1. Dezember 2010

Auch Köln?

Auch Köln!

Auch Köln gehört zu den teuersten Städten der Welt, sofern man auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel angewiesen ist.

Die einfache Fahrt kostet dort nämlich 2,40 Euro, mithin 40 Cent mehr als in Berlin (4er Ticket). Das Tagesticket kostet gar 7,10 Euro. Nur im Rudel kommt man etwas günstiger weg. Ab 1. Januar ist das alles noch teurer, denn dann wartet man für 2,50 Euro auf die einfache Fahrt bzw. umkurvt für 7,30 Euro die den ganzen Tag andauernden Störungen, was in Köln nichts ungewöhnliches ist.

"Dit sind ja hier Preise wie im Westen" war deshalb auch meine erste Unmutsäußerung vor 14 Tagen.

Die BILD schreibt also formidablen Blödsinn ab, den irgend so ein Urlaubsportal als Eigenwerbung per Presseerklärung verbreitet hat. Köln liegt höchst solide im Spitzenfeld der ÖPNV-Mafia und schlägt bereits jetzt die Inhaber der ersten beiden Plätze (FfM und Bln) ganz locker. Ab Januar erst recht.

Das Internetportal, das diesen grandiosen Unfug in die Welt gesetzt hat, verrate ich mal nicht, ich fühle mich der Bildung meiner Leser verpflichtet, nicht der Einbildung, aber wie es sich gehört, verweise ich darauf, daß alle deutschen Qualitätsmedien daran gehindert waren, die Sriösität der Meldung gegenzuprüfen, da die gesamte Praktikantenschar mit der Verfertigung von Schriftsätzen zur Depeschenentrüstung beschäftigt werden mußte.

AFP war wohl eine der ersten Agenturen, die den Unsinn faxgerecht verkürzten.

Ich verrate das Internetportal doch, denn der Artikel ist zwar grottenschlecht auszuwerten, aber beinhaltet weitaus mehr Informationen, als sich die jeweilige Redaktion nach Belieben rauspickte.

Hier kann man nachlesen, wie sich die Hallenser auf die Schulter klopfen, hier die Dresdener und hier die Berliner.

alle Jahre wieder

Das Schneemonster hat zugeschlagen und legt den Flugverkehr lahm. Nun warten wir mal ab, ob sich die Schneemonsterwolke auch verzieht und wann die ersten Chefs der Fluglinien auf die Barrikaden gehen und die EU wegen Behinderung des Flugverkehrs und Milliardenverlusten in die Pflicht nehmen.

Uups, ich les gerade, BILD hat die Schneemonsterwolke als Klirr-Kälte benannt. Dann haben wir es halt mit dem Klirr-Kälte-Monster zu tun, das uns den Schweiß auf die Stirn treibt.

"Hacker" klauen Songs von unveröffentlichten Musikern

heise

Die Plattenfirmen hatten wohl allen Grund, das Material unter Verschluß zu halten.

Wie blöd sind diese "Hacker" eigentlich, daß sie Songs von Justin Timberlake, Lady Gaga, Kesha und Kelly Clarkson (heise) ins Internet kopieren? Wer sowas verbreitet, landet vollkommen zu Recht im Knast.

heißer Sommer im eiskalten Winter

Ich habe mich vom Thermometer aufs Glatteis führen lassen. Es sind nicht Minus 10 Grad Celsius und ein eiskalter Wind, die mir die Schweißperlen auf die Stirn treiben, sondern die Hitze, die draußen herrscht. Meint die Weltklimazeitung dem Volk verklickern zu müssen.

Glücksgas-Stadion

Na, wenn das nicht endlich mal ein knackiger Name für ein Fußballstadion ist.
Kann ich mich nur darüber bedanken, daß mein letzter Besuch dort Ende der 80er gewesen ist. Ausverkaufte Hütte, Europapokal, prächtige Stimmung. Das waren noch Zeiten.

Verwandte Artikel:
Zonentarif
(12. Oktober 2009)

Siehe auch SZ.

red notice

Die Interpolizisten sind ja so doof. Die haben ja nicht mal ein Foto von Assange.
Und das sollen Polizisten sein?
Mein Gott, sind die doof.

nur zum Vergnügen

nehme ich die weitere Eskalation der Depeschenentrüstung zur Kenntnis und futter gleich mal handgemachte Kekse. Die Sueddeutsche watscht das Enthüllungsmagazin ab, daß sogar mir mal die Sonne aus dem Arsch scheint.

Enthüllt: Der "Spiegel" spricht schräges Englisch

Tag 4 der Depeschenentrüstung

Die FDP sucht nun doch den Spion, der Generalbundesanwalt nicht,

denn der Straftatbestand des Landesverrats ist laut Strafgesetzbuch nur dann erfüllt, wenn Staatsgeheimnisse an eine fremde Macht weitergegeben werden und dadurch die Gefahr eines schweren Nachteils für die äußere Sicherheit Deutschlands droht. Das dürfte im Fall des FDP-Informanten nicht der Fall sein.

Das ist doch mal ein echter Kracher. Die FDP kennt gar keine Staatsgeheimnisse, die sie verraten könnte, und kann demzufolge auch nicht verfolgt werden. Irgendwie hatten ich das ja geahnt. Nun ist es amtlich. Wikileaks sei für diesen Erkenntnisgewinn gedankt.

Was für 'ne Terrorgefahr?

Gibt doch seit 10 Tagen keine mehr.

Berlin – Angesichts der Terrorgefahr bleibt die Reichstagskuppel weiter für Besucher gesperrt.

Irrtum vom Amt. Es gibt sie doch, die Terrorgefahr. Das amtliche Terrormagazin reportiert gerade meinem reader:

Anschlagswarnungen
CDU-Innenexperte sieht Terrorgefahr nicht gebannt


Aus Gründen einer züchtigen Jugendzucht nicht verlinkt.

Der Lacher ist jedoch, daß dieser a) Innenexperte, der sich b) zum muselmanischen Terror äußert, daß der Bosbach heißt.

Einem "verantwortungsvollen Journalisten" (Mikich) wäre die Ausrede eingefallen, daß sein Kuli eingefroren ist und er nichts aufschreiben kann. Oder das Mikro hat Kabelbruch wegen der Erdrückkühlung. Nö, die Terrorjournalisten aus Hamburg machen einfach nur ihren Job. Ins warme Büro schleichen, spendiertes Mittag schlucken und Blödsinn von Bosbach nach Hamburg kabeln. Aber das hat ja bei Deutschen Wichtigtuern Methode, anderen jeden Schwachsinn mitzuteilen.

Canon Fotoapparate

Die Russen auf dem Mond.

Summary: What Canon can do?

• Hire people who really understands security :)

30. November 2010

Jugendzuchtvertrag

Vielleicht fällt mir zum Titel des posts noch was ein. Z.B. Jugendzüchtigung.

01.12.2010

Ist jemand anderem ja doch noch was eingefallen. Udo Vetter.

Man kann und muss sich über den geplanten Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) aufregen. Die geplanten Regelungen sind weltfremd im wahrsten Sinne des Wortes.

Das gesamte System ist also bereits jetzt zum Scheitern verurteilt und läuft eigentlich nur auf eine Knebelung der “braven” deutschen Anbieter hinaus...

...dass man politischen Flachsinn nicht durch Resignation besiegt...

Porno-Steffi

Ich habe gerade in verschiedenen seriösen Online-Magazinen was über Stephani zu Guttenberg und ihren höchst dubiosen Spendenverein gelesen. Aber keine dieser Publikationen äußert sich dazu, ob die smarte Frau mal Pornos gedreht hat oder gerade welche dreht. Das wäre doch mal interessant zu erfahren. Gibt es Stephanie zu Guttenberg als Porno zum download? Oder wieso sonst wird die Porno-Steffi genannt? Weiß da draußen jemand was genaueres?

die Linkspartei als letzte Hoffnung der zivilisierten Welt

Selbst unter seditativen Medikamenten bei Zuhilfenahme bewußtseinserweiternder Drogen und Musik, die Grenzerfahrungen vermitteln soll, unter Androhung von Folter und allen schlechten Dingen, die die Menschheit bisher praktiziert hat, wäre ich mit meiner Phantasie vollkommen überfordert, eine Formulierung wie den Posttitel zu erfinden. Die stammt von fefe.

Rußland erteilt deutschem Innenminister schmerzhafte Lektion

Herr Innenminister, wenn sie ma wissen wollen, wie das im richtigen Leben gemacht wird, dann lernen sie von Rußland.

So wird das gemacht.

Alle auf dem Territorium des Föderationsbezirks Nordkaukasus begangenen Terrorakte sind laut Sergej Tschentschik, dem Chef der regionalen Hauptverwaltung des Innenministeriums, aufgeklärt worden.

Die Täter seien gefasst bzw. vernichtet worden...

Schmuggelgut

Wie es Frank Patalong geschafft hat, einen lesenswerten über-2-Seiter auf die Server des Spiegel zu schmuggeln, das läßt er offen.

Lobenswertes wird auch verlinkt. Selbst wenn es der Spiegel ist.

Gefährlich ist also nicht in erster Linie Stuxnet, sondern die kreative, offensichtlich bestens informierte Intelligenz dahinter. Und das sind nicht die von Sky News herbeiorakelten Terroristen, die sich den Schädling eventuell auf dem Schwarzmarkt gekauft haben könnten, was dann unglaublich gefährlich wäre. Es sind die Virenautoren, die womöglich wirklich schöne, gut temperierte Büros besitzen und sich um ihr Vaterland verdient machen (wo auch immer das liegt)... - im erweiterten Sinne sind es wohl eher "unsere Jungs", die hinter Stuxnet stehen, und nicht irgendwelche Schurken. Sagt keiner so laut, denkt aber doch wohl jeder.

nichts wünsche ich mir sehnlicher

heise

Der Mond bleibt ein wichtiges Ziel der Bundesregierung

Fehlen nur doch die Raketen, um die Regierung auf den Mond zu schießen.

Panoptikum - aus einer anderen Zeit

Wer sich per Blick ins Panoptikum in eine andere Zeit beamen will, der lese die drei Artikel der Zeit.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-11/wikileaks-assange
http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-11/wikileaks-usa-suche-wahrheit
http://www.zeit.de/politik/2010-11/dokumente-des-zorns?page=all

Ich halte es da mit dem "Irren aus Teheran" (BILD), der sich als kluger Mensch entpuppt und weise Ratschläge erteilt.

Mit die ersten Kommentatoren schreiben:

1. Interessant...
...was hat denn der Herr Assange denn genau verbrochen?

1. wie hier
uber diese leaks berichtet wird macht mich wirklich sehr besorgt...

13. Ist das jetzt eine Kampagne gegen WikiLeaks ?
Mit scheint die journalistische Herangehensweise nun auch etwas zu kleingeistig und durchsichtig. Das Ziel ist doch wohl klar, Diskreditierung.

2. Die ZEIT bleibt ihrer Linie treu......
Herr Schumann , vielleicht fragen Sie sich einmal selbst, wieviele Menschen dem außerordentlichen Druck standhalten können, den Geheimdienste und insbesondere CIA und Mossad auf das Leben von unliebsamen Gegnern auszuüben vermögen.
Dass Assange seinem Ziel treu geblieben ist, trotz der Bedrohungen von außen, spricht für ihn !
Ich möchte mir kein Urteil über seine ehemaligen Weggenossen erlauben, aber es ist nun einmal gängige Praxis der Dienste, solche Gruppierungen zu infiltrieren, bzw. einzelne durch immensen Druck auf die eigene Seite zu ziehen.
Dass Wikileaks mit Daten überschwemmt wird zeigt, dass viele der gängigen Medien offensichtlich nicht immer die richtigen Ansprechpartner für brisante Dokumente sind.
SIE sind nicht mehr unabhängig und der Artikel hier, wie alle anderen zu diesem Thema, beweisen es.
Nehmen Sie sich ein Beispiel am Guardian und der NYT, dort wenigstens erlebt man noch so etwas wie wachen, kritischen Journalismus !
Die einzige Chance, wichtige, unliebsame Fakten auch veröffentlicht zu sehen, sind die Ankündigungen einer Organisation wie Wikileaks, der darauffolgende Druck auf die Medien und die Beteiligung der internationalen Bloggergemeinde an der Verbreitung der Infos!

russischer Atomknüppel

Der heißt wirklich so.

Tag 3 der Depeschenentrüstung

Einen hab ich ja noch, bzw. eine. Eine Frau. Sonia Seymour-Mikich-Doppelname.

Im Folgenden the best of Transkript (Kommentar Tagesthemen 29.11.2010):

Fein ist es nicht, was in US-Depeschen über deutsche Spitzenpolitiker steht. Aber. Bitte abregen. Das ist peinlich. Mehr nicht.

Es stimmt schon, whistleblower sind nicht immer Idealisten, sondern oft genug undurchsichtig, größenwahnsinnig oder rachsüchtig.

Um so wichtiger sind verantwortungsvolle Journalisten, die solche Quellen einordnen können, damit aus einem Leck kein Dammbruch wird, sondern eben Aufklärung. Und das braucht Zeit und Ressourcen, erst recht, weil Internet-Aktivisten zunehmend politische Themen auf die Agenda setzen, und diese Entwicklung ist nicht umkehrbar.


Au weia, sind die angepißt worden, daß sie die Karte der kriminellen amoralischen whistleblower ziehen. Der Deppendorf ist ja auch schon drauf geritten.

Au weia, kotzt die es an, daß nicht sie die Rolle des "verantwortungsvollen Journalisten" zugewiesen bekamen, sondern die Praktikanten beim Spiegel.

Nimmt man es genau, dann hat hier jemand die deutsche Medieneiche angepinkelt. Die erweist sich als innerlich hohl und äußerlich morsch und kracht mit donnerndem Mediengetöse zusammen. Das alles wegen 5 vollkommen präzis beobachteter Aussagen über "deutsche Spitzenpolitiker" (Miekisch).

Tja, Leute, genau das wird eben nicht mehr passieren, daß sich der pfiffige Internetnutzer die Deutung von Depeschen durch "Handwerker der Verbesserung" (Mikich) einordnen oder vorplappern läßt. Ich benötige also keinen "verantwortungsvollen Journalisten", der mir deutet und einordnet, daß Westerwelle doof ist. Das wußte ich auch schon vorher.

Da wiederhole ich mich doch gerne.

Die herrschende Klasse hat die meinungsbestimmende Deutungshoheit dank der Existenz des Internet längst verloren. Sie weiß es nur noch nicht, ahnt es aber.

Ich weiß es.

29. November 2010

Perlen der Dichtkunst

Oh, sind die alle angefressen. Sie wurden ihres Herrschaftswissens beraubt, das sie in ihren Giftschränken archiviert hatten, um es bei Bedarf auf die Seite 1 zu hieven. Noch mehr giften sie aber, daß so 'ne Lullerzeitschrift wie der Spiegel den exclusiven Vorabzugriff hatte, ohne was zu verraten.

Zögerlich und wie ein Kind fragt uns daher BILD in den Abendstunden (20:11)

Darf man diese explosiven Geheimnisse ins Netz stellen?

Liebe BILD-Redakteure, ich weiß ja nicht, ob ihr seit gestern Abend durchgeschlafen habt. Die Dokumente sind via Internet einsehbar. Und sie stehen nicht, sondern liegen. Auf Serverfestplatten.

Und noch einer, der total angefressen ist, der aus dem Deppendorf. Im Anreißer heißt es:

Außerdem kommen in den Papieren zahlreiche Politiker aus Deutschland schlecht weg - ein diplomatischer Skandal. Der ARD-Brennpunkt berichtet über Hintergründe und Konsequenzen.
Moderation: Ulrich Deppendorf


Ich versuche mal, das Teil im Netz zu finden, denn Deppendorf und Hintergrund ist eine Kombination, die ja überhaupt nicht funktioniert, es sei denn mit Deppendorf als Hintergrund.

Ah ja, das Transkript kann ich schon mal liefern.

Wer oder was ist eigentlich wikileaks? Wer steckt hinter dieser Internet-Plattform, auf der schon häufiger geheimes und brisantes Material veröffentlicht worden ist.

Die ungefilterte Veröffentlichung von Marjal (sic!) ist höchst umstritten. Sind es Größenwahnsinnige, die mit dem Weltgeschehen und der weltweiten Sicherheit spielen? Oder ist es die logisch auch notwendige Konsequenz des Internetzeitalters?

Für Presseorgane in vielen Ländern ist wikileaks mehr und mehr eine interessante aber auch fragwürdige Quelle geworden.

[Einspieler]

Das war unser Brennpunkt zu den wikileaks-Enthüllungen. Jetzt folgt aus der Reihe Erlebnis Erde "Die Südsee - Paradies in Gefahr". Viel Spaß dabei aus dem ARD-Hauptstadtstudio Tschüß."


Oh je, kotzt der Deppendorf dem Kameramann im Studio die Linse voll. Der ist bestimmt erst mal Duschen gegangen.