2. Mai 2011

islamische Tradition der Seebestattung



+++ 11.21 Uhr +++ Hinweise auf Seebestattung verdichten sich +++

Gemäß der islamischen Tradition müssen Tote innerhalb von 24 Stunden beigesetzt werden...


Zur islamischen Tradition bei Bestattungen wikipediast du dich mal schlau.

Und? Schlau gemacht? Was sagt uns das jetzt? Genau.



Die USA haben den Leichnam von Osama Bin Laden als Müll im Meer entsorgt.
Von Seebestattung bzw. Beisetzung kann kein Rede sein. Erstaunlicherweise ist es die BILD, die der Wahrheit recht nahe kommt:

+++ LEICHE IM MEER VERSENKT +++

Das betrifft durch die Bank dann auch die Welt, die Zeit, die Sueeddeutsche, Die Augsburger Allgemeine usw., die uns damit zumüllen, USA-Soldaten seien in der Lage eine islamische Bestattung den Regeln entsprechend durchzuführen. Schwachsinn.

so sieht Osama Bin Laden mit Kopfschuss aus



Abbildung ähnlich

goldene Worte von Le Penseur

P.S.: ein Poster in der »Presse« schrieb in anderem Zusammenhang»Wenn Ihr uns schon verarschen wollt, so gebt Euch wenigstens ein bißchen Mühe dabei!« Goldene Worte, die ich nicht verabsäumen möchte, auch auf diesen Fall anzuwenden ...

Zum Tod eines Tonbandfürsten hat ppq einen umfänglichen Nachruf veröffentlicht.

Spiegel tickert Falschmeldungen

+++ 10.31 Uhr +++ FBI hinkt hinterher +++

Die ganze Welt redet über den Tod des Terrorchefs, aber zumindest eine US-Behörde scheint noch nicht ganz auf dem Laufenden zu sein. Laut der Web-Seite des FBI ist Osama Bin Laden immer noch unter den Top Ten "Most Wanted."


Mitnichten ist Osama Bin laden unter den Top ten "Most Wanted", wie die Spiegel-Redaktion eiligst meldet. Der von mir eigenhändig um 09:55 Uhr angefertigte screenshot zeigt eine vollkommen andere Sachlage.

Ich habe schon keine Lust mehr, wenn bereits Montag früh um 11 Uhr dermaßen viel journalistischer Scheiß im Internet abgelegt wurde. Ich mach jetzt was anderes.

Obama verantwortlich für Tod tausender Unschuldiger

Osama Bin Laden verstorben

Wenn der Spiegel das um 05:17 Uhr so schreibt, dann muß es ja stimmen.



+++ 10.28 Uhr +++ Seehofer erfreut über Ableben Bin Ladens +++

Andererseits bezichtigt der gleiche Artikel die USA der Anwendung von Terror.

Kopfschuß mit Hubschraubern

Kopfschuss! Osama BinLaden ist tot

SO LIEF DIE SPEKTAKULÄRE AKTION AB

Vier Hubschrauber eröffneten das Feuer auf eine Luxus-Villa in einem Ort namens Abbottabda (ca. 100 Kilometer nördlich von Islamabad). Vier Stunden dauert die Operation. Das Gebäude geht in Flammen auf.

Osama bin Laden ist tot


wanted by the FBI

screenshot 09:55 Uhr MESZ

Ach ja, unsere Formulierkünstlier durften auch wieder ran.

Stefan Winter erfand für die Sueddeutsche den Spruch:

Amerikanische Spezialkräfte überwältigen den Topterroristen in Pakistan.

1. Mai 2011

Yassins Griff ins Klo

Yassin hatte ja in den letzten Tagen mehrfach empfohlen, man solle unbedingt das aktuelle Heft vom Spiegel kaufen, weil er sein neues Märchen darin unterbringen konnte. Ich selber habe behauptet, daß ich das erstens nicht kaufen und zweitens sein Märchen nicht lesen werde.

Allerdings kann ich eine Alternative offerieren, die um zehn Klassen besser ist. Im aktuellen Heft ist ein Interview mit Paul McCartney enthalten.

"Ich heiße Paul. Und du?": Paul McCartney über den fotografischen Nachlass seiner verstorbenen Frau Linda, seinen Nebenbuhler Mick Jagger, das Glück der sechziger Jahre und die Depression der Siebziger

Wenn ich mir den Rest des Inhaltsverzeichnisses anschaue, dann scheint mir die Ausgabe stark überteuertes Klopapier zu sein. Für das gleiche Geld bekomme ich bei Rewe ja 16 Rollen in echter DDR-Schmirgelpapier-Qualität.

übelste Kriegspropaganda

Leute, ich habe einfach keine Lust mehr, aber was sich die Sueddeutsche am heutigen Tage an Frechheiten herausnimmt, das gab's in keinem Russenfilm.

Wenn ihr mal Goebbelspropaganda in Reinkultur lesen wollt, dann schlagt die Sueddeutsche auf und zieht ich den Oliver Das Gupta rein.

Libyens Machthaber Gaddafi beklagt den Tod eines Sohnes, der angeblich bei einem Bombardement umgekommen ist - sein Sprecher erhebt schwere Vorwürfe gegen die Nato. Viele Regimegegner halten die Nachricht vom getöteten Sohn jedoch für eine Finte - ersonnen vom "Führer". Inzwischen randalieren Gaddafis Anhänger an westlichen Botschaften in Tripolis.

Damit nicht genug. Damit der deutsche Michel in seiner feirtäglichen Behaglichkeit auch begreift, daß es den richtigen und zurecht getroffen hat, schiebt Nicolas Richter gleich noch eine umfassende Persönlichkeitsanalyse hinterher.

Saif al-Arab al-Gaddafi
Student, Rabauke, Diktatorensohn

Prügel, Spuckattacken und ein angeblicher Mordauftrag: Der nun offenbar getötete Sohn von Gaddafi war in München polizeibekannt.


Wollen die Süddeutschen den Norddeutschen bei der Kriegspropaganda den Rang ablaufen? Weiß da draußen jemand, warum sich die Sueddeutsche in den letzten Jahren zu einem der übelsten Schmierblätter am deutschen Zeitungsmarkt entwickelt hat? Für sachdienliche Hinweise wäre ich dankbar.

Wenn morgen, heute ist ja arbeitsfreier Feiertag, wenn also morgen in Deutschland wieder die Führerdiktatur ausgerufen wird, Führerinnendiktatur zählt nicht, das schreiebt sich scheiße und spricht sich scheiße, also wenn morgen der Führer aus seinem Grab entfleucht, dann habe ich keine Bange, dann steht das deutsche Volk wie ein Mann hinter ihm. Die Rudelschreiber leben es uns ja vor. Ich bin der festen Überzeugung, daß Deutschland binnen zwei Tagen in den Krieg ziehen könnte, wenn der mediale Rudelchor die Begleitmusik intoniert.

endlich: Frühjahrsoffensive der Taliban beginnt

Schnell mal bei Eiseskälte und eitel Sonnenschein eine Gegenwindrunde gedreht, schlag ich das Internet auf und schau in einem großen Topf mit journalistischen Exkrementen.

Sueddeutsche 01.05.2011, 18:19
Afghanistan: Taliban

Kampf mit Waffen und Worten
Von Tobias Matern

Die Taliban in Afghanistan drohen mit einer Frühjahrsoffensive


Hoho, wurde der Spiegel an die Sueddeutsche verkauft? Das war doch sonst immer Yassins Einstieg in den Frühling. Nun kommt sie also doch, die oft angekündigte und nie stattfgefundene Frühjahrsoffensive der Taliban. Wenn die Sueddeutsche das schreibt, dann muß es ja stimmen.

Da freuen wir uns jetzt schon auf knackige Frontberichte, sofern die angekündigte Frühjahrsoffensive der Taliban mangels Beteiligung nicht wieder abgesagt werden muß. Wie voriges Jahr. Und vorvoriges auch. Die anderen Jahre ebenfalls.

päpstlicher Humor

Der deutsche Papst über seinen polnischen Amtsvorgänger: Er hatte die „Kraft eines Riesen“. (BILD)

Tag 2 nach dem verhinderten Lötkolben-Blutbad auf Lena

Die Lena-Bomber und das von ihnen geplante Blutbad stehen auch weiter im Zentrum der nationalistischen Berichterstattung. Um so viel Informationen wie möglich an den deutschen Mann zu bringen, wird auf die bereits bewährten Formulierungen zurückgegriffen. Ein besonders schönes Stück anrührender Terrorpropaganda gelang dem Terroristenmagazin aus Hamburg, das sich einen Text von tdo/dpa zugekauft hat. Der geht in Auszügen so.

SPIEGEL ONLINE 01. Mai 2011, 11:13 Uhr
Festnahme der Qaida-Verdächtigen

Auf der Spur des Lötkolbens


Den Rest reiße ich mal nur an.

- Kommunikation via USB-Stick

Oh scheiß, sowas mache ich auch.

- neue Details

Leider Falschmeldung, neue Details werden nicht bekannt gemacht. Ist wohl der Werbeblock in dem Spiegel-Artikel.

- Innenminister Friedrich will... jetzt die Anti-Terror-Gesetze verlängern.

Darum geht es, um nichts anderes. Das hätte als Information ausgereicht, wäre zum Scheitern verurteilt, da es in Deutschland ja keinen Terrorismus gibt. Also bastelt man sich den selber.

- Mitte voriger Woche erfolgte der Zugriff.

Der erfolgte am Freitag. Aber ich will nicht kleinlich sein, ist ja ungefähr Mitte der Woche.

- wollten mit einer Splitterbombe ein Blutbad anrichten

Woher wollen die das wissen? Was die wollten, wissen nur die selbst und die Vernehmer, sofern das in den bisherigen Vernehmungen überhaupt zur Sprache kam. Das gewollte Blutbad ist eher der Phantasie von Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum entsprungen. Denn nur solche Kreise und natürlich die Medien selber wünschen nichts sehnlicher als ein Blutbad. Die Loveparade-Katastrophe ist lange her, ausgequetscht wie ein Zitrone und somit nicht mehr medial. Also muß frisches Blut her, und sei es nur virtuelles, vorgstelltes, phantasievoll ausgeschmücktes.

- alle drei mutmaßliche Qaida-Mitglieder

Wie unterscheiden sich eigentlich Qaida-Mitglieder von mutmaßlichen Qiada-Mitgliedern? Wer oder was ist die Organisation Qaida? Eine Frage, die der Artikel nicht beantwortet.

- "Mit den Festnahmen zeigt sich, wie sinnvoll etwa die Übertragung von Aufgaben des internationalen Terrorismus auf das Bundeskriminalamt im Jahre 2009 war."

Ich habe nie etwas anderes behauptet. Die Terroristen züchten wir uns lieber selbst. Nun aus berufenem Munde die Bestätigung dafür.

- Aufbauorganisation "Komet"

Bau auf, bau auf, bau dir deine Terrorzelle auf.
Oder ist die Begriffswahl beim BKA ehe ein Reminiszenz an ihre faschistischen Vorbilder?

- Auf K.s Computer installierte das BKA einen Trojaner für eine Online-Durchsuchung - sowie Software für eine Telekommunikationsüberwachung.

Das ist Blödsinn. Das BKA hat Spionagesoftware installiert. So wird ein Schuh draus. Dazu mußte es in die Wohnung einbrechen und den PC manipulieren. Anders kann ich es mir kaum vorstellen. Die unbemerkte Installation ohne Wohnungseinbruch ist ein technisch höchst anspruchsvolles Unterfangen, das ich dem BKA nicht zutraue, zumal dafür die Mitarbeit der Telekommunikationsunternehmen und Provider nötig ist. Denen wiederum traue ich das unbesehen zu, also die Zusammenarbeit mit den Terrorbeamten.

- Der Lauschangriff ergab zum Beispiel, dass die Beschuldigten darüber nachgedacht haben

Au Scheiße, was haben die denn da für Technik installiert, daß die jetzt schon rauskriegen, worüber man nachdenkt? Mir wird schwurmelig vor den Augen. Sind wir schon so weit?

- Als K. beim Kauf eines Lötkolbens beobachtet wurde, fürchteten die Ermittler, dass sich Anschlagsvorbereitungen konkretisieren könnten.

Tata Tata Tata. Ein dreifach hellau für diesen Mordsspaß. Beim Lötkolbenkauf fiel es den Terrobeamten wie Schuppen von den Augen. Tata Tata Tata.

- hatte sich außerdem Chemikalien wie Aceton sowie Grillanzünder beschafft; Stoffe, die sich für den Bau eines Sprengsatzes eignen

Leider eignen sich diese Stoffe eher nicht dazu, Sprengsätze zu bauen.

- verschlüsselt kommuniziert, über Callshops und USB-Sticks

Igittigitt, Verschlüsselung, Internet-Cafe und USB-Stick. Was für scheußliche Dinge aber auch. Doch was will mir der Autor damit sagen? Warum fehlt z.B. die Information, daß sie VW fuhren, die Stromrechnung bezahlten und keine Schwarzfahrer waren?

- Ziercke. "Aber es können auch mehr sein."

Sehr geehrter Herr Ziercke, sie vergaßen die Dunkelziffer, die ist weitaus höher.

Das waren die Higlights der Terror-Propagandisten aus Hamburg. Ihr könnt ich nun selber raussuchen, was euch gefallen hat. Ich fand das mit dem Lötkolben am lustigsten.

Einen fast wortgleichen Text findet man auch bei der Welt, doch die haben die Idee mit dem Lötkolben leider nicht aufgegriffen und untern Tisch fallen lassen.

Rätselspaß zum 1. Mai

Bitte vermeiden Sie Zynismus.
Bitte verzichten Sie auf pietätlose Kommentare.
Bitte diskutieren Sie sachlich.
Bitte diskutieren Sie sachlich und achten Sie auf eine angemessene Wortwahl.
Bitte verzichten Sie auf einen aggressiven Ton und diskutieren Sie sachlich.
Bitte achten Sie auf eine sachliche Formulierung.
Bitte verzichten Sie auf pietätlose Beiträge.
Bitte tragen Sie mit sachlichen Kommentaren zur Debatte bei.
Entfernt, da der Kommentar, auf den Sie sich beziehen inzwischen moderiert wurde.
Danke. Die Redaktion/ew




Die Qualitätsmedien machen es uns nicht leicht. Heute müssen wir die Geburtsjahre der Söhne von Gaddafi erraten und richtig zuordnen. Rätsel mit Jahreszahlen werden halt immer beliebter.

Eine Perle neuerer deutscher Dichtung soll hier nicht verschwiegen werden.

Nato-Luftschlag auf Tripolis
Libysche Regierung: Gaddafi-Sohn stirbt bei Angriff

Libyens Machthaber Gaddafi hat bei einem Luftschlag der Nato offenbar einen Teil seiner Familie verloren.


Sohn stirbt und Gaddafi verliert einen Teil seiner Familie. Das ist mir aber auch ein tüchtiger Schussel, der Gaddafi. Wie kann man nur Teile seiner Familie verlieren?

Ein zarter Hinweis an die Arschkrampen in deutschen Redaktionsstuben. Die zielgerichtete Ermordung von Zivilisten in einem Krieg war dem Papier nach noch nie erlaubt. Wir haben es im vorliegenden Fall mit einem Kriegsverbrechen zu tun, das von NATO-Soldaten verübt wurde.

Eine angemessene Betitelung wäre also z.B. gewesen

NATO-Diktaturen zwingen ihre Soldaten, kleine Kinder zu ermorden, um Kriegsziele effizienter zu verwirklichen

Die Schreibe habt ihr doch sonst auch drauf. Warum fehlen euch auf einmal die markigen Worte?

Es wäre euer Job, sich um diese Angelegenheit zu kümmern, also um die Kriegsverbrechen der NATO und die völkerrechtswidrige Aggression gegen das libysche Volk.

Kleiner Hinweis für die Recherche. Das UN-Mandat ist das Klopapier nicht wert, auf dem es gedruckt ist. Vielleicht hilft euch das ja weiter.

Kate Middleton - her royal first blowjob

sterben bei Angriff

SPIEGEL ONLINE 01. Mai 2011, 07:18 Uhr
Einsatz in Libyen

Gaddafis jüngster Sohn stirbt bei Nato-Angriff


Und woran? Vor Schreck? Leberversagen? Ärztepfusch?

Wir wollen das wissen, Herr ulz/AFP/Reuters/dapd/AP.

Btw. wieder einmal beweisen die NATO-Strategen, daß sie gezielt unschuldige Zivilisten hinwegbomben können, im vorliegenden Fall sollen es nebst Sohn drei Enkel von Gaddafi gewesen sein.

Ab jetzt ist der Krieg des Westens um das libysche Öl auch persönlich.

30. April 2011

Blutbad für die Akten



Hatten wir ja lange nicht mehr, daß jemand ein Blutbad nehmen wollte. Das letzte wurde wohl abgeblasen, als der Thierse kalte Füße bekam und es nach draußen verlegen wollte. Wenn ich mich recht entsinne, soll erst das Blutbadehaus vor dem Reichstag gebaut werden, damit das Blutbad standesgemäß stattfinden könne.

Wie mit Zauberhand schleichen wir am späten Abend des Tages mit einem Blutbad zu Bett, was uns von den Edelrechercheuren über den sonnigen Tagesverlauf hinweg verschwiegen wurde. Nun sudelt sich die Meute wieder im virtuellen Blute ihrer Phantasie, da echtes nicht geflossen ist.

das Festival der Textbausteine - die Lena-Bomber hinterfragt

Ich hatte ja gestern orakelt, daß wir es ab heute mit einem Festival der Textbbausteine zu tun haben werden. Siehe da, so kam es auch. Recherchiert man den abgeschriebenen Stichworten "Wasserstoffperoxid Zitronensäure Hexamin" hinterher, dann ist man fast geneigt, deutschen Journalisten entweder bösen Willen oder komplette Ahnungslosigkeit zu unterstellen. Oder soziale Abstiegsangst. Vor letzterer schützt nur, wenn man brav die Worte auf den jeweiligen Internetserver kopiert, die dem Gottvater deutscher Terrorbekämpfung höchstselbst entfleuchten. (siehe screenshot). Somit weiß ich auch gleich, daß ich mich mit dem Thema nicht weiter beschäftigen muß, wenn alle identische Texte bei ihrer lokalen Redaktion einreichen. Das ist journalistischer Müll, der da produziert wurde. Mehr nicht.

Gleich die ersten beiden Links sind noch am spannendsten, denn sie versprechen (!) die ultimativen Anleitungen zum Sprengstoffbasteln zu liefern. Das sind allerdings Versprechen, die in etwa jenen eines Anlageberaters, Versicherungskaufmannes oder Kaffeefahrten-verkäufers gleichkommen, mit höchster Vorsicht zu genießen und oftmals nicht zielführend.

Der eine sagt so, der andere so.

Früher hätte man Bücher, wie das von Bialke, mit schallendem Gelächter in die letzte Ecke gepfeffert und nie wieder angerührt...

Und heute? Jeder Idiot zitiert irgendeine Scheiße aus diesem Buch; und alle sind ja so begeißtert... Meine Güte...
Leute ich kann euch sagen... Wenn ihr auch nur ein Fünkchen Selbstachtung habt, schmeißt dieses Buch in den Müll!

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Das BKA und viele kommerzielle Medien sind scheinheilig und betrügen Euch!"
Dankeschön


Beschäftigt man sich mit den Ingredenzien zur Herstellung der Lena-Bombe, dann wäre nach allerspätestens 10 Sekunden klar gewesen, daß das Unterfangen zum Scheitern verurteilt ist.

Die beiden ersten Links können nicht miteinander. Das ist für meine Betrachtung irrelevant. Relevant ist, daß beide unisono klarstellen, daß die von den investigativen Journalisten aus Ziercke rausgekitzelten explosiven Informationen schlichtweg Blindgänger sind, für den Hobbybastologen vollkommen ungeeignet. Mit diesen Bestandteilen sprengt man sich höchstens selber in die Luft, aber nicht unsere Lena.

Exemplarisch sei am Beispiel von Wolfgang Janisch erklärt, welchen Stuß deutsche Journalisten produzieren, solange man sie dafür bezahlt. Ich habe mir den rausgepickt, da er schon am Vormittag in diesem Blog mit einer höchst negativen Bewertung bedacht wurde und so die Kontinuität gewahrt ist. Was hat sich der Mann also vom Ziercke in sein Notizbuch diktieren lassen?

Der Bombenbau steckte noch in der Experimentierphase.
Auch sie wollten eine Splitterbombe konstruieren, versetzt mit Metallteilen - so schilderten es am Samstag Vize-Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum und BKA-Chef Jörg Ziercke.
Wie weit das Trio tatsächlich mit seinen Vorbereitungen war, wird nach Zierckes Worten erst eine Auswertung sichergestellter "Substanzen" erweisen.


In dieser Reihenfolge sind die Aussagen aufgelistet. Daraus lassen sich zweierlei Dinge schlußfolgern. Der Ziercke merkt nicht, wie doof er ist, und der Janisch merkt nicht, wie doof der Ziercke ist. Wenn überhaupt erst mal untersucht werden muß, wie und ob die Substanzen zu irgendwas geeignet waren, dann möge man bitteschön einfach seine Klappe halten und das Ergebnis der Untersuchung abwarten. Daraus das Splitterbomben-Märchen zu basteln und der Presse zum Fraß vorzuwerfen, das grenzt schon an bösartige Falschinformation.

Kann man nun daraus den Journalisten einen Strick drehen? Ja, man muß es sogar tun, denn deren Aufgabe ist es ja nicht, die 100ste Filiale der Presseabteilung des BKA zu eröffnen, sondern deren Aufgabe ist die kritische Hinterfragung des Beamtenstusses.

Selbst der hier mit aufgelistete Christian Rath von der TAZ ist strohdoof. Nachdem er 2 Seiten lang die Presseerklärung von Ziercke rezitiert, kommt das nüchterne und teils wirre Fazit.

Bei der Hausdurchsuchung wurde kein Sprengstoff gefunden. Außerdem stellte das BKA fest, dass der Plan zur Herstellung eines Zünders gar nicht hätte gelingen können, weil die Terrorbastler die falschen Grillanzünder gekauft hatten.

Es wird zwar so nicht gesagt, aber läßt sich draus schließen. Es ging erst mal um die Bastelei des Sprengzünders. Und schon das scheiterte. An der Sprengladung als solcher waren sie noch gar nicht dran.

Ach waren das noch Zeiten, als solche Vorfälle einfach, verständlich und umfassend in einen Zweizeiler gepackt wurden. Da gab es keinen journalistischen Spielraum für Scheiß. Wenn doch, dann wurde der gleich mitgeliefert.

Wie ADN aus für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen erfuhr, wurden am 29. April mehrere Personen wegen subversiver Tätigkeit festgenommen. Die zuständigen Sicherheitsorgane haben die dafür notwendigen Ermittlungen eingeleitet.

Sehr geehrte deutsche Journalisten,

der Porno-König (BILD) ist tot. Das ist ob eurer Terrorgläubigkeit vollkommen untergegangen. Harry S. Morgan hat die Gemüter der Deutschen mit seinen bombastischen Busen-Produktionen weitaus mehr erregt als ihr mit eurem aufgeschriebenen Hobbykeller-Wissen.

Egal, wer gewinnt?

Zumindest ist es egal, ob Mark Williams oder John Higgins ab morgen gegen Judd Trump antreten muß. Wenn der noch zwei Tage so abfeiert, wie bisher, dann hat einer der Altmeister ein dickes Problem am Snookertisch, denn dann kann er sich von seinem Sessel aus eine grandiose Potting-Show reinziehen.

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Auf, auf zum Kampf, zum Kampf,
die Nacht ist sonst verloren,
Auf, auf zum Kampf, zum Kampf,
sie ist sonst schnell vorbei.
Wir komm mit dicken Wasserwerferrohren
und haben viele Kampfhunde dabei.


Fiel mir auf dem Radel ein, als ich die Kampfgruppen der Nichtarbeiterklasse in kleinen Kolonnen gen Berlin abfahren sah. Wer mit schwerem Gerät, u.a. gepanzerte Räumfahrzeuge, in die Stadt fährt, der fährt in den Bürgerkrieg. Sieht wohl so aus, daß die schwarzen Blöcke auf beiden Seiten in Bestbesetzung antreten.

Das europaweit größte Hooliganfestival feiert sein 25jähriges Jubiläum mit einer großen Gewaltorgie.