23. November 2011

wie mich der RBB verblöden will



Zum ersten gibt es auf den Seiten des RBB gar keine wichtigen Inhalte, denn davon hätte ich gehört, oder es wäre mir durchgestochen worden. Sollte es sie, zweitens, doch geben, dann besteht aus programmier-technischer Sicht keinerlei Veranlassung, diese mit Javascript unsichtbar zu machen.

Ich bin drauf gestoßen, weil ich der Spur fefes zu Ken Jebsen gefolgt bin, der nun doch abgeschossen wurde. Nicht, weil er Antisemit und Holocaust-Leugner sei, das ist er, chefredaktionell beeidet, nicht, sondern weil er kein guter Rundfunkmann ist. Eigentlich. Schon immer.

Soso, da haben die also gefühlte 10 Jahre und die Kotze von Broder gebraucht, um das festzustellen.

Keine weiteren Fragen zu KenFM und öffentlicher Anstalt.

typisch spanisch

oder: Das kommt mir spanisch vor.

Schaut euch mal an, wie eine Agenturmeldung aufbereitet wird.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,799554,00.html

Die Seite "Typisch Spanisch" meldet unter dem Slogan typisch spanisch

5 Verletzte bei Gas-Explosion auf Gran Canaria

Naja, typisch spanisch würde ich da nicht sagen. Doch was soll's.

Die haben wenigstens ein Foto dabei und sagen, wie das Hotel heißt, was man sich dann visualisieren kann. Die mit Kleenex bereinigte Meldung deutscher Agenturen kann man sogleich in die Tonne treten. Wir leben im Jahre 2011. Da gab es schon Internet, werte Praktikanten beim Spiegel und in allen anderen vermeldenden Medien.

NSU - wie alles begann

Der Anfang einiger NSU Enthusiasten

Angefangen hatte es eigentlich ganz belanglos.


Wie es dann weiter ging, ist ja seit dem 13.11. belegt.

1998 soll Beate Z. zusammen mit ihren Komplizen Uwe B. und Uwe M. die rechtsextreme Gruppierung "Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)" gegründet haben.

Nur fehlen bis dato Gründungsurkunde und Versammlungsprotokoll. Das liefern uns die Medien bald nach.

USA drohen Rußland mit Atomraketen

SPIEGEL ONLINE 23. November 2011, 16:08 Uhr
Russischer Wahlkampf

Medwedew droht USA mit Atomraketen


Die Atom-Experten aus Hamburg hatten zu erwähnen vergessen, daß dies umgekehrt genauso gilt.

Post an Julia Jüttner

Der bodenständigen Kriminalschriftstellerin Julia Jüttner ist eine Rezension zu ihren jüngsten Gruselgeschichten zugegangen.

Gott sei dank sind Nazis ja grundsätzlich Ossis - oder Ossis grundsätzlich Nazis. Da kann man auch wunderbar Vorurteile bedienen - und dafür bezahlt ja der "Intellektuelle".

Dazu sag ich mal eins: "eure intellektuelle Armut kotzt mich an!"


Auf Arbeit Demokrat und am Abend Nazi, das ist dann eher doch einem sehr einfach gesponnenem Intellekt entsprungen.

Volxsoziologie im Volxblatt

Ja so ist es. Wenn eine schnelle Meinung gefragt ist, dann gerät die Sorgfalt aus dem Blickfeld. BILD lädt zur Volxabstimmung, mit einem kleinen Haken. Für die zu beantwortende Frage ist gar keine Antwortmöglichkeit vorgesehen. Oder umgekehrt. Ich solle gefälligst Dinge beantworten, nach denen gar nicht gefragt wurde. Damit wären wir schon wieder im ganz richtigen leben. Da ist es genauso.

Doku Deutschland: Und es hat Rumms gemacht

Während Ermittler bei dem brennenden Wohnmobil auch eine mögliche Fernzündung per Handy untersuchen, gehen Anwohner inzwischen davon aus, Mundlos und Böhnhardt seien schon tot gewesen, als das Wohnmobil erneut in ihrem Wohngebiet geparkt und schließlich angezündet wurde. (stern)
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Hans Leyendecker (Edel-Investigator)

Suche nach dem bösen Gehirn

Gibt es vielleicht einen bösen Kopf, der hinter dem braunen Terror steckt?

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Chef, wir haben sie wieder auf dem Radar.

Wen haben wir auf dem Radar?

Uwe & Uwe.

Ach nee? Wie das?

Zufall. Ich habe die Schnecke wiedererkannt und mich drangehängt.

Was wissen wir jetzt?

Nichts, nur wo sie abgestiegen sind. Mehr nicht.

Und nun? Was schlägst du vor?

Schwierige Kiste. Ein paar Informationen rausprügeln geht ja kaum, ohne großes Aufsehen zu erregen. Wieder zum Leben erwecken ist mit zu viel Risiko behaftet. Wer weiß, was die alles auf dem Kerbholz haben.

Sieht so aus. Nochmal können wir so eine Aktion nicht aufziehen, dann riecht die Polizei Lunte. Zweimal kann man die nicht verarschen. Ich hab da aber so'ne Idee.

Die wäre?

Die Putzer.

Die was?

Wir schalten sie ab. Mit den Putzern.

Was ist das?

DTOTF. Das ist die „Dirty Target Operations Task Force“, wie es unsere amerikanischen Freunde bezeichnen. Die Putzertruppe, die ein Problem bereinigt und eine große Sauerei hinterläßt.

Was soll'n das sein?

Das sind harte Jungs, die keine Fragen stellen und ihren Job machen. Das ist alles.

Kann ich mir kaum vorstellen.

Sollst du ja auch nicht. Du sollst nur eine Idee entwickeln, wie die Jungs ihren Job erledigen. Mehr ist nicht gefragt. Die klären das Problem, nicht wir.

Das heißt im Klartext, wir schalten sie aus?

Wir nicht.

Verstanden.
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Chef, der Plan ist fertig.

Dann leg mal los.

Die haben sich einen Caravan gemietet, sieht wohl so aus, als wenn unser alter Freund da eine Aktie dran hätte. Das Ding habe ich erst mal verwanzt, damit wir wissen, wo sie sind. Damit können wir ein Observations-Team außen vor lassen und vollkommen außer Sichtweite operieren. Sobald die sich in Marsch setzen, hängen sich die Putzer ran und passen eine günstige Gelegenheit ab, um sie abzuschalten. In der Stadt erregt das zuviel Aufsehen.

Wieviel Zeit bleibt uns? Ich kann mir die Jungs maximal für 'ne Woche ausborgen. Länger geht nicht.

Keine Ahnung. Hängt davon ab, was die den lieben langen Tag machen. Den Caravan haben sie erst seit ein paar Tagen, also ist da was im Busch, denk ich mal. Kostet ein Schweinegeld. Die werfen nichts zum Fenster raus.

Gut. Ab morgen hängen wir wie Kletten an denen dran. Die Jungs melden sich heute Abend bei dir. Du bist der Boß. Die machen, was du sagst.
Nun das Entscheidende. Hier hast du einen Koffer. Den Code gebe ich dir per Handy durch, sobald es Zeit ist. Da sind ein paar Dinge drin, die am Ort des Geschehens platziert werden müssen. Ist sowas wie Spielzeug für die Öffentlichkeit, damit die was zu zum Rätseln hat.
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Los geht’s, Jungs.

Und nun?

Dranbleiben. Einfach nur dranbleben. Wir haben Zeit. …

Das Auto steht. Da tut sich nichts mehr.

Kommen wir näher an die ran?

Charlie? Seht ihr was?

Die haben Fahrräder ausgepackt und wollen wahrscheinlich mit Rad weiter. Keine Ahnung, was die vorhaben.

Scheiße, die räumen 'ne Bank aus. Da können wir nicht mal einfach so reinhalten.

Dann warten wir ab. Wenn die den Caravan alleine lassen, um so besser. Dann können wir uns damit beschäftigen.

Charlie? Könnt ihr euch trennen, wenn die veschwinden?

Geht, ja.

Gut, dann schaut sich einer den Wohnwagen an. Das wäre ja die einfachste Lösung.
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Charlie? Sie kommen. Die steuern direkt auf dich zu. Bist du bereit?

Geht klar.

Den zweiten habe ich im Visier. Kannst dich beruhigen. Der entwischt mir nicht.

Uwe öffnete die Tür zum Wohnwagen und wußte nicht, wie ihm geschah. Binnen Bruchteilen einer Sekunde befand er sich auf dem Boden und wurde schmerzhaft fixiert. Der andere Uwe kam kurz darauf hinterher geflogen.

Chef? Wir haben sie. Was soll ich nun mit dem Koffer machen?

Aufmachen. Da sind ein paar Pistolen, DVDs und Papiere drin. Die Waffen laßt ihr im Wohnwagen und fackelt ihn ab. Die Papiere gehen nach Zwickau.

Den Wohnwagen können wir hier nicht abfackeln, sonst brennt die halbe Stadt.

Dann fahrt ihn raus.

Alles klar, ich melde mich dann aus Zwickau.

Der Rest war Routine. Das machten die Putzer. Anklingeln mit dem Handy, und es hat Rumms gemacht.

22. November 2011

Nazi-Terror abonnieren - aber gerne doch

Die Wartezimmerzeitschrift offeriert das ultimative Modell dauerhaften Thrills. Ab sofort kann man den Nazi-Terror auch abonnieren. Schön, daß jemand mitdenkt. Jibts dit ooch im Sparabo? Ick hab's nich so dicke.

Trümmerbeseitigung nach medialem Terroranschlag

Aha, nun beginnen die Trümmerfrauen mit ihrer Arbeit und räumen den Schutt weg, den der Medienterror in Deutschland hinterlassen hat.

Gerade mal einen Tag lang hielt sich die von BKA-Präsident Ziercke gestreute Legende, es könne sich um eine Beziehungstat handeln, weil ein Koch namens Zschäpe braune Sauce in der Wirtschaft gegenüber der Wohnstatt der Polizistin zubereitete.

Sie wohnte weder über der Gastwirtschaft, noch gegenüber, sondern, wie jeder im Ort Oberweißbach weiß, fernab der Gastlichkeit hinterm Rathaus. Auch der Koch Zschäpe selber scheint den Kochtöpfen verschiedener Zaubertrunkhersteller entfleucht zu sein, denn dem realen Leben. In Oberweißbach jedenfalls, ward eine solcher nie gesehen.

Nun wird das schöne Haus des Terrors eingerissen. Es war wohl von vornherein nur ein Kartenhaus, wie Christiane Kohl (Sueddeutsche) herausarbeitet.

Ausnahmsweise zitiere ich mal das Fachmagazin für Originaltagebücher, die es sich nicht nehmen lassen, Ziercke öffentlich abzuwatschen.

Dünne Gerüchte aus erster Hand

betiteln sie ihre Klarstellung der 1000 Märchen aus einer Nacht in Oberweißbach*.
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* Ziemlich gleich um die Ecke habe ich jahrelang Urlaub gemacht. Eine vorzügliche Landschaft und sehr gut für die Erholung geeignet, wenn nicht der deutsche Depp in Form eines Journalisten in den Landstrich einfällt.

schlechte Kriminallyrik statt intelligente Analyse

SPIEGEL ONLINE 22. November 2011, 17:22 Uhr
Mutmaßlicher Neonazi-Terrorhelfer

Ermittler fanden fast 30.000 Euro in Schließfach

Von Jörg Diehl

Bei der Wahl ihres Fluchtwagens vertrauten die ostdeutschen Neonazi-Terroristen auf ein Produkt aus der Region. Der Motorcaravan der Marke "Sunlight" besticht laut Hersteller durch "großzügige Höhe" und ist demnach vor allem bei Reisenden beliebt, "die viel Platz und Stauraum wünschen". Die mutmaßlichen Serienmörder Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos nutzten diesen bei ihrer letzten Fahrt, um zwei Pumpguns, drei Pistolen, zwei Revolver, eine Maschinenpistole, eine Handgranate sowie etwa 75.000 Euro Beute unterzubringen.


Jawoll, doch für das von Herrn Kriminalautor Diehl beschriebene Gepäck und Inventar hätte meine Verreisetasche vollkommen ausgereicht. Dafür braucht man keinen Caravan.

Bleibt festzuhalten, daß sie ihren Müll weiterhin in unseren Wohnstuben verschrotten.

katholische Karikatur des Tages

Kommt heute aus einer Zeitung mit gefestigtem Weltbild, das sich die Katholiken erst noch erwerben müssen. Es ist aller Hoffnung Anfang, wenn sich die katholische Kirche von ihrem Weltbild trennt.


Wer macht hier eigentlich Terror?

So muß zwangsläufig die Frage lauten, wenn man die letzten 14 Tage Revue passieren läßt.

Terror, ein weites Feld, auf dem sich jeder tummeln darf, der meint, etwas dazu beitragen zu müssen. Terror-Experten jene, die exlusiv ihren Müll schriftlich oder fernmündlich in die Wohnzimmer biederen deutschen Gemüts verklappen dürfen.

Hieß es in meiner Maulhelden-Zeit noch „ Mach nich so'n Uffriß!“, so heißt es heute „Mach nich so'n Terror!“. Umgangssprache ist immer auch ein Spiegel ihrer Zeit. Terror ist zur Vokabel der Beliebigkeit verkommen, universell anwendbar und entzieht sich somit einer exakten Definition. Genau da liegt auch das Problem. Selbst das deutsche Strafgesetz mogelt sich kunstvoll um die Beschreibung des Tatbestandes Terrorismus herum, was im Umkehrschluß als Einladung zum strafrechtlichen Mißbrauch verstanden werden kann. Nicht nur kann. Die entsprechenden Gesetzesvorschriften werden auch mißbraucht, da Terrorismus die Beliebigkeit der Interpretation inkludiert.

Es ist also schwierig, eine präzise Situationsbeschreibung auf der Grundlage einer schwammigen Definitionsgrundlage zu liefern. Ein Versuch ist es trotzdem wert, auch wenn er wertlos ist. Normalerweise würde ein monatelanges Akten- und Quellenstudium erforderlich sein, um sich einen Überblick über den Sachstand zu verschaffen. Dazu habe ich weder die Lust noch die Zeit. Insofern schließe ich mich allen Terrorismus-Experten an und lege meine unmaßgebliche Auffassung dar.

Benenne mir ein Ereignis, dann kann ich dir sagen, ob es sich um Terrismus handelt. So würde ich es definieren, solange sich Terrorismus einer allgmein anerkannten und verbindlichen Definition entzieht. Hinzuzufügen wären einige Merkmale unterscheidlicher Gewichtung, von denen mir die folgenden erwähnenswert sind:

- mit Terrorismus wird eine hehres politisches Ziel verfolgt,
- Terrorismus dringt auf größte mediale Wirkung bzw. bedingt diese,
- mit Terrorakten soll wahllos eine sehr große Zahl an Menschen gleichzeitig ermordet bzw. physisch und psychisch geschädigt werden und
- Terrorismus will Angst und Schrecken verbreiten, ein latentes Klima des Mißtrauens, der Vorsicht und des Duckmäusertums schaffen.

Die hehren politischen Ziele, die per terroristischer Aktivität verfolgt werden, das kann man sogleich wieder in die Tonne treten. Ich führe es nur gerne an, weil, so es um Terror in Deutschland geht, die RAF immer gerne ins feld geführt wird, die der Weltrevolution so nah war, wie kein anderer Verein der Welt.

Mit Terror, so wie er uns dargestellt wird, also Al-Kaida, Islam-Bomber, Breijvik oder Nazi-Trio usw. werden mitnichten politische Ziele verfolgt, auch wenn man uns das Glauben machen will.

Anders sieht es aus, wenn man staatliches Handeln auf einen terroristischen Hintergrund abklopft. Dann treffen alle o.g. Merkmale zu, auch die Durchsetzung politischer Ziele. Beispiele aus jüngerer Zeit mag sich jeder nach persönlicher Interessenlage raussuchen.

Kommen wir aus aktuellem Anlaß auf den Terror in Deutschland zurück. Am Anfang hatten wir einen Banküberfall nebst ausgebranntem Wohnmobil und ein explodiertes Haus in Zwickau. Zwei ganz normale Ereignisse aus der deutschen Kriminalitätsstatistik, die nicht weiter auffallen würden, wenn sich daraus ncht binnen zwei Tagen eine Eigendynamik entwickelt hätte, die seinesgleichen sucht. Nach diversen Waffenfunden und vielen Ungereimtheiten holte die BILD die „Braune Armee-Fraktion“ aus der Gruft, um sie exakt zwei Tage später schon wieder sterben zu lassen. Untersuchen wir dieses Phänomen von „Roter“ und „Bauner“ Armee-Fraktion etwas genauer, so ist die Absicht klar, doch kaum haltbar.

Auch wenn ich mich nie ausführlich mit der RAF beschäftigt habe, so habe ich beim mir zur Verfügung stehenden Kenntnisstand erhebliche Zweifel daran, daß es sich um eine Terrororganisation handelte. Die RAF hat in ihrem Eigenverständnis sehr wohl politische Ziele verfolgt und dies mit dicken Konvoluten massenmedial zu verbreiten verstanden. Doch die Merkmale 3 und 4 fallen weg. Die RAF hat eben nicht wahllos und schon gar nicht große Menschgruppen ermordet, sondern sehr zielgerichtet Protagonsiten der kapitalistischen (faschistischen) BRD und deren vom Staat zugewiesene Schutzpersonen, also Polizisten und Personenschützer. Das waren dann eher die unvermeidlichen Kollateralschäden, die nicht beabsichtig, aber in der konkreten Situation notwendig waren.

Auch ein Klima der Angst und des Duckmäusertums konnte von ihr, zumindest nicht auf Grund ihrer Taten, etabliert werden, denn das staunende Volk war schon damals nicht doof und hat mitbekommen, welche gesellschaftliche Zielgruppe auf dem Radar der RAF stand. Da konnte jeder beruhigt schlafen gehen. Man war nicht im Fadenkreuz von deren Scharfschützen.

Die RAF als Terrorgruppe zu bezeichnen ist billig, einfach, aber nicht zielführend, geht also am Thema vorbei. Aus meiner Sicht müßte man sie als kriminelle Vereinigung zum Zwecke des Protagonistenmordes bezeichnen, was strafgesetzlich nicht mit dem Terrorparagraphen erfaßt ist, trotzdem zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe führt, weil der bandenmäßige Mord aus niederen Motiven heraus ja auch sehr hart bestraft werden kann.

Sei es wie ist. Deutschland hat 20 Jahre lang terrorfrei gelebt, nimmt man als Bezug den letzten „Terroranschlag“ der RAF gegen Rohwedder. Bis vor 14 Tagen, als die Medien begannen, uns zu terrorisieren. Dies über den Umweg der Erfindung einer BAF und NSU, kurz der BAFNSU. Im Fall des Thüringer Trios, der Zwickauer Zelle, der NSU und BAF wurden die Medien vom pawlowschen Hund gebissen, sobald klar war, daß Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt einer extrem rechten Ideologie anhingen. Extrem rechte Ideologie, das ist immer gut, da kann man den Verstand aus- und auf Händchen halten umschalten, das ist ja gruselig, weil den Rechten ist ja alles zuzutrauen, was auch flugs geschah. Vorsorglich hat man den Dreien schon mal das Kataster aller ungelösten Gewaltverbrechen übergeholfen, ohne genauer zu prüfen, was dran ist.

Bis heute sind nur vier Gewaltverbrechen fast zweifelsfrei belegt, die dem Bankräuber-Trio zugeordnet werden können.

- der Mord an der Polizistin in Heilbronn,
- wahrscheinlich das Kölner Attentat mit der Nagelbombe,
- der Banküberfall in Eisenach und in dessen Folge
- die Sprengung eines Wohnhauses in Zwickau.

Alle anderen ihnen medial angelasteten Verbrechen harren in der Warteschleife der Auf-, zumindest einer Erklärung. Sie sind, so fordert es nunmal das deutsche Rechtswesen, gerichtsfest zu manifestieren. Davon sind wir noch meilenweit entfernt.

Prüfen wir kurz, was die BAFNSU mit o.g. Kriterien gemein hat. Politische Ziele? Vergeßt es. Größte mediale Wirkung? Vergeßt es. Wahllos große Menschengruppen ermorden? Vergeßt es. Ein gesellschaftliches Klima von Angst und latentem Mißtrauen etablieren? Vergeßt es.

Zehn Jahre lang sollen die aus dem Untergrund heraus Angst, Terror und Schrecken deutschlandweit verbreitet haben, lese ich dieser Tage wenigstens zwanzig Mal am Tag. Doch welchen Grund soll es dafür gegeben haben, wenn staatlicherseits gar nicht nach ihnen gesucht wurde, wie uns genauso penibel und ernsthaft erklärt wird. Aus welcher Motivation heraus geht also jemand ohne Grund in den Untergrund und trifft sich dann in diesem in aller Öffentlichkeit mit Zechkumpanen in der Kneipe?

Blätter ich das Internet von 2000 bis 2011 durch, dann ist von alldem Untergrund und Terrorgehabe keine Spur überliefert, als ob google in Windeseile alle Belege dieser terroristischen Taten auf seinen Servern getilgt hat.

Hin und wieder liest man, deutsche und us-amerikanische Sicherheitsbehörden seien sich brüderlich verbunden und arbeiten sehr eng miteinander zusammen. Wenn dem so ist, dann hielte ich es für angebracht, jene Spezialisten des FBI zu ordern, die sich mit Serienmord und Serienverbrechen auskennen. Nehme ich alle Verbrechen zusammen, die deutsche Medien dem Trio anlasten, dann deutet alles drauf hin, daß es sich um ein patholgisch serienmordendes Bankräuber-Trio gehandelt hat.

Den Terror hingegen, den veranstalten seit gerademal 14 Tagen die Medien. Sie fahren eine Terrorkampagne sondergleichen, die von dem Trio so möglicherweise nie beabsichtigt war, einer Gruppe von Trittbrettfahrern jedoch hoch willkommen ist. Das sind einmal all jene, die für übermorgen die Ausrufung des Vierten Reiches herbeidämmern sehen. Und es sind jene, die auf dieser Gemengelage ihr Süppchen der weiteren Verschärfung der Sicherheitsgesetzgebung kochen. Im Kampf gegen Rechts, da muß doch alles erlaubt sein, da sind wir uns gesellschaftlich doch einig. Oder etwa nicht? Wenn nicht, dann trifft dich der Bannstrahl demokratischer Verachtung.

SPIEGEL-ONLINE 22. November 2011, 11:06 Uhr
Rechtsextremismus

Parteien schließen Pakt gegen Neonazi-Terror


Den aktuellen Spiegel in der Hand.
Wer macht den Terror im deutschen Land?

Das ist die Frage.

siehe auch ppq: Der Fall Braun

21. November 2011

BAFNSU - sie lügen weiter wie gedruckt

welt.de 21:41 Uhr

Die Polizistin selbst habe jahrelang gegenüber des Gasthofes gewohnt.

zeit.de 21:03 Uhr

Von 2001 bis 2003 hatte Michéle Kiesewetter über dieser Gaststätte gewohnt...

Maxl in Angst

Die Tierfilmer- und hobbyornithologische Redaktion des Blogs wurde gebeten, einen umfänglichen Tierversuch durchzuführen und zu dokumentieren, was auf Grund der begrenzten Ressourcen der Redakteure eher auf die Schnelle erledigt wurde, um sich dieser lästigen Pflicht zu entledigen.

Den Tierschützern und -freunden sei zuförderst versichert, daß das im Film vorkommende Tier nicht dressiert wurde und außer einem psychischem keine weiteren Schäden davontrug.

Maxl in Angst. Nicht vor den Nazis, die sind ja tot. Außerdem hat er eh ein hypergesundes Mißtrauen allem Menschlichen gegenüber. Der Friedensliebe der Menschen traut er nur bedingt über den Weg, wie der folgende Dialog zeigt.

A. Ohhh, jetzt, wo du kommst, da wird der auf einmal munter.

B: Der wird immer munter, wenn er kommt. Funktioniert aber nur bei ihm.


Ein ordentlicher Vertrauesbeweis, den sich der Vogelkundler des Blogs hart erarbeitet hat. Anderntags wurde, wie als Beweis, eine Untermauerung der aufgestellten These vorgeführt.

B: Es ist nicht zu vestehen, wieso der so ruhig und interessiert sitzen bleibt, wenn du da vor ihm stehst.

C: Ich kann ihn sogar fast den Bauch pinseln, was ich nicht mache, dann rückt er trotzdem nicht von seinem Beobachtungspunkt weg.

B: Wenn ich das mache, haut er immer gleich ab und geht in Deckung.


B begibt sich zum Ort des Geschehens.

B: Schön, wie du sitzen bleibst, Maxl. Das ist aber fein...
Denkste. Siehste, schon ist er weg. Bei mir bleibt der nicht sitzen.


Die Tierversuchsabteilung des für seine hochwertigen und langlebigen Konsumerprodukte bekannten Lebensmittelvertreibers ALDI hatte um den Tierversuch mit Maxl gebeten und ihn behufs des Zweckes einen Medion-Full-HD-Camcorder aus dem oberen Preissegment, 99 Euro, zukommen lassen, um den sachkundigen Nachweis der vorzüglichen Qualität unter allen Aufnahmebedingungen durch einen externen Gutachter erbringen zu lassen. Der war ich, das Gerät wurde mir geschenkt und verfügt, ich könne damit machen, was ich wolle, also z.B. auch auf ebay vertickern, wo ich gar nicht weiß, was dieser ebay ist.

Der Testaufbau nebst Arbeitshypothesen, den ich mir ausgedacht hatte, ging so.

1. Annäherung ohne Camcorder und leichte Spielstunde. Es werden die oben dargelegten Reaktionen vom Versuchstier erwartet.
2. Pause.
3. Annäherung mit Camcorder. Keine Ahnung, was passieren wird. Maxl ist eher nicht so technikaffin.
4. Pause.
5. Annäherung ohne Camcorder und leichte Spielstunde zur Versöhnung. Das Versuchstier wird ein fröhlich Lied pfeifen und sich dabei auf einer tibetischen Glocke begleiten.

Ich springe gleich zu Punkt 3. Maxl sieht mich mit einem schwarzen Dingens auf sich zukommen, auf dem Medion zu lesen war. Ihm deuchte, daß er auserkoren war, den ALDI-Camcorder zu testen, woraufhin ihn sofort die Panik ergriff und er sein Heil in der Flucht suchte. Mit dem Gerät wollte er nichts zu tun haben.

Komme ich zu Punkt 5, der vollumfänglich in allen Belangen so eintraf, wie prognostiziert.

Maxl ist zwar doof, manchmal aber auch ziemlich schlau. Warum ihm im Angesicht des ALDI Medion-Camcorders das kalte Grausen packte, auch wenn er kein Technikfreak ist, das schaut euch lieber selber an. Dann wißta Bescheid.

Tote Polizisten bei den Nazis engagiert?

So, nun schauen wir mal, wie sich Überschriften im Laufe der Zeit wandeln werden. Momentan lautet sie so.

Tote Polizistin hatte offenbar Verbindung zu Neonazis

Das hätte auch Hitchkock aus dem Reich der Toten nicht besser formuliert.



Stunden später gilt es als erwiesen. Eine tote Polizistin verbindet sich mit Nazis. Sapperlot, was es alles so gibt.

lästerhaft

SPIEGEL ONLINE 21. November 2011, 14:02 Uhr
"Vollständig nutzlos"

Prinz Philip lästert über Windenergie

Windparks seien "völlig nutzlos" und "eine Schande".


Was daran lästerhaft ist, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis des Spiegel, da dem energetischen Magazin aus Hamburg Kritik an Windenergie lästig ist.
Ich hätte es kaum besser als Herr Prinzgemahl ausdrücken können.

Bundesregierung will V-Frauen-Quote per Gesetz

Die Bundesregierung hat sich prinzipiell auf die Einführung einer V-Frauen-Quote geeinigt, wie aus Regierungskreisen verlautbart. Angesichts des katastrophalen Versagens von deutlich über 100 V-Männern der NPD im Verfassungsschutz ist nun der Gesetzgeber gefragt. Es gäbe nur geringe Diskrepanzen innerhalb der Regierung, die alsbald ausgeräumt seien, so eine V-Frau der Anmerkung gegenüber.

So behaupte Ministerin Schröder, ihr Modell einer flexiblen V-Frauen-Quote sei das "intelligentere" und distanziert sich damit von Ursula von der Leyen. „Für eine starre Quote sind die extremistischen Gruppierungen zu unterschiedlich.“ Von der Leyen hatte sich für die Einführung einer gesetzlichen V-Frauen-Quote in allen Geheimdienste ausgesprochen.

KFZ-Extremisten morden weiter ungestört

SPIEGEL ONLINE 21. November 2011, 13:10 Uhr
Neun-Monats-Bilanz

Zahl der Verkehrstoten steigt wieder an

Die Experten sind ratlos.


Der ratlose Experte Juri Dienstag appelliert an die Politik, das Problem KFZ-Extremismus ernst zu nehmen und gab der Anmerkung zu Protokoll: "Es darf nicht sein, dass KFZ-Extremismus weiter zur Minitatur gemacht wird."

endlich Klarheit über Nazi-Selbstmord

Heute heißt es:

Nach Obduktion weiter Zweifel an Selbstmord

Gerichtsmediziner rekonstruierten die letzten Minuten der beiden laut „Süddeutsche Zeitung“ zuletzt so: Mundlos soll Bönhardt durch einen Schuss in die Schläfe getötet haben. Dann schob er sich die Pistole wohl selbst in den Mund.


Am 9. November hieß es dazu:

Als gesichert sah Geibert den Selbstmord der beiden Bankräuber in einem Wohnmobil in Eisenach an. Nach aktuellem Stand der Rechtsmedizin hätten sich beide je selbst mit Langwaffen getötet.

Ist das der Nazi-Thriller kurz vor der letzten Seite? Oder hat BILD einfach nur grottenschlecht abgeschrieben?

Wer bezahlt den Atomausstieg?

Das die Merkel-Clique in ihrer unnachahmlichen Art quasi über Nacht die Zerschlagung der deutschen Atomernergieproduktion beschloß, das konnte niemanden so richtig überraschen, denn für eine sachorientierte Politik muß man sich wen anderes suchen, keinesfalls die deutsche Regierung.

Ich habe ein Schreiben erhalten, daß der örtliche Energielieferant satte 10% Preisaufschlag haben will, weil die Bundesregierung den Atomausstieg beschlossen habe und er per Gesetz verpflichtet sei, auch benachteiligte Energieformen, wie z.B. grüne Energie, in das Netz einzuspeisen, was ihn an effizienter Energieproduktion behindere, somit zu deutlich höheren Kosten führe, die der Versorger nun mir und vielen anderen überhilft.

Dankeschön, Herr Bundeskanzler.