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27. Februar 2022

Kreuzspinne und Kreuzgurt

Das waren doch mal zwei zum Teil spannende Halbfinals gestern. Bei Ronnie O'Sullivan gegen Liang Wenbo war nur der letzte Frame spannend. Er brachte nach langem taktischen Kampf den Sieg für The Rocket. Der Rest des Matches war wesentlich wieder eine Galavorstellung mit atemberaubenden Breakbuilding. Da freue ich mich auf das heutige Finale gegen einen jungen Chinesen. O'Sullivan spielte diese Woche wieder mal, als wäre er der beste Snooker-Spiler der Welt. Ich glaube, das ist er auch, egal was die anderen erzählen.

Ich war doch jüngst auf Teneriffa durch die Gegend gelatscht und hatte je nach Trekking-Pfad verschiedene Möglichkeiten, den Fotoapparat mitzuschleppen. Für kurze, unangestrengte Ausflüge hat sich meine neuer Strap von Peak Design vollauf bewährt. Kann ich nur empfehlen. Allerdings macht der bei mir Schulter, wie auch der alte Sniper Strap, weil der das Gewicht von 2 Kg nur auf eine Schulter legt.

Für die schwierigen Touren hatte ich ein Harness (Brustgeschirr) mit dabei, das im Koffer wenig aufgetragen hat und am Körper nicht so sperrig ist. Prinzipiell war ich mit dieser Lösung auch sehr zufrieden. Doch die, die ich mithatte, macht ebenfalls Schulter, denn auch die liegt nur einseitig auf. Das Handling allerdings war ausgezeichnet, denn ich hatte beide Hände für die Stöcke frei. Der Fotapparat ließ sich flink entnehmen, das Bild anfertigen, der Apparat wieder verstauen. Als Sicherungsleine kam die Handschlaufe von Peak Design zum Einsatz, die am Harness-Gurt mit einem Clip befestigt wurde.

Das beidschultrige Harness hatte ich wegen seiner schieren Größe und Sperrigkeit zu Hause gelassen, auch wenn es für's Radeln die ideale Lösung ist. Damit hätte ich wenigstens beidseitig Schulter entwickelt.

So kam ich auf eine Bastellösung, die das alles etwas eleganter aussehen läßt, die leicht ist und für einfache Wanderungen den Zweck des vor-der-Brust-Tragens erfüllt. Zwei Schultergurte hatte ich noch rumliegen, die anderen gefühlt 10 wurden letztes Jahr der Mülltonne anvertraut. Als Halterung für den Fotoapparat nutze ich den PD Clip. Die Lösung, wie sie PD selbst im Video vorstellt, denn Clip am Rucksackgurt zu befestigen, kam nicht in Frage, da sie die unergonomischste von allen überhaupt ist.

Die Schlüsselringe sind nur mit dabei, weil es nochmal 3 cm Längengewinn bringt und sich die Karabinerhaken leichter einhängen lassen. Die Last ist kein Problem.

Das alles hat den Vorteil, daß ich mir vorerst andere Lösungen, die ich mir angeschaut hatte, verwerfen kann, u.a. einen Saxophongurt für Frauen, der es wahrscheinlich geworden wäre, oder Kreuzgurte, die von den Jägern des Fuchses für Kameras und Feldstecher genutzt werden.

Der letzte Link geht nach Kanada. Der kommt am nächsten an meine Anforderungen heran.

21. Oktober 2021

lebenserleichternde Maßnahmen

Ich weiß noch, daß ich meinen Sniper-Strap im Dezember 2019 beim Spaziergang Richtung Fortaleza getragen habe, da ich im Hochgebirge mit einem (sic!) Stock wandere. Man kann auch sagen, am Stock gehe. Kommt auf das Gleiche raus und beschreibt es präzise. Der Fotoapparat bammelt und klappert dann irgendwo auf der rechten Hüfte, dem Beinknochen, Hintern, wo auch immer. Und stört. Wie bei der einwöchigen Fahrradtour durch die Uckermark.

Danach war ja nicht so berauschend mit Urlaubsausflügen, weil Merkel ihren Faschismus in Deutschland eingeführt hat und den Deutschen das Reisen verbat. Ein paar kleine Urlaube mit Fotografie waren trotzdem drin, dann aber fast immer mit einer Handschlaufe, amazon basics reicht da völlig aus, nur daß ich den Handschutz gegen meinen alten austauschte, da der aus schön weichem Leder war, sehr anschmiegsam. Nun ist der neue dran.

Dieser Zustand blieb das ganze Jahr über bestehen. Bis sich eine grundlegende Idee mit harten Fakten in mein Hirn pflanzte, die auch nach Rückkehr und ausführlicher Recherche umgesetzt wurde. Den Fotoapparat über viele Kilometer in der Handschlaufe am rechten Arm tragen, da bekommt man Gorillaarme. Gut ist das nicht. Noch schlimmer sind Fahrradtouren, bei denen ich das sensible Gerät im Rucksack hatte. Das bedeutete aber auch, jedes Mal einen Stopp einzulegen, wenn ein belichtungswürdiges Motiv in meinem Sichtfeld auftauchte. Anhalten, Absteigen, Rad aufbocken, Rucksack abnhemen, fooapparat startklar machen, fotografieren, alles wieder verstauen, Fahrrad startklar machen und weiter radeln. Das schlaucht ungemein.

Auch wenn ich die Produkte schon lange kannte, weil sie auf den einschlägigen Seiten immer im Vorderfeld der Test aufschlagen, nun habe ich doch zugeschlagen, weil ich mir das Leben als Arbeiterfotograf etwas leichter machen möchte.

Peak Design hat, wie andere auch, einen Falsch im Angebot, in dem man den Fotoapparat sehr elegant einklinkt. Im Bild ist die Capture Plate an einen Tragegurt montiert, der noch in meinen Beständen war. Keine Ahnung, zu welchem Gegenstand der gehört, Reisetasche, Sporttasche, Satteltasche, irgendsowas wovon jeder eh zwölf bis dreizehn Stück in der Wohnung rumliegen hat. Stellt man sich den Gurt richtig ein und schraubt die PLatet schräg an, dann hängt der Fotoapparat den Gesetzen der Schwerkraft gemäß vor dem Brustkorb. Das macht er auch, wenn die Platte gerade am Gurt verschraubt ist, dann aber mit dem Objektiv nach rechts genigt. Das hält man fünf Meter durch, dann ändert man das sofort, um Newton zu bestätigen.

Die Sensation selber aber ist der Strap Lite der Firma. Der reicht für Arbeiterfotografie völlig aus und ist im Längen besser als mein alter Sniper Strap. Im Foto ein Hack, den ich mir aus Youtube geklaut habe. Die Ankerschlaufen habe ich nicht direkt unter die Platte verschraubt, sondern in einen Schlüsselring eingefädelt, der wiederum den Druck der Schrauben locker wegsteckt. Bei dem Materialmix der Schlaufen, weiß ich nicht, ob die das lange aushalten. Oben im Foto sieht man die Platte, an der die Handschlaufe mittels Anker festgetackert ist. Die klingt man einfach in den Capture Plate am Gurt ein. Das trägt sich dann sehr komfortabel und deutlich besser als meine bisherige Trageweise oder die ganz oben im Produktfoto gezeigte.

Diese Trageweise am Gurt ist etwa 70 Gramm leichter, da die Capture Plate nicht benötigt wird. Das Ausklinken des Fotoapparates aus der Capture Plate ist deutlich leichter und flinker, als die Anker auszuankern.

Eine andere Möglichkeit wäre, einen Schlüsselring an der Riemenöse der Canon neben der Handschlaufe durchzufädeln, das geht gerade noch so, dortselbst dann eine Schlaufe anzubringen, eine zweite an der Platte unten. Dann kann die Handschlaufe immer eingeklingt bleiben, weil sie eh als händischer Minibildstabilisator gebraucht wird.

Nach etlichen versuchen für Ankerpostionierung und Trageweise hat sich die für mich wahrscheinliche herausgeschält, die Capture Plate am Riemen verankern. Für Fahrradausflüge bei schönem Wetter wäre die Version mit dem Trageriemen präferiert, denn da hängt das Teil vor dem Bustkorb. Anhalten, ausklinken, Foto machen, einklinken weiterfahren.

Für schlechtes Wetter und den Transport gibt es die F-Stop Navin. Die kann ein ohnen Sonneblende montiertes 70-200 beherbergen, ist wassergeschützt und winddicht. Ein Riemen liegt der Tasche bei, einen zweiten findet man unter den zwölf bis dreizehn in der Wohnung befindlichen. Die Tasche ist mollefähig und hat auf jeder Seite drei Laschen, für die man sich auch eigene Tragelösungen erfinden kann, wenn man denn erfinden will.

Inzwischen habe ich auch zwei Testfahrten mit Fotoapparat gemacht. Der Strap lite ist schon sehr gut, erst recht, wenn die gummierte Seite auf der Schulter aufliegt. Genau das verhindert dann aber das schnelle Hochziehen der Kamera für ein Foto. Es gibt eine für das Radfahren und nordisches Schlurfen, das ist das, wo man die Stöcke hinter sich herschleift, weitaus besser geignete Variante.

Man kann in den Hundezubehörverkaufsladen gehen und ein Brustgeschirr für einen Bernhardiner ordern. Das sollte einem Arbeiterfotografen auch passen. Da nimmt man die Capture Plate mit, erörtert sein Anliegen und fertig ist. Im Ferkelversand gibt es sowas für Bondage- und/oder Fetisch-Spezialisten aus echt Leder. Oder man macht sich auf die Suche nach harness photgrapher (in englisch, weil im Deutschen wieder die Ferkelbuden die Spitzenplätze einnehmen).

28. Oktober 2021

Fotografieren mit neuen Hilfsmitteln

Hier sind ungefähr eventuell möglicherweise die Hälfte der schottischen Genossen auf einem Bild vereint. Rechts ein Kalb.

Auf der zweiten Fahrradtour habe ich ein Brustgeschirr getestet, das mich wie einen radelnden Kriegsreporter aussehen läßt. Sofern man bedächtig radelt, keine Berge mit 45 km/h runterknattert und nicht stürzt, ist alles super. Stürzt und fällt man auf den Brustkorb, ist alles nicht mehr ganz so super. Vom Transport her, der Gewichtsverteilung am Körper, ist das Geschirr (harness) ideal. Die Kamera wird über einen Drehmechanismus sicher in der Verankerung gehalten und ist auch schnell in Betriebsbereitschaft.

Hier rindern zwei Kälber im Gras vor sich hin. Ich bin allerdings vom Rad abgestiegen, da man durch die großzügigen Maschen hindurchfotografieren kann, so daß keine störenden Schattenrisse auf den Bildern enthalten sind.

Das Rind in der Mitte hinten wurde scharf fokussiert.

Das Rind vorne rechts wurde scharf fokussiert. Da läßt sich kein Panorama zusammenbetrügen, da die Flächen der Fotos unterschiedliche Schärfen aufweisen und sich das nicht reparieren läßt, sofern man nicht einen sehr großzügig bemessenen Weichzeichner anwendet.

Hier sieht man das Produkt der Vergessellschaftung von Tieren. Hirsche (in der Mitte), Ziegen, Rinder, alle vertragen sich super. Also, ob super, weiß ich jetzt so genau auch wieder nicht. Im Zeitraum meiner Anwesenheit gab es nur Zoff um die herumwirbelnden Blätter, da diese Grundnahrungsmittel der Ziegen waren.

Die beiden kleinen Zicken von neulich haben kurz geschaut, ob sie ungestört von diesem dreiäugigen Monster grasen können.

Eine sehr schöne Aufgabe für die nachwachsende Generation an Dummköpfen. Erläutern sie am Beispiel des Fotos die Vorzüge von nachwachsener Energie in einer bezaubernden Landschaft. Ich hatte dazumal noch Pawel Kortschagin. Das gab wenigstens was her.

Trotz Verstoßes gegen alle Regeln des goldenen Schnittes funktioniert dieses Panoramafoto, das aus 2 Einzelbildern zusammengenäht wurde.

Bei diesem Panoramafoto aus drei Einzelbildern habe ich den Horizont tiefer gelegt.

Popkorn ist sicher. Der Mais steht über 2 Meter hoch.

Marzahn, genauer gesagt sind das drei Hochhäuser am S-Bahnhof Ahrensfelde, der laut Linke mal gefegt werden muß, wie ich an herumhängenden Plakaten las. Vielleicht hat Czaja deswegen den Wahlkreis gewonnen. Ich jedenfalls war's nicht. Ich habe den nicht gewählt, weil er meinen Briefkasten zumüllen läßt.

Ein Ersatzthema für jene Abiturienten, die den Aufsatz im Homeoffice an­fertigen dürfen. Erläutern sie den Vorteil von sechsflügligen Wind­mühlen für eine hohe Effizienz der brandenburger Energieproduktion und Ausfall­sicherheit. Die Aussage macht doppelt so viel Strom zählt nicht als rich­ti­ge Lösung, doppelt so schnelle Energiegewinnung auch nicht.

Alle Fotos wurden mit einer 50mm Festbrennweite aufgenommen und aus den RAW-Dateien extrahiert.

Das Nicama hat mir für diesen Einsatzzweck sehr gut gefallen, besser als einen Gurt mit der Kamera über der Schulter hängen.