Sülz abgelassen. Auch das war aber eindeutig und exakt zu verstehen. Sülz eben.

Aber das ist alles (k)alter Kaffee.

http://die-anmerkung.blogspot.com/2007/04/miverstndnis.html
http://die-anmerkung.blogspot.com/2006/09/bedauerlich.html

nun mal halblang

Eine Aufregung um Schäuble geistert in der Welt herum. Dabei ist die überhaupt nicht angebracht.
Selbst ein Präsident, allerdings nicht der vom Briefmarkenverein, hat sich in die Debatte eingeschaltet und gemeint, Schäuble habe als zuständiger Ressortchef die Aufgabe, «sich den Kopf zu zerbrechen» über geeignete Maßnahmen zum Schutz der Bürger. (Quelle)

Ja, wenn der das denn mal täte. Tut er aber nicht. Als durchaus erfahrener Kinogänger weiß ich das.
Denn bisher hat Schäuble nur die schlechten Hollywood-Drehbücher widergekäut. Und ein zwei gute.
Nichts, aber auch gar nichts, was Schäuble in den letzten Wochen der Öffentlichkeit zur Beschäftigung vorwarf, nichts von alldem ist neu. Zum Teil sogar so steinalt, daß es fast schon wieder in Vergessenheit geraten ist.

Ich habe keine Lust, all jene Filme aufzuzählen, in denen Schäubles angebliche Ideen bereits erschöpfend ausgespielt worden sind.

Einige seien allerdings exemplarisch erwähnt.

Rambo weilte einst in Afghanistan, um das dortige Volk gehörig aufzumischen. Präventive Tötung ohne vorherige Nachfrage eingeschlossen.

The Departed löst diese Problematik für den feinsinnigeren Zuschauer etwas eleganter, nicht desto trotz genauso schnörkellos. Nebenbei werden noch die verschiedenen Verrats- und Abhörvarianten durchgespielt, einschließilch Handybelauschung.

Und Gene Hackman war ja wohl 24 Jahre nach seinem ersten Abhörfilm immer noch der Staatsfeind Nr. 1.

Geheimgefängnisse - wird praktiziert.
Gefängnis ohne rechtsstaatliche Verurteilung - wird praktiziert
Folter jedweder Art - wird immer noch praktiziert oder geduldet
Freiheitsberaubung ohne rechtsstaatliche Grundlage - in Deutschland an der Tagesordnung

usw.

Also. Keine Aufregung. Bisher hat Schäuble nicht ein einziges Milligramm an Gehirnschmalz verbraucht. Warten wir also ab, bis er wirklich anfängt, nachzudenken. Noch ist es jedenfalls nicht soweit.

14. Juli 2007

alter Hut

SPIEGEL ONLINE - 14. Juli 2007, 15:39
http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,druck-494461,00.html
LAUSCHANGRIFF
Polizei macht Handys zu Wanzen

Die deutsche Polizei benutzt ferngesteuerte Handys, um Kriminelle abzuhören. Die Geräte werden dazu so umprogrammiert, dass sie ausgeschaltet aussehen, in Wirklichkeit aber Umgebungsgeräusche übertragen. Mehrere Landeskriminalämter setzen die Technik ein.

Der SPIEGEL berichtet, die Software der Mobiltelefone werde dazu so umprogrammiert, dass die Freisprecheinrichtung aktiviert wird, ohne dass der Benutzer es merke.


Stinkalt. Ein Handy ist nur dann abhörsicher, wenn der Akku ausgebaut wurde. Das galt schon immer und gilt auch weiter.

geistige Leuchttürme

Wieso müssen eigentlich Politiker permanent unter Beweis stellen, daß sie nicht gerade zu den geistigen Leuchttürmen des Landes gehören?

Heute eine Herr Beck, seineszeichens wohl der Ministerpräsident eines Bundeslandes und Vorsitzender einer Partei.

Seinem Plapperapparat entweicht nur noch Kotze. Mehr Substanz bietet er nicht an.

Am 09.07. war es ein Herr Geis, der seine Inkompetenz grandios zelebrierte.

13. Juli 2007

Perlen vor die Säue

Manchmal schafft es sogar SPON, Perlen vor die Säue zu werfen.

SPIEGEL ONLINE - 13. Juli 2007, 16:05
http://www.spiegel.de/politik/debatte/0,1518,druck-494268,00.html

Ab in die Büsche

Von Claus Christian Malzahn

Wenn die selbsternannte Supermacht der Dichter und Denker schon bei dem Gedanken an eine Lesung der "Satanischen Verse" in die Knie geht und sich die intellektuellen Protagonisten angesichts einer - durchaus heiklen - Frage lieber in die Büsche schlägt: Was passiert dann eigentlich, wenn es mal ernst wird?


Schlagen müßte es wohl heißen.

12. Juli 2007

Kontenabfrage

Auch wenn die Sprecherin des Bundesverfassungsgerichtes 100 Mal wiederholen würde, eine Kontenabfrage ergäbe keine sensiblen persönlichen Daten, sehe ich das anders und stehe somit im Widerspruch zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes.

Eine Kontenabfrage enthält zumindest so viele sensible Daten, daß ich ruhigen Gewissens von staatlich organisierter und gesetzlich verankerter Schnüffelei sprechen kann.

Auf diese schnöde Substanz läßt sich das hoheitliche Brimborium nämlich reduzieren.

9. Juli 2007

Weltretter

Popstars retten die Erde, titelt Florian Rötzer, um sogleich einschränkend mitzuteilen: "Mit fragwürdigen Stars und Sponsoren und mit Politkitsch wird die politische Kultur vielleicht endgültig ruiniert oder zum Medienspektakel".

Wenn ich es recht verstanden habe, dann gibt es nur einen, der die Welt retten kann. Popstars spielen dabei höchstens die Begleitmusik.

Ausreden und Aussteigen

Powell wollte Bush den Angriff ausreden
Blair wollte vor dem Irak-Krieg aussteigen

Äh. Was wollt ich noch gleich?

8. Juli 2007

Realsatire

SPIEGEL ONLINE - 08. Juli 2007, 22:33
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-493225,00.html

Seehofer kehrt zur Familie zurück

Seinen Entschluss habe er bereits auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Edmund Stoiber mitgeteilt...

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Erinnert mich irgendwie an Parteiverfahren wegen Fremdgängerei. War immer spannend, sofern man nicht der Betroffene war.

Umgang

Die Frage über den richtigen Umgang mit der neuen Linken sorgt für reichlich Zündstoff...
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Schon mal falsch. Und das gleich beim Einstieg, weswegen ich auch schon wieder aussteige. Es geht nicht um richtigen oder falschen oder sonstwas für Umgang.

Umgehen muß man mit denen. Nicht mehr und nicht weniger.

Wettbewerbsausschluß

Hal Faber ruft zum Wettbewerb "DSDOT" auf. "Von DSDOT ausgeschlossen sind die Mitarbeiter des Heise Verlages und jenes höhere Wesen namens Burks, das überall nur Enten sieht."

Am Wettbewerb nehme ich nicht teil, schließe mich allerdings der Faberschen Teilnahmeauschlußerklärung an.

Ach ja, warum dieser ganze Zirkus veranstaltet werden wird, das dokumentiert Markus Hansen sehr ausführlich, der freundlicherweise den auf netzpolitik.org bereitgestellten Mitschnitt einer Pressekonferenz Schäubles vertextete:

"Unter Online-Durchsuchung wird Verschiedenes verstanden, das ist wahr, da wird zum, da wird sowohl verstanden der Telekommunikation, der, der Verkehr, als auch die Durchsuchung in den Systemen selbst, weil die technische Entwicklung eben so ist, aber da müssen wir dann jetzt schon fast die die die die Internet-Experten genauer befragen, sich so entwickelt, dass eben unsere oder meine laienhafte Vorstellung, äh, dass, äh, das Internet sowas ähnliches sei wie 'ne moderne Telefonanlage, das stimmt eben lange nicht mehr, und deswegen brauchen wir 'ne, wenn Sie wollen kann der Herr Fromm das auch genauer erläutern, der versteht's - ein wenig. Richtig verstehen wird Du es wahrscheinlich auch nicht, denn das wär ja gar nicht gut, wenn der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz ein Online-Experte wäre, nicht? Des hat er auch seine Fachleute."

Das harmoniert verdächtig mit den Interviews der ARD-Kinderreporter zur Internetkompetenz führender hochrangiger Politiker des Landes.

verpaßt

Die Guten singen für das Gute. Besseres Wetter oder so, weiß ich nicht.
Hab ich verpaßt.
Die Apothekenrundfahrt läuft wohl auch wieder.
Hab ich verpaßt.
Wimbledon war wohl auch.
Hab ich verpaßt.
Die Autorennfahrer fahren sinnlos Gummi breit.
Hab ich verpaßt.
Dr. Sowieso hat wohl im Ring jemanden eine oder mehrer Klatschen verpaßt.
Hab ich verpaßt.
Schäuble will online durchsuchen, Internierungslager einrichten, Telefone verbieten und vorsorglich erschießen.
Hat er mich verpaßt.

Und? Ist die Welt an diesem Wochenende ein kleines Stück besser geworden?
Hab ich verpaßt.

von Frank Schirrmacher

Frankfurter Allgemeine
Cruise als Graf von Stauffenberg
Die unmögliche Mission

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Cruise ist Schauspieler. Apriori kann der erst mal alles spielen, sofern er ein guter Schauspieler ist.

Oder zu gut deutsch. Wurden deutsche Schauspieler, die deutsche Glorien spielen durften, vorab auch einem journalistischen Gesinnungstest unterzogen? So z.B. Sebastian Koch, der Stauffenberg 2004 spielte?

7. Juli 2007

Reisewarnung

Vor Reisen nach Afghanistan wird dringend gewarnt.

Wer dennoch reist, muss sich der Gefährdung durch terroristisch oder kriminell motivierte Gewaltakte bewusst sein.

Trotz Präsenz der Internationalen Schutztruppe ISAF kann es landesweit zu Attentaten kommen. Die Sicherheitskräfte der Regierung sind nicht in der Lage, Ruhe und Ordnung zu gewährleisten.

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Geht klar. Dann fahr ich woanders hin.

Eine Frage hab ich dennoch. Die anderen Sicherheitskräfte sind doch ebenfalls nicht in der Lage, Ruhe und Ordnung zu gewährleisten? Oder verwechsele ich da jetzt was?

Verlierer

Peter Struck: "Kurt Beck ist völlig unumstritten in der SPD und von einem ehemaligen SPD-Vorsitzenden, der sich als Verräter im Augenblick zeigt, lasse ich mir schon gar keine Ratschläge geben."
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In Neudeutsch heißt das wohl: So reden Loser.
Eppeldingsda war ja heute auch schon dran und hat ähnliches gequarkt.

Vordenker

Auf dem Parteitag der Südwest-SPD warnte der ehemalige Entwicklungshilfeminister und SPD-Vordenker Erhard Eppler heute vor der neuen Partei "Die Linke". Sie habe nur Rezepte aus den 1970er Jahren zur Lösung der sozialen Probleme in Deutschland. (Quelle)
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Wer einen Vordenker nötig hat, kraucht schon ziemlich auf dem Zahnfleisch.

Gottlob. Ich kann noch selber denken.

von Simone Schlindwein

SPIEGEL ONLINE - 07. Juli 2007, 14:59
http://www.spiegel.de/panorama/zeitgeschichte/0,1518,druck-493106,00.html
AK-47
Geburtstag einer Todesmaschine

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Na, Simone, da haste dir aber einen schönen Grusel aus den Fingern gesaugt.
Hast ja fast alle Klischees, die im kalten Krieg gang und gäbe waren noch einmal in die Pfanne gehauen und halbgar verbraten.

Also, das nächste Mal, wenn du sowas für den Spiegel aufschreiben mußt, verdrückst du dich vorab in eine deutsche Leihbücherei und studierst erst mal Quellen.

Und dann schreibste mal z.B. was über die B-52, den Friedensflieger, oder den Tornado, was wohl ein deutsches Fotografierflugzeug ist.

Ich korrigiere mal eine einzige Aussage, der Rest des Artikels fliegt mangels Substanz in den Papierkorb: Kalashnikow "erhielt zwei sowjetische Heldenorden der Arbeit".

Du hättest besser formuliert: "Kalshnikow erhielt für sein Schaffen und Lebenswerk zweimal den Orden Held der Arbeit". Oder: "Kalashnikow wurde für sein Wirken im Dienste der Vaterlandsverteidigung zweimal mit dem Orden Held der Arbeit gewürdigt."
Das ist ordentliches Deutsch.

6. Juli 2007

Irrtumsdistanz

SPIEGEL ONLINE - 06. Juli 2007, 09:19
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-492898,00.html
ABGRENZUNG
Sommer geht auf Distanz zur Linkspartei

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Gewaltiger Irrtum. Sommer war der Linken noch nie nahe. Er kann sich also auch nicht abgrenzen oder distanzieren. Sommer ist genauso weit von der Linken entfernt wie von gewerkschaftlichem Handeln.

5. Juli 2007

Nebenauskunft



Weder wurden die Nebeneinkünfte, wie auf der Startseite versprochen, noch die Nebentätigkeiten, zu denen sie auf S. 125 mutierten, veröffentlicht.

Veröffentlicht wurden Listen mit Arbeitsmöglichkeiten. Ob jemand dort auch tätig ist, das steht auf einem ganz anderen Blatt.

Mit dem Zweiten ist man blind.