SPIEGEL ONLINE - 16. Januar 2007, 20:24
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,druck-460191,00.html
BIERMANNS EHRENBÜRGERSCHAFT
Der Verräter als Freiheitsheld
Von Reinhard Mohr
Das Ende einer bitteren Groteske, die an finsterste Politbüro-Zeiten erinnert.
____________
Was will mir dieser Herr Mohr eigentlich mit "finstere Politbürozeiten" sagen? Ich war nie in diesem Büro und habe auch keine Vorstellung von finsteren Bürozeiten.
Ich schau gerade aus dem Fenster. Mir scheint (!), es sind finstere Zeiten angebrochen.
16. Januar 2007
15. Januar 2007
Würde?
SPIEGEL ONLINE - 15. Januar 2007, 19:10
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-459871,00.html
NEUE EXEKUTIONSPANNE
Die USA seien enttäuscht, dass den Angeklagten nicht mehr Würde eingeräumt worden sei, sagte Rice bei einer Pressekonferenz...
___________
Von was für einer Würde redet die? würde beim erhängen, vergiften, erschießen, verstromen, guillotinieren und was weiß ich noch?
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-459871,00.html
NEUE EXEKUTIONSPANNE
Die USA seien enttäuscht, dass den Angeklagten nicht mehr Würde eingeräumt worden sei, sagte Rice bei einer Pressekonferenz...
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Von was für einer Würde redet die? würde beim erhängen, vergiften, erschießen, verstromen, guillotinieren und was weiß ich noch?
14. Januar 2007
Trödelmarkt
Als ich mit der S-Bahn gen Friedrichsfelde fuhr, meinte ein Oppa auf Höhe der Gedenkroute mit Blick aus dem Fenster zu seinem Enkel: "Kuck mal, Trödelmarkt. Ist ja ganz schön was los heute."
Und irgendwie hatte er auch ein bißchen recht. Manchmal kommt man sich da vor wie auf einem Markt der linken Eitelkeiten. Oder wie bei linken Trödelhändlern. Je nach Fasson.
Eigentlich hielten sich fast alle dran und gedachten still.

Der Stein des Anstoßes wurde seinem Namen gerecht, denn

einige gedachten schrill.*

Egon Krenz.

Demozug.

* Ich kenne die Friedhofsordnung nicht, aber das hätte durchaus unterbunden werden können.
Und irgendwie hatte er auch ein bißchen recht. Manchmal kommt man sich da vor wie auf einem Markt der linken Eitelkeiten. Oder wie bei linken Trödelhändlern. Je nach Fasson.
Eigentlich hielten sich fast alle dran und gedachten still.
Der Stein des Anstoßes wurde seinem Namen gerecht, denn
einige gedachten schrill.*
Egon Krenz.
Demozug.
* Ich kenne die Friedhofsordnung nicht, aber das hätte durchaus unterbunden werden können.
13. Januar 2007
Korrektur
SPIEGEL ONLINE - 12. Januar 2007, 13:13
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-459371,00.html

Das schrieb wieder mal der Spiegel ab. Und es ging durch die Blogosphäre.
An sich ist es keine Meldung wert, doch die Prüderie des Spiegel und die Verletzung journalistischer Prinzipien dürfen nicht unwidersprochen bleiben.
Wie so oft wird hier nämlich wieder mal Behauptungsjournalismus* betrieben, ohne daß Quellen nachgewiesen werden.
Deswegen zuerst ein besseres Foto der Dame (stolen from the internet).

Und nun mache sich jeder selbst ein Bild. Das sind die Beweise (Playboy 02/2007 USA), die eigentlich der Meldung hätten beigefügt werden müssen sollen.




* sowas wird übrigens nirgendwo gelehrt, um so fleißiger allerdings betrieben
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-459371,00.html
Das schrieb wieder mal der Spiegel ab. Und es ging durch die Blogosphäre.
An sich ist es keine Meldung wert, doch die Prüderie des Spiegel und die Verletzung journalistischer Prinzipien dürfen nicht unwidersprochen bleiben.
Wie so oft wird hier nämlich wieder mal Behauptungsjournalismus* betrieben, ohne daß Quellen nachgewiesen werden.
Deswegen zuerst ein besseres Foto der Dame (stolen from the internet).
Und nun mache sich jeder selbst ein Bild. Das sind die Beweise (Playboy 02/2007 USA), die eigentlich der Meldung hätten beigefügt werden müssen sollen.
* sowas wird übrigens nirgendwo gelehrt, um so fleißiger allerdings betrieben
12. Januar 2007
(k)ein Witz
Wie ich erfuhr, sucht die Linke jetzt via "Die Zeit", also nicht auf ihrer Internetseite und auch nicht in naheliegenden Medien, nur dort sucht sie jetzt neben einem Personalreferenten auch einen Referenten für Arbeitsmarktpolitik.
Das ist sicherlich (k)ein guter Witz. Der der SPD nahe stehende Zeitleser soll in Zukunft die Personalquerelen der Fraktion lösen und der andere die Arbeitsmarktpolitk auf Vordermann bringen. SPD und Arbeitsmarktpolitik: das klingt nach Bockwurst mit Schlagsahne. Bitte.
Oder zu gut deutsch, es war wohl ausdrücklicher Wunsch der Sozis, daß hier allgemein anerkannte Regularien mal nicht stattfinden.
Das ist sicherlich (k)ein guter Witz. Der der SPD nahe stehende Zeitleser soll in Zukunft die Personalquerelen der Fraktion lösen und der andere die Arbeitsmarktpolitk auf Vordermann bringen. SPD und Arbeitsmarktpolitik: das klingt nach Bockwurst mit Schlagsahne. Bitte.
Oder zu gut deutsch, es war wohl ausdrücklicher Wunsch der Sozis, daß hier allgemein anerkannte Regularien mal nicht stattfinden.
11. Januar 2007
kleinlaut
SPIEGEL ONLINE - 11. Januar 2007, 14:55
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-459141,00.html
US-Einheiten jagen Top-Terroristen
Die US-Luftangriffe der vergangenen Tage in Somalia waren nicht erfolgreich: Offenbar gelang es den Einheiten nicht, Führer der Terrororganisation al-Qaida zu töten.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,druck-459141,00.html
US-Einheiten jagen Top-Terroristen
Die US-Luftangriffe der vergangenen Tage in Somalia waren nicht erfolgreich: Offenbar gelang es den Einheiten nicht, Führer der Terrororganisation al-Qaida zu töten.
10. Januar 2007
wie man falsche Bilder setzt

Demokratieverdrossenheit ist wie Schnupfen. Oder zu gut deutsch: der Bürger ist verschnupft, weil ihm irgendjemand etwas schlechtes (hier einen Schnupfenvirus) übergeholfen hat.
Das von der Vizepräsidentin des deutschen Bundestages gesetzte Bild suggeriert jedoch zwei vollkommen fehlerträchtige Sinnstränge.
a) AIDS ist a priori schlecht und gehört bekämpft (ausgerottet).
b) Die Demokratieverdrossenen sind Schuld, wenn des Immunsystem der Gesellschaft angegriffen wird.
Wenn, ich nehme das Bild mal so, Demokratie das Immunsystem der Gesellschaft ist, woran ich erheblich zweifel, dann ist das Immunsystem schon lange in einem sehr schlechten Zustand. Demokratieverdruß ist eine Folge von etwas, aber nicht die Ursache. Ursache ist die "demokratischer Verarsche" seitens der Politik. Oder noch präziser gesagt: das massenhafte soziale Elend, das maßgeblich von den Politikern qua Gesetzeskraft durchgeboxt wurde.
Ist halt wie im Kino. Einen coolen Film versprechen und Schrott auf die Leinwand zaubern. Wenn die Kinogänger dann in Scharen den Saal verlassen, dann kann man ihnen eigentlich nur einen einzigen Vorwurf anhängen: sie haben den künstlerischen Gehalt des Filmepos schlichtweg nicht verstanden.
Den Kinogänger scherts nicht. Der sagt sich nur, der Film ist Mist.
Oder: es ist schon sehr dreist, die Demokratieverdrossenen des Landes als AIDS-Viren der Bundesgesellschaft darzustellen und ihnen somit die Schuld für das marode Staatswesen in die Schuhe zu schieben.
Stoibers St. Pauli
SPIEGEL ONLINE - 10. Januar 2007, 15:54
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-458916,00.html
Stoiber will sich mit Pauli aussprechen
____________
Von wollen kann ja wohl keine Rede sein.
So, wie manche vor St. Pauli einen riesen Bogen machen und die Nase rümpfen, so auch Stoiber.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-458916,00.html
Stoiber will sich mit Pauli aussprechen
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Von wollen kann ja wohl keine Rede sein.
So, wie manche vor St. Pauli einen riesen Bogen machen und die Nase rümpfen, so auch Stoiber.
9. Januar 2007
Sozialheuchelei
Es ist schon ein ziemlich linkes Ding, was sich die Vorkämpfer für Frieden und soziale Gerechtigkeit im Bundestag da leisten.
In ihrer Haus- und Hofpostille, der Wochenzeitung "Die Zeit", vom 04.01.07 ist eine Stelle (Personalreferent) ausgeschrieben worden. Weder auf der Internetseite (mit Stand heute) noch in naheliegenden Tageszeitungen ist diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahme bisher erschienen.
Es regt schon zum Denken an, wenn die Linksfraktion in einer SPD-nahen Wochenzeitung um Mitarbeiter wirbt, und andere, traditionellere, Methoden bewußt außen vor läßt.
Mit bösartiger Denke komme ich zu dem Schluß, die feindliche Übernahme der früheren PDS durch ... steht kurz vor dem Abschluß. Mit grimmiger Denke ergibt sich zumindest noch die Richtung "teile und herrsche". Und mit etwas gutem Willen fällt mir sowas wie chaotischer Haufen ein, bei dem die rechte Hand nie weiß, was die linke längst erledigt hat.
Unterm Strich bleibt bei der Gemengelage aber nur der Begriff Sozialheuchelei hängen, denn wer sich politisch links und von der SPD angrenzend aus dem Fenster lehnt, sowie über traditionelle Medienwege verfügt, der kann mir nicht verklickern, daß seit 01.01.07 nun alles anders läuft und ein linker Personalreferent aus dem SPD-Umfeld zu kommen habe.
In ihrer Haus- und Hofpostille, der Wochenzeitung "Die Zeit", vom 04.01.07 ist eine Stelle (Personalreferent) ausgeschrieben worden. Weder auf der Internetseite (mit Stand heute) noch in naheliegenden Tageszeitungen ist diese Arbeitsbeschaffungsmaßnahme bisher erschienen.
Es regt schon zum Denken an, wenn die Linksfraktion in einer SPD-nahen Wochenzeitung um Mitarbeiter wirbt, und andere, traditionellere, Methoden bewußt außen vor läßt.
Mit bösartiger Denke komme ich zu dem Schluß, die feindliche Übernahme der früheren PDS durch ... steht kurz vor dem Abschluß. Mit grimmiger Denke ergibt sich zumindest noch die Richtung "teile und herrsche". Und mit etwas gutem Willen fällt mir sowas wie chaotischer Haufen ein, bei dem die rechte Hand nie weiß, was die linke längst erledigt hat.
Unterm Strich bleibt bei der Gemengelage aber nur der Begriff Sozialheuchelei hängen, denn wer sich politisch links und von der SPD angrenzend aus dem Fenster lehnt, sowie über traditionelle Medienwege verfügt, der kann mir nicht verklickern, daß seit 01.01.07 nun alles anders läuft und ein linker Personalreferent aus dem SPD-Umfeld zu kommen habe.
da hamwas
SPD gegen Ehrenbürgerwürde für Biermann
Für die Verleihung der Berliner Ehrenbürgerwürde an den Liedermacher Wolf Biermann gibt es offensichtlich keine Chance mehr.
Nach einer Beratung des SPD-Fraktionsvorstandes im Berliner Abgeordnetenhaus sagte der Fraktions- und Landesvorsitzende Michael Müller, es zeichne sich eine ablehnende Haltung seiner Fraktion ab, da es keinen parteiübergreifenden Konsens in dieser Frage gebe.
Stand: 09.01.2007 20:14
Für die Verleihung der Berliner Ehrenbürgerwürde an den Liedermacher Wolf Biermann gibt es offensichtlich keine Chance mehr.
Nach einer Beratung des SPD-Fraktionsvorstandes im Berliner Abgeordnetenhaus sagte der Fraktions- und Landesvorsitzende Michael Müller, es zeichne sich eine ablehnende Haltung seiner Fraktion ab, da es keinen parteiübergreifenden Konsens in dieser Frage gebe.
Stand: 09.01.2007 20:14
8. Januar 2007
Abschiebung
SPIEGEL ONLINE - 08. Januar 2007, 08:07
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,458246,00.html
Zypries will EU-Strategie gegen Rechtsextremismus
Justizministerin Zypries setzt wegen der Zunahme rechtsextremer Straftaten auf ein europaweites Vorgehen gegen politisch motivierte Kriminalität.
___________
Im politischen und journalistischen Sprachgebrauch nennt man sowas für gewöhlich, auf mißliebige Personen bezogen, Abschiebung. Im Klartext heißt das wohl, der deutsche Staat hat vor dem Problem kapituliert und schiebt es nach Brüssel ab.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,458246,00.html
Zypries will EU-Strategie gegen Rechtsextremismus
Justizministerin Zypries setzt wegen der Zunahme rechtsextremer Straftaten auf ein europaweites Vorgehen gegen politisch motivierte Kriminalität.
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Im politischen und journalistischen Sprachgebrauch nennt man sowas für gewöhlich, auf mißliebige Personen bezogen, Abschiebung. Im Klartext heißt das wohl, der deutsche Staat hat vor dem Problem kapituliert und schiebt es nach Brüssel ab.
7. Januar 2007
5. Januar 2007
wo Gewalt entsteht
Wo Gewalt entsteht, das kann man als conclusio hier nachlesen:
"Rassismus und Gewalt entstehen da, wo die Gesellschaft wegschaut."
Aha.
Ich habe allerdings Abitur. Was nun?
"Rassismus und Gewalt entstehen da, wo die Gesellschaft wegschaut."
Aha.
Ich habe allerdings Abitur. Was nun?
4. Januar 2007
sich vorstellen
SPIEGEL ONLINE - 04. Januar 2007, 19:10
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-457871,00.html
Zehn führende CSU-Politikerinnen stellen sich jetzt vor Stoiber.
__________
In diesem Blog wurde bereits erklärt, was es bedeutet, wenn die Rede davon geht, jemand stelle sich hinter einen.
Ausnahmsweise verzichte ich darauf, zu erklären, was es bedeutet, wenn sich eine Frau vor einen Bajuwaren stellt. Um so besser kann sie in den ...
Da fällt mir ein... Der von Harald Schmidt ging jedenfalls so: Vicky Leandros ist in Bayern unterwegs, kommt mit ihren Auto von der Straße ab und bleibt im Graben bewustlos liegen. Kommt ein Traktor mit zwei Bauern vorbei. Sagt der eine "Doar... schau ma, die Ficky!" Meint der andere "joa, i oah".
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-457871,00.html
Zehn führende CSU-Politikerinnen stellen sich jetzt vor Stoiber.
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In diesem Blog wurde bereits erklärt, was es bedeutet, wenn die Rede davon geht, jemand stelle sich hinter einen.
Ausnahmsweise verzichte ich darauf, zu erklären, was es bedeutet, wenn sich eine Frau vor einen Bajuwaren stellt. Um so besser kann sie in den ...
Da fällt mir ein... Der von Harald Schmidt ging jedenfalls so: Vicky Leandros ist in Bayern unterwegs, kommt mit ihren Auto von der Straße ab und bleibt im Graben bewustlos liegen. Kommt ein Traktor mit zwei Bauern vorbei. Sagt der eine "Doar... schau ma, die Ficky!" Meint der andere "joa, i oah".
zustimmungspflichtig
DER SPIEGEL 1/2007 - 30. Dezember 2006
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-457054,00.html
POLEMIK*
Kreative Querschnittslähmung
Von Oliver Kalkofe
Das TV-Jahr 2006 war furchtbar. Schlimmer werden nur die nächsten zwölf Monate.
Endlich ist das Publikum so doof, wie man es schon immer von ihm behauptet hat. Und es ist daran auch noch selbst schuld.
____________
Das scheint mir uneingeschränkt zustimmungspflichtig zu sein.
Gehe ich von der "Welt" aus, das ist die Zeitung, die wo meint, über die Welt zu berichten, die aber selten die engen Grenzen von Hinterposemuckel überschreitet, also die hat auch manchmal eine Stilblüte im Angebot, so wie die folgende:
"Der Laienjournalismus verändert die Medien..."
Genau das trifft im Kern auch den Spiegel. Laienjournalisten erklären die Welt. Wenn ich recht informiert bin, dann hat es das Hamburger Schreibbüro im Jahr 2006 gerade mal auf drei lesenswerte Elaborate gebracht, als da wären der obige Kalkofe und zweimal Achilles' Ferse.
Der erste war eine bitterböse Abrechnung mit den grottenschlechten italienischen Rasenstocherern zur Fußball-WM-Zeit. Der Artikel wurde zensiert und ist nicht mehr öffentlich zugänglich. So gut war der.
Und der zweite war die fachlich fundierte und überzeugende Abrechnung mit den schlurfenden Skistockwatschlern in öffentlichen Parks, die da der Meinung sind, wenn sie behäbig über den Rasen latschen oder die breiten Parkwege versperren, dann machen sie sowas wie Fitnesstraining.
Für ein Blatt, daß sich einer 60jährigen Geschichte rühmt, etwas sehr wenig für ein ganzes Jahr und ca. 6000 DIN-A4-Druckseiten. Gerade mal 1 Promille Qualitätsjournalismus, rechnet man die drei Artikel zusammen.
"Laienjournalismus verändert die Medien und macht die Arbeit professioneller Redaktionen wichtiger als je zuvor" heißt es korrekterweise in der Welt. Manchmal haben die wirklich Lichtblicke.
* Das ist keine Polemik sondern die ungeschönte Realität
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-457054,00.html
Kreative Querschnittslähmung
Von Oliver Kalkofe
Das TV-Jahr 2006 war furchtbar. Schlimmer werden nur die nächsten zwölf Monate.
Endlich ist das Publikum so doof, wie man es schon immer von ihm behauptet hat. Und es ist daran auch noch selbst schuld.
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Das scheint mir uneingeschränkt zustimmungspflichtig zu sein.
Gehe ich von der "Welt" aus, das ist die Zeitung, die wo meint, über die Welt zu berichten, die aber selten die engen Grenzen von Hinterposemuckel überschreitet, also die hat auch manchmal eine Stilblüte im Angebot, so wie die folgende:
"Der Laienjournalismus verändert die Medien..."
Genau das trifft im Kern auch den Spiegel. Laienjournalisten erklären die Welt. Wenn ich recht informiert bin, dann hat es das Hamburger Schreibbüro im Jahr 2006 gerade mal auf drei lesenswerte Elaborate gebracht, als da wären der obige Kalkofe und zweimal Achilles' Ferse.
Der erste war eine bitterböse Abrechnung mit den grottenschlechten italienischen Rasenstocherern zur Fußball-WM-Zeit. Der Artikel wurde zensiert und ist nicht mehr öffentlich zugänglich. So gut war der.
Und der zweite war die fachlich fundierte und überzeugende Abrechnung mit den schlurfenden Skistockwatschlern in öffentlichen Parks, die da der Meinung sind, wenn sie behäbig über den Rasen latschen oder die breiten Parkwege versperren, dann machen sie sowas wie Fitnesstraining.
Für ein Blatt, daß sich einer 60jährigen Geschichte rühmt, etwas sehr wenig für ein ganzes Jahr und ca. 6000 DIN-A4-Druckseiten. Gerade mal 1 Promille Qualitätsjournalismus, rechnet man die drei Artikel zusammen.
"Laienjournalismus verändert die Medien und macht die Arbeit professioneller Redaktionen wichtiger als je zuvor" heißt es korrekterweise in der Welt. Manchmal haben die wirklich Lichtblicke.
* Das ist keine Polemik sondern die ungeschönte Realität
2. Januar 2007
Schweinefleischsuppenküche
SPIEGEL ONLINE - 02. Januar 2007, 22:40
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-457474,00.html
GERICHTSURTEIL
Schweinefleisch-Suppenküche darf weiter kochen
Sie verteilt Suppe mit Schweinefleisch, grenze damit Juden und Muslime aus und sei daher diskriminierend. Dennoch darf eine französische Organisation mit Verbindung zur rechten Szene weiter ihre Suppe an Obdachlose ausgeben, urteilte nun ein Gericht.
__________
Es gibt nur zwei Gruppen von Gründen, die einem bestimmte Nahrungsmittel verbieten: medizinische und schmeckt nicht. Das war's. Aus genau diesen nicht-religiösen Gründen habe ich mir in den vergangenen zehn Tagen auch den Wanst vollgehauen, bis das Gedärm gemosert hat.
Als bekennender Schweinfleischesser sei deshalb von mir angemerkt:
1. Das Thema ist stinkalt und
2. es wurde bereits viel Unfug im Internet dazu produziert.
Zuerst mal zeigt das Beispiel die Beknacktheit von Religion, die Menschen von vielen Leckereien ausgrenzt. Religion grenzt aus!
Und nicht zuletzt zeigt dieses amüsante Beispiel, daß die Gutmenschen aber auch über jeden Stock springen, von dem sie sich neue Höhenflüge versprechen. Und wieder mal merken sie nicht, wie bescheuert sie sind. Diejenigen, die abschreiben, natürlich auch.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-457474,00.html
GERICHTSURTEIL
Schweinefleisch-Suppenküche darf weiter kochen
Sie verteilt Suppe mit Schweinefleisch, grenze damit Juden und Muslime aus und sei daher diskriminierend. Dennoch darf eine französische Organisation mit Verbindung zur rechten Szene weiter ihre Suppe an Obdachlose ausgeben, urteilte nun ein Gericht.
__________
Es gibt nur zwei Gruppen von Gründen, die einem bestimmte Nahrungsmittel verbieten: medizinische und schmeckt nicht. Das war's. Aus genau diesen nicht-religiösen Gründen habe ich mir in den vergangenen zehn Tagen auch den Wanst vollgehauen, bis das Gedärm gemosert hat.
Als bekennender Schweinfleischesser sei deshalb von mir angemerkt:
1. Das Thema ist stinkalt und
2. es wurde bereits viel Unfug im Internet dazu produziert.
Zuerst mal zeigt das Beispiel die Beknacktheit von Religion, die Menschen von vielen Leckereien ausgrenzt. Religion grenzt aus!
Und nicht zuletzt zeigt dieses amüsante Beispiel, daß die Gutmenschen aber auch über jeden Stock springen, von dem sie sich neue Höhenflüge versprechen. Und wieder mal merken sie nicht, wie bescheuert sie sind. Diejenigen, die abschreiben, natürlich auch.
1. Januar 2007
31. Dezember 2006
Inselfrage
Die Inselfrage ist allweit bekannt und taucht in zig Variationen immer mal wieder auf.
Wenn sie auf eine einsame Insel verschlagen werden... Welche drei Bücher... Welche drei Gemälde... Welche drei CD's... Welche drei Freunde usw. würden sie mitnehmen?
Nun denn, hier ist die neue Inselfrage. Wenn sie auf einer einsamen Insel leben und für 2 Minuten aus dem Internet etwas downloaden dürften, für welches der folgenden Angebote würden sie sich entscheiden?
a) Neujahrsansprache des Bundeskanzlers unter dem Titel:
"Überraschen wir uns damit, was möglich ist"
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft habe trotz gegenteiliger Erwartungen gezeigt, was mit Fleiß und Zielstrebigkeit möglich sei, hob sie hervor.
(Einen sehr enttäuschenden dritten Platz haben die möglich gemacht. Zu mehr hat's nicht gereicht. Aber das nur nebenbei.)
b) Bodo Ramelow zum Neuen Jahr
oder
c) VOMS ROCK´N´ROLL BAR:
Der monatliche Video-Podcast mit Vom Ritchie
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