14. Februar 2008

Mißtrauensgewinn - deutsche Justiz käuflich

Den lustigsten Titel hat wieder mal SPON gefunden:

"Da geht wieder ein Stück Vertrauen in unsere Eliten verloren"

Ich habe keine einzige Sekunde meines bisherigen Lebens Vertrauen in deutsche Manager gehabt. Woher auch? Erstens kenne ich keinen persönlich, was die eigentliche Grundlage dafür wäre, und das wenige, was durch Medien bis zu mir gedrungen  ist, hat mein Mißtrauen bisher immer bestätigt oder gestärkt.

Viel schlimmer ist allerdings, daß wieder kein deutscher Manager hinter Staats-Schloß und -Riegel nächtigen muß, denn der Haftbefehl ist gegen eine Sicherheitsleistung "in namhafter Größe" außer Vollzug gesetzt.

Ich sag ja, kein deutscher Manager muß in den Knast.

13. Februar 2008

Ägyptische Busfahrer

"Das Auswärtige Amt warnt seit Jahren vor dem oft sehr riskanten Fahrstil ägyptischer Busfahrer."
So schreibt der Praktikant bei SPON von tno/dpa ab.

Diese jahrelange Warnung widerspiegelt sich wie folgt



und gilt auch für die Suche nach Busfahrt bzw. Ausflug in Kombination mit Ägypten.

Zocker

Es ist nicht weiter erwähnenswert, sagt aber trotzdem viel über die Qualitäten dieser Leute und des Landes an sich aus: Keiner dieser Milliardenzocker (Manager) landet für Jahrzehnte hinter Gittern. Die machen alle weiter, als wenn es nur ein Mensch-ärger-dich-nicht-Spiel ist.

Mord - exzellente Arbeit

13. Februar 2008, 19:08 Uhr
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-535135,00.html
MORD AN HISBOLLAH-FÜHRER
"Das war exzellente Arbeit"

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Hier wird der Mord als excellente Arbeit abgefeiert. Im Spiegel. Mit Halleluja und Feuerwerk und Lob.

Und kein Tadel.

Noch Fragen, wenn wieder mal jemand eine Terrorwarnung abläßt?

Julia Jüttners Rechenkunst

13. Februar 2008, 17:36 Uhr
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-535060,00.html
HUNGERTOD AUF DEM HOCHSITZ
Der unglaubliche Selbstmord des Hans-Peter Z.
Von Julia Jüttner

Im Jahr 2000 zum Beispiel nahmen sich 8131 Männer und 2934 Frauen das Leben. Die Dunkelziffer ist um ein Vielfaches höher.

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Ja um wieviel denn. und woher will sie das eigentlich wissen? Vielleicht ist die Dunkelziffer ja um ein vielfaches niedriger?

so sieht der auch aus

Quelle: welt-online.de

So sieht der Sarrazin aber auch aus, als wenn der diesen Schmadder frißt. Selber Schuld.

Mit genügend bösartiger Lebenserfahrung ausgestattet, könnte man das ganze allerdings auch als Test für die Leidensfähigkeit der Linken betrachten. Und dieser Test wurde mit Bravour bestanden. Die Linke ist in Hartz-IV-Dingen außerordentlich leidensfähig.

Nebenbei gesagt wieder mal eine grandiose Offenbarung, was die soziale Kompetenz der Roten betrifft. Werd ich mir merken und in meine Entscheidungen einfließen lassen.

11. Februar 2008

verpaßt

Verdammt, hab die letzte Terrorwarnung verpaßt und weiß nun nicht, was ich tun soll und wo ich mich besser nicht rumtreibe.

Aber clevere Lietraten beim Spiegel, Matthias Gebauer, um es genau zu sagen, haben mich schnell von meinen Sorgen erlöst und das Beamtendummschwätz ins Spiegeldummschreib übertragen.

Mit drastischen Worten warnen die Behörden vor Anschlägen in Deutschland. Einen konkreten Verdacht gibt es nicht... (Quelle 08. Februar 2008, 16:14 Uhr)

Gebauer ist auch noch so spratteblöd, folgende Bewertung ans Ende seiner Buchstabenreihe zu stellen: "Hanning in seiner gewohnt ironischen Art".

Dazu fällt selbst mir nichts mehr ein, außer vielleicht: So blöd kann ich ja nicht mal denken, wie Gebauer schon schreiben kann.

feinste Software

Ich weiß nicht, ob ich schon mal erwähnt hatte, daß es allzuviel feine Software gar nicht gibt. Meine Favoritenliste* ließe sich wahrscheinlich an einer Hand abzählen, alles andere betrachte ich eher als Datenmüll.

Zu diesen Diamanten gehört seit dem 10.02. die neue Version von ImgBurn (2.4.0.0).

Nun kann man damit auch cue-sheets erstellen und Audio-CDs brennen. Das alles zum Nulltarif und in feinster technischer Präzision.

Well done "Lightning UK!".
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* Verraten sei nur, daß in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts der Commander von Vsevolod Volkov dazu gehörte. Mindestens zehnmal besser als der Norton-Commander.

Das sind die Ansprüche, die ich an Softwareperlen stelle.

10. Februar 2008

Genforschung

Es ist schon erstaunlich, daß es den europäischen Spitzenforschungsteams in jahrzehntelanger Arbeit nicht gelungen ist, Fußballern afrikanischer Herkunft das Spielgen wegzuzüchten, obwohl sie sich redliche Mühe geben und Unsummen an Geld in dieses Unterfangen investieren.

Erbaulich, erfreulich, mit viel Schauwert, was da durch die Bank weg fast immer geboten wurde.

Und es macht Hoffnung. Denn offensichtlich läßt sich nicht alles verändern, was einen Menschen so ausmacht, zumindest nicht die unbändige Spiellaune afrikanischer Menschen.

9. Februar 2008

Vergangenheitsbewältigung

Ich habe nicht gedacht, daß die Aufarbeitung der Vergangenheit in häßliche, zeitraubende Arbeit ausarten kann.

Im August 1972 weilte ich für einige Tage in Moskau. Nun fand ich eine Schachtel mit DIAs und dachte, die scanne ich ein und hab eine schöne Erinnerung.

Der Zustand der Bilder war technisch grottenschlecht. und warum ich damals was mit welcher Motivation fotografiert habe, das weiß ich auch nicht mehr. Hatte wohl nur einen Film mit und diesen sinnlos belichtet. Wenigstens ließen sich 30 der 36 Bilder so restaurieren, daß etwas zu erkennen ist. Die Qualität ist nach fast 36 Jahren allerdings unter aller Sau. (War sie wahrscheinlich auch schon 1972.)



In der Reihenfolge der Bilder könnten das sein:

- Denkmal Iwan der Große
- Lomonossow-Universität (oder Hotel Ukraina, das sah ähnlich aus)
- Quartier Nowoje Tscherjomuschki
- RGW-Gebäude
- 2x Lenin-Mausoleum
- Basilius-Kathedrale (mit Hotel Rossija, das es nicht mehr gibt)
- städtisches Schwimmbad (kann sein, da waren wir damals baden)

Vergleichsbilder

Basilius_Kathedrale
Roter Platz

5. Februar 2008

endlich

wurde Stefan Aust nach Hause geschickt. Mit sofortiger Wirkung.

Mal sehen, ob aus der Papiersammlung in den nächsten Monaten auch eine lesenswerte wird.

3. Februar 2008

nix verstehen

Ich kann wohl 200 Jahre alte werden. Oder 400. Trotzdem werde ich mindestens zwei Dinge nie verstehen. Karneval und Football.


Und erst recht nicht, wieso mit vom Volk spendierten Geldern solcherart Schwachsinn in öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten stunden- und tagelang verbreitet wird.
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Umfrage: Drei Viertel der Deutschen sind Faschingsmuffel
München (dpa) - Drei Viertel der Deutschen sind nach Angaben des Nachrichtenmagazins «Focus» Karnevals- und Faschingsmuffel - 75 Prozent gehen weder auf eine Faschingsveranstaltung noch verkleiden sie sich.

88 Prozent der über 59-Jährigen und 54 Prozent der 14- bis 19-Jährigen verzichten laut Umfrage auf Karneval und Kostümspaß. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts polis/USUMA im Auftrag des Magazins hervor. Das Institut befragte nach Angaben von «Focus» 1018 repräsentativ ausgewählte Personen.

(01.02.2008)

Kannibale in Afrikas Fußball



letzte Änderung: 03.02.08 10:37
Frédéric Kanoute isst Afrikas Fussballer des Jahres

Nieten in Tarnfleck

Harte Worte
Oliver Eberhardt 03.02.2008

In Israel hat die Winograd-Kommission erklärt, was während des Libanon-Krieges schief lief: Alles
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Ein durchaus interessanter Einblick in die Sach- und Fachkunde heutiger Politiker und Militärs. In der Mehrzahl haben wir es offensichtlich mit Versagern und Luschen zu tun. Nur haben die leider das Sagen. Und sie machen, was sie wollen.

Ich wage gar nicht daran zu denken, wie es um die deutschen Pendants bestellt ist. In den Medien wird ja zur Zeit heftigst debattiert. Über die Ausrüstung, den Ausbildungsstand, die Motivation usw. Über deutsche Nieten in Politik und Bundeswehr wird allerdings geschwiegen.

1. Februar 2008

Offline-Durchsuchung

http://www.morgenpost.de/desk/1623459.html
Stand: Freitag, 1. Februar 2008, 21:24 Uhr

Mysteriöser Einbruch bei Brigitte Zypries

Zwei Unbekannte sind nach Informationen von morgenpost.de in der vergangenen Woche in die Wohnung von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) in Berlin-Steglitz eingedrungen. Die Beute der Einbrecher: zwei Laptops.

Blitzstreik


01. Februar 2008, 13:51 Uhr
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-532556,00.html
ARBEITSKAMPF DER VERKEHRSBETRIEBE
Blitzstreik legt Berlin lahm

Der Berliner Fahrgastverband kritisierte die Aktion dagegen als "überfallartigen Blitzstreik". "Die Gewerkschaften haben mit ihrer kurzfristig gestarteten Aktion das Gebot der Verhältnismäßigkeit grob verletzt", sagte der Verbandsvorsitzende Christfried Tschepe der Deutschen Presse-Agentur dpa.

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Bei Streik gibt es keine Verhältnismäßigkeit. Genau das ist dessen Sinn. Streik soll und muß weh tun.
Verhältnismäßige Streiks braucht man gar nicht erst anfangen. Die sind genauso sinnfrei wie die Äußerungen eines Vernbandsvorsitzenden.
Christfried Tschepe ist ein Schwachkopf.

Naivität

01. Februar 2008, 13:24 Uhr
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,druck-532127,00.html
HOLLYWOOD-STAR TOM HANKS
"Nur die Naiven gehen zur Wahl"

Die Naiven gehen zur Wahl und wählen das, was man ihnen eingetrichtert hat, weil sie meinen, es wird irgendein Wunder geschehen.

31. Januar 2008

Truppen erbeten

So jedenfalls melden es durch die Bank weg alle Medien. Mir ist nicht bekannt, daß diese Tatsache hinterfragt wurde.

Eigentlich müßte die Meldung korrekterweise lauten: Truppen erbettelt.

Deutsche Politker und Militärs haben so lange wie quängelnde Kleinkinder rumgeheult, daß sich in der NATO-Zentrale jemand herabgelassen hat, ein paar Zeilen aufzuschreiben, daß man 250 Soldaten benötige.

Das ist mir einen Lacher wert.

29. Januar 2008

dreiste Spiegel-Lüge

SPON verbreitet wieder mal eine dreiste Lüge.

Unter bestimmten Voraussetzungen haben Finanzämter, Sozialämter, Arbeitsagenturen und Bafög-Stellen Zugriff auf die Daten aller Konten und Depots bei Banken und Sparkassen. Eine Kontenabfrage erfolgt aber erst, wenn ein Bürger Zweifel an Angaben in seiner Steuererklärung nicht ausräumen kann. Dabei geht es zunächst nur um Stammdaten wie Name, Geburtsdatum oder Adresse.

Die Kontenabfrage ist erstens eine Regelabfrage, zweitens wird der oder die Betroffene nicht darüber informiert und drittens schikaniert, wenn es einem Amtsinhaber in den Kram paßt.

28. Januar 2008

Gesülze

Ich tue mir das Gelaber um den gestrigen Tag nicht an. Schon nach dem ersten Halbsatz, quer durch alle politischen Präferenzen von ganz weit rechtsaußen bis links, kommt einem die Magensäure entgegen.

Zwei, drei Anmerkungen seien aber auch mir gestattet. In Niedersachesen haben sich 43% aller Wahlberechtigten gar nicht erst an dieser Veranstaltung beteiligt. In Hessen waren es über 35%.

Die viel gepriesene Demokratie existiert nur noch in der Phantasie von Dummschwätzern und auf dem Papier. Ein großer Teil der Wähler ist bezeiten emigriert und beschäftigt sich mit lukrativeren Dingen als sinnlos Zettel in Schlitze zu befördern.

Das halte ich für das Bemerkenstwerteste und am meisten unterschätzte Thema der Wahlen:
Das Volk praktiziert längst das Ende der sogenannten parlamentarischen Demokratie. Die sich selbst zertifizierenden "Demokraten"* werden das allerdings nie begreifen können wollen.
Schon deswegen nicht, weil sie zu genau wissen, daß es letztlich nur um die Macht geht. Auch sie haben sich ja längst aus der Demokratie verabschiedet. Und so sind Politik und Volk wieder vereint. Jenseits der Demokratie.

Ypsilanti könnte bei David Copperfield einsteigen. So eine elegante Art der Selbstfesselung hat man selten in der Geschichte der Zauberkunst gesehen. Mal sehen, wie sie da wieder raus kommt.

Bei Koch wird man am ehesten in den umfangreichen Wortsammlungen fündig. Beredt genug war seine Körpersprache. Ein beleidigter Gymnasiast, der die Abiturstufe wiederholen muß, erklärt, daß er trotz allem zu den Schlauesten gehört.

Und letztlich sei erwähnt, daß Koch mitnichten ein Mandat zur Regierungsbildung erhalten hat, auch wenn es rechnerisch so scheint. Regierungsbildung stand gar nicht zur Wahl.

Die traurigste Figur an diesem Abend und dem Folgetag gab wie so oft dieser unrasierte Fettwanst ab, der anderen gerne Ratschläge erteilt. Könnte sein, daß er wieder mal daneben liegt.

Aber wie gesagt. Ich halte mich raus, wenn stundenlang kotzüble Machtspielchen live übertragen und orakelt werden.
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* Schäuble definierte Koch kürzlich als "demokratische Führungspersönlichkeit", die besser als seine Gegner geeignet sei.