(dpa). Johannes Heesters tritt im Friedrichstadtpalast auf. Der 102 Jahre alte Sänger und Schauspieler präsentiert vom 17. bis 19. Oktober Lieder in der "Casanova-Revue", teilte der Friedrichstadtpalast mit. Der Entertainer ist seit 86 Jahren aktiv und stand schon mehrere Tausend Mal auf der Bühne.
gelesen am 2.10.2006 im ehemaligen Zentralorgan, Seite 17
Dazu fällt mir zum letzten Satz ergänzend nur ein:
Dieser Gruftie stand nicht nur wahrscheinlich über Tausend Mal auf der Bühne, nein, er stand auf alle Fälle schon im Tausendjährigen Reich auf der Bühne und konkret vor 65 Jahren auch vor den Wachmannschaften der SS in Dachau. Armes Deutschland...
2. Oktober 2006
1. Oktober 2006
Jammern
Schäuble versucht sich mal wieder auf einem Terrain, auf dem er keine Ahnung hat.
am Sonntag - 01.10.2006
http://www.bz-berlin.de/aktuell/news/061001/schaeu.html
Und was ist mit den anderen Einigungsproblemen?
"Im Wesentlichen haben wir es geschafft. Die Deutsche Einheit ist in Frieden und Freiheit erfolgt, der Kalte Krieg ist zu Ende... Heute ist Deutschland zusammengewachsen. Die großen Unterschiede sind Geschichte. Und wir stellen fest, so schlecht sind wir gar nicht. Das hat die Fußballweltmeisterschaft eindrucksvoll gezeigt. Also: Hören wir auf zu jammern."
___________
Gegendarstellung:
Im wesentlichen haben wir es noch lange nicht geschafft. Der Kalte Krieg wurde auf das gebiet der Terrorhysterie verlagert. Nicht zu vergessen die gelbe Gefahr, die auch schon vor 70 Jahre eine Rolle spielte. Deutschland ist heute immer noch nicht zugewachsen. Große Unterschiede sind die Realität.
Ich weiß ja nicht, wenn Schäuble mit dem "wir" in seiner Selbstverpflichtung meint, aber wenn er sich und seine Bekannten dazu animieren könnte, weniger zu jammern, dann ist das okay.
Davon mal abgesehen. Dieses Jammerbild, was der Journalismus und die Politik sehr häufig aus dem Kuli bzw. der Westentasche zaubert, dieses Bild ist schon skurril, denn wenn ich jemand jammern höre, dann sind es:
- Reiche
- Politiker
- Berater
- zu kurz gekommene Berater
- eitle Wahlverlierer
- Konzernvorstände
- Vereinspräsidenten
- Kassenwarte aller möglichen Organisationen, z.B. Krankenkassenchefs
- Entscheider
usw.
Sehr wohl bittschön, wenn die endlich mit ihrer Jammerei aufhören würden, wäre das Leben etwas umweltfreundlicher. Aber solange diese Jammerbande ungestraft auf allen Kanälen und Seiten jammern darf, solange jammer auch ich, wie mir der Schnabel gewachsen ist.
http://www.bz-berlin.de/aktuell/news/061001/schaeu.html
Und was ist mit den anderen Einigungsproblemen?
"Im Wesentlichen haben wir es geschafft. Die Deutsche Einheit ist in Frieden und Freiheit erfolgt, der Kalte Krieg ist zu Ende... Heute ist Deutschland zusammengewachsen. Die großen Unterschiede sind Geschichte. Und wir stellen fest, so schlecht sind wir gar nicht. Das hat die Fußballweltmeisterschaft eindrucksvoll gezeigt. Also: Hören wir auf zu jammern."
___________
Gegendarstellung:
Im wesentlichen haben wir es noch lange nicht geschafft. Der Kalte Krieg wurde auf das gebiet der Terrorhysterie verlagert. Nicht zu vergessen die gelbe Gefahr, die auch schon vor 70 Jahre eine Rolle spielte. Deutschland ist heute immer noch nicht zugewachsen. Große Unterschiede sind die Realität.
Ich weiß ja nicht, wenn Schäuble mit dem "wir" in seiner Selbstverpflichtung meint, aber wenn er sich und seine Bekannten dazu animieren könnte, weniger zu jammern, dann ist das okay.
Davon mal abgesehen. Dieses Jammerbild, was der Journalismus und die Politik sehr häufig aus dem Kuli bzw. der Westentasche zaubert, dieses Bild ist schon skurril, denn wenn ich jemand jammern höre, dann sind es:
- Reiche
- Politiker
- Berater
- zu kurz gekommene Berater
- eitle Wahlverlierer
- Konzernvorstände
- Vereinspräsidenten
- Kassenwarte aller möglichen Organisationen, z.B. Krankenkassenchefs
- Entscheider
usw.
Sehr wohl bittschön, wenn die endlich mit ihrer Jammerei aufhören würden, wäre das Leben etwas umweltfreundlicher. Aber solange diese Jammerbande ungestraft auf allen Kanälen und Seiten jammern darf, solange jammer auch ich, wie mir der Schnabel gewachsen ist.
auch Gysi?
Auch Gysi?
"Auch Gysi!" sagte stolz im Brustton der Überzeugung der Redner. "Das kommt oft vor!" ***
__________
SPIEGEL ONLINE - 27. September 2006, 10:40
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-439356,00.html
SPIEGEL ONLINE: Während Sie mit Ihrer Partei Wahlverluste analysieren müssen, feiert die NPD ihre Erfolge. Die Rechtsextremisten sind dabei, sich im Osten fest zu etablieren. Was sind Ihre Schlussfolgerungen?
Gysi: Es geht um eine andere Politik. Wir werden aber in der Fraktion auch darüber diskutieren, ob wir für ein erneutes Verbotsverfahren sind. Beim letzten Mal war es äußerst dilettantisch vorbereitet. Grundsätzlich muss man mit dem Verbot von Parteien sehr vorsichtig sein, aber von der NPD werden Grenzen überschritten auf eine Art, die unerträglich ist.
SPIEGEL ONLINE: Ein neues Verbotsverfahren wäre juristisch äußerst riskant.
Gysi: Natürlich müsste es bei einem neuen Anlauf eine hohe Wahrscheinlichkeit geben, dass man erfolgreich ist. Die NPD ist durch das gescheiterte Verbotsverfahren enorm aufgewertet worden. Sie spielt mit den Medien, mit uns, mit ihren Rechten, mit der Demokratie - in der NPD sitzen nicht mehr nur Dumpfbacken. Es gibt auch eine kulturelle Veränderung: Die Rechtsextremisten versuchen nicht mehr, sich als normale demokratische Leute zu geben. Sie betonen das Dreiste und zeigen offen Gewaltbereitschaft.
________
Auch Gysi vertritt die Auffassung, daß Unerträglichkeit bezüglich Dreistigkeit im Auftreten, eine hohe Wahrscheinlichkeit für Erfolg und Spielerei mit Medien, Rechten, sowie Demokratie ausreichend scheinen, ein Verbotsverfahren anzuleiern.
Nun glaub ich es auch, daß das der politische Konsens in diesem Staat ist.
*** http://www.bruhaha.de/kuh_im_propeller.html
"Auch Gysi!" sagte stolz im Brustton der Überzeugung der Redner. "Das kommt oft vor!" ***
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SPIEGEL ONLINE - 27. September 2006, 10:40
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-439356,00.html
SPIEGEL ONLINE: Während Sie mit Ihrer Partei Wahlverluste analysieren müssen, feiert die NPD ihre Erfolge. Die Rechtsextremisten sind dabei, sich im Osten fest zu etablieren. Was sind Ihre Schlussfolgerungen?
Gysi: Es geht um eine andere Politik. Wir werden aber in der Fraktion auch darüber diskutieren, ob wir für ein erneutes Verbotsverfahren sind. Beim letzten Mal war es äußerst dilettantisch vorbereitet. Grundsätzlich muss man mit dem Verbot von Parteien sehr vorsichtig sein, aber von der NPD werden Grenzen überschritten auf eine Art, die unerträglich ist.
SPIEGEL ONLINE: Ein neues Verbotsverfahren wäre juristisch äußerst riskant.
Gysi: Natürlich müsste es bei einem neuen Anlauf eine hohe Wahrscheinlichkeit geben, dass man erfolgreich ist. Die NPD ist durch das gescheiterte Verbotsverfahren enorm aufgewertet worden. Sie spielt mit den Medien, mit uns, mit ihren Rechten, mit der Demokratie - in der NPD sitzen nicht mehr nur Dumpfbacken. Es gibt auch eine kulturelle Veränderung: Die Rechtsextremisten versuchen nicht mehr, sich als normale demokratische Leute zu geben. Sie betonen das Dreiste und zeigen offen Gewaltbereitschaft.
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Auch Gysi vertritt die Auffassung, daß Unerträglichkeit bezüglich Dreistigkeit im Auftreten, eine hohe Wahrscheinlichkeit für Erfolg und Spielerei mit Medien, Rechten, sowie Demokratie ausreichend scheinen, ein Verbotsverfahren anzuleiern.
Nun glaub ich es auch, daß das der politische Konsens in diesem Staat ist.
*** http://www.bruhaha.de/kuh_im_propeller.html
Wissen und Technik
http://www.n24.de/wissen_technik/multimedia/article.php?articleId=70657
22. September 2006
Geldautomat von Dieb umprogrammiert
In Virgina Beach im US-Bundesstaat Virgina hat ein Betrüger den Geldautomaten an einer Tankstelle umprogrammiert und Geld abgehoben. Das berichtet der amerikanische IT-Branchendienst "Wired.com" online.
Dollar-Noten vertauscht
So habe er den Automaten dahingehend manipuliert, dass das Gerät 20-Dollar-Noten für 5-Dollar-Noten hielt. Mit einer Prepaid-Kreditkarte habe er im Anschluss Geld abgehoben. Laut "Wired.com" war die Manipulation des Automaten möglich, da eine Bedienungsanleitung für die Automaten im Netz erhältlich sei. In dieser Anleitung stehe auch das voreingestellte Passwort mit dem das Gerät programmiert werden kann.
___________
Abgelegt bei N24 in der Rubrik Wissen und Technik.
Schade, denn ich hab's nicht gewußt.
22. September 2006
Geldautomat von Dieb umprogrammiert
In Virgina Beach im US-Bundesstaat Virgina hat ein Betrüger den Geldautomaten an einer Tankstelle umprogrammiert und Geld abgehoben. Das berichtet der amerikanische IT-Branchendienst "Wired.com" online.
Dollar-Noten vertauscht
So habe er den Automaten dahingehend manipuliert, dass das Gerät 20-Dollar-Noten für 5-Dollar-Noten hielt. Mit einer Prepaid-Kreditkarte habe er im Anschluss Geld abgehoben. Laut "Wired.com" war die Manipulation des Automaten möglich, da eine Bedienungsanleitung für die Automaten im Netz erhältlich sei. In dieser Anleitung stehe auch das voreingestellte Passwort mit dem das Gerät programmiert werden kann.
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Abgelegt bei N24 in der Rubrik Wissen und Technik.
Schade, denn ich hab's nicht gewußt.
30. September 2006
Eifrigkeit und Rechts und Frechheit
Wenn ich, oder wenn ich auch nicht, das ist egal...
Man sollte vielleicht dieses Lied umwidmen, das einige hochgestellte Personen des Landes immer mit Inbrunst aber völlig neben der Melodei trällern...
Offenbar ist es wohl strafbar in der Bundesrepublik Deutschland, gegen Nazis zu sein. Schenkt man verschiedenen Berichten auf Nachrichtenportalen Glauben.
Ich könnte ja mal einfach so behaupten, im berichteten Fall ist einem Staatsanwalt und einem Richter die Gesinnung durchgegangen. Frei nach dem Motto jetzt darf man ja wieder. Gesinnung zeigen. Und praktizieren. Im Namen des deutschen Volkes. Am ...gerichtshof.
Man sollte vielleicht dieses Lied umwidmen, das einige hochgestellte Personen des Landes immer mit Inbrunst aber völlig neben der Melodei trällern...
Offenbar ist es wohl strafbar in der Bundesrepublik Deutschland, gegen Nazis zu sein. Schenkt man verschiedenen Berichten auf Nachrichtenportalen Glauben.
Ich könnte ja mal einfach so behaupten, im berichteten Fall ist einem Staatsanwalt und einem Richter die Gesinnung durchgegangen. Frei nach dem Motto jetzt darf man ja wieder. Gesinnung zeigen. Und praktizieren. Im Namen des deutschen Volkes. Am ...gerichtshof.
keine Fragen
28.09.2006 10:23 heise online
Digitalkamera in klassischer Aufmachung
"Der Name klingt für Uneingeweihte nach dicker Schraube, lässt aber die Augen jedes Fotografen leuchten: M8 heißt die spektakulärste Neuheit der Leica Camera AG zur photokina... Die digitale Profi-Kamera – "Made in Germany", wie man gern hervorhebt...Die M8 wird ab Ende November 2006 im Leica-Fachhandel verfügbar sein. Die unverbindliche Preisempfehlung der "Kamera fürs Leben" beläuft sich auf 4195 Euro."
_________
Also, in Anlehnung an die Fragen des Kollegen hab ich auch mal auf die photokina-Seiten geklickt.
Hier bin ich mit Herrn Altbundeskanzler Helmut Schmidt konform. Der hatte am Montag der Woche bei Beckmann für die Firma Leica nur noch einen Nachruf übrig. Und damit war das Thema für ihn erledigt.
Und ich behaupte mal, daß die auch irgendwann Insolvenz werde anmelden müssen, wenn sie weiter permanent die aktuellen Trends verschlafen und am wirklichen Fotografierinteresse vorbei produzieren.
Kein Mensch, außer reiche Dödel, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld, würde sich für 4200 Mäuse solch ein unmodernes Gerät kaufen. Schon gar nicht, um damit bis ans Ende seiner Tage zu fotografieren.
Aber wer's glaubt, wird selig. Fotografieren wie zu Opas Zeiten. Aber digital. Schwachsinn.
Wenn eine Kamera für's Leben, dann schon eher die Hasselblad H3D.
Nur zum Spaß kann man ja eine Preissuche im Internet veranstalten und auf all den Trittbrettfahrerpreisvergleichsseiten nach Hasselblad suchen. Hilf- und ergebnislos irrt man durch die Preisvergleichswüste.
Aber sie soll wohl ab 30.000 aufwärts im gut sortierten Fachhandel zu haben sein. Die Kamera. Objektive gegen Aufpreis.
Digitalkamera in klassischer Aufmachung
"Der Name klingt für Uneingeweihte nach dicker Schraube, lässt aber die Augen jedes Fotografen leuchten: M8 heißt die spektakulärste Neuheit der Leica Camera AG zur photokina... Die digitale Profi-Kamera – "Made in Germany", wie man gern hervorhebt...Die M8 wird ab Ende November 2006 im Leica-Fachhandel verfügbar sein. Die unverbindliche Preisempfehlung der "Kamera fürs Leben" beläuft sich auf 4195 Euro."
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Also, in Anlehnung an die Fragen des Kollegen hab ich auch mal auf die photokina-Seiten geklickt.
Hier bin ich mit Herrn Altbundeskanzler Helmut Schmidt konform. Der hatte am Montag der Woche bei Beckmann für die Firma Leica nur noch einen Nachruf übrig. Und damit war das Thema für ihn erledigt.
Und ich behaupte mal, daß die auch irgendwann Insolvenz werde anmelden müssen, wenn sie weiter permanent die aktuellen Trends verschlafen und am wirklichen Fotografierinteresse vorbei produzieren.
Kein Mensch, außer reiche Dödel, die nicht wissen, wohin mit ihrem Geld, würde sich für 4200 Mäuse solch ein unmodernes Gerät kaufen. Schon gar nicht, um damit bis ans Ende seiner Tage zu fotografieren.
Aber wer's glaubt, wird selig. Fotografieren wie zu Opas Zeiten. Aber digital. Schwachsinn.
Wenn eine Kamera für's Leben, dann schon eher die Hasselblad H3D.
Nur zum Spaß kann man ja eine Preissuche im Internet veranstalten und auf all den Trittbrettfahrerpreisvergleichsseiten nach Hasselblad suchen. Hilf- und ergebnislos irrt man durch die Preisvergleichswüste.
Aber sie soll wohl ab 30.000 aufwärts im gut sortierten Fachhandel zu haben sein. Die Kamera. Objektive gegen Aufpreis.
klipp un klar
Klipp und Klar, so heißt wohl eine Sendung auf dem RBB (Rundfunk bleeder Breißen).
Das Redeformat, bei dem vorher nicht klar, was klipp ist und im Nachhinein erst recht nicht.
Dieser Tage, am 26.09., deklamierten der dm-Chef Werner, Finanzsenator Sarrazin, Linkspartei-Abgeordnete Kipping und Sänger Gabriel aneinander vorbei.
Herr Sarrazin äußerte im Verlaufe der Sendung: "Es gibt auch Menschen, die haben ganz gern die Hängematte... Wir können nicht einfach die Menschen für die, ich sag mal, für die pure Existenz bezahlen. Das ist nicht in Ordnung. Dafür ist die Welt nicht gebaut."
Wie immer hat er diese Behauptung nicht bewiesen. Und sie zeugt zumindest davon, daß der philosophische, politische und möglicherweise auch rein menschliche Verstand des Herren nicht über die Kante eines Geldscheins hinausreicht. Wobei das ja genau die einzige Qualifikation ist, die man als Finanzsenator braucht.
Eine Frage sei bezüglich der Äußerung trotzdem gestattet. Wofür ist die Welt denn dann gebaut, wenn nicht für die pure Existenz der Menschen? Von einem Finanzsenator erwarte ich dazu keine Antwort. Der ist damit überfordert.
Verbleibt bei diesem sehr schlichten Welt- und Menschenbild ein Vorschlag. Deutschland hat ja ergiebige Erfahrungen in der industriellen Menschenvernichtung, Herr Sarrazin. Dann führen sie das doch wieder ein. Man kann ja auf die Keulungsanlagen zurückgreifen, die im vorigen Jahr Hochkonjunktur hatten und nun brach liegen. Außerdem ließen sich horrende Summen mit den Senderechten der Aktion verdienen, so daß für die verbleibende Lebendschaft etwas Geld in die marode Reststaatskasse gespült wird.
Alles klipp unklar? Sie müssen sich nur noch mit der Sozialsenatorin einigen, denn die will niemanden keulen.
Das Redeformat, bei dem vorher nicht klar, was klipp ist und im Nachhinein erst recht nicht.
Dieser Tage, am 26.09., deklamierten der dm-Chef Werner, Finanzsenator Sarrazin, Linkspartei-Abgeordnete Kipping und Sänger Gabriel aneinander vorbei.
Herr Sarrazin äußerte im Verlaufe der Sendung: "Es gibt auch Menschen, die haben ganz gern die Hängematte... Wir können nicht einfach die Menschen für die, ich sag mal, für die pure Existenz bezahlen. Das ist nicht in Ordnung. Dafür ist die Welt nicht gebaut."
Wie immer hat er diese Behauptung nicht bewiesen. Und sie zeugt zumindest davon, daß der philosophische, politische und möglicherweise auch rein menschliche Verstand des Herren nicht über die Kante eines Geldscheins hinausreicht. Wobei das ja genau die einzige Qualifikation ist, die man als Finanzsenator braucht.
Eine Frage sei bezüglich der Äußerung trotzdem gestattet. Wofür ist die Welt denn dann gebaut, wenn nicht für die pure Existenz der Menschen? Von einem Finanzsenator erwarte ich dazu keine Antwort. Der ist damit überfordert.
Verbleibt bei diesem sehr schlichten Welt- und Menschenbild ein Vorschlag. Deutschland hat ja ergiebige Erfahrungen in der industriellen Menschenvernichtung, Herr Sarrazin. Dann führen sie das doch wieder ein. Man kann ja auf die Keulungsanlagen zurückgreifen, die im vorigen Jahr Hochkonjunktur hatten und nun brach liegen. Außerdem ließen sich horrende Summen mit den Senderechten der Aktion verdienen, so daß für die verbleibende Lebendschaft etwas Geld in die marode Reststaatskasse gespült wird.
Alles klipp unklar? Sie müssen sich nur noch mit der Sozialsenatorin einigen, denn die will niemanden keulen.
29. September 2006
Fragen
29.09.2006 18:47 heise online
PowerShot-Nachfolge bei Canon
Mit der neuen PowerShot G7 legt sich Canon in der Sucherkamera-Klasse mächtig ins Zeug: Alles, was derzeit technisch angesagt ist, hat man in die Kompaktkamera für Anspruchsvolle eingebaut... eine automatische Gesichtererkennung... Wenn Gesichter im Bild erkannt wurden, wird in dieser Einstellung das Bild automatisch der Kategorie "Menschen" zugeordnet.
___________
Aha. Das bedeutet ja wohl, daß für Gesichter auch andere Kategorien denkbar, oder sogar implementiert, sind, z.B. Arschgesicht, Mondgesicht, Fratzenträger...
Wozu ist eine automatische Gesichtserkennung also eigentlich gut? (Von Überwachungsbedürfnissen des Staates einmal abgesehen.)
Ließe sich die auch so einrichten, daß bestimmte Gesichter nicht fotografiert werden? Darauf würde ich nämlich ganz großen Wert legen.
Lauter Fragen habe ich zu dem Gimmick.

PowerShot-Nachfolge bei Canon
Mit der neuen PowerShot G7 legt sich Canon in der Sucherkamera-Klasse mächtig ins Zeug: Alles, was derzeit technisch angesagt ist, hat man in die Kompaktkamera für Anspruchsvolle eingebaut... eine automatische Gesichtererkennung... Wenn Gesichter im Bild erkannt wurden, wird in dieser Einstellung das Bild automatisch der Kategorie "Menschen" zugeordnet.
___________
Aha. Das bedeutet ja wohl, daß für Gesichter auch andere Kategorien denkbar, oder sogar implementiert, sind, z.B. Arschgesicht, Mondgesicht, Fratzenträger...
Wozu ist eine automatische Gesichtserkennung also eigentlich gut? (Von Überwachungsbedürfnissen des Staates einmal abgesehen.)
Ließe sich die auch so einrichten, daß bestimmte Gesichter nicht fotografiert werden? Darauf würde ich nämlich ganz großen Wert legen.
Lauter Fragen habe ich zu dem Gimmick.

26. September 2006
Sinnfrage
SPIEGEL ONLINE - 26. September 2006, 14:53
http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,druck-439342,00.html
Janet Jacksons Schweigen
Seit Nipplegate herrscht Funkstille
"Es passieren so viele wichtige Dinge auf der Welt, und alle interessierten sich für meine Brüste? Das ergibt doch keinen Sinn."
___________
Das ergibt sehr wohl einen Sinn, den zu erklären ich mir allerdings an dieser Stelle erspare. Das haben wohl andere längst getan.
Oder rein bildlich betrachtet:

http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,druck-439342,00.html
Janet Jacksons Schweigen
Seit Nipplegate herrscht Funkstille
"Es passieren so viele wichtige Dinge auf der Welt, und alle interessierten sich für meine Brüste? Das ergibt doch keinen Sinn."
___________
Das ergibt sehr wohl einen Sinn, den zu erklären ich mir allerdings an dieser Stelle erspare. Das haben wohl andere längst getan.
Oder rein bildlich betrachtet:

24. September 2006
Pleitgen ist zornig
Programmänderung
Fritz Pleitgen: „Ich bin zornig“
Fritz Pleitgen, der Intendant des Westdeutschen Rundfunks, kritisiert im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe) die Verschiebung des WDR-Films „Wut“, der von einem türkischen Jugendlichen handelt, der einen Mitschüler und dessen Familie tyrannisiert, scharf. „Ich bin über die Entscheidung mehr als bekümmert, ich bin zornig“, sagte Pleitgen. Die Intendanten der ARD hatten in einer Ad-hoc-Konferenz am Freitag entschieden, den Film im Ersten nicht am Mittwoch um 20.15 Uhr, sondern am kommenden Freitag um 22 Uhr zu zeigen. Die begleitende Diskussionssendung geht dann bis über Mitternacht hinaus.
Dazu Pleitgen: „Man fürchtet offensichtlich kritische Schlagzeilen. Diese Sorge hätten wir uns besser bei anderen Vorgängen machen sollen. Man fürchtet, die Jugendschutzbestimmungen zu beschädigen. Aber dies ist ein Film für junge Menschen, wie es der Hauptdarsteller und der Regisseur ausdrücklich betonen. Der Film zeigt eine Realität, wie sie vielen Kindern und Jugendlichen begegnet, aber die wir Erwachsenen nicht wahrhaben möchten. Wir haben als öffentlich-rechtlicher Rundfunk auf die Wirklichkeit aufmerksam zu machen. Der Film sollte eine engagierte, kontroverse, weiterführende Diskussion auslösen. Dazu braucht man eine breite Öffentlichkeit. Für das Hauptabendprogramm war ein sehr guter Kompromiß ausgearbeitet worden, der dem Jugendschutz gerecht geworden wäre. Um Mitternacht eine gesellschaftlich wichtige Diskussion zu führen, ist natürlich eine vertane Chance.“
___________
Ich denke, der Zorn ist verständlich.
Fritz Pleitgen: „Ich bin zornig“
Fritz Pleitgen, der Intendant des Westdeutschen Rundfunks, kritisiert im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe) die Verschiebung des WDR-Films „Wut“, der von einem türkischen Jugendlichen handelt, der einen Mitschüler und dessen Familie tyrannisiert, scharf. „Ich bin über die Entscheidung mehr als bekümmert, ich bin zornig“, sagte Pleitgen. Die Intendanten der ARD hatten in einer Ad-hoc-Konferenz am Freitag entschieden, den Film im Ersten nicht am Mittwoch um 20.15 Uhr, sondern am kommenden Freitag um 22 Uhr zu zeigen. Die begleitende Diskussionssendung geht dann bis über Mitternacht hinaus.
Dazu Pleitgen: „Man fürchtet offensichtlich kritische Schlagzeilen. Diese Sorge hätten wir uns besser bei anderen Vorgängen machen sollen. Man fürchtet, die Jugendschutzbestimmungen zu beschädigen. Aber dies ist ein Film für junge Menschen, wie es der Hauptdarsteller und der Regisseur ausdrücklich betonen. Der Film zeigt eine Realität, wie sie vielen Kindern und Jugendlichen begegnet, aber die wir Erwachsenen nicht wahrhaben möchten. Wir haben als öffentlich-rechtlicher Rundfunk auf die Wirklichkeit aufmerksam zu machen. Der Film sollte eine engagierte, kontroverse, weiterführende Diskussion auslösen. Dazu braucht man eine breite Öffentlichkeit. Für das Hauptabendprogramm war ein sehr guter Kompromiß ausgearbeitet worden, der dem Jugendschutz gerecht geworden wäre. Um Mitternacht eine gesellschaftlich wichtige Diskussion zu führen, ist natürlich eine vertane Chance.“
___________
Ich denke, der Zorn ist verständlich.
Nichtwähler
23.09.06 | Nach den Landtagswahlen
Wandel in den Großstädten
Eine Einschätzung der Ergebnisse der Linkspartei.PDS
Von Benjamin Hoff
"Das Verständnis dafür, dass Wählen in einer Demokratie zur Bürgerpflicht gehört, ist seit Jahren und insbesondere bei jungen Menschen rückläufig."
-----------
23.09.06
Sorgen mit der Trennschärfe
Nach der Wahlpleite sucht Berlins Linkspartei-Chef Klaus Lederer Erklärungen und den Dialog
"Viele differenzieren nicht zwischen Bundes- und Landespolitik. So hat manche Hartz-Wut uns getroffen...
Wir haben versucht, eigene Kernthemen, linke Themen, im Wahlkampf in den Vordergrund zu stellen...
___________
Wählen gehört mitnichten zur Bürgerpflicht. Und Verständnis dafür erst gar nicht. Sonst wäre es per Gesetz definiert. (Im übrigen klingt die Äußerung wie der Titel eines Seminarreferates an der Parteihochschule der SED. Oder eine der Prüfungsfragen: Begründen sie, warum die aktive Teilnahme an der sozialistischen Demokratie durch Wahlen der Stärkung des Sozialismus im Kampf gegen blablub...)
Und wenn es dann doch so wäre, würde es eine Demokratie voraussetzen. Von der ist die Republik aber genauso weit entfernt wie ich mit meinen bescheidenen Fähigkeiten am Küchenherd von einem 5-Sterne-Koch.
Für mich ist das Leben sehr einfach und überschaubar geworden. Es macht keinen Unterschied, ob jemand menschenverachtende Gesetze wie Hartz-IV initiert und auf den parlamentarischen Weg bringt, oder ob er sie, egal mit welcher Motivation, verwaltet, weil sie nun mal da sind. Hartz-IV-Politiker werden von mir aus prinzipiellen Gründen nicht gewählt.
Wenn es Scheiße auf meinen Kopf regnet, ist es mir persönlich herzlich egal, ob ich von einem SPD-, PDS- oder CDU-Senator entwürdigt, gedemütigt und entrechtet werde. Auch wenn Lederer zehnmal behauptet, sie "haben versucht, dies - so gut es geht - im Sinne der Betroffenen zu tun." Auch aromatisierte Fäkalien sind Fäkalien.
Hartz-IV ist nicht im Sinne der Betroffenen und kann demzufolge auch nicht in derem Sinne umgesetzt werden. Da ist nichts abzumildern, abzufedern, günstig zu gestalten oder sonstwas. Für Hartz-IV-Betroffene ist es schlicht eine soziale Katastrophe.
Mithin, der Linken sind u.a. deswegen so viele ehemalige Wähler ins Lager der Nichtwähler entfleucht, weil die Linke ihre Kernkompetenz verloren hat, den vehementen Eintritt für die Wahrung der Rechte der Entrechteten. Sie hat sie nicht "schlecht rübergebracht" oder "mangelhaft verkauft", sie hat diese Kompetenz schlichtweg nicht mehr. In den Augen der Nichtwähler.
Insofern kommt man der Problemlösung durch Diskussionen an der Basis und in Vorständen nur bedingt näher. Das Problem läßt sich eher im Dialog mit den Nichtwählern klären, denn die haben der Linken ihre Stimme versagt.
Will heißen. Wo ist der Gesetzentwurf der Linken für die bedingungs- und formlose Auszahlung von monatlich 1000 Euro an bedürftige Personen? Wo ist der Gesetzentwurf für einen 8-Euro-Mindestlohn für die wenigen, die noch arbeiten dürfen? Wo ist der Gesetzentwurf, der Börsentransaktionen massiv besteuert? Wo ist überhaupt ein Gesetzentwurf der Linken, der sich den Bedürfnissen ihrer natürlichen Klientel widmet?
Und wo ist der Dialog über diese Gesetzentwürfe mit dem wählenden und nichtwählendem Bürger?
Auf der Strecke geblieben.
Insofern ist mir bei dem herrlichen Wetter letzten Sonntag die Wahl zwischen Wahl- und Ausflugslokal nicht schwer gefallen. Ich hab mir mein Fahrrad unter den Hintern geschnallt und eine sehr angenehme Tour ins nichtwählende Brandenburg unternommen. Leider war bei meiner Rückkunft der Ankreuzpunkt schon geschlossen. Ich hätte es allerdings auch nicht mehr rausgerissen. Ähnlich wie ich handelten zehntausende andere Berliner.
Und ein Denkfehler soll noch ausgeräumt sein. Nicht wählen bedeutet keinesfalls, der Nichtwähler ist unpolitisch oder nicht mehr links, aus der Sicht der Linken betrachtet. Nichtwählen bedeutet nur, daß unter den gegeben Umständen und angebotenen Wahlmöglichkeiten nichts war, das man persönlich guten Gewissens hätte wählen können.
Es ist also ein Trugschluß beider o.g. Autoren, wenn sie meinen, nun gäbe es 70 000 mehr Depolitisierte. Es gibt 70 000 demotivierte frühere Linkswähler.
Doch eines ehrt sie, diese Nichtwähler. Sie sind keine "Protestwähler". Entweder die Linke oder gar keinen. Na, wenn das nichts ist.
Wandel in den Großstädten
Eine Einschätzung der Ergebnisse der Linkspartei.PDS
Von Benjamin Hoff
"Das Verständnis dafür, dass Wählen in einer Demokratie zur Bürgerpflicht gehört, ist seit Jahren und insbesondere bei jungen Menschen rückläufig."
-----------
23.09.06
Sorgen mit der Trennschärfe
Nach der Wahlpleite sucht Berlins Linkspartei-Chef Klaus Lederer Erklärungen und den Dialog
"Viele differenzieren nicht zwischen Bundes- und Landespolitik. So hat manche Hartz-Wut uns getroffen...
Wir haben versucht, eigene Kernthemen, linke Themen, im Wahlkampf in den Vordergrund zu stellen...
___________
Wählen gehört mitnichten zur Bürgerpflicht. Und Verständnis dafür erst gar nicht. Sonst wäre es per Gesetz definiert. (Im übrigen klingt die Äußerung wie der Titel eines Seminarreferates an der Parteihochschule der SED. Oder eine der Prüfungsfragen: Begründen sie, warum die aktive Teilnahme an der sozialistischen Demokratie durch Wahlen der Stärkung des Sozialismus im Kampf gegen blablub...)
Und wenn es dann doch so wäre, würde es eine Demokratie voraussetzen. Von der ist die Republik aber genauso weit entfernt wie ich mit meinen bescheidenen Fähigkeiten am Küchenherd von einem 5-Sterne-Koch.
Für mich ist das Leben sehr einfach und überschaubar geworden. Es macht keinen Unterschied, ob jemand menschenverachtende Gesetze wie Hartz-IV initiert und auf den parlamentarischen Weg bringt, oder ob er sie, egal mit welcher Motivation, verwaltet, weil sie nun mal da sind. Hartz-IV-Politiker werden von mir aus prinzipiellen Gründen nicht gewählt.
Wenn es Scheiße auf meinen Kopf regnet, ist es mir persönlich herzlich egal, ob ich von einem SPD-, PDS- oder CDU-Senator entwürdigt, gedemütigt und entrechtet werde. Auch wenn Lederer zehnmal behauptet, sie "haben versucht, dies - so gut es geht - im Sinne der Betroffenen zu tun." Auch aromatisierte Fäkalien sind Fäkalien.
Hartz-IV ist nicht im Sinne der Betroffenen und kann demzufolge auch nicht in derem Sinne umgesetzt werden. Da ist nichts abzumildern, abzufedern, günstig zu gestalten oder sonstwas. Für Hartz-IV-Betroffene ist es schlicht eine soziale Katastrophe.
Mithin, der Linken sind u.a. deswegen so viele ehemalige Wähler ins Lager der Nichtwähler entfleucht, weil die Linke ihre Kernkompetenz verloren hat, den vehementen Eintritt für die Wahrung der Rechte der Entrechteten. Sie hat sie nicht "schlecht rübergebracht" oder "mangelhaft verkauft", sie hat diese Kompetenz schlichtweg nicht mehr. In den Augen der Nichtwähler.
Insofern kommt man der Problemlösung durch Diskussionen an der Basis und in Vorständen nur bedingt näher. Das Problem läßt sich eher im Dialog mit den Nichtwählern klären, denn die haben der Linken ihre Stimme versagt.
Will heißen. Wo ist der Gesetzentwurf der Linken für die bedingungs- und formlose Auszahlung von monatlich 1000 Euro an bedürftige Personen? Wo ist der Gesetzentwurf für einen 8-Euro-Mindestlohn für die wenigen, die noch arbeiten dürfen? Wo ist der Gesetzentwurf, der Börsentransaktionen massiv besteuert? Wo ist überhaupt ein Gesetzentwurf der Linken, der sich den Bedürfnissen ihrer natürlichen Klientel widmet?
Und wo ist der Dialog über diese Gesetzentwürfe mit dem wählenden und nichtwählendem Bürger?
Auf der Strecke geblieben.
Insofern ist mir bei dem herrlichen Wetter letzten Sonntag die Wahl zwischen Wahl- und Ausflugslokal nicht schwer gefallen. Ich hab mir mein Fahrrad unter den Hintern geschnallt und eine sehr angenehme Tour ins nichtwählende Brandenburg unternommen. Leider war bei meiner Rückkunft der Ankreuzpunkt schon geschlossen. Ich hätte es allerdings auch nicht mehr rausgerissen. Ähnlich wie ich handelten zehntausende andere Berliner.
Und ein Denkfehler soll noch ausgeräumt sein. Nicht wählen bedeutet keinesfalls, der Nichtwähler ist unpolitisch oder nicht mehr links, aus der Sicht der Linken betrachtet. Nichtwählen bedeutet nur, daß unter den gegeben Umständen und angebotenen Wahlmöglichkeiten nichts war, das man persönlich guten Gewissens hätte wählen können.
Es ist also ein Trugschluß beider o.g. Autoren, wenn sie meinen, nun gäbe es 70 000 mehr Depolitisierte. Es gibt 70 000 demotivierte frühere Linkswähler.
Doch eines ehrt sie, diese Nichtwähler. Sie sind keine "Protestwähler". Entweder die Linke oder gar keinen. Na, wenn das nichts ist.
bescheuert
SPIEGEL ONLINE - 24. September 2006, 10:58
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-438835,00.html
US-Geheimdienst-Report
Irak-Krieg heizt Terrorismus an
Der Krieg gegen den Irak sollte die Welt sicherer machen und den Terrorismus eindämmen. Das Gegenteil ist der Fall. Einem Geheimbericht von 16 US-Spionagebehörden zufolge, aus dem die "New York Times" zitiert, hat der Krieg eine neue Generation extremistischer Muslime herangewachsen lassen.
__________
Für so eine Erkenntnis brauchen die 16 Geheimdienste? Bin ich bescheuert? Oder werde ich hier nur verarscht.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-438835,00.html
US-Geheimdienst-Report
Irak-Krieg heizt Terrorismus an
Der Krieg gegen den Irak sollte die Welt sicherer machen und den Terrorismus eindämmen. Das Gegenteil ist der Fall. Einem Geheimbericht von 16 US-Spionagebehörden zufolge, aus dem die "New York Times" zitiert, hat der Krieg eine neue Generation extremistischer Muslime herangewachsen lassen.
__________
Für so eine Erkenntnis brauchen die 16 Geheimdienste? Bin ich bescheuert? Oder werde ich hier nur verarscht.
23. September 2006
schon wieder unerträglich
N24: 23. September 2006
Wowereit unterstützt Struck bei NPD-Verbot
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat sich wie zuvor SPD-Fraktionschef Peter Struck für einen neuen Anlauf zum Verbot der rechtsextremen NPD ausgesprochen. "Es ist unerträglich, dass die Neonazis dank des Parteienprivilegs mit einer nicht zu überbietenden Dreistigkeit auftreten und dass sie öffentliche Gelder für Büros und andere Infrastruktur etwa aus der Wahlkampfkostenerstattung kassieren", sagte Wowereit der "Bild am Sonntag".
__________
Aus der Sicht eines Regierenden Bürgermeisters (in anderen Grafschaften der Republik heißt das wohl Ministerpräsident) sind die qualifizierten Kriterien für ein Parteiverbot also:
Unerträglichkeit bezüglich
- Dreistigkeit im Auftreten und
- Abkassierung der Wahlkampfkostenerstattung, die korrekterweise "staatliche Finanzierung" der Parteien heißt (§18 Parteiengesetz i.d.F. vom 22.12.2004).
Also, das ganze noch einmal zur Widerholung. Unerträglichkeit bezüglich Dreistigkeit im Auftreten und Inanspruchnahme gesetzlich garantierter staatlicher Parteienfinanzierung reicht für ein Parteiverbot hinten und vorne nicht. Auch rechts und links nicht.
Und auch aus meiner Sicht gibt es, die o.g. regierungsamtlichen Kriterien zugrunde gelegt, etliche Parteien, denen ich sofort den Hahn zudrehen würde.
[edit 23:55]
Jetzt wird mir auch der Hintergrund etwas klarer:
Struck will die Mittel für Projekte gegen rechts aufstocken.
Zu deutsch: Er will ein paar Kumpeln mehr Knete zukommen lassen, die im öden Sand von Eggesin versickern wird.
Bisher jedenfalls ist keinesfalls erwiesen, daß solche Projekte, egal mit wieviel oder wenig Geld sie auskommen, überhaupt Erfolg haben.
Darüber hinaus ist aber das folgende Zitat viel spannender. OT Struck im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Im Übrigen kann nicht infrage stehen, dass die NPD verfassungsfeindlich ist. Sie ist nach ihrem Auftreten im Wahlkampf keine Partei, die Gewalt als politisches Mittel ausschließt - was das Wesen einer demokratischen Partei ist. Ich will mit Innenminister Wolfgang Schäuble noch einmal darüber sprechen, welche neuen Erkenntnisse es gibt. Allerdings darf man ein neues Verfahren nur starten, wenn man ganz sicher ist, dass es auch Erfolg haben wird."
- Die Verfassungsfeindlichkeit der NPD kann sehr wohl in Frage stehen.
- Wenn demokratische Parteien Gewalt als politisches Mittel ausschließen, dann sind CDU/CSU, SPD und Grüne ebenfalls verfassungsfeindliche Parteien. Siehe Entsendung gewaltiger Soldatenkontingente in alle Welt.
- Man darf ein neues Verbotsverfahren auch dann starten, wenn es keine Aussicht auf Erfolg hat, das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Im politischen Tagesgeschäft ist das sogar die übliche Verfahrensweise. Die große Reagierkoalition macht es uns doch im Wochentakt vor.
[/edit]
Ich schließe mich der Kollegenmeinung bezüglich der geistigen Tiefe eines Ministers an.
Wowereit unterstützt Struck bei NPD-Verbot
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat sich wie zuvor SPD-Fraktionschef Peter Struck für einen neuen Anlauf zum Verbot der rechtsextremen NPD ausgesprochen. "Es ist unerträglich, dass die Neonazis dank des Parteienprivilegs mit einer nicht zu überbietenden Dreistigkeit auftreten und dass sie öffentliche Gelder für Büros und andere Infrastruktur etwa aus der Wahlkampfkostenerstattung kassieren", sagte Wowereit der "Bild am Sonntag".
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Aus der Sicht eines Regierenden Bürgermeisters (in anderen Grafschaften der Republik heißt das wohl Ministerpräsident) sind die qualifizierten Kriterien für ein Parteiverbot also:
Unerträglichkeit bezüglich
- Dreistigkeit im Auftreten und
- Abkassierung der Wahlkampfkostenerstattung, die korrekterweise "staatliche Finanzierung" der Parteien heißt (§18 Parteiengesetz i.d.F. vom 22.12.2004).
Also, das ganze noch einmal zur Widerholung. Unerträglichkeit bezüglich Dreistigkeit im Auftreten und Inanspruchnahme gesetzlich garantierter staatlicher Parteienfinanzierung reicht für ein Parteiverbot hinten und vorne nicht. Auch rechts und links nicht.
Und auch aus meiner Sicht gibt es, die o.g. regierungsamtlichen Kriterien zugrunde gelegt, etliche Parteien, denen ich sofort den Hahn zudrehen würde.
[edit 23:55]
Jetzt wird mir auch der Hintergrund etwas klarer:
Struck will die Mittel für Projekte gegen rechts aufstocken.
Zu deutsch: Er will ein paar Kumpeln mehr Knete zukommen lassen, die im öden Sand von Eggesin versickern wird.
Bisher jedenfalls ist keinesfalls erwiesen, daß solche Projekte, egal mit wieviel oder wenig Geld sie auskommen, überhaupt Erfolg haben.
Darüber hinaus ist aber das folgende Zitat viel spannender. OT Struck im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Im Übrigen kann nicht infrage stehen, dass die NPD verfassungsfeindlich ist. Sie ist nach ihrem Auftreten im Wahlkampf keine Partei, die Gewalt als politisches Mittel ausschließt - was das Wesen einer demokratischen Partei ist. Ich will mit Innenminister Wolfgang Schäuble noch einmal darüber sprechen, welche neuen Erkenntnisse es gibt. Allerdings darf man ein neues Verfahren nur starten, wenn man ganz sicher ist, dass es auch Erfolg haben wird."
- Die Verfassungsfeindlichkeit der NPD kann sehr wohl in Frage stehen.
- Wenn demokratische Parteien Gewalt als politisches Mittel ausschließen, dann sind CDU/CSU, SPD und Grüne ebenfalls verfassungsfeindliche Parteien. Siehe Entsendung gewaltiger Soldatenkontingente in alle Welt.
- Man darf ein neues Verbotsverfahren auch dann starten, wenn es keine Aussicht auf Erfolg hat, das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Im politischen Tagesgeschäft ist das sogar die übliche Verfahrensweise. Die große Reagierkoalition macht es uns doch im Wochentakt vor.
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Ich schließe mich der Kollegenmeinung bezüglich der geistigen Tiefe eines Ministers an.
BILD Kollision

Das erhält man u.a. als Antwort, wenn man sich auf BILD.t-online.de über einen tragischen Unglücksfall sachkundig machen möchte.
Die sind aber auch sowas von spratteblöd. Eine Seite weiter gehts zu den Frauen mit den dicken Dingern, die man dann per Werbeeinblendung auch gleich auf iihbeeeh ersteigern oder kaufen kann.
Aufregung
SPIEGEL ONLINE - 23. September 2006, 20:09
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,druck-438824,00.html
Was ist mit Osama bin Laden?
_________
Ja was ist mit unserem kleinen Osama?
oder:
Wer regt sich da auf, worüber und warum?
Ach ja, das ganze hat SPON im Fach Justiz abgelegt.
Darauf einen extra Brüller.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,druck-438824,00.html
Todesgerücht
Aufregung um Geheimdienstbericht über Osama bin LadenWas ist mit Osama bin Laden?
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Ja was ist mit unserem kleinen Osama?
oder:
Wer regt sich da auf, worüber und warum?
Ach ja, das ganze hat SPON im Fach Justiz abgelegt.
Darauf einen extra Brüller.
22. September 2006
Zensur findet nicht statt
SPIEGEL ONLINE - 22. September 2006, 17:12
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,druck-438700,00.html
Nach internen Diskussionen und Protesten von Jugendschützern hat die ARD den TV-Film "Wut" auf einen späteren Sendetermin verschoben. Das harte Integrationsdrama über eine türkische Jugendgang wird von einer Diskussionsrunde begleitet.
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Wieso ist der Film umstritten? Der wurde doch noch gar nicht gesendet?
Im übrigen sollte man Wut so früh wie möglich zeigen.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,druck-438700,00.html
Umstrittener TV-Film
ARD zeigt "Wut" späterNach internen Diskussionen und Protesten von Jugendschützern hat die ARD den TV-Film "Wut" auf einen späteren Sendetermin verschoben. Das harte Integrationsdrama über eine türkische Jugendgang wird von einer Diskussionsrunde begleitet.
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Wieso ist der Film umstritten? Der wurde doch noch gar nicht gesendet?
Im übrigen sollte man Wut so früh wie möglich zeigen.
weiter so

Haben sie es, können sie es oder wollen sie es nicht begreifen?
Wie will diese Partei unter dieser politischen Kräftekonstellation deutlich linke Akzente setzen?
Und wem wollen sie das, und vor allem wie verklickern?
Das Wahlergebnis war eine Lehre? Eine Leere hat es hinterlassen. In den Gehirnen der Verlierer.
Und es dient als Beispiel für das physikalische Phänomen, wie sich heiße Luft, die einem roten Luftballon entfleucht, in Druckbuchstaben verwandeln kann. Geht eigentlich nicht. Geht aber doch. Zumindest bei "Linken".
Macht nur weiter so.
21. September 2006
knallharte Nacktbilder

Na, dachte ich, das ist ja sehr schön, daß es so etwas jetzt auch auf TV gibt. Brauch ich keinen Playboy mehr kaufen, wenn ich die Tatsachen frei Haus geliefert bekomme.
Klick ich mich... Heißt das überhaut klicken?
Drück ich auf die Knöppe, daß ich Blasen am Daumen kriege, um der knallharten 741 und 742 angesichtig zu werden.
Und dann zeigen die mir diese verbunteten Pixel.


Unter knallharten Nacktbildern versteh ich was anderes, zumal da ja nur Telefonnumern stehen. Wollen die mir Bilder in den Kopf reden?
Steuer
http://www.sportgate.de/wintersport/wintermix/105410.html?print=105410
"Mit der jüngsten Distanzierung von Steuer erreichte die DEU auch die Freigabe der zuvor gesperrten Fördermittel durch das Bundesinnenministerium."
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Also darum ging es die ganze Zeit, um die Wahrung der Hühnerzüchtervereinsmentalität in der Vorstandsetage dieser DEU.
Die haben alsReichsverwahrer soviel von dem Zeug gelutscht, daß ihnen ihr Gehirn eingefroren ist.
"Mit der jüngsten Distanzierung von Steuer erreichte die DEU auch die Freigabe der zuvor gesperrten Fördermittel durch das Bundesinnenministerium."
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Also darum ging es die ganze Zeit, um die Wahrung der Hühnerzüchtervereinsmentalität in der Vorstandsetage dieser DEU.
Die haben als
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