13. Juni 2012

und erst die Unterwäsche der Nazis



SPIEGEL-ONLINE 13. Juni 2012, 11:47 Uhr
Sächsischer Landtag

NPD-Abgeordnete sorgt mit Thor-Steinar-Kleidung für Eklat

Provokation im sächsischen Landtag: Die acht NPD-Abgeordneten erschienen in Kleidung der bei Neonazis beliebten Modemarke Thor Steinar.


Und erst die Unterwäsche, die die Abgeordnete anhatte. Reizunterwäsche. Wenn die sächsischen Abgeordneten auch nur geahnt hätten, was die NPD-Abgeordnete für aufreizende Unterwäsche aufgezogen hatte, die wären hyperventilierend das Elbufer auf und ab gerannt.

Und wenn sie gewußt hätten, mit welch grottenschlechter Rechtschreibung der Spiegel Bericht erstattet...

Bei Nazis in Reizwäsche so verwunderlich auch wieder nicht. Da stottert selbst die Schreibmaschine beim Spiegel vor Aufregung.

verrottende Orte V



Ende der Straße.

Weiter geht es in der Foto-Ausstelleung auf Die Anmerkung. Der Großmeister (Spiegel) begeisterter Urlaubsfotografie hat sich umgedreht, und hält die Linse da drauf, wo selbst die Großmeister der streetview-Fotografie wegschauen.

Heute beeindruckt eine Klostudie.




Teil IV der verrotteten Orte

12. Juni 2012

Schade. Des Spiegels mißglückte Publizistik

Daß der Spiegel in der Pubikation deutsch zu geltender Meinung keine glückliche Hand hat, das ist eine Binse und wurde in diesem Blog oft genug nachgewiesen. Daß Spiegel und Spiegel-Online zwei verschiedene Paar Schuhe sein sollen, wurde oft genug behauptet und nie nachgewiesen. Wenn, dann ist es ein Paar Schuhe, der rechte und der linke. Und stellt man dieses Paar vor den Spiegel, so ist es der linke und der rechte.

Wenn überhaupt, dann ist SPON das inhaltsleere Billigprodukt, wofür der schlipstragende Aktentaschenträger bzw. die Arztpraxis Geld löhnen müssen. Komme mir niemand mit dem Argument, im gedruckten Spiegel stehen andere Sachen als online. So ist es nicht. Im gedruckten Spiegel wird anderer Unsinn verbreitet. Die Substanz ist identish ist jener auf den Servern hinterlegten, Unsinn.

Wieder mal beweist der Spiegel in seiner unnachahmlichen Art, daß sie die Besten sind. Die Besten im Vertickern von Nichtigkeiten.

Schade. Obamas mißglückte Präsidentschaft

So titelt es dem Land entgegen, um es wortgewaltig zu unterfüttern.

Oba­mas Schei­tern

Trau­ri­ge Bi­lanz für Oba­mas ers­te Amts­zeit: An sei­nem Ver­spre­chen, die Wun­den der Na­ti­on zu hei­len, ist er ge­schei­tert. Un­ver­söhn­li­cher ideo­lo­gi­scher Streit hat zum Still­stand der Po­li­tik ge­führt.


Tausche Obama mit Merkel und Präsident mit Kanzler aus, und schon stimmt der Titel wieder. Selbst Kanzlerschaft ist ein im Deutschen gebräuchliches Wort.

Thema verfehlt. Setzen.

Wie Obama das Morden lernte. Das wäre doch ein Thema gewesen. Sein terroristischer Dienstag. Der Tag, an dem Obama seine Mordsgelüste auslebt und persönlich anordnet, welcher Mensch auf Erden ins Gras zu beißen hat. Oder wenigstens jene Entscheidung, den rechtlos Eingekerkerten Menschen auf Guantanamo einen Fußballplatz zu spendieren.

SPIEGEL-ONLINE 08. Juni 2012, 19:27 Uhr
TV-Bericht

USA verschönern Guantanamo für mehrere Millionen Dollar

Die USA verschönern laut TV-Sender NBC das Gefangenenlager Guantanamo für mehrere Millionen Dollar. Zu den Investitionen sollen ein Fußballplatz und ein Krankenhaus gehören.


Das wäre ein schöner Aufhänger gewesen, Obama seine ganze Verlogenheit an den Kopf zu knallen. Beim Spiegel reicht es nur zur Wiedergabe einer Tickermeldung.

Ja, es wäre in der Tat ein publizistischer Renner geworden, hätte sich der Spiegel dem Staatsterrorismus Obamas und seiner ungezügelten Mordlust gewidmet. Hat er aber nicht.

Das macht den Unterschied. Ich sah das Gras von unten wachsen und habe überlebt.

der Dingo war's nicht

SPIEGEL-ONLINE 12. Juni 2012, 08:05 Uhr
Australischer Kriminalfall Chamberlain

Es war der Dingo


Ob es der Dingo war, das wissen wir nicht. Ein Gericht hat entschieden, daß er es gewesen sein können muß.

11. Juni 2012

heiteres Inselraten mit dem Spiegel

Las Palmas auf Fuerteventura, verehrter Praktikant beim Spiegel? Warst du das damals, der Fuerteventura im Mittelmeer verortet hat?



Wie es richtig geht, das zeigt uns ein Ara in diesem Lehrfilm. Der muß das wissen, denn der wohnt da.

10. Juni 2012

verlockende Orte



Ich muß mich dezent korrigieren. Teilweise. Ein bißchen. Die Lichtverhältnisse im Teno-Gebirge waren, soweit es das Irrlichtern auf dem Kamm rund um den Großen Gala betraf, soweit ganz in Ordnung. Ein paar ansehnliche Bilder sind übrig geblieben.

Für kurze Zeit stelle ich mal einen 15 MB Brocken in Originalgröße zur Verfügung. Gegenlicht von ziemlich vorne oben. Schrecklich. Fotostandort möglicherweise hier.

9. Juni 2012

verrottende Orte IV



Abseits von den Großmeistern der streetview-Fotografie hat sich der Großmeister (Spiegel) begeisterter Urlaubsfotogafie den Dreckecken der Deutschen liebster Urlaubsziele* gewidmet. Die Fotoausstellung "Verrottende Orte" ist ganz alleine dieser Thematik gewidmet.



Teil 1 der Fotoausstellung "Verrottende Orte"
Teil 2 - die Verschrottung der Orte

* So viele Deutsche schlagen hier, am Ort der Fotografie, gar nicht auf.

Freiheit für Beate Zschäpe?

Ja, so mag man anfragen, wenn man sich reinzieht, was der Spiegel so alles an journalistischem Schrott durchläßt. Ohne Kontrolle.

Christian Neef wird als langjähriger Rußland-Experte vorgestellt, der in dieser Funktion nun über die Ukraine referieren darf.

SPIEGEL-ONLINE 08. Juni 2012, 13:52 Uhr
Fall Timoschenko

Empörungsmeister Deutschland

Ein Kommentar von Christian Neef

Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Janukowitsch hat die Ex-Ministerpräsidentin verurteilen lassen, weil sie zum politischen Konkurrenten geworden ist. Als Mittel zum Zweck diente ein dubioses Gesetz, das so in Deutschland undenkbar wäre.


Um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen. Was, wenn Timoschenko wirklich Dreck am Stecken hatte? Was, wenn sie, im klassischen Sinne der Rechtsprechung, eine schnöde Verbrecherin ist? Neef kommt nicht mal in die Nähe einer solchen Fragestellung.

Und um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen. In der Zahl dubioser Gesetze, die als Mittel zum Zwecke politischer Verurteilungen herhalten müssen, sollte Deutschland der Ukraine um einiges voraus sein.

Bestätigt wieder einmal, daß man sehr vorsichtig sein muß, wenn jemand durch ein deutsches Medium zum Experten geadelt wird. Wie so oft ist die Expertise wertlos.

Nachrüstung eines Bildstabilisators

... auf einen Bildstabilisator muss der Fotograf hingegen verzichten, schreibt Benjamin Kirchheim anläßlich der Vorstellung der Festbrennweite Canon EF 40/2.8 STM.

Das stimmt so nicht ganz. Wie man einen solchen Bildstabilisator für eine Festbrennweite preiswert nachrüstet, das war kürzlich Auslöser eines länglichen posts.

Nur nebenbei. Da der Text so ziemlich wortidentisch zu jenem auf heise.de/foto ist, gehe ich eher davon aus, daß hier ohne große geistige Eigenleistung Pressemitteilungen aus dem Hause Canon kopiert und auf unzähligen Internetservern gespeichert wurden.

8. Juni 2012

Herr Niersbach

Es interessiert keine Sau, ob ein deutscher Politiker beim Fußball anwesend ist oder nicht. Im Zweifellsfall werden sie als störend empfunden. Insofern ist es ganz gut, wenn sie der Kickerei entsagen.

NSU: Rechnen lernen mit Beate Zschäpe

Da fragen wir uns ganz einfach: Was stimmt hier nicht?

haben Ermittler ... 9,3 Terabyte Daten von Festplatten des Verbrechertrios ausgewertet und Hunderte Augenzeugen vernommen.

Christian Fuchs und John Goetz haben für die Zeit einen langen Aufsatz über die Halbrumänin Zschäpe, was fast wie Zigeunerin klingt, aber so nicht geschrieben werden darf, bleiben wir also bei dem, was die Autoren für mitteilungswichtig halten... Die beiden haben einen langen Aufsatz über Beate Zschäpe angefertigt.

Was daran alles ebenfalls nicht stimmt oder vollkommen unwichtig für die Aufklärung von Straftaten ist, das könnt ihr selber ermitteln. Mich interessieren nur die Fehler in der oben zitierten Aussage.

Es handelt sich um zwei grobe Schnitzer, die das Rechnen und Schätzen mit großen Zahlen betreffen.

Dafür ist es notwendig, daß ihr nach Computer und Zwickauer Zelle recherchiert und dies ins Verhältnis zu 9 TB setzen könnt, bzw. alle Zeugen aller "Döner-Morde" ermittelt und aus dieser Zahl jenen Anteil extrahiert, der die Kriterien eines Augenzeugen erfüllt.

Schätzt mal, was Festplatten mit 9 TB Kapazität bis ca. 2007 gekostet haben?

Eigentlich ist alles noch viel einfacher. Überprüft mal, welche Datenmenge ihr selber im Verlaufe eurer kriminellen Karriere angehäufelt habt. Kommen da 9 TB zusammen?

verrottende Orte III

Nicht nur der Großmeister (Spiegel) begeisterter Urlaubsfotografie, nein, auch die Großmeister der streetview-Fotografie schauen nicht weg, wenn es um der Deutschen liebste Urlaubsziele geht. Nur manchmal, da ist es auch dem googleschen Fotoauto zu viel, und es wendet sich ab von der Szenerie. Waren beide großmeisterlichen Fotografenschulen gestern noch einer Meinung, mit unterschiedlichen Standpunkten im Motiv, so trennen sich ab heute die Wege.

Da, wo selbst google nicht mehr hinschaut, da hält die Anmerkung voll drauf. Auf die Räume (Spiegel).



Teil 1 der Fotoausstellung "Verrottende Orte"

7. Juni 2012

Berufswunsch: Kanonier im Schall-Urinal

Das ist doch mal eine probate Erfindung, Schallkanonen, die zum Urinieren anregen.

Anregend, sehr anregend, ein solcher Gedanke. Wenn ich mal groß bin, möchte ich 1. Kanonier im Schall-Urinal werden. Ladeschütze reicht nicht.

Ein paar Laien-Zocker haben sich vorhin auf dem Nahhauseweg in Unkenntnis der Quoten auf Spanien geeignet. Die Spanier sind die nächsten, die auf's Podest gehievt werden.

NSU: Staatsanwalte auch du!

Die für den Spiegel kriminalschriftstellernde Frau Jüttner bietet uns eine neuerliche Kostprobe ihrer unvergleichlichen Plots.

Ein Herr Wörmann staatsanwaltete in aller Öffentlichkeit vor sich hin, was sich in der Schriftsetzung oben erwähnter Dame so liest.

SPIEGEL-ONLINE 07. Juni 2012, 19:13 Uhr
Haftbefehl gegen Neonazis

Braune Kameraden

Von Julia Jüttner

Wer sind die beiden Männer?

Es gebe bislang keine "offiziellen Nachweise", dass Steffen R. und Marco Z. in Verbindung mit dem NSU oder seinen Unterstützern standen, sagt Wörmann. Aber: "Ausschließen können wir es im Moment nicht."


Tja, darauf muß man eben erst mal kommen, daß Uwe und Uwe vor ihrem Abgang ein Testament anfertigten, daß die Erben dahingehend verpflichtete, im Sinne der Erblasser zu handeln.

Wenn es bisher keinen "offiziellen Nachweis" einer NSU-Mitgliedschaft gibt, so möglicherweise einen inoffiziellen. Oder man hätte es gerne, denn das würde vieles leichter machen.

Das Autorenkollektiv hat die staatsanwaltliche Kompetenz in Thüringen eruiert, bisher jedoch keine offiziellen Nachweise für deren Vorhandensein finden können. Aber: "Ausschließen können wir es im Moment nicht."

Wir eruieren weiter, hieß es in Bloggerkreisen.

Über eines haben die Bloggerkreise jedoch gesicherte Erkenntnisse. Der Leyendecker spinnt.

Aus einer Wette des Trios, bei der es ums Abnehmen ging, schließen die Ermittler, dass Zschäpe die Morde billigte. Der Wetteinsatz: 200 Videoclips schneiden.

Warum? Weil den Bloggerkreisen folgendes zugetragen wurde.

Aus einer Wette, bei der es ums Zunehmen ging, schließen die Ermittler, dass XYZ die Tat billigte. Der Wetteinsatz: 120 Videoclips schneiden, die von einem Aufklärungseinsatz in Kanarien übrig geblieben sind.

NSU, das Letzte:

Die Fahrräder der NSU im Abverkauf
bald sind alle frei
fahnde auch du zur NSU

verrottende Orte II



Es sollte wohl Verschrottorte oder geschrottete Orte heißen. Da die Kuratoren die Fotoausstellung im Blog nunmal "Verrottende Orte" nannten, müssen wir uns daran halten.

Wie gestern bereits angekündigt, geht es weiter mit der Fotoausstellung. Heute die friedlichen Hinterhöfe.

Die Anmerkung, ein Großmeister (Spiegel) begeisterter Urlaubsfotografie lichtete diesen Hinterhof ab, als ginge es um militärische Aufklärung in gefährlichem Gelände (Spiegel).

Das an den Bildern Hervorhebenswerte: Räume, die sich überlagern und ineinanderschieben und von Die Anmerkung mit geometrischer Nüchternheit seziert (Spiegel) werden.



Teil 1 der Fotoausstellung "Verrottende Orte

6. Juni 2012

NSU: Fahrräder der zwei mörderischen Drei im Abverkauf



Es hat sich ja nun rumgesprochen, dass die Nazis des NSU des öfteren mit Fahrrädern an den Tatorten gesichtet wurden - dass sie jetzt aber eine eigene Marke bewerben dürfen, ist starker Tobak!

verrottende Orte



Die Foto-Schau "verrottende Orte" im Blog Die Anmerkung untersucht, was der Begriff Raum heute überhaupt bedeutet. Mit dabei sind Großmeister wie Die Anmerkung. Der entführt uns zum Beispiel an den Ort, wo deutsche Urlauber selten oder nie rumlungerten.

Früher gab es Orte, da war man einfach. Heute gibt es Räume, die sich überlagern und ineinanderschieben... Er wohnt eigentlich in Berlin, legte aber gerade ein Auslandsteilsemester in Kanarien ein.

Bei "Verrottende Orte" sind die wichtigsten, aus der Düsseldorfer Fotoklasse von Bernd Becher hervorgegangenen, Künstler dabei. Die Anmerkung entdeckt den Raum ... Die Anmerkung durchleuchtet ... friedliche Hinterhöfe, als ginge es um militärische Aufklärung in gefährlichem Gelände. Die Anmerkung lässt Plätze in Kanarien ... unter ... Verkehrszeichen kollabieren. Und Die Anmerkung seziert mit geometrischer Nüchternheit den Raum.

Verrottende Orte. Demnächst mehr vom Großmeister (Der Spiegel) der Urlaubsfotografie.

5. Juni 2012

Eddie ist tot

Zumindest fast. Denke ich mal.

Ich will zu Eddie.

Zu wem?

Eddie Santorini.

Und was?

Was?

Was willst du von diesem Eddie?

Nichts. Ihm nur ein bißchen die Eier kraulen.

Eddie mag keine Männer, die ihm die Eier kraulen. Nur Frauen. Also, was willst du wirklich?

Hab ich doch gerade gesagt, ihm an die Eier fassen.

Jetzt paß mal auf...

John zog blitzartig den Schlips des Barkeepers über den Tresen, einschließlich der knapp 2 Zentner Lebendmasse, die vom Schlipsknoten zusammen gehalten wurden.

Jetzt hörst du mir ganz aufmerksam zu. Ich gehe jetzt und komme morgen wieder. Mit einer Frau. Die spielt liebend gerne mit den Eiern gestandener Männer. Sag das Eddie. Und sag ihm auch, daß ich genüßlich dabei zuschauen werde, wie sie aus seinen Eiern Rührei macht.


Mehr fiel mir nicht ein. Kann das bitte mal jemand auf 300 Seiten auswalzen? Ich würde das, was davor und danach kommt, kaufen wollen.

Kannibale ermordet - Täter gefaßt



So nur im reader, Abteilung süddeutsche Verschreiber.

Mutmaßlicher Kannibalen-Mörder in Berlin gefasst

An anderer Stelle fügt die SZ hinzu

leistete der mutmaßliche Mörder keinen Widerstand, als er in Handschellen abgeführt wurde.

Soso. Kein Widerstand in Handschellen. Wer hätte das vermutet.

Tja. Hat er nun einen Kannibalen ermordet, oder eher doch nicht? Das ist die große Frage.

Doch auch der stern behauptet dies nach wie vor. (Das ist wohl der Videoclip, den die SZ schon wieder getilgt hat.)

Nun hat die Polizei den mutmaßlichen Kannibalenmörder Luka Rocco Magnotta in Berlin gefasst.

Dann muß da was dran sein. Haben wir nach den Döner-Mördern nun auch einen Kannibalen-Mörder.

4. Juni 2012

Die Ärzte in der Kritik - das Elend der Punkologie



Ich lese keine Zeit. Auch keinen Tagesspiegel. Einen Tipp bekam ich schon. Die Zeit, das Rechtschreiborgan für Schlipsträger gehobener Lebensart übernahm mangels Kompetenz, Geld oder beidem einen Artikel des Tagesspiegel, den Johannes Schneider dortselbst am Samstag Nachmittag auf's Lesevolk los ließ.

Die schöpferische Eigenleistung der Zeit bestand darin, das Konzert der Ärzte zu aufmunternden Worten und zarten politischen Appellen einzudampfen. Das ist geistig dermaßen dürftig, daß sich eine weitere Auseinandersetzung nicht lohnt.

Peinlich genug, da der Rest des Textes jenem gleicht, der am Samstag bereits geschrieben war. Da hatten noch gar keine drei Konzerte stattgefunden. Gerade mal eines, was somit ein grober journalistischer Fehler ist, da jeder Kenner der Szene weiß, daß die Ärzte mit ihrer Setlist sehr kreativ und variabel umgehen. Kein Konzert gleicht dem anderen, insofern kann es keinen einen Text für drei verschiedene Ereignisse geben.



Kommen wir zu Sachverhalt zurück, der Herrn Schneider auf die Puperze drückt.

Ist das noch Punkrock?

Die Ärzte sind auch eine der fairsten Bands der Welt: Bei aller Ironie werden die Klassiker bis zurück zu „Westerland“ pflichtbewusst und fast ohne Mätzchen zu Ende gespielt.


Die Antwort stand ebenfalls am 02.06. im Internet.

War das noch Punk-Rock, was die Ärzte gestern ablieferten?

Die Frage ist irrelevant, weil falsch, meilenweit am Ereignis vorbei gefragt.

Die Frage muß lauten: War'n es die Ärzte?

Die Antwort ist einfach. Ja, sie warn's. Livehaftig. Ärztiger ging nicht.


Der Fairness halber. Die Fairness der Ärzte besteht darin, daß sie fast 3 Stunden am Stück spielen. Die Kamillenteepausen sind vernachlässigbar. Sie haben nämlich nicht alle Stück vollständig an-, durch- oder ausgespielt. Schon gar nicht pflichtbewußt und ohne Mätzchen. Da kriegt man putenlederne Haut, wenn man dermaßen Schwachsinn ließt. Die Ärzte, das sind drei Menschen, die es sich leisten können, auf Arbeit puren Spaß ausleben zu können. Und sie sind Profis genug, dies halbwegs griff-und textsicher über die Bühne zu ziehen. Ich habe jetzt keine Lust, alle Verheber anhand des Mitschnitts zu zählen. Es waren derer etliche. Wie früher auch. Wie immer.

Möglicherweise gehörte Johannes Schneider zu jener Besucherteil im Freilichbühnenhalbrund, der eilfertig den Arm hob, als die Frage von der Bühne kam, wer denn heute zum ersten Mal auf einem Ärzte-Konzert sei. Ich habe auf die Schnelle wenigstens die Hälfte der Konzertgäste als Erstkontakt auszählen können. Alle Achtung.

Und dann noch sowas.

AKTUELLE INFO BERLIN VOM 02.06.

Im Track 19 (Freundschaft Ist) hatte sich ein Fehler eingeschlichen.

Die korrigierte Version steht jetzt zum Download bereit (der alte Code behält seine Gültigkeit).


Da haben sich auf dem Konzertstick DTH reingeschlichen, wenn ich es recht las.

In "Freundschaft ist Kunst" kommt plötzlich "Die letzte Schlacht" von den Hosen

Das ist alles so egal. Im Internet wurde mir heute eh schon geholfen, da ein Mitschnitt des gestrigen RaR-Konzertes der Hosen über die Leitungen schlich. Nun habe ich über 4einhalb Stunden Krach. Kann ich gut gebrauchen.

Das Elend der Punkologie besteht darin, daß sie Die Ärzte als Musik (Die Zeit) bzw. Pop (Tagesspiegel) verschubladen.

Das muß zwangsläufig schief gehen.