27. November 2011
Grüne beschließen Steuererhöhung
Nicht schimpfen, stammt nicht von mir, sondern von den besten deutschen Journalisten, die ich für Geld nie kaufen würde. Ich dächte, Steuererhöhung ist dem Gesetzgeber vorbehalten, doch daran kann man mal sehen, in was für einem zerrüttetem Land wir inzwischen leben müssen.
BAFNSU - aktueller Stand der Ermittlungen
Die Dichter und Richter schreiben an ihrer Enzyklopädie über den Nazi-Terror in Deutschland fleißig weiter. Nach drei Wochen ist es an der Zeit, den Stand der Ermittlungen kurz zusammenzufassen. Der sieht nicht so gut aus. Bzw. wir wissen nicht, wie der Stand der Ermittlungen ist. Die Ermittler halten diesmal gottlob ihren Schnabel und machen hoffentlich ihre Arbeit. Ganz im Gegenteil die Drückerkolonne deutscher Journalisten, die mit viel Erfindungsgabe gesegnet, die Flamme am Flackern halten will.
Um welche Tatkomplexe geht es eigentlich?
0. Um alle ungeklärten Gewaltverbrechen seit 1995 (Friedrich)
1. Banküberfall in Eisenach
2. Wohnmobilbrand mit 2 Toten durch Schußwaffen in Eisenach
3. Sprengung eines Hauses in Zwickau
5. Mord an der Polizistin Kiesewetter und versuchter Mord an ihrem Kollegen
6. Nagelbombenanschlag in Köln
7. zahlreiche Banküberfälle
8. etliche Morde an selbständigen Geschäftsleuten und/oder Einzelhändlern (die sogenannten Döner-Morde)
9. Unterstützerleistungen für die in 1 bis 8 genannten
Am Beispiel der DVD sei das kurz erklärt. Diese soll aus dem Jahre 2007 stammen. Ob der Hersteller sie in Zusammenarbeit, mit Billigung und in Kenntnis, daß das Trio die Morde verübte, produziert hat oder aber in Eigenregie, muß geklärt werden. Nehme ich den zweiten Fall an, dann war es eine Untergrundproduktion, die in Nazi-Kreisen kursierte, irgendwann auch bei dem Trio ankam und von denen als Trophäe aufbewahrt wurde. Die DVD, die der Spiegel als erstes Medium der Öffentlichkeit präsentierte, soll aus dem Fundus vom "apabiz e.V." stammen. Wo der sie her hat, das liegt im Dunkeln. Die Nürnberger Nachrichten hatten sie unfrankiert in ihrem Hausbriefkasten. Andere bekamen sie per Post zugestellt. Das sieht dann eher nach einer konzertierten Aktion aus, denn nach in den Trümmern des abgebrannten Hauses haben wir eine unkaputtbare Geständnis-DVD (Spiegel) gefunden.
Ich kann mich noch gut an jene Zeiten erinnern, als es einen Plattenladen in der näheren Umgebung gab, bis Mitte der 90er wohl. Der hat alles verkauft, was verkäuflich war. Alles! Der kam an bootlegs ran, da habe ich gestaunt. Lagen die rechten CDs anfangs noch offen rum, so wurden sie nach kurzer Zeit aus dem Sortiment geschmissen und stattdessen unterm Ladentisch in blickdichten Tüten vertickert. So habe ich meine heißen Scheiben bekommen, andere ihre indizierten. Trophäen eben. Würde mich nicht wundern, wenn das mit der DVD auch so war. Ein Heldenepos auf Schwachmaten, das in der Nazi-Szene als Glanzstück der Kinematografie die Runde machte, ohne daß staatliche Behörden davon wußten. Die Antifa womöglich, aber so geistesgegenwärtig, einen Zusammenhang herzustellen, das waren sie auch erst nach den Ereignissen in Eisenach und Zwickau. Angebot schreiben, verhandeln, DVD verhökern, das dauert. Der Zeitrahmen bis zur ersten Spiegel-Meldung ist realistisch.
Die gesicherte Faktenlage sieht momentan wie das Negligé einer Dame aus dem Begleitservice aus. Dünn bzw. sehr stark ausgedünnt.
Bei der Gelegenheit ist es an der Zeit, das Nazi-Bilderrätsel aufzulösen, auch wenn meine Argumentation jetzt ebenfalls höchst anfechtbar sein wird. Das Logo ist relativ schlecht zu erkennen, die Konturen hingegen ganz gut. Wir haben drei grafische Elemente, ein Dreieck, in dem noch was ist, und dann den Strahlenkranz oder was in dieser Art. Geht mal auf die Suche nach Freimaurerzeichen, vielleicht findet ihr sogar das Original.
Um welche Tatkomplexe geht es eigentlich?
0. Um alle ungeklärten Gewaltverbrechen seit 1995 (Friedrich)
1. Banküberfall in Eisenach
2. Wohnmobilbrand mit 2 Toten durch Schußwaffen in Eisenach
3. Sprengung eines Hauses in Zwickau
5. Mord an der Polizistin Kiesewetter und versuchter Mord an ihrem Kollegen
6. Nagelbombenanschlag in Köln
7. zahlreiche Banküberfälle
8. etliche Morde an selbständigen Geschäftsleuten und/oder Einzelhändlern (die sogenannten Döner-Morde)
9. Unterstützerleistungen für die in 1 bis 8 genannten
| - | Der Banküberfall in Eisenach kann wohl dem Uwe-Duo zugeschrieben werden. |
| - | Was sich im und mit dem Wohnwagen ereignete, das wird noch untersucht, ist also nicht abschließend geklärt. |
| - | Das gesprengte Haus in Zwickau könnte zu Lasten von Beate Zschäpe gehen. Da sie auf Anraten ihrer Anwälte nicht aussagt (Leyendecker), sondern sich auf ihre Verteidigung vorbereitet, als ob das jetzt so dringend wäre, bedarf es hier noch etwas Zeit, um den zweifelsfreien Nachweis führen zu können. |
| - | Ob das Uwe-Duo oder NSU-Trio für den Mord an der Polizistin Kiesewetter verantwortlich ist, muß ebenfalls erst ausermittelt werden. Der Fund einer baugleichen wie der Tatwaffe und der Waffen der beiden Polizisten besagt erst mal nur, daß man diese gefunden hat. Sie sind nicht mehr als ein Indiz, also kein Beweis. Die Beweisführung stelle ich mir außerordentlich schwierig vor, aber nicht unmöglich. |
| - | Wieviel und welche Banküberfälle auf das Konto der Bande gehen, harrt der Klärung. Bisher ist da nichts bekannt. |
| - | Welche der von den Medien zur Last gelegten Morde von ihnen begangen wurden, das bedarf weiterer polizeilicher Ermittlungen, ist also bis dato ebenfalls nicht geklärt. |
| - | Ob der §129a, Bildung einer terroristischen Vereinigung, haltbar sein wird, da habe ich arge Zweifel. |
| - | Ob die bisher Festgenommenen das Trio zielgerichtet und in Kenntnis der von den Medien zur Last gelegten Verbrechen unterstützt haben oder zufällig, das entzieht sich unserer Kenntnis, da bisher nur bekannt ist, daß sie festgenommen wurden, weil sie Unterstützer sein sollen. Was ihnen konkret vorgehalten wird, das ist unbekannt. |
Am Beispiel der DVD sei das kurz erklärt. Diese soll aus dem Jahre 2007 stammen. Ob der Hersteller sie in Zusammenarbeit, mit Billigung und in Kenntnis, daß das Trio die Morde verübte, produziert hat oder aber in Eigenregie, muß geklärt werden. Nehme ich den zweiten Fall an, dann war es eine Untergrundproduktion, die in Nazi-Kreisen kursierte, irgendwann auch bei dem Trio ankam und von denen als Trophäe aufbewahrt wurde. Die DVD, die der Spiegel als erstes Medium der Öffentlichkeit präsentierte, soll aus dem Fundus vom "apabiz e.V." stammen. Wo der sie her hat, das liegt im Dunkeln. Die Nürnberger Nachrichten hatten sie unfrankiert in ihrem Hausbriefkasten. Andere bekamen sie per Post zugestellt. Das sieht dann eher nach einer konzertierten Aktion aus, denn nach in den Trümmern des abgebrannten Hauses haben wir eine unkaputtbare Geständnis-DVD (Spiegel) gefunden.
Ich kann mich noch gut an jene Zeiten erinnern, als es einen Plattenladen in der näheren Umgebung gab, bis Mitte der 90er wohl. Der hat alles verkauft, was verkäuflich war. Alles! Der kam an bootlegs ran, da habe ich gestaunt. Lagen die rechten CDs anfangs noch offen rum, so wurden sie nach kurzer Zeit aus dem Sortiment geschmissen und stattdessen unterm Ladentisch in blickdichten Tüten vertickert. So habe ich meine heißen Scheiben bekommen, andere ihre indizierten. Trophäen eben. Würde mich nicht wundern, wenn das mit der DVD auch so war. Ein Heldenepos auf Schwachmaten, das in der Nazi-Szene als Glanzstück der Kinematografie die Runde machte, ohne daß staatliche Behörden davon wußten. Die Antifa womöglich, aber so geistesgegenwärtig, einen Zusammenhang herzustellen, das waren sie auch erst nach den Ereignissen in Eisenach und Zwickau. Angebot schreiben, verhandeln, DVD verhökern, das dauert. Der Zeitrahmen bis zur ersten Spiegel-Meldung ist realistisch.
Die gesicherte Faktenlage sieht momentan wie das Negligé einer Dame aus dem Begleitservice aus. Dünn bzw. sehr stark ausgedünnt.
Bei der Gelegenheit ist es an der Zeit, das Nazi-Bilderrätsel aufzulösen, auch wenn meine Argumentation jetzt ebenfalls höchst anfechtbar sein wird. Das Logo ist relativ schlecht zu erkennen, die Konturen hingegen ganz gut. Wir haben drei grafische Elemente, ein Dreieck, in dem noch was ist, und dann den Strahlenkranz oder was in dieser Art. Geht mal auf die Suche nach Freimaurerzeichen, vielleicht findet ihr sogar das Original.
der Autor ist Chefredakteur der Fachzeitschrift Photographie
Hier das sonntägliche Bilderrätsel. Was stimmt in der Comic-Zeichnung der Sueddeutschen alles nicht?

Eines, was nicht stimmt, verrate ich schon mal vorab. Es handelt sich bei den besprochenen Fotoapparaten um spiegellose Nichts-so-richtig-Könner. Dem Chefredakteuer einer Zeitschrift für Fotografie sollte dies Binsenweisheit eigentlich bekannt sein, auch wenn sie möglicherweise als großes Redaktionsgeheimnis behandelt wird.
Ebenso ist die von Herrn Chefredakteur* im Druckraum der Sueddeutschen entstandene Ausgangsthese falsch.
Immer mehr Hersteller versuchen, die Vorteile von Kompakt-und Spiegelreflexgeräten zu vereinen. Ein Überblick über das aktuelle Sortiment der spiegellosen Systemkameras.
Zumindest lassen sich die Vorteile eines Spiegelreflexgerätes nicht in eine Kompaktkamera einbauen. Daran scheitert es bereits. Umgekehrt ginge es, Vorteile von Kompakten lassen sich sehr wohl an Spiegelreflexkameras adaptieren, was ihnen nicht immer zum Vorteil gereicht.
Doch letztlich bleibt es in der Fotografie, wie es schon immer war, das Bild entsteht im Kopf des Fotografen. Wenigstens das beweist uns Nikon eindrucksvoll.
Unterm Strich paßt dieser Artikel zu einem Tagesblatt, daß sich der Philosophie verschrieben hat, man müsse Fotos nur ausreichend vertexten, dann könne man auf ihre Darstellung gänzlich verzichten. So wie auf einen Bildsensor in einer Kamera.
-----
*Eigentlich hätte der Artikel mit einem fetten Werbung versehen sein müssen, denn es geht um die Nikon 1, die erstens in einschlägigen Tests grottenschlecht abgeschnitten hat und zweitens wie Blei in den Regalen liegt. Schämt euch.

Eines, was nicht stimmt, verrate ich schon mal vorab. Es handelt sich bei den besprochenen Fotoapparaten um spiegellose Nichts-so-richtig-Könner. Dem Chefredakteuer einer Zeitschrift für Fotografie sollte dies Binsenweisheit eigentlich bekannt sein, auch wenn sie möglicherweise als großes Redaktionsgeheimnis behandelt wird.
Ebenso ist die von Herrn Chefredakteur* im Druckraum der Sueddeutschen entstandene Ausgangsthese falsch.
Immer mehr Hersteller versuchen, die Vorteile von Kompakt-und Spiegelreflexgeräten zu vereinen. Ein Überblick über das aktuelle Sortiment der spiegellosen Systemkameras.
Zumindest lassen sich die Vorteile eines Spiegelreflexgerätes nicht in eine Kompaktkamera einbauen. Daran scheitert es bereits. Umgekehrt ginge es, Vorteile von Kompakten lassen sich sehr wohl an Spiegelreflexkameras adaptieren, was ihnen nicht immer zum Vorteil gereicht.
Doch letztlich bleibt es in der Fotografie, wie es schon immer war, das Bild entsteht im Kopf des Fotografen. Wenigstens das beweist uns Nikon eindrucksvoll.
Unterm Strich paßt dieser Artikel zu einem Tagesblatt, daß sich der Philosophie verschrieben hat, man müsse Fotos nur ausreichend vertexten, dann könne man auf ihre Darstellung gänzlich verzichten. So wie auf einen Bildsensor in einer Kamera.
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*Eigentlich hätte der Artikel mit einem fetten Werbung versehen sein müssen, denn es geht um die Nikon 1, die erstens in einschlägigen Tests grottenschlecht abgeschnitten hat und zweitens wie Blei in den Regalen liegt. Schämt euch.
was zu beweisen wäre
bild.de 26.11.2011 - 23:58 Uhr
40 KILO TNT
Killer-Nazis klauten Bundeswehr-Sprengstoff
Das müßte dann auch von BILD wenigstens im Ansatz textlich nachgewiesen werden. Mindestens einen Versuch hätten sie ja machen können, haben sie aber nicht. So geht der Artikel über was ganz anderes als die Überschrift uns glauben machen will.
Das hat sich BILD nur ausgedacht, um die Flamme nicht ausgehen zu lassen, denn substanzielles zum Sachverhalt gab es seit wenigstens drei Wochen nicht mehr.
40 KILO TNT
Killer-Nazis klauten Bundeswehr-Sprengstoff
Das müßte dann auch von BILD wenigstens im Ansatz textlich nachgewiesen werden. Mindestens einen Versuch hätten sie ja machen können, haben sie aber nicht. So geht der Artikel über was ganz anderes als die Überschrift uns glauben machen will.
Das hat sich BILD nur ausgedacht, um die Flamme nicht ausgehen zu lassen, denn substanzielles zum Sachverhalt gab es seit wenigstens drei Wochen nicht mehr.
Was stimmt hier nicht?
Auch wenn es eine der lustigsten Ansagen ist, die je ein deutscher Innenminister von sich gab. Ein Herr Friedrich, der dem politischen Feuilleton diese Steilvorlage für das komische Fach kostenfrei zur Verfügung sellte, hat sich irgendwie vertan. Doch wie?
Wir haben Leute bei der NPD, die gleichzeitig V-Leute in der Neonazi-Szene sind. Wenn wir alle Informanten aus der NPD abziehen, verlieren wir den Einblick in die Neonazi-Szene. Wir brauchen einen Einblick in diese Szene, sonst wären wir auf dem rechten Auge blind.
Wir haben Leute bei der NPD, die gleichzeitig V-Leute in der Neonazi-Szene sind. Wenn wir alle Informanten aus der NPD abziehen, verlieren wir den Einblick in die Neonazi-Szene. Wir brauchen einen Einblick in diese Szene, sonst wären wir auf dem rechten Auge blind.
26. November 2011
merkwürdig
Grundbedingung jeder epochalen Weltgestaltungsphantasie ist die Idee einer Revolution. ... Bis es soweit ist, bedarf es einer sinnlichen Verkörperung der Revolution, die ihre Anhänger fasziniert und bei der Stange hält und ihre Feinde das Fürchten lehrt. Mit Dietmar Bartsch oder Petra Pau geht selbstverständlich weder das eine noch das andere... (Wiglaf Droste)
Merksatz
“Wenn Du in der Politik bist, bist Du meistens von lauter Idioten umgeben, die Dich für einen Idioten halten.” (Schorlemmer)
depressive Nazis
Eigentlich wollte ich meinen schriftstellerischen Fokus fürderhin anderen Dingen zuwenden, doch wenn im Druckraum der Sueddeutschen weiterhin illegale Substanzen vertickert werden, dann muß man zumindest sagen dürfen "Kohl schreibt Kohl", auch wenn es nichts nutzt.
Nun leiden die Nazis also unter Depressionen. Da stellt sich sogleich die Frage, ob das die fachlich richtige Diagnose ist. Möglicherweise ist es ja nur ein burnout. Und ich Trollo hatte die Dame kürzlich noch lobend erwähnt. Passiert nicht noch einmal. Dummheit wird letztlich geadelt, wenn man sie hofiert.

siehe auch: ppq erklärt den Drogenrausch Leyendeckers
Nun leiden die Nazis also unter Depressionen. Da stellt sich sogleich die Frage, ob das die fachlich richtige Diagnose ist. Möglicherweise ist es ja nur ein burnout. Und ich Trollo hatte die Dame kürzlich noch lobend erwähnt. Passiert nicht noch einmal. Dummheit wird letztlich geadelt, wenn man sie hofiert.

siehe auch: ppq erklärt den Drogenrausch Leyendeckers
der Al Capone des Bundestages
Ströbele war bisher unangreifbar, trotz seiner anwaltlichen RAF-Vergangenheit. Bis dato war er die moralische Instanz des Gutmenschentums, an dessem Frack alles abperlte. Bis er dieser Tage ein kleines Häufchen übersah, in daß er natürlich voll reingetreten ist.
Kriegt man ihn nicht wegen dem, was er sagt, dann eben wegen dem, was er macht. Al Capone haben sie am Ende wegen seiner Steuerhinterziehung festnageln können, statt wegen der viel schwerwiegenderen Vorwürfe.
Nun hat sich Ströbele selbst ins Abseits manövriert, indem er den Schlechtmenschen gibt. Fantastisch.
siehe auch Burks:
Mit Verlaub, Herr Ströbele, Sie sind ein Arschloch (Zitat Ihres Parteigenossen).
Kriegt man ihn nicht wegen dem, was er sagt, dann eben wegen dem, was er macht. Al Capone haben sie am Ende wegen seiner Steuerhinterziehung festnageln können, statt wegen der viel schwerwiegenderen Vorwürfe.
Nun hat sich Ströbele selbst ins Abseits manövriert, indem er den Schlechtmenschen gibt. Fantastisch.
siehe auch Burks:
Mit Verlaub, Herr Ströbele, Sie sind ein Arschloch (Zitat Ihres Parteigenossen).
Reichsflugscheiben zu Volkseigentum
Ich schließe mich der Klage jenes mutigen Staatsbürgers an, der die Offenlegung der geheimen UFO-Akten seitens der Bundesregierung per Gericht erzwingen will. Es kann und darf nicht sein, daß derart innovative Technik wie die Reichsflugscheibe unter strengster Geheimhaltung entwickelt wird und das Volk außen vor bleibt.Wir wissen ja inzwischen aus Erfahrung, daß die Regierung etwas zu verbergen hat, wenn sie berechtigte Ansinnen des Volkes unter Hinweis auf die Sicherheit der Bundesrepublik wegbügelt. Das dürfen wir uns nicht gefallen lassen.
Reichsflugscheiben für alle. Selbstverständlich mit den fortschrittlichen deutschen Solarpaneels ausgestattet. Das ist die Forderung der Zeit.
Ist Dr. Claudia Nothelle eine Lügnerin?
Ich hatte ja dieser Tage schlußgefolgert, Frau Dr. sei der Meinung, der RBB sei erwachsen und so professionell geworden, daß er zukünftig auf die Mitarbeit motivierter und qualifizierter Moderatoren verzichten könne. Diese, meine freie Intrpretation der Pressererklärung, muß doch noch einmal auf den Prüfstand, denn Moderator Ken Jebsen solle sich nicht an vereinbarte Regeln gehalten haben. Wortwörtlich hatte die Dame als Begründung für die Entlassung von Ken Jebsen mitgeteilt:
Daraufhin haben wir mit ihm verbindliche Vereinbarungen über die Gestaltung der Sendung „KenFM“ getroffen. Diese hat er wiederholt nicht eingehalten.
Deswegen werde zukünftig auf seine Mitarbeit verzichtet.
Nun hat sich Ken Jebsen selber zu Wort gemeldet.
„Ich lasse mich nicht mundtot machen“
MAZ: Herr Jebsen, der RBB meint, Sie hätten gegen verbindlich vereinbarte Spielregeln verstoßen. Was ist es, was die Leitung des Senders beanstandet?
Ken Jebsen: Ich habe mich an alle Vereinbarungen gehalten. In der vierstündigen Livesendung am 13. November, die live unter Polizeischutz produziert wurde, war vorher im Detail alles abgesprochen. Ich habe mir lediglich erlaubt, gesellschafts- und medienkritische Zitate von Persönlichkeiten wie Albert Einstein oder Marshall McLuhan einzulesen. Am letzten Sonntag wurde dann eine Sendung ausgestrahlt, die wir vorproduziert hatten. Sie wurde von uns vorher eingereicht und hatte die Zensur im RBB passiert. Das kann es also nicht gewesen sein...
Problematischer erschien mir da schon der Schwur, den ich leisten sollte, außerhalb der ARD auf Meinungsäußerungen zu verzichten.
Somit steht Aussage gegen Aussage, doch ich denke, Frau Doktor Nothelle hat beidhändig einen satten Griff ins Klo gemacht. Will heißen, im staatlichen Rundfunk hat man gefälligst zu buckeln, und es darf nur das über den Äther, was die interne Zensur anstandslos passiert hat. In diesem Punkt glaube ich Ken Jebsens Aussage ungepüft und ohne Beweise. Frau Doktor hat ja für ihre Behauptung auch keine Beweise vorgelegt.
Daraufhin haben wir mit ihm verbindliche Vereinbarungen über die Gestaltung der Sendung „KenFM“ getroffen. Diese hat er wiederholt nicht eingehalten.
Deswegen werde zukünftig auf seine Mitarbeit verzichtet.
Nun hat sich Ken Jebsen selber zu Wort gemeldet.
„Ich lasse mich nicht mundtot machen“
MAZ: Herr Jebsen, der RBB meint, Sie hätten gegen verbindlich vereinbarte Spielregeln verstoßen. Was ist es, was die Leitung des Senders beanstandet?
Ken Jebsen: Ich habe mich an alle Vereinbarungen gehalten. In der vierstündigen Livesendung am 13. November, die live unter Polizeischutz produziert wurde, war vorher im Detail alles abgesprochen. Ich habe mir lediglich erlaubt, gesellschafts- und medienkritische Zitate von Persönlichkeiten wie Albert Einstein oder Marshall McLuhan einzulesen. Am letzten Sonntag wurde dann eine Sendung ausgestrahlt, die wir vorproduziert hatten. Sie wurde von uns vorher eingereicht und hatte die Zensur im RBB passiert. Das kann es also nicht gewesen sein...
Problematischer erschien mir da schon der Schwur, den ich leisten sollte, außerhalb der ARD auf Meinungsäußerungen zu verzichten.
Somit steht Aussage gegen Aussage, doch ich denke, Frau Doktor Nothelle hat beidhändig einen satten Griff ins Klo gemacht. Will heißen, im staatlichen Rundfunk hat man gefälligst zu buckeln, und es darf nur das über den Äther, was die interne Zensur anstandslos passiert hat. In diesem Punkt glaube ich Ken Jebsens Aussage ungepüft und ohne Beweise. Frau Doktor hat ja für ihre Behauptung auch keine Beweise vorgelegt.
25. November 2011
Hans Leyendecker im Druckraum
Was ein Druckraum ist, dürfte allgemein bekannt sein. Dort dürfen sich Junkies ausleben. Wer mal wissen möchte, wie schlimm es wirklich in einem Druckraum zugeht, dem kann geholfen werden.
Wenn ich mir noch all die anderen vorstelle, die derzeit am Abdrücken sind, dann keimt der Verdacht auf, wir haben es mit einer Drückerkolonne zu tun, die uns Blödsinn injizieren will.
Wenn ich mir noch all die anderen vorstelle, die derzeit am Abdrücken sind, dann keimt der Verdacht auf, wir haben es mit einer Drückerkolonne zu tun, die uns Blödsinn injizieren will.
Polizei auflösen und neu gründen
Wenn es schon so weit ist, daß sich die bestens ausgebildete und ausgerüstete Polizei fürchtet, dann sollte sie flugs aufgelöst und mit anderem Personal neu gegründet werden, denn furchtsame Polizisten ist das letzte, was ein Polizeistaat braucht.

24. November 2011
Nazi-Bilderrätsel
Heute mal eines der etwas anspruchsvolleren Bilderrätsel. Auf das abgebildete Foto konnte ja heute keines der Qualitätsmedien verzichten. Ich verzichte auf die beliebte Frage "Finde alle Fehler im Bild", sondern frage direkt. Laut demokratischer Anziehordnung (DAO) ist das Tragen von Nazikleidung verboten. Zumindest das Tragen von Kleidung mit Nazisymbolen. Oder so ähnlich.
Welche Rune ist auf dem Kapuzi des Festgenommen abgebildet?

Wer das gelöst hat, dem sei ein weiteres Bilderrätsel empfohlen. Was für keine (!) Arthrose (linker Bildteil) ist von der Praktikantin Sabine Maurer für die Medizinzeitung Welt als Abbildung genutzt worden? Die Auflösung steht in den Kommentaren zum Artikel.
Welche Rune ist auf dem Kapuzi des Festgenommen abgebildet?
Wer das gelöst hat, dem sei ein weiteres Bilderrätsel empfohlen. Was für keine (!) Arthrose (linker Bildteil) ist von der Praktikantin Sabine Maurer für die Medizinzeitung Welt als Abbildung genutzt worden? Die Auflösung steht in den Kommentaren zum Artikel.
Verfassungsschutz observiert sich selbst
Na, das ist ja mal was neues. Der Verfassungsschutz observiert sich jetzt selbst, weil er sich selber mißtraut.

waulmurf hat gesagt...
Ich lese ja bei Zettel ganz gern mal. Aber einen derart billig dahingeschusterten Beitrag gab's da selten zu lesen, wenn überhaupt. Bin richtig entsetzt. (Kommentar)
Dirty Target Operations – das Interview
Reginald Schwarzlicht ist Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift „Spy International – Vierteljahresmagazin für Spionologie“. Im Interview erörtert er die dunklen Seiten des Spionagegeschäfts, Strategien für deren Aufhellung und warum sich das Magazin auch der Alltagsspionage widmet. Das Gespräch mit dem renomiertesten Spionologen Deutschlands führte Ronald Lichter.
RL: Herr Schwarzlicht, ihr Magazin beleuchtet das Dunkelfeld der Spionage, zumindest in Teilen. Wie beleuchtet man die dunkle Seite des Mondes?
RS: Indem man hinfliegt und eine Taschenlampe drauf hält.
RL: Äh, ja. Ich meinte eigentlich, wie kommen sie an jene Informationen, die immer wieder für internationales Aufsehen sorgen, sobald ein neues Heft ihrer Zeitschrift erscheint?
RS: Quellenstudium. Wir verfolgen aufmerksam die Lokalpresse in den uns interessierenden Regionen und extrahieren aus dem journalistischen Geschwurbel jene Informationen, die eine Spur zu den Schweinereien der Regierungen bieten könnten. Fleißarbeit. Mehr ist da nicht dran.
RL: Schweinereien der Regierungen. Ein gutes Stichwort. Spionage ist doch in den meisten Ländern erlaubt?
RS: Das schon, aber nur insoweit es die der eigenen Kräfte gegen die Feinde umfaßt. Nehmen wir mal ein Beispiel. Aus der Sicht der deutschen Regierung darf der BND überall spionieren, wie es ihm beliebt. Das geht okay. Spione aus anderen Ländern sind in Deutschland jedoch nicht gerne gesehen, da steht das Strafgesetz vor. Ein erhebliches Ungleichgewicht.
RL: Das verstehe jetzt, wer will. Nochmal zurück zu den Schweinereien der Regierungen. Wenn Spionage erlaubt ist, wieso muß man dann darum soviel Gewese machen?
RS: Weil unsere Regierungen so blöd waren, dem Spionagehandwerk ein Regelwerk zu verordnen. Wenn es ein Regelwerk gibt, muß es auch jemanden geben, der auf dessen Einhaltung achtet. Genau das machen wir.
RL: Wie würden sie ihre Tätigkeit einordnen, den Fokus ihres Magazins charakterisieren?
RS: Nun, wir betreiben Spionologie, also die wissenschaftliche Erforschung der Spionage. Darüber hinaus beschäftigen wir uns auch mit Alltagsspionage und Lebenshilfe.
RL: Können sie uns ein Beispiel dafür nennen?
RS: In einem unserer letzten Hefte hatten wir einen größeren Beitrag über jenen Fall, wo der Hallenwart einer Schwimmhalle eine Spionagekamera in der Frauendusche angebracht hatte. Eigentlich sogar mehrere, aber das ist unerheblich. Jetzt komme ich noch einmal auf o.g. Umstand der Ungleichgewichtigkeit zurück. Hätten dies BND oder Verfassungsschutz getan, wäre es folgenlos geblieben. Ein Hallenwart darf diese aber nicht. Außerdem hat er einen großen Fehler gemacht. Er hat die Observationsvideos auf ShowerLeaks veröffentlicht. So ist er aufgeflogen und letztlich verurteilt worden.
Wir haben den Fall in seiner gesamten Dimension recherchiert und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen, die das Bild von Spionage, wie es in der Öffentlichkeit existiert, komplett auf den Kopf stellen. Wir ließen von der Firma SpyMindControl, die sich auf Umfragen zu Spionage und Spionageabwehr spezialisert hat, eine soziologische Stichprobe ziehen, deren Ergebnis uns verblüfft hat. Von den 1000 befragten Personen äußerten 990, daß sie keinerlei Probleme mit den Überwachungsvideos aus der Frauendusche hätten. Nur eine einzige Person empfand dies als Sauerei und sowas gehöre bestraft. 5 Personen mäkelten an der Qualität der abgebildeten Damen und meinten, die Videos hätte man auch weglassen können, denn die Frauen sehen kackhäßlich aus. Und gerade mal 4 Befragte äußerten, daß Frauen unter der Dusche sie nicht anmachen würden. Das ist sicher Geschmackssache.
Schon dieses Beispiel zeigt, daß Spionage nicht gleich Spionage ist, komplexer als wir uns es vorstellen können, und nicht zwingenderweise negativ behaftet. In dem von uns untersuchten Fall ist sie ausgeprochen positiv bewertet worden. Da ist dann auch der Gesetzgeber gefragt. Wenn Spionage, z.B. in einer Frauendusche, einen solch positiven Widerhall in der Bevölkerung findet, ist schwer vorstellbar, daß eine Bestrafung selbiger dauerhaft durchgehalten werden kann.
RL: Apropros Vorstellung. In ihrem aktuellen Heft stellen sie ein hoch brisantes Thema zur Diskussion. Ich verweise auf den Artikel zu den „Dirty Target Operations Task Force“, kurz DTOTF. Sie haben einige Fälle publiziert, die sich in den USA ereigneten, in denen die Regierung oder Regierungsstellen angeblich unter Umgehung von Gesetzen schmutzige Operationen durchführten, die den Tod von einigen Beteiligten zur Folge hatten. Wäre so etwas auch in Deutschland denkbar?
RS: Denkbar ist alles. Da hindert sie niemand dran. Höchstens sie selbst. Die langjährige Beschäftigung auf dem Gebiet der Spionologie bringt es mit sich, daß man nicht mehr überrascht werden kann, zumal ja das Credo unseres Wissenschaftszweiges lautet: Wir trauen jeder Regierung dieser Welt jede Schweinerei zu, sei sie auch noch so schweinisch.
RL: Was können sie uns zu den DTOTF sagen, ohne ihrem nächsten Heft vorzugreifen, in dem der zweite Teil ihrer Enthüllungen publiziert werden wird? Wie sind sie eigentlich auf dieses Thema gekommen?
RS: Da hat uns jemand einen Tipp durchgereicht. Den haben wir hinterfragt, uns durch etliche Aktenberge gewühlt und schließlich unsere Schlußfolgerungen gezogen.
Wie es entstanden ist? Erinnern sie sich an die Schlußszene aus „Sieben“? Der Cop, es war Bard Pitt, bekam den abgetrennten Kopf seiner Frau per Postboten auf einem Acker zugestellt. Erinnern sie sich an das inhaltsleere, starre Gesicht, daß er machte, als er dann im Auto saß?
Mir wurde berichtet, daß ein hochrangiger FBI-Beamter den Film gesehen hatte und ihm dabei die entscheidende Idee kam. Das wäre was, wenn ich eine kleine Truppe solch desillusionierter Leute hätte, die zu jeder Schweinerei fähig sind. Hoch qualifiziert, diszipliniert, fit, intelligent, aber innerlich ausgebrannt, des Lebenssinns beraubt, nur noch Rache und Zorn durchs Leben schleppend. Wenn man sowas hätte, dann könnte man denen wieder eine Perspektive geben, ihrem Leben einen Sinn geben, sie langsam therapieren.
So dachte er sich das und setzte es auch um. Er ließ landesweit über sein umfangreiches Filialnetz nach solch ausgebrannten Typen suchen und hatte Erfolg. Er stellte ein Trupp verwegener Burchen zusammen, der nur eines kann, Töten. Das aber richtig gut.
RL: Das ist doch aber selbst nach USA-Gesetzen verboten.
RS: Jein. Nehmen wir ein Beispiel. Wenn sie Präsident der USA sind, dann haben sie umfangreiche Machtbefugnisse, die Finanzen mal ausgenommen. Da blutgrätchen die Gegenspieler gerne und ausgiebig, weil sie es angeblich besser wüßten und könnten. Das mit dem Geld ausgeben und umverteilen. In allen anderen Dingen ist gut Truthahn essen. Da ist man sich einig.
Es stört also überhaupt niemanden, wohlgemerkt, solange man Präsident ist, wenn der sich ein Mordkommando aus bestens ausgebildeten Elitesoldaten zusammenstellen läßt, diese mit der teuersten Technik austattet, um über sie seinen Mordtrieb zu befriedigen, so wie dieses Jahr geschehen. Es stört auch niemanden, daß es für diesen Mord Beifall vor laufender Kamera gibt, wie z.B. vom Bundeskanzler Merkel. Es sört sich auch niemand dran, wenn der Präsident der USA amerikanische Staatsbürger per Killerspiel ermorden läßt. Die beim Militär verwendeten Killerspiele haben gegenüber den Billigversionen aus der Computerspielecke des Kaufhauses ein Highend-Level, das der Billigplunder nicht aufbieten kann. Bei denen hängt am Ende eine mit Waffen bestückte Drohne, die ihre tödliche Last auf dem Ziel ablädt.
RL: Ja, äh, also das ist ja sehr interessant, aber wir schweifen wohl vom Thema ab...
RS: Eigentlich nicht.
RL: Wir wollten doch die „Dirty Target Operations“...
RS: Sind wir ganz nah dran. Ich habe die hochoffiziellen, die präsidialen aufgezeigt, um deutlich zu machen, wie leicht es ist, solche Operationen durchzuführen, wenn man die Macht über das Militär und über unbegrenzte Geldmittel verfügt. Unterhalb dieses Levels wird es schon weitaus schwieriger aber eben nicht unmöglich. Dafür wurde die DTOTF ins Leben gerufen. Das, was ein Präsident darf, dürfen wir schon lange, ein leidiges Problem aus der Welt schaffen.
Statt kriminalistischer Fleiß- und Puzzlearbeit ist der schnelle Finger am Abzug oder Fernauslöser gefragt.
RL: Ich kann mir schwer vorstellen, daß es sowas auch in Deutschland gibt.
RS: Da sind einige ihrer Kollegen schon deutlich weiter. Sie stellen zumindest die richtigen Fragen.
Gibt es irgendwo eine ordnende Hand, die irgendwie dem grausamen Treiben von aus dem Ruder gelaufenen Nazis ein Ende machen wollte? Die notwendige Beweise für gewünschte Ermittlungsergebnisse konzentrierte und auf weitere Zeugenschaft verzichten wollte? Absurd? Ja. Aber nicht unmöglich.
Das ist der Ansatz, der verfolgt werden muß.
Haben sie sich mal gefragt, warum bis zum heutigen Tag nichts, aber gar nichts zur Tätigkeit der KSK bekannt ist? Oder, um es noch präziser zu formulieren. Welchen Tätigkeiten gehen ehemalige KSK- oder GSG9-Angehörige heute nach? Riester-Renten verhökern? Kaum.
Beantwortet man sich diese Fragen aus der Sicht eines Thrillerautors, dann sind sie längst beantwortet. Die Frage lautet nicht, gibt es sie, sondern: Wie haben sie es angestellt?
RL: Herr Schwarzlicht, ihr Magazin beleuchtet das Dunkelfeld der Spionage, zumindest in Teilen. Wie beleuchtet man die dunkle Seite des Mondes?
RS: Indem man hinfliegt und eine Taschenlampe drauf hält.
RL: Äh, ja. Ich meinte eigentlich, wie kommen sie an jene Informationen, die immer wieder für internationales Aufsehen sorgen, sobald ein neues Heft ihrer Zeitschrift erscheint?
RS: Quellenstudium. Wir verfolgen aufmerksam die Lokalpresse in den uns interessierenden Regionen und extrahieren aus dem journalistischen Geschwurbel jene Informationen, die eine Spur zu den Schweinereien der Regierungen bieten könnten. Fleißarbeit. Mehr ist da nicht dran.
RL: Schweinereien der Regierungen. Ein gutes Stichwort. Spionage ist doch in den meisten Ländern erlaubt?
RS: Das schon, aber nur insoweit es die der eigenen Kräfte gegen die Feinde umfaßt. Nehmen wir mal ein Beispiel. Aus der Sicht der deutschen Regierung darf der BND überall spionieren, wie es ihm beliebt. Das geht okay. Spione aus anderen Ländern sind in Deutschland jedoch nicht gerne gesehen, da steht das Strafgesetz vor. Ein erhebliches Ungleichgewicht.
RL: Das verstehe jetzt, wer will. Nochmal zurück zu den Schweinereien der Regierungen. Wenn Spionage erlaubt ist, wieso muß man dann darum soviel Gewese machen?
RS: Weil unsere Regierungen so blöd waren, dem Spionagehandwerk ein Regelwerk zu verordnen. Wenn es ein Regelwerk gibt, muß es auch jemanden geben, der auf dessen Einhaltung achtet. Genau das machen wir.
RL: Wie würden sie ihre Tätigkeit einordnen, den Fokus ihres Magazins charakterisieren?
RS: Nun, wir betreiben Spionologie, also die wissenschaftliche Erforschung der Spionage. Darüber hinaus beschäftigen wir uns auch mit Alltagsspionage und Lebenshilfe.
RL: Können sie uns ein Beispiel dafür nennen?
RS: In einem unserer letzten Hefte hatten wir einen größeren Beitrag über jenen Fall, wo der Hallenwart einer Schwimmhalle eine Spionagekamera in der Frauendusche angebracht hatte. Eigentlich sogar mehrere, aber das ist unerheblich. Jetzt komme ich noch einmal auf o.g. Umstand der Ungleichgewichtigkeit zurück. Hätten dies BND oder Verfassungsschutz getan, wäre es folgenlos geblieben. Ein Hallenwart darf diese aber nicht. Außerdem hat er einen großen Fehler gemacht. Er hat die Observationsvideos auf ShowerLeaks veröffentlicht. So ist er aufgeflogen und letztlich verurteilt worden.
Wir haben den Fall in seiner gesamten Dimension recherchiert und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen, die das Bild von Spionage, wie es in der Öffentlichkeit existiert, komplett auf den Kopf stellen. Wir ließen von der Firma SpyMindControl, die sich auf Umfragen zu Spionage und Spionageabwehr spezialisert hat, eine soziologische Stichprobe ziehen, deren Ergebnis uns verblüfft hat. Von den 1000 befragten Personen äußerten 990, daß sie keinerlei Probleme mit den Überwachungsvideos aus der Frauendusche hätten. Nur eine einzige Person empfand dies als Sauerei und sowas gehöre bestraft. 5 Personen mäkelten an der Qualität der abgebildeten Damen und meinten, die Videos hätte man auch weglassen können, denn die Frauen sehen kackhäßlich aus. Und gerade mal 4 Befragte äußerten, daß Frauen unter der Dusche sie nicht anmachen würden. Das ist sicher Geschmackssache.
Schon dieses Beispiel zeigt, daß Spionage nicht gleich Spionage ist, komplexer als wir uns es vorstellen können, und nicht zwingenderweise negativ behaftet. In dem von uns untersuchten Fall ist sie ausgeprochen positiv bewertet worden. Da ist dann auch der Gesetzgeber gefragt. Wenn Spionage, z.B. in einer Frauendusche, einen solch positiven Widerhall in der Bevölkerung findet, ist schwer vorstellbar, daß eine Bestrafung selbiger dauerhaft durchgehalten werden kann.
RL: Apropros Vorstellung. In ihrem aktuellen Heft stellen sie ein hoch brisantes Thema zur Diskussion. Ich verweise auf den Artikel zu den „Dirty Target Operations Task Force“, kurz DTOTF. Sie haben einige Fälle publiziert, die sich in den USA ereigneten, in denen die Regierung oder Regierungsstellen angeblich unter Umgehung von Gesetzen schmutzige Operationen durchführten, die den Tod von einigen Beteiligten zur Folge hatten. Wäre so etwas auch in Deutschland denkbar?
RS: Denkbar ist alles. Da hindert sie niemand dran. Höchstens sie selbst. Die langjährige Beschäftigung auf dem Gebiet der Spionologie bringt es mit sich, daß man nicht mehr überrascht werden kann, zumal ja das Credo unseres Wissenschaftszweiges lautet: Wir trauen jeder Regierung dieser Welt jede Schweinerei zu, sei sie auch noch so schweinisch.
RL: Was können sie uns zu den DTOTF sagen, ohne ihrem nächsten Heft vorzugreifen, in dem der zweite Teil ihrer Enthüllungen publiziert werden wird? Wie sind sie eigentlich auf dieses Thema gekommen?
RS: Da hat uns jemand einen Tipp durchgereicht. Den haben wir hinterfragt, uns durch etliche Aktenberge gewühlt und schließlich unsere Schlußfolgerungen gezogen.
Wie es entstanden ist? Erinnern sie sich an die Schlußszene aus „Sieben“? Der Cop, es war Bard Pitt, bekam den abgetrennten Kopf seiner Frau per Postboten auf einem Acker zugestellt. Erinnern sie sich an das inhaltsleere, starre Gesicht, daß er machte, als er dann im Auto saß?
Mir wurde berichtet, daß ein hochrangiger FBI-Beamter den Film gesehen hatte und ihm dabei die entscheidende Idee kam. Das wäre was, wenn ich eine kleine Truppe solch desillusionierter Leute hätte, die zu jeder Schweinerei fähig sind. Hoch qualifiziert, diszipliniert, fit, intelligent, aber innerlich ausgebrannt, des Lebenssinns beraubt, nur noch Rache und Zorn durchs Leben schleppend. Wenn man sowas hätte, dann könnte man denen wieder eine Perspektive geben, ihrem Leben einen Sinn geben, sie langsam therapieren.
So dachte er sich das und setzte es auch um. Er ließ landesweit über sein umfangreiches Filialnetz nach solch ausgebrannten Typen suchen und hatte Erfolg. Er stellte ein Trupp verwegener Burchen zusammen, der nur eines kann, Töten. Das aber richtig gut.
RL: Das ist doch aber selbst nach USA-Gesetzen verboten.
RS: Jein. Nehmen wir ein Beispiel. Wenn sie Präsident der USA sind, dann haben sie umfangreiche Machtbefugnisse, die Finanzen mal ausgenommen. Da blutgrätchen die Gegenspieler gerne und ausgiebig, weil sie es angeblich besser wüßten und könnten. Das mit dem Geld ausgeben und umverteilen. In allen anderen Dingen ist gut Truthahn essen. Da ist man sich einig.
Es stört also überhaupt niemanden, wohlgemerkt, solange man Präsident ist, wenn der sich ein Mordkommando aus bestens ausgebildeten Elitesoldaten zusammenstellen läßt, diese mit der teuersten Technik austattet, um über sie seinen Mordtrieb zu befriedigen, so wie dieses Jahr geschehen. Es stört auch niemanden, daß es für diesen Mord Beifall vor laufender Kamera gibt, wie z.B. vom Bundeskanzler Merkel. Es sört sich auch niemand dran, wenn der Präsident der USA amerikanische Staatsbürger per Killerspiel ermorden läßt. Die beim Militär verwendeten Killerspiele haben gegenüber den Billigversionen aus der Computerspielecke des Kaufhauses ein Highend-Level, das der Billigplunder nicht aufbieten kann. Bei denen hängt am Ende eine mit Waffen bestückte Drohne, die ihre tödliche Last auf dem Ziel ablädt.
RL: Ja, äh, also das ist ja sehr interessant, aber wir schweifen wohl vom Thema ab...
RS: Eigentlich nicht.
RL: Wir wollten doch die „Dirty Target Operations“...
RS: Sind wir ganz nah dran. Ich habe die hochoffiziellen, die präsidialen aufgezeigt, um deutlich zu machen, wie leicht es ist, solche Operationen durchzuführen, wenn man die Macht über das Militär und über unbegrenzte Geldmittel verfügt. Unterhalb dieses Levels wird es schon weitaus schwieriger aber eben nicht unmöglich. Dafür wurde die DTOTF ins Leben gerufen. Das, was ein Präsident darf, dürfen wir schon lange, ein leidiges Problem aus der Welt schaffen.
Statt kriminalistischer Fleiß- und Puzzlearbeit ist der schnelle Finger am Abzug oder Fernauslöser gefragt.
RL: Ich kann mir schwer vorstellen, daß es sowas auch in Deutschland gibt.
RS: Da sind einige ihrer Kollegen schon deutlich weiter. Sie stellen zumindest die richtigen Fragen.
Gibt es irgendwo eine ordnende Hand, die irgendwie dem grausamen Treiben von aus dem Ruder gelaufenen Nazis ein Ende machen wollte? Die notwendige Beweise für gewünschte Ermittlungsergebnisse konzentrierte und auf weitere Zeugenschaft verzichten wollte? Absurd? Ja. Aber nicht unmöglich.
Das ist der Ansatz, der verfolgt werden muß.
Haben sie sich mal gefragt, warum bis zum heutigen Tag nichts, aber gar nichts zur Tätigkeit der KSK bekannt ist? Oder, um es noch präziser zu formulieren. Welchen Tätigkeiten gehen ehemalige KSK- oder GSG9-Angehörige heute nach? Riester-Renten verhökern? Kaum.
Beantwortet man sich diese Fragen aus der Sicht eines Thrillerautors, dann sind sie längst beantwortet. Die Frage lautet nicht, gibt es sie, sondern: Wie haben sie es angestellt?
NSU und das Vereinsrecht
So, nun ist auch das Versammlungsprotokoll von der Gründung der NSU aufgetaucht. War ja nur eine Frage der Zeit. Geklärt ist ebenfalls die rechtliche Situation.
Frage
Wieviel Personen sind als Gründungsmitglieder eines Vereins erforderlich?
Antwort
Wenn der Verein nicht eingetragen werden soll, sind für seine Gründung drei Personen ausreichend.
Zumindest in diesem Punkt muß ich den deutschen Medien Recht geben.
Die NSU wurde gegründet und kann mit dem deutschen Vereinsrecht in Einklang als Terrorverein bezeichnet werden.
andere Bundesländer andere Sitten:
tiefe Erschütterung in Brandenburg wegen Festnahme von Terroristen
Frage
Wieviel Personen sind als Gründungsmitglieder eines Vereins erforderlich?
Antwort
Wenn der Verein nicht eingetragen werden soll, sind für seine Gründung drei Personen ausreichend.
Zumindest in diesem Punkt muß ich den deutschen Medien Recht geben.
Die NSU wurde gegründet und kann mit dem deutschen Vereinsrecht in Einklang als Terrorverein bezeichnet werden.
andere Bundesländer andere Sitten:
tiefe Erschütterung in Brandenburg wegen Festnahme von Terroristen
Journalisten entpuppen sich als Legastheniker
Man hört ja immer wieder mal, daß sich Menschen mit einer Lese- und Schreibschwäche jahrzehntelang erfolgreich durch den Dschungel des Alltags mogeln, ohne daß es bemerkt wird. Zumindest die Schreibschwäche bei deutschen Journalisten ist hinlänglich belegt, bedarf hier keiner weiteren Erörterung.
Nun stellt sich heraus, daß man sogar als ausgewiesener Legastheniker Karriere im journalistischen Fach machen kann.
Ein anonym bleibender BILD-Journalist, anonym, weil er seinen Namen nicht schreiben kann, ließ sich zu folgendem Diktat hinreißen.
Rassismus-Vorwürfe
RBB wirft Radiomoderator Ken Jebsen raus
Da stimmt fast nichts. Nur der Name ist richtig geschrieben. Rassismus-Vorwürfe an Ken Jebsen hat es nie gegeben. Und rausgeworfen wurde er eigentlich auch nicht. Man habe sich getrennt... (bleibe aber freundschaftlich verbunden - so lautet doch die Standardformulierung in derartigen Fällen).
Da mag das um den harten Boulevard konkurrierende Magazin aus Hamburg nicht nachstehen und schickt eine eigene Version der Geschichte ins Rennen um die Deutungshoheit.
SPIEGEL ONLINE 24. November 2011, 12:42 Uhr
Antisemitismusvorwürfe
RBB feuert Moderator Ken Jebsen
Auch hier ist außer der Richtigschreibung des Namens schon in der Überschrift so ziemlich alles falsch.
Dann zitiere ich die Mutter der Weisheit doch einmal. Sie heißt Dr. Claudia Nothelle und behauptet:
„Der Sender hat Herrn Jebsen gegen den Vorwurf verteidigt, er sei Antisemit und Holocaust-Leugner.“
Im weiteren äußert sie wohl sinngemäß, der RBB sei in seinem professionalen Anspruch inzwischen so weit gereift, daß er ohne die Dienste Ken Jebsens auskomme. Man könne somit, und nun Frau Dr. wortwörtlich, auf seine Mitarbeit künftig verzichten.
Nun stellt sich heraus, daß man sogar als ausgewiesener Legastheniker Karriere im journalistischen Fach machen kann.
Ein anonym bleibender BILD-Journalist, anonym, weil er seinen Namen nicht schreiben kann, ließ sich zu folgendem Diktat hinreißen.
Rassismus-Vorwürfe
RBB wirft Radiomoderator Ken Jebsen raus
Da stimmt fast nichts. Nur der Name ist richtig geschrieben. Rassismus-Vorwürfe an Ken Jebsen hat es nie gegeben. Und rausgeworfen wurde er eigentlich auch nicht. Man habe sich getrennt... (bleibe aber freundschaftlich verbunden - so lautet doch die Standardformulierung in derartigen Fällen).
Da mag das um den harten Boulevard konkurrierende Magazin aus Hamburg nicht nachstehen und schickt eine eigene Version der Geschichte ins Rennen um die Deutungshoheit.
SPIEGEL ONLINE 24. November 2011, 12:42 Uhr
Antisemitismusvorwürfe
RBB feuert Moderator Ken Jebsen
Auch hier ist außer der Richtigschreibung des Namens schon in der Überschrift so ziemlich alles falsch.
Dann zitiere ich die Mutter der Weisheit doch einmal. Sie heißt Dr. Claudia Nothelle und behauptet:
„Der Sender hat Herrn Jebsen gegen den Vorwurf verteidigt, er sei Antisemit und Holocaust-Leugner.“
Im weiteren äußert sie wohl sinngemäß, der RBB sei in seinem professionalen Anspruch inzwischen so weit gereift, daß er ohne die Dienste Ken Jebsens auskomme. Man könne somit, und nun Frau Dr. wortwörtlich, auf seine Mitarbeit künftig verzichten.
23. November 2011
nationale Geografie
Was immer das auch sein mag, ein Blick darauf lohnt sich. Der Boston Globe sticht jedes deutsche Qualitätsmedium noch immer locker aus.
Ein bißchen Badespaß in der arschkalten Jahreszeit, der muß auch sein.
Ein bißchen Badespaß in der arschkalten Jahreszeit, der muß auch sein.
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