25. Januar 2010

Sporthymne

Uns aus dem Elend zu erlösen,
kahann nur der Abpfiff tun.

24. Januar 2010

was sonst noch obskurte

Die Engländer verkaufen Wünschelruten statt Sprengstoffscanner in den Irak. (spiegel)

Die Nacktscanner sind noch gar nicht einsatzfähig. (heise)

Die Chinesen, so sie es waren, haben für ihren google-Hack eine Hintertür benutzt (Bruce Sheier), die die US-Regierung hat einbauen lassen. Das erklärt allerdings noch nicht, warum bei der Erstmeldung auch die anderen großen Konzerne im gleichen Nebensatz Erwähnung fanden, z.B. Adobe usw.

Das Beste lieferte allerdings die deutsche Krämerseele schlechthin ab, der alles und jeden kaufen könnende Westerwelle. Nun, so hat er verlauten lassen, nun sind die Taliban dran. Nachdem er die Hotelbranche und die Krankmacher hat löhnen lassen, begibt er sich mit den Millionen von Euro auf einen öffentlichen Schaufensterbummel und hat sich die Taliban für seinen ersten Großeinkauf auserkoren.

Als redegewandter Politiker scheut er keinen noch so abstrusen Vergleich und begründet seine Einkaufstour damit, daß es eine Art Aussteigerprogramm sei. Ähnlich der in Deutschland vollkommen gefloppten Kronzeugenregelung, den Aussteigerprogrammen für Nazis, Extreme und andere Gutmenschentumübungen. Nicht eines der Aussteigerprogramme hat funktioniert, aber für den Export an den Hindukusch sind sie allemal gut genug, denn die kaufen jeden Schrott, wie wir weiter oben gelernt haben.

Auf die schlicht falsche Kurzgeschichte von Yassin gehe ich nicht weiter ein. Bereits zu Beginn hat sich ein gravierender Fehler eingeschlichen, der ein Weiterlesen nicht verlohnend erscheinen läßt. Osama Bin Laden hat die Verantwortung für den Flop in Detroit übernommen, so hätte es formuliert werden müssen, sowie: Die Terroristen sind jederzeit in der Lage, weitere Flops zu zelebrieren und den meisten Terror veranstalten die Deutschen immer noch selber. In den Qualitätsmedien.

wie bereits erwähnt

Die Regierung von Oberbayern läßt mitteilen, es habe sich beim jüngsten "Terroralarm" am Münchener Flughafen um einen Fehlalarm gehandelt.

Die Videos hätten gezeigt, dass der Passagier nochmals durch die Kontrolle gegangen sei. Auch Sprengstoff sei nicht gefunden worden. Wegen des Alarms war ein Terminal stundenlang gesperrt gewesen.

Je nach Redaktionszugehörigkeit schwankt die Einschätzung zwischen

- Fehlalarm (Zeit)
- völliger Fehlalarm (Welt)
- doppelter Fehlalarm (BILD)
- kompletter Fehlalarm (Spiegel) und
- totaler Fehlalarm (Spiegel).

In Nachgang sei der Blödsinn korrigiert, den der Spiegel zusammenfassend verbreitet, um so weiter eine Legende am Leben zu erhalten, die jedoch von Beginn an die Aura eines Terrorplots auf der Intensivstation versprühte. Künstlich am Leben gehalten.

"Offenbar wusste er nicht einmal, dass er selbst mit seinem vorzeitigen Verlassen des Kontrollbereichs die Großaktion ausgelöst hatte", erklärte Regierungspräsident Christoph Hillenbrand.

Als Regierungspräsident sollte man eigentlich wissen, daß Großaktionen auf einem Flughafen nur von einem kleinen, hoffentlich gut geschulten Personenkreis ausgelöst werden dürfen, die im staatlichen Auftrag handeln. Passagiere gehören nicht dazu, es sei denn sie heißen Bruce Willis und wollen die Welt retten.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann: Die Bänder zeigten, dass der Mann überhaupt nicht gemerkt habe, "dass er ein Problem produziert hat".

Von einem Innenminister erwarte ich persönlich keinerlei Kompetenz. Daß seine eigenen Leute das Problem produziert haben, paßt nämlich nicht in ein innenminsiterielles Denkschema.

23. Januar 2010

alles nur eine Frage der Literatur

14.09.2009

Obama liest Wall Street die Leviten

05.01.2010

Obama liest Geheimdiensten die Leviten

23.01.2010

Obama liest obersten US-Richtern die Leviten
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Was iss'n das für'n Buch, daß es vom Friedensnobelpreisträger höchstselbst solch vollkommen unterschiedlicher Klientel vorgelesen wird? Und wer kommt auf seiner Lesereise als nächstes in den Hörgenuß?

Welt weltmännich

welt

Erstaunlich, zu welcher Größe sich eine Publikation wie die WELT hinreißen lassen kann. Mit dem Federkiel von Torsten Krauel wurde Lafontaines Seele nochmal ordentlich gekrault.

deutsches Internet

Jens Berger

In Deutschland dient das Internet - neben der Verbreitung von Pornographie und Raubkopien - auch dem politischen Aktivismus.

Ach so?

herrliche Zeiten

Oskar Lafontaine zieht sich aus der Bundespolitik zurück, pusten die Agenturen in die weite Welt. Mit geringfügig gutem Willen könnte ich es als die Falschmeldung des Tages bezeichnen.

Das ganze Schauspiel kann man sich vorab genüßlich auf Twitter reinziehen. Mit einer Ausnahme.

Halina_Waw

sitzt im parteivorstand und sagt bis zur pressekonferenz gar nichts zu personal, sms schicken nützt nichts


Und, so frage ich im Falle es träfe zu, was hat die ganze Übung mit Bartsch gebracht?
Und warum hat sich Lafo da rausgehalten?

Und, so füge ich an, Lafos Rückzug aus der Bundespolitik, wie es die Agenturen bezeichnen, kommt als fürchterlicher Bumerang zurück. In die Bundespolitik.

Und natürlich stimmt auch nicht, was die Praktikantenzeitung zu berichten weiß: Oskar Lafontaine gibt nach Informationen mehrerer Nachrichtenagenturen Parteivorsitz und Bundestagsmandat ab.

Wenn man sich auf google-news mit dem textlichen Gehalt der Meldung befaßt, dann gibt es nur eine Quelle und alle anderen schreiben diese Quelle ab. Mithin, auch wenn der Praktikant in des Spiegels Kältekammer solche Formulierungen in die Tastatur geklappert hat, erhöht das nicht die Seriösität oder Beweiskraft. Im Text selber sind "mehrere Agenturen" übrigens auf dpa und AFP zusammengeschrumpft.

Daß es den Kältepraktikanten an Fabulierkunst nicht mangelt, zeigt uns der ZDFtext.



Wer immer Herr oder Frau Kreise ist, ein Rückzug aus der Bundespolitik durch Lafontaine wird nicht stattfinden. Sie wollten wohl nur mitteilen, daß er seine Bundesämter nicht mehr wahrnehmen wird. Das ist etwas anderes.

Am heutigen Tage also wieder ein schönes Beispiel dafür, daß Qualitätsjournalismus anders geht.

Egal.

Christian Lindner

Lasst die Häme stecken. Mit 66 + Krebs darf Mensch aus der Knochenmühle Bundespolitik aussteigen. Einfach so.

Klimaerwärmung

Kaum ist die Sonne da, geht es mit der Klimaerwärmung ruckzuck voran.

Minus 12,5 Grad um 9 Uhr. Zwei Stunden später bereits Minus 9,5 Grad. Da keimt Hoffnung auf.

22. Januar 2010

Roland Koch

Sie haben Post.

wikileaks

Daß sich das mit wikileaks erledigt hat, deutete ich ja an. Heute ist der 22. Die haben ja nicht mal mehr jemanden, der das Datum vom 18. (Wiedereröffnung der Seite) auf den Sanktnimmerleinstag korrigieren kann.

Noch immer heißt es, daß die Seite am 18. Januar wieder aufmacht. Welches Jahr, das wurde nicht annonciert.

one-finger salute

Lilly Allen übt sich Down Under in traditioneller englischer Begrüßung, dem Ein-Finger-Salut.

21. Januar 2010

Sicherheitslücke am Münchener Flughafen entdeckt

Tagesspiegel

apples and oranges comparison

techdirt

It's as if Germany doesn't want the internet at all.

Genauso ist es, denn das Internet ist der Teufel.

Gysi peinlich

welt

Am Mittwochabend kündigte Gysi an, Lafontaine werde sich bald über seine politische Zukunft äußern. Lafontaine werde „sich in Kürze erklären und dann müssen wir mit seiner Entscheidung umgehen“, sagte Gysi in der Sendung „N24 Schlaglicht“. Er kenne die Entscheidung, könne sie aber nicht preisgeben.

Ich weiß was aber verrat nix. Das ist einfach nur peinlich. Oder dumm.

Dem Artikel ist ebenfalls zu entnehmen, daß der ach so illoyale Herr Bartsch heute Abend per Sondersitzung mit der Funktion eines Stellvertreters des Fraktionsvorsitzenden belohnt werden soll. Eigentlich soll er gewählt werden.

Das paßt alles nicht zusammen.

20. Januar 2010

Sensationslust legt Verstand lahm

Der abendliche Praktikant schreibt von han/jjcl/dpa/AFP/apn ab:
Sprengstoffverdacht legt Münchner Flughafen-Terminal lahm.

Etwas menschengemachter war es schon. Aber das paßt nicht in das Denkraster eines Praktikanten. Sagen wir mal so. Die durch Medienhysterie und Scharfmacherei von Dienstvorgesetzten aufgestaute Terrorismusangst führte heute dazu, daß Sicherheitsbeamte durchdrehten und ein Terminal stundenlang gesperrt haben.

Leider ließen sich bisher weder das sprengstoffverdächtige Notebook, noch deren Besitzer lokalisieren und einfangen.

Rädelsführer

Im Prozess gegen die Sauerland-Gruppe will das Gericht das Verfahren teilweise einstellen. Der Vorwurf der Mitgliedschaft in einer inländischen Terrorvereinigung wird nicht weiter verfolgt. Für Fritz Gelowicz' Anwalt ein Erfolg: Sein Mandant könne nicht mehr als Rädelsführer verurteilt werden. (Spiegel)

Hab ich doch gesagt, daß man die Rädelsführer in den gut beheizten Büros des Verfassungsschutzes findet.

Praktikantin Anne Seith

Liebe Praktikantin beim Spiegel,

ihre Meinung und Eindrücke vom Auftritt Oskar Lafontaines in Saarbrücken interessieren mich nicht sonderlich.

Ich kann auf vorgefertige Meinungen verzichten, da ich noch in der Lage bin, mir selber eine anzufertigen. Eine, die mir in den Kram paßt.

Ergo bevorzuge ich den Originltext.

Bundespasswort unter Medikamenteneinfluß

Nachdem die Bundesregierung offiziell die Vergabe eines personenbezogenen Bundespasswortes auf den Weg gebracht hat, geht es nun in die zweite Runde. Das tiefschwarze Sachsen wurde für einen Feldversuch auserkoren, um den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Passwortes unter Medikamenteneinfluß zu testen. Das LKA Sachsen wurde von Thomas die Misere beauflagt, den statistischen Großversuch federführend zu betreuen. Alle Apotheken des Landes wurden angewiesen, beim Kauf von Medikamenten umgehend Art, Menge und Personalien des Käufers an das LKA zu übermitteln.

19. Januar 2010

Anforderung an einen ernsthaften Minister

Markus Beckedahl über Thomas die Misere

Wenn er als Minister ernsthaft in die Diskussion um Datenschutz im Internet und andere Fragen einsteigen will, muss er seinen Ministerposten vergessen. Und sich mit denen unterhalten, die Verstand statt Vorstand mitbringen.

der Mann mit der Schlangentätowierung hat wieder zugeschlagen

Für BILD ist der Fall klar wie Kloßbrühe. Klassischer Raubmord wegen eines Autos.

Passend dazu auch der Haftgrund: Für einen Haftbefehl wegen Habgier-Mordes reicht bei ihm die Beweislage nicht aus. Er ging erst mal in U-Haft, weil er einen gefälschten Reisepass bei sich trug.

Für Verschwörungstheoretiker jedoch ein gefundenes Fressen, denn der Mann mit der Schlangentätowierung im Gesicht hat wieder zugeschlagen.