3. Januar 2011

Saddams aufrichtiges, vernünftiges und warmherziges Betragen

Kopfnoten fand ich schon immer gut. So auch der USA-Botschafter im Irak, der diese Bewertung ob des dringlichen Wunsches Saddams, mit den USA Freundschaft zu schließen, hinter vorgehaltener Depesche (secret) am 25. Juli 1990 um 12:12 Uhr nach Washington kabelte.

SADDAM WISHED TO CONVEY AN IMPORTANT MESSAGE TO PRESIDENT BUSH: IRAQ WANTS FRIENDSHIP, BUT DOES THE USG?

¶4. SADDAM, WHOSE MANNER WAS CORDIAL, REASONABLE AND EVEN WARM THROUGHOUT THE ENSUING TWO HOURS, SAID HE WISHED THE AMBASSADOR TO CONVEY A MESSAGE TO PRESIDENT BUSH.


Eigentlich ist es ja schade, daß Saddam durch sein frühes Abgelebtwordensein die freundschaftlichen Beziehungen nicht mehr erleben konnte. Kurz nach seinem tödlich verlaufenem Seilakt sprießten die ersten zaghaften Knospen eines freundschaftlichen Miteinanders zwischen dem Irak und der USA.

THE HONORABLE COLIN POWELL
SECRETARY OF STATE
DEPARTMENT OF STATE
WASHINGTON DC

BAGHDAD 29TH JUNE 2004

DEAR MR. SECRETARY.

IT IS A GREAT HONOR TO RECEIVE YOUR LETTER ... PROPOSING ESTABLISHMENT OF DIPLOMATIC RELATIONS BETWEEN OUR FRIENDLY NATIONS.

SINCERELY,
HOSHYAR ZEBARI


Ach ja, momentan sind wir bei 1.997/251.287 Articles.

Jetzt müssen wir nur noch auf unsere überstrapazierten Qualitätsjournalisten vom Spiegel warten, die uns diese brisante Enthüllung in den historischen Kontext einorden, politisch korrekt werten und mit diplomatischen Geschick präsentieren. Yassin, das ist dein Part.

abscheuliches Entsetzen

Nach zwei Tagen Schockstarre ist der deutsche Kanzler, Merkel, wieder erwacht und hat telegrafisch gen Ägypten übermitteln lassen, daß ihn das abscheuliche Entsetzen von Silvester erst heute zu einem Telex hat kommen lassen. Die Gedanken seien bei den Hinterbliebenen, den Verwandten oder Freunden und dem verstorbenen Muselmanen.

Hat der deutsche Kanzler wieder keine Zeit das Land zu regieren und kümmert sich stattdessen um persönliche Belange.

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, da wurde einst ein Russe ins Lager verfrachtet, damit er endlich richtige Arbeit (kennen)lernt, statt Milliarden an Rubeln zu zählen, da war das Urteil noch nicht in Gänze ins Deutsche übersetzt, weil der Richter es gerade in Russisch verkündete, schon stand dem Kanzler Merkel die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.

eine Anzeige in der Zeitung

Der Berliner KURIER machte am passagierarmen Sonntag den Selbstversuch, wie man vom abgeschnittenen Wartenberg ins gleichfalls abgeschnittene Hennigsdorf kommt.

Habe ich vorige Woche gar nicht erst versucht, sondern mich gleich mit Auto abholen und zurückbringen lassen. War deutlich die komfortablere Reiseversion.

2. Januar 2011

Blutbad im MDR



Aha. Auch Christen können untereinander ziemlich garstig sein, wie der MDR zu berichten weiß. Jetzt blutbaden sie schon unter sich. Das sollte die Muselmänner doch erfreuen, wenn sie nicht mehr selber Hand anlegen müssen.

Hamse nu doch den Reichstach jestürmt?

Deutschen fehlt das Geld zum Widerstand

Meine erste Lektion des Jahres hab ich schon wieder weg. Eigentlich die zweite.

Die erste erhielt ich gestern via Qualitätsmedien, die mir deutlich gemacht haben, daß der Islam eine friedliebende, tolerante und völkerverbindende Religion ist, die brüderliche Freundschaft mit unseren ägyptischen Freunden unter Führung von Mubarak weiter vertieft wird und der Präsident aller Islamisten im Urlaub ist und so kein Telegramm zum Jahreswechsel an die Christen und Islamisten jenseits des Nil schicken kann. Der deutsche Kanzler, Merkel, ist krank und somit keiner lauten Stimme bezüglich der Ereignisse fähig. In all ihrer kränkelnden Schwäche sucht sie die Nähe ihresgleichen und läßt auf Augenhöhe mit den namentlich erwähnten Protagonisten ein Hamburger Gesundheitsmagazin verkünden:

Merkel und Seehofer stützen Westerwelle

Soweit ist es also schon, daß der Westerwelle sich von einem kranken Kanzler und einem Bajuwaren stützen lassen muß. Hab gar nicht gewußt, daß der Westerwelle krank ist. Auf der anderen Seite, eigentlich hätte man es ja wissen können. Zumindest ahnen.

Ich schwiff gerade etwas ab. Also, außerdem war es ein bedauerlicher Unfall. Ein Auto hatte sich entzündet, ging in die Luft und schwupps fielen mal 21 Menschen oder so tot um. Mehr wissen wir momentan auch nicht, denn alle Qualitätsmedien schweigen sich des heutigen Tages unisono aus. Sie haben schon gestern all ihre Kraft verbraucht, slalomartig um einen Terroranschlag herum zu schreiben, so daß es keiner merkt, da ist für heute keine Puste mehr.

Oder meint da vielleicht noch jemand, daß die deutschen Schnorchelterritorien jenseits von Afrika nicht durch sachfremde Beiträge in deutschen Zeitungen gefährdet werden dürfen? Was wäre eigentlich, wenn deutsche Touris zuhauf den Hindukusch entlang wandern würden?

Die zweite Lektion erteilte mir ein gestandener Auskenner des und im Journalismus, der auf meine gestrige Meinung, der Mist gehe schon wieder los, mitteilte, ich solle nicht immer so kritisch sein - aber recht habe ich natürlich. Sei es, wie es ist, es bleibt der gleiche Mist.

Diesem klitzekleinen rechthaberischen Kritikblog ist es über das freie Wochenende gelungen, einen international renomierten Gastautor von Reuters für die Jahresanfangskolumne zu gewinnen. Im folgenden sein leicht geänderter aber sinnwahrender Beitrag, der im Original für das führende politische Wochenmagazin des Iran geschrieben wurde und den dortigen Lesern einen Eindruck von der Mentalität des deutschen Wutbürgers vermitteln soll.

DIE ANMERKUNG ONLINE
02. Januar 2011, 13:47 Uhr
Höhere Lebenshaltungskosten
Deutschen fehlt das Geld zum Widerstand

Die deutsche Führung steht international massiv in der Kritik, auch in der Bevölkerung wächst der Unmut. Doch die Bürger protestieren kaum noch gegen Merkels Politik: Angesichts der miserablen wirtschaftlichen Lage fragen sie sich, wie sie die nächste Miete bezahlen sollen.

Berlin - Es ist nicht der umstrittene Bahnhof 21, der die Deutschen dieser Tage umtreibt. Wirkliche Sorgen bereitet ihnen die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Internationale Euro-Probleme, gestrichene Subventionen für Benzin und Nahrungsmittel und Geldsorgen machen den Bürgern das Leben schwer.

Kanzler Merkel, die wegen der permanenten Ratschläge für andere Länder, z.B. Griechenland, international in der Kritik steht, muss im Inland auf den wachsenden Unmut der Bevölkerung achten. Zuletzt hatte die Regierung die staatliche Subventionierung von Benzin und Lebensmitteln deutlich gesenkt, um im Staatshaushalt rund 100 Milliarden Dollar einzusparen. Die USA manipulierten den Dollar-Kurs in der vergangenen Woche, mit denen sie Deutschland wirtschaftlich am Gängelband halten wollen.

Solche Maßnahmen und der Wegfall der Subventionen haben die Bevölkerung massiv verunsichert, sie fürchten, dass ihr Leben immer schwieriger wird. Die Menschen sind frustriert, die Preise für die meisten Konsumgüter sind gestiegen - die meisten Deutschen der Unter- und Mittelschicht müssen kämpfen, um über die Runden zu kommen.

"Die Menschen machen sich Sorgen über die wirtschaftliche Situation", sagte Franz Müller, ein Politiklehrer. "Du kannst Dir keine Gedanken über Politik machen, wenn Du Dir Sorgen machen musst, dass Du Deine Miete nicht bezahlen kannst." Merkel ist sich der Situation bewusst und hat daher eine monatliche Hartz-IV für Bedürftige in Höhe von umgerechnet 5 Euro aufgelegt. "Merkel braucht die Deutschen mit geringem Einkommen, um sich einen Sieg bei den Parlamentswahlen 2011/2012 zu sichern", sagt der Analyst Die Anmerkung. "Darum spielt sie Robin HoodIn."

"Jede Art von Opposition kann sehr kostspielig sein"

Doch die Hilfen sind knapp bemessen: "Nach der Kürzung der Subventionen reichen 30 Euro noch nicht einmal für die monatliche Stromrechnung aus", beklagt sich der Lehrer Erwin Rammler, der drei Kinder hat. "Wie soll ich mit einem mageren Gehalt von 1500 Euro auskommen, wenn die Preise immer weiter steigen?"

Beobachter gehen angesichts der wirtschaftlichen Lage der Bevölkerung nicht davon aus, dass es erneut zu großangelegten Protestaktionen kommen wird. Nach der umstrittenen Wiederwahl von Merkel im Jahr 2009 waren etliche Menschen festgenommen oder von den Bütteln der Merkel-Diktatur zusammengeschlagen worden, weil sie auf die Straße gegangen waren. Die meisten von ihnen befinden sich inzwischen wieder auf freiem Fuß bzw. auf dem Weg der Genesung.

"Diejenigen, die dieses Mal auf die Straße gehen wollen, werden es sich zweimal überlegen", sagt ein westlicher Diplomat in Berlin hinter vorgehaltener Depesche. "Die Regierung hat klargemacht, dass jede Art von Opposition sehr kostspielig sein kann."

Parisa Hafezi, Reuters

1. Januar 2011

schwere Schlachten

Edgar Külow

Alles wird Gutt

In schweren Schlachten wenig Tote,
Dem Taliban, der dort einst wohnte,
Gelang kein Meter Landgewinn
Der Guttenberg grinst vor sich hin.

über Bodo Ramelow

Hans Peter Schütz

"Er ist wie ein Schrapnell, man weiß nie, wo er einschlägt."

das Warten hat sich gelohnt

Der MDR bringt die Schlagzeile vom Blutbad unter Christen.



Das "Blutbad unter Christen" mutierte inzwischen zu "Tote bei Anschlag auf Christen". Aus dem Terroranschlag wurde ein Selbstmordanschlag.

Haha.

wie man einem Praktikanten korrektes Deutsch beibiegt

Ich hatte ja eine Synopse des Artikels auf welt-online angekündigt. Vermittels derer kann man sehr schön beobachten, wie der Praktikant, der die Tickermeldung abschrieb und auf den Server von welt-online kopierte, im Verlaufe des Abends eine Lektion in korrektem Amtsdeutsch erteilt bekam.

Den semantischen Unterschied zwischen vereiteln und verhindern kenne ich nicht, den zwischen Anschlag und Terroranschlag schon. Warum vereiteln aus der Überschrift in den Text degradiert wurde und verhindern durch überschriften geadelt, das bleibt nur dem Kopieumschreiber verständlich.

Bereits im zweiten Absatz wird im Verlaufe des Abends ein Blutbad hinzugefügt, das gar nicht stattgefunden hat, und wenn, dann in der Phantasie der Polizei und /oder Journalisten.

Einige Absätze weiter unten befand der dänische Justizminister ursprünglich, die Pläne seien empörend und erschreckend, um zwei Tage später kundzutun, er habe bereits seit Wochen von den Vorgängen Kennntis gehabt. Somit ist es besser, die erschreckende Emprörung auf welt-online gleich ganz verschwinden zu lassen.

Wir wurden buchstäblich bis zum letzten Tag des Jahres verarscht, und mit Beginn des neuen geht es in diesem Stil munter weiter. Ich warte nur noch auf die nicht zu toppende Schlagzeile in deutschen Medien:

Ägypten an Silvester: Blutbad unter Christen

kein Terroranschlag auf Christen

Gut, daß wir die BILD mit ihrem kritischen Sachverstand haben, sonst hätten wir gleich am ersten Tag des Jahres daran geglaubt, in den muselmanischen Ländern würden Terroranschläge verübt. So gibt's Entwarnung und wir können wieder schlafen gehen.

Grausames Bombenattentat auf Christen in Ägypten!

Ein Sprengsatz explodierte...

Klar ist: Der Anschlag ist von einem Selbstmordattentäter verübt worden.

Der Extremist...

... gab umgehend dem Terrornetzwerk al-Qaida die Schuld an der Tat. Bisher ist aber unklar, ob er dafür Beweise hat.

Im Nahen Osten kommt es immer wieder zu Angriffen und Anschlägen auf die christlichen Minderheiten.


Es ist schon erstaunlich, wie im Stile eines Riesenslalom um die schnöde Tatsache eines Terroranschlags herumgeschrieben wird, die Überschrift des Textes mal ausgenommen. Auch im Anreißerbild kein Bezug zu Terror. Ein Busunfall war es jedenfalls nicht. Wenn ein Sprengsatz einfach mal so vor sich hin explodiert, dann kann es schon ein paar Tote geben.

Schaun wir mal weiter, wieviel Blödsinn deutsche Qualitätsproduzenten bereits am ersten Tag des Jahres auf uns loslassen.



Das sind unsere Besten. Ich wage gar nicht, an unsere Schlechten zu denken.

Für die Welt war es ein Anschlag auf ägyptische (sic!) Christen - 21 Menschen tot, für die Zeit reicht es ob der anstrengenden Zeitenwende heute Nacht nur noch zu einem mageren Tote bei Anschlägen in Nigeria und Ägypten.

Zu den Bombenexperten aus Hamburg äußere ich mich lieber nicht. Das könnte eine Gerichtsverhandlung nach sich ziehen.

Hatte ich heute schon erwähnt, daß sich die Sueddeutsche aus dem Internet verpissen soll? Terrorgefahr in Deutschland - Anschlag in Ägypten! Merkt ihr noch was?

Noch einmal zum mitschreiben. In Ägypten wurde ein Anschlag auf ägyptische Christen verübt, bei dem bedauerlicherweise 21 Menschen tot umfielen. So die Welt. Noch Fragen?

Ich schon.

29.12.

Wohl in letzter Minute haben dänische Sicherheitskräfte einen Terroranschlag auf die Zeitung «Jyllands- Posten» in Kopenhagen vereitelt.

Der dänische Justizminister Lars Barfoed erklärte, die von der Polizei aufgedeckten Terrorpläne seien «empörend und erschreckend.»
(Satz so auf welt-online nicht mehr auffindbar.)


31.12.

Dänemarks Justizminister Lars Barfoed war nach eigenen Angaben früh über die jüngsten Terrorpläne gegen die Redaktion der Zeitung „Jyllands-Posten“ unterrichtet. Er sei seit „einigen Wochen“ informiert gewesen, dass es sich um eine „ernste Sache“ handelte...

Eine Synopse über den Artikel der Welt vom 29.12. folgt alsbald. Ist hoch interessant.

siehe auch

keine Bildstrecke

Bildstrecke: Deutschland begrüßt 2011
von Sueddeutsche


Einfach nur ein gestöpseltes Bild. Geht auch ohne Strecke und 100 Mal besser als es deutsche Klickproduzenten zustande bringen.

Es ist eine scheiß Jahresanfang, wenn der erste Wunsch darin besteht, daß sich die Schwachmaten der Sueddeutschen wieder aus dem Internet verpissen sollen. Die Chinaexperten aus Hamburg und gleichermaßen unqualifizierten Klickexperten könn'se gleich mitnehmen.

31. Dezember 2010

Screenschottin

Lindsay in Stirling (Schottland)

Neujahrsansprache

von Hardy Krüger

Die Tatsache, dass ich politisch wach bin, oder mich für wach halte, muss ja nicht bedeuten, dass ich da mitmischen möchte. Ich schaue den Politikern auf die Finger. Und das sollten alle tun, auch in Deutschland.

Wochenendrätsel für die Praktikanten

Liebe Qualitätspraktikanten, die ihr die beiden arbeitsfreien Tage in den Redaktionen abfeiern und sinnlose Tickermeldungen auf deren Internetserver kopieren müßt. Ich habe mir am letzten Tag des Jahres ein schönes sueddeutsches BILDRätsel für euch ausgedacht.

Putin-Gegner bis 2017 in Haft
Chodorkowskij-Anwälte kämpfen gegen Skandalurteil
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Putins Erzfeind muss bis 2017 im Knast bleiben
MERKEL REAGIERT EMPÖRT AUF DAS URTEIL


Als erstes bitte ich um eine kleine Recherche, welche deutschen Qualitätsmedien eine davon abweichende Meinung kundgetan haben. Das ist noch leicht rauszukriegen. Eigentlich sogar kinderleicht.

Die zweite Aufgabe besteht darin, herauszufinden, ob Chodorwski möglicherweise ein schnöder Wirtschaftsverbrecher ist und was mit Verbrechern gemacht wird.

Nach dieser schon etwas schwierigeren Hürde müßt ihr eine Synopse verfertigen, die gegenüberstellt, wie in Rußland und wie in Deutschland mit hochrangigen Wirtschaftsverbrechern umgegangen wird. Nicht gewertet werden all jene Personen, die auf Grund ihrer Verdienste um (bitte selber eintragen) in Stiftungen der Parteien und den Niederlassungen des Goetheinstitutes endgelagert wurden. Die zählen nicht als hochrangige Wirtschaftsverbrecher. Das waren nur kleine Ganoven.

Die schwierigste und letzte Aufgabe besteht nun darin, eine Meldung zu formulieren, die den Sachverhalt erstens korrekt und zweitens unabhängig darstellt, also ohne die bindende Verpflichtung, Chordorowski als Bürgerrechtler und politischen Staatsfeind Nr. 1 zu charakterisieren. Ihr werdet übrigens nie wieder im Leben eine solche Schriftsetzeraufgabe erhalten. Also macht euch an die Arbeit.

Es gibt 20 Bonuspunkte, wenn ihr rausbekommt, warum die Merkel einfach mal ihre Schnauze halten soll.

30. Dezember 2010

klimawandelnde Welthungerhilfe

VORSCHLAG DER UN

Insekten gegen den Welthunger

Gegrillte Termiten, gekochte Grashüpfer. Die UN erklären Insekten zur "einzigartigen" Alternative für Fisch und Fleisch. Damit ließen sich Klimawandel und Hunger bekämpfen.

VON ANNA WIEDER


Insekten. Da fällt mir nur Fliegen ein. Ich muß mich mal langsam um einen Flug ins Warme kümmern. Der Kampagne "Fliegen für alle" kann ich also beipflichten.

früher war alles besser

leere Drohung

Assange droht mit Veröffentlichung aller Dokumente, geistert es durch alle abschreibewilligen Medien.

Da nur Praktikanten im Einsatz sind, wird diese Drohung natürlich nicht hinterfragt. Sowas ist immer noch Leyendecker und Prantl vorbehalten. Doch auch die halten still. Wie der Spiegel.

Niemand empört sich mehr, niemand ist mehr an Depschen interessiert, wikileaks ist Kinderkram von gestern.

Assange hat sich grandios verspekuliert, in seinem Glauben, die großen Medien seien ihm zu Diensten und würden ihrer journalistischen Pflicht nachkommen und die verifizierten und in den historischen Kontext eingeordneten Depeschen veröffentlichen.

Nix hat der Spiegel gemacht, außer ein paar Biertischparolen gedruckt, die eh schon jeder kannte, der es nie wissen wollte. Ansonsten ist der Strom der Dokumente erstaunlicherweise vesiegt. Und das Empörungsmagazin in Hamburg macht das, was am besten kann. 250.000 Depeschen im Giftschrank horten und wieder Boulevard für Universitätsabbrecher aufschreiben. Nur nicht an den Schlaf der Welt rühren.

Und jetzt ratet mal, wieviel Depeschen der Spiegel inzwischen verwurstet hat, um so das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Ich weiß es nicht. Aber bisher sind nicht mal 2000 Dokumente zugänglich. Da läßt sich ruckzuck ausrechnen, wann das letzte Blatt Papier im Netz auftaucht. Pi über Daumen ungefähr 10 Jahre, sofern es bei dem Tempo von ca. 2000 Blatt pro Monat bleibt.

Tja, Herr Assange, Medien haben ein Eigenleben, das mit ihren Wünschen nicht kompatibel ist. Jeder Internetnutzer in Deutschland über dem geistigen Anspruch von Gesichtsbuch oder Zwitscher hätte ihnen freiwillig mitgeteilt, daß man mit dem Papier des Spiegel nicht mal mehr Fenster putzt. Man will ja schließlich Durchblick haben.

Ich wünsche mir jedenfalls keine Total-Veröffentlichung (Welt).
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P.S.: Ich sehe gerade, daß im heise-Artikel ein Blogeintrag von Florian Rötzer verlinkt ist, der das ähnlich wie ich beschreibt.

Blutbad nach Sturmangriff



Dieser Tage haben wir ja den Schneeüberfall des via Norddeutschland angreifenden Winters miterleben müssen, der mangels Interesse der Taliban an dermaßen beschissenem Angriffswetter nunmehr als Ersatz für die Terrorpropaganda herhalten muß. Blutbäder finden woanders statt, nur nicht im Reichstag. Im Schnee z.B., wie das brisante Foto oben beweist. (rechte obere Ecke)

keine Haßpropaganda