14. September 2008

was ist eigentlich

ein deutscher Staatsbürger mit Migrationshintergrund?

Kann das jemand erklären?

Winterbereifung aufgezogen

Es ist dermaßen arschkalt, daß ich die Heizung in Betrieb nehmen mußte und die Winterreifen aufzog. Das bedeutet, ich habe die Matratze von der Sommer- auf die Winterseite gewendet, was immer das bedeuten mag, und die Steppdecke gegen ein flauschigeres Modell getauscht.

die überflüssigste Kurzmitteilung der Welt

ist etwas zu lang geraten und entfleuchte dem BSI.
Der Pressesprecher Matthias Gärtner benötigte einige Tage, um seine Auffassung, die er bereits der "Berliner Zeitung" in den Notizblock diktierte, in eine schwer lesbare und nicht zu entschlüsselnde Meinung umzuformulieren.

Was wollte dieser nichtsahnende Pressemensch Tage nach Google-Chrome der staunenden Öffentlichkeit eigentlich sagen?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, wenn ich ein Fachleute wäre, dann hätte ich dem Pressesprecher verklickert, du kannst aufschreiben, was du willst, aber halt uns da raus.

Die sind deswegen so schlecht drauf, weil google die ganzen Daten hat, die Schäuble eigentlich haben will. Als deutsche Behörde würde ich auch so reagieren und leicht verschnupft sein, zumal diese Piesepampel von Privatsphärenrettern ständig rummaulen.

Augen zu und BKA-Gesetz durch, dann haben wir auch das Google-Daten-Paradies gleich um die Ecke.

11. September 2008

Das Ausgrenzungsprogramm

Das Osama-Wunder

Mathias Bröckers 11.09.2008

Dass die Echokammern der Großmedien, die eine Stunde nach den Einschlägen "Bin Laden" als Täter in die Welt setzten, dieses Mantra bis heute faktenfrei und recherchelos durchorgeln, tut sein Übriges. Sieben Jahre danach ist 9/11 Gott, Zweifel an der diabolischen Dreifaltigkeit - "Osama" ,"Hijacker" und "Die 19 Teppichmesser" - führen zur Exkommunikation, und wer nicht als "Verschwörungstheoretiker", "Amerikahasser", "Antisemit" oder "verrückt" gelten will, tut gut daran, an das Osama-Wunder zu glauben.
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Was geschah also am 11. September?

was auf der Strecke bleibt

via Agentur ppq incl. Rechtschreibfehler.

Steinmeier kann hellsehen

Mit dem Putsch an der SPD-Spitze ist es wie mit den Anschlägen auf die Twin Towers: Je mehr Zeit seit dem Sturz von Kurt "Mecki" Beck vergeht, desto unklarer wird, was wirklich geschah. Frank-Walter Steinmeier zum Beispiel, designierter Kanzlerkandidat der deutschen Sozialdemokratie, wusste ausweisliche einer von ihm verschickten Email bereits am Sonntagvormittag kurz vor zehn Uhr, das Kurt Beck zurücktreten wird. Ja, er wusste es nicht nur, er wusste auch, dass sich Beck zwei Stunden später vom versammlenten Parteivorstand nicht würde umstimmen lassen.

9. September 2008

der beste Witz das Jahres kommt von Severin Weiland

SPIEGEL ONLINE 09. September 2008, 20:17 Uhr
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-577233,00.html
PFLÜGER AM ABGRUND
Wie Berlins CDU ihren einzigen Promi abserviert

8. September 2008

Andrea Nahles

Weil es alle voneinander abschreiben und alle zwei Stunden vertickert wird, Andrea Nahles sei die einzige verbliebene Linke in der SPD, zur Wiederholung eine nur marginal davon abweichende Meinung vom 15.06.:

Wenn man heute in die Zeitung schaut, dann kann man recht hübsch sehen, wie sich Andrea Nahles anschickt, ihr Gesellenstück abzuschließen. Und weil ihr selber die politische Intelligenz, das menschliche Format und ein wirklich guter Plan dazu fehlen, macht sie´s halt so, wie das Merkelferkel es auch gemacht hat: Sie wetzt das Messerchen für den Königsmord.

Aha. Da schaut sich jemand schon mal danach um, wer da in der Partei ebenfalls schon mit dem Messerchen im Gewande herumläuft. Naja. Mir kanns ja wurscht sein. Mir ist ja die SPD eh schon lang egal.

Gott kommt nicht, dafür die Bahn

Gott kommt nicht
Die Bahn kommt

gehen und gegangen werden

Der eine geht, der andere wird gegangen.

Zu Friedbert Pflüger wurde in diesem Blog bereits erschöpfend Auskunft gegeben. Man muß sich nciht mit ihm beschäftigen.

Trend

focus-online 08.09.2008 15:00

focus-online Trend zum SPD-PutschZwei Drittel der Deutschen trauen Steinmeier und Müntefering nichts zu.

Augenhöhe

focus-online 08.09.08, 11:30

Sind Sie auf Augenhöhe mit Ulla Schmidt?
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Kommt nicht in Frage. Dann müßte ich mich ja erniedrigen.

hab ich's nicht gesagt?

focus-online 08.09.08, 10:35

Franz Maget: „Es war kein Putsch“

7. September 2008

weggeputscht

Manchmal wird auf der Mülldeponie des Spiegels auch die eine oder andere Perle entsorgt, frei nach dem Kriegermotto, das erste was auf der Strecke bleibt ist die Wahrheit, also das folgende:

SPIEGEL ONLINE 07. September 2008, 21:00 Uhr
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-576851,00.html
STEINMEIER UND MÜNTEFERING
Die Schröderianer erobern die SPD zurück

Von Carsten Volkery

Steinmeier und Müntefering haben ihn eiskalt weggeputscht - darauf laufen Becks Worte hinaus.

Beck, der Verräter

Und wieder hat sich ein Sozialdemokrat ohne Vorankündigung aus dem Staube gemacht und unsere heeren Ziele verraten. Der ist einfach nur feige, statt sich seiner Verantwortung zu stellen.

Ich fang nochmal an, hab mich vertan, das stammt alles aus der Kugel und bezieht sich auf Lafontaine.

Es timmt eben nicht, was die ARD auf S. 120 des Videtextes verkündet.

Die SPD hat sich auf Außenminister
Frank-Walter Steinmeier als Kanzlerkan-
didat für die Bundestagswahl geeinigt.


Genau das hat die SPD mitnichten. Sie kann sich gar nicht einigen. Das ist ja ihr Problem. (Davon abgesehen ist es auch sachlich falsch, denn geeinigt hat sich der rechte SPD-Klüngel.)

Ergo stimmt, was auf S. 100 steht, denn es bringt die Sachlage auf den Punkt:

20:15 ARD-Brennpunkt
Chaos in der SPD: Müntefering


Ansonsten ist das nur ein Pups der Geschichte, kaum diskutierenswert. Ich weiß durch einen in jeder Hinsicht absolut vertrauenswürdigen Augenzeugen (sic!) der letzten Heimfahrt Erich Honeckers, daß diese genauso entwürdigend und traurig verlief, wie Beck jetzt bejammert. Da muß er durch.
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Jetzt kommen die lustigen Sätze.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-576839,00.html

In der vergangenen Nacht ist der Plan von mir und Frank-Walter Steinmeier, mit dessen Nominierung zum Kanzlerkandidaten der SPD durchzustarten und gemeinsam für einen Erfolg bei der Bundestagswahl 2009 zu sorgen, durchkreuzt worden.

Ähhh??? Das stand doch seit Wochen auf jeder Klopapierrolle, der ich angesichtig wurde.

SPIEGEL ONLINE 07. September 2008, 14:27 Uhr
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-576816,00.html
KOMMENTAR
Last Man Standing

Von Claus Christian Malzahn

Frank-Walter Steinmeier als Kanzlerkandidat, Kurt Beck tritt als Parteichef ab, Müntefering kehrt zurück: Mit den Entscheidungen von Schwielowsee beweist die SPD Handlungsfähigkeit. Jetzt hat die Partei die Chance, Lafontaine links liegen zu lassen.

Müntefering sagte: Sozialdemokraten aber wüssten, dass der Fortschritt eine Schnecke sei: "Wir kämpfen um jeden Meter."

An solchen prägnanten kurzen Sätzen, die Beck nie eingefallen sind, hängt heute das Schicksal der SPD.


Auch hier der standup-comedian namentlich erwähnt. Das kann man ungekürzt im Kabarett vorlesen und hat die Lacher auf seiner Seite.

Von, nicht an. Und eigentlich auch nicht von, denn Schicksal hängt nun mal nicht von Sätzen ab. Sonst wäre es ja nicht Schicksal.

Und Franz Walter darf noch einen draufsetzen, daß ich mich vor lauter Lachkrämpfen fast nicht mehr einkriege.

SPIEGEL ONLINE 07. September 2008, 15:00 Uhr
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-576808,00.html
UMBRUCH IN DER SPD
Abschied vom Loser-Image

Erst Schröder, jetzt Steinmeier. Die lippische Arbeiterbewegung kann stolz sein. Aus ihren Reihen kommt nun abermals der Kanzlerkandidat der deutschen Sozialdemokratie. Es muss eine gute Gegend sein, dass sie Begabungen aller Art - von Politikern bis Politologen - in bemerkenswerter Fülle hervorbringt.


Umbruch? In der SPD?
Weg vom Loser-Image?
Stolz der Arbeiterbewegung auf Schröder und Steinmeier?
Begabungen in bemerkenswerter Fülle?

Herr Walter, verraten sie mir doch bitte, was sie heute Nachmittag getrunken haben. Ich brauch das auch und hätte gerne gleich einen ganzen Kasten davon.

Filmkritik

Die FSK ist desterwegen da, damit das folgende nicht passiert:

SPIEGEL ONLINE 07. September 2008, 13:25 Uhr
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-576811,00.html
13-Jährige stürzt aus Angst aus Fenster

Videoabend mit Folgen: Zwei Schülerinnen, die sich den Film "Das Parfüm" anschauten, waren hinterher in hysterischem Zustand. Als sie glaubten, Einbrecher seien im Haus, gerieten sie vollends in Panik.

München - Ein 13-jähriges Mädchen aus Oberhaching in Bayern ist fünf Meter tief aus einem Fenster gestürzt und verletzte sich schwer.


Genau das ist es, was uns diese(r) Pfeiffe(r) seit Jahren beibiegt. Nur hören wir ja nicht auf ihn. Und schon passiert's.

Ich kann mich sehr gut an "Das singende, klingende Bäumchen" erinnern. Ging mir genauso. Wurde zwecks Verwahrung mit ein paar Groschen und Geschwistern von den Eltern ins Kino Odeon geschickt und war danach total von der Rolle.

Vorstellung

Bams 07.09.2008

Bams: Verstanden. Freuen Sie sich als 27-jährige erwachsene Frau eigentlich darüber, dass Sie immer noch als „Pop-Schnuckelchen“ tituliert werden?

Biedermann: Es gibt wirklich schlimmere Bezeichnungen.

Bams: Beispielsweise?

Biedermann: Stellen Sie sich vor, man würde mich „Kreisch-Zwerg“ nennen!

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Ausnahmsweise kann ich mir das sogar sehr gut vorstellen. So viel Phantasie habe ich dann doch noch.

Denn

Biedermann cover FHM September 2008

Warum findet so eine scharfe Frau nicht den Richtigen?

Ihr Blick, ihr Körper in heißen Dessous, ihre purpur-roten Lippen.

Die traurige Wahrheit: „Ich habe einfach keine Zeit zum Verlieben!“

Und weil die Sängerin so wenig Zeit hat, sucht BILD ihr einen Mann ...


Ist schon interessant, was die unter "full size" verstehen. Dazu hab ich eine gänzlich andere Auffassung.

Und Domaindiebstahl, denn surfe ich fhm.de an, dann lande ich auf Pro7. Das nur nebenbei erwähnt.

die lustigsten Sätze der Woche

05.09.2008 Buch der Woche

Gerhard Schröder stellt Beck-Buch vor

SPD-Chef Kurt Beck hat einen prominenten Laudator für seine Memoiren gefunden!

Altkanzler Gerhard Schröder (64) wird die Autobiografie („Kurt Beck. Ein Sozialdemokrat“) am 26. September – zwei Tage vor der Landtagswahl in Bayern – im Willy-Brandt-Haus in Berlin vorstellen.

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heise-news 04.09.2008 14:08

Datenschutzgipfel einigt sich auf striktere Regelungen für Kundendaten

Nach den jüngsten Skandalen im Handel mit Kundendaten und Informationen von Meldeämtern waren sich Vertreter von Bund und Ländern bei dem von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble einberufenen Datenschutzgipfel am heutigen Donnerstag rasch einig, dass gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht und Lücken im Datenschutzrecht rasch geschlossen werden sollen. "Wir haben ein großes Maß an Übereinstimmung gehabt", erklärte Schäuble nach der Runde vor der Bundespressekonferenz in Berlin. Der Vollzug des Datenschutzes solle in seinen Strukturen verbessert und einige Paragraphen im Bundesdatenschutzgesetz angepasst werden


Jo. Das ist doch mal ein Wort. Nach Schäubles "bei uns sind ihre Daten sicher" und Wüfelspitz' "der Staat ist sauber" und die Adelung dieser Aussagen durch den Datenschutzbeauftragten des Bundes.

Endlich mal eine knackige Aussage nebst wegweisendem Versprechen und nicht dieses Wischiwaschi über Terror und so'n Quark.

Das nenne ich knallharte Politik. Könne sich diese Datenschutzkritiker eine Scheibe von abschneiden.
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SPIEGEL ONLINE 04. September 2008, 14:59 Uhr
http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,druck-576186,00.html
DATEN-SAUG-BROWSER
Web-Gemeinde zwingt Google zu Chrome-Korrekturen

Von Frank Patalong und Christian Stöcker


Die zwei Scherzbolde werden hier ausdrücklich namentlich erwähnt, denn bis heute hat sich am Browser nicht allzu viel geändert. Aber wie die Herren meinen.

Korrespondierend dazu das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, auf deren Webseite das allerdings so nicht auffindbar ist. Dafür haben sie den Sprecher zu einer Zeitung geschickt, die auch brav abdruckte, was der sagte. Wie gesagt, bis auf das eine offizielle Sicherheitswarnung vom BSI nie herausgegeben wurde.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät sogar vom Gebrauch des neuen Browsers ab. "Google Chrome sollte nicht für den allgemeinen Gebrauch eingesetzt werden", sagte Sprecher Matthias Gärtner gestern der Berliner Zeitung. Es sei problematisch, dass Google ein Produkt in der Testversion aufgrund seiner Marktmacht einer breiten, zum Teil technisch wenig versierten Öffentlichkeit zugänglich mache.

Chrome sei zwar "bequem, aber kritisch", nicht nur weil das Programm noch nicht ausgereift ist, sondern auch wegen der Datensammelwut von Google.


Kenn ich seit fast 20 Jahren nicht anders. Da wurde noch nicht mal an google gedacht, da gab es das schon.
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focus-online 06.09.2008 10:08

Terrorgruppe plante mit Hartz-IV-Bezügen
Der mutmaßliche Rädelsführer der Sauerländer Terrorgruppe hat die Vorbereitung der geplanten Bombenanschläge offenbar auch mit Sozialleistungen finanziert.


Und deswegen ist es nicht verwunderlich, daß Scholz (was macht der eigentlich, außer dumm rumquatschen noch so?) äußern darf:

Hartz-IV-Empfänger müssen sich auf schärfere Überprüfungen ihrer Arbeitsfähigkeit einstellen. Bundesarbeitminister Olaf Scholz (SPD) teilte mit, seine Behörde bereite entsprechende Kontrollen vor.

Im Vordergrund stünden für ihn aber eine erstklassige Arbeitsvermittlung und eine bessere Qualifizierung Arbeitssuchender.


Ab wann wird das denn eingeführt, das mit der erstklassigen Arbeitsvermittlung und der besseren Qualifizierung? War ja nur 'ne Frage.
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SPIEGEL ONLINE 07. September 2008, 09:50 Uhr
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,druck-576781,00.html
RANDALE NACH STRASSENFEST
Polizei räumt Hamburger Szeneviertel


Kommt auf die Betrachtung an. Ich kann mich an viele Demos erinnern, da hat die Polizei aufs heftigste randaliert, das einem Hören und Sehen verging. Die sind da richtig gut drin, wenn sie gut drauf sind.

...

u.v.a. hier nicht Genannte.

Wanted! - P18

Nicht, was ihr jetzt denkt. Wobei... Wer weiß das schon?
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Znesurmafia bei

Eigentlich war ich mit etwas Bauchgrimmen gen Kino geausflugt.

Als ich mich dem Kino näherte, lümmelte dort eine Horde von ca. 15 Jung-Möchtegern-Nazis mit drei Bierkästen rum, war aber bereits im Abmarsch begriffen, denn daneben stand ein leeres Polizeiauto.

Das können die also, saufen und schwarze Klamotten exakt nach Klischee tragen, einschließlich der T-Shirts vom nationalen Widerstand.

Alleine der Anblick macht einem Angst und läßt gleichzeitig die Hand zur Faust mutieren.

Weitere 2 Meter entfernt versuchten FDP-Jünger ihre Werbeflyer unters Volk zu jubeln.

Komische Welt.

Das Bauchgrimmen hatte sich in Erinnerung gerufen. Seit zwei Wochen bewarben mich Plakate mit einem kleinen Eckschnipsel, der Filme werde dem deutschen Kinogänger in einer ungeschnittenen Fassung vorgeführt.

Und in der Programmankündigung stand dann FSK 18. **

Eigentlich verheißt das nichts Gutes, weil die staatlichen Moralwächter wieder mal annonym zuschlagen durften, ohne eine Begründung für ihre Entscheidung abzugeben. Die im übrigen vollkommen überflüssig ist, da das Teil meines Wissens durch die Leitungen schwappt. Und auf den Verleih wirft es auch kein gutes Licht. Offensichtlich werden deutschen Kinogängern im vorauseilenden gehorsam mit Vorliebe geschnittene File angeboten.

Der Rest ist kurz erzählt, zumal im Netz bereits zahlreiche schriftliche Elaborate vorliegen, die sich in ausführlicher Besprechung versuchen.*

"Einmal Wnted bitte."
"Parkett oder Loge?"
"Was'n der Unterschied"
"Parkett ist vorne, Loge hinten."
"Na dann hinten Mitte."
"Sind sie ADAC-Mitglied?"
"Ick wollt ins Kino und nich 'n Auto reparier'n lassen."
"So war das nicht gemeint, für ADAC-Mitglieder gibt es Preisnachaß."
"Ick mach Hartz-IV, jibt's da ooch Nachlaß?"
"Nein, für Hartz-IV gibt es keine Ermäßigung."

Soviel zum Entreé und zum Zustand des Landes.

Der Film handelt die schon oft behandelten Themen ab.
Jemand fühlt sich berufen, die Geschichte nach seinem Gutdünken zu beeinflusse und setzt dabei auf die Überzeugungskraft von Magnum und Langrohr.

Die ersten 15 Minuten dümpeln etwas vor sich hin, sollen so eine Art Begründung liefern, warum sich der Protagonist zum Revolverhelden und zur Faustkampfmaschine wandelt.

Dies etwas längliche Hinführung zum Thema ist aber nicht nötig. Genauso wenig wie die Schrottverwertung. Ich hab schon alle Autoverfolgungsjagden gesehen, die von Relevanz sind. Und diese im Film bringt da nur für genau 1,5 Sekunden einen neuen Stunt. Der ist aber richtig gut. Tricktechnisch betrachtet.

San Francisco 1968: Steve McQueen jagt zwei namenlose Killer durch die Straßen der Metropole an der Bay, aus der Stadt heraus und schließlich mitten in eine Tankstelle hinein. Die haarsträubende Verfolgungsjagd aus Peter Yates’ Krimi-Klassiker „Bullitt“ ist noch heute das filmische Urmeter, an dem sich alle andere Jagdszenen messen lassen müssen. Das liegt zum einen an der Tatsache, dass El Bandito (McQueen) in vielen Szenen offensichtlich selbst am Steuer sitzt und zum anderen an den beiden eigentlichen Hauptdarstellern: den Autos. Mit dem Dodge Charger R/T und dem Ford Mustang GT 390 wählten die Macher aus Hollywood nicht nur zwei höllisch schnelle, sondern auch verdammt coole Schlitten für die Verfolgungsjagd aus. (Quelle)

Wie überhaupt der Film nichts weiter als eine Aneinanderreihung von durchaus durchdachten und gut berechneten Computertricks ist. Das sind die Stärken des Films.

Das texliche Drehbuch paßt auf auf zwei DIN-A4 Seiten. Es gibt nach ca. 1/3 eine sehr wichtige Textpassage von Morgan Freeman.

Dann wird diese Aussage bis kurz vor Schluß filmisch abgearbeitet, um in den letzten 10 Minuten die Sau rauszulassen. Ein sehr schön umgesetztes shootout, garniert von zwei Textlängen, noch einmal Freeman und ganz am Schluß der Held des Films.

Alle anderen Texte sind so gut wie überflüssig und haben keine Bedeutung.

Aus der Sicht eines Spielfilms betrachtet, ist es eigentlich ein schlechter Film, denn es wird kaum geschauspielert, nur gestuntet. Wenn ich diesen Maßstab trotzdem anlege, dann deswegen, weil nur Morgan Freeman kinomäßig gefallen kann. Gut fotografiert und zuweilen mal eine längere Szene. Leinwandpräsenz, wie sie sich gehört.

Angelina Jolie kommt zu kurz weg. In vielen Bildern unvorteilhaft, aber natürlich abgebildet. Nur ein paar Mal verweilt die Kamera im Vollformat auf ihrem Gesicht, und da zeigt sie auch mit ein zwei Muskelzuckungen, was sie eigentlich drauf hat, sofern der Regisseur es ihr erlaubt. Sie konterkariert die eigentlich gute fotografische Abbildung Freemans.

Nebenbei sei noch der sehr gute Sound erwähnt. Kino, wie es sich gehört und zu Hause eben nicht nachgemacht werden kann (darf). Leider!

Unterm Strich bleibt: Ich habe mich gut unterhalten und war für 110 Minuten weg aus diser Welt und im Film drin. Gehirnwäsche also.

Es ist kein Überfliegerfilm, aber auch kein schlechter. Man kann reingehen, muß es aber nicht.

Und auch einen Tag später erschließt sich mir nicht, welchen Grund die Sittenwächter gefunden haben, um 17jährigen Menschen diesen Film zu verbieten.

Filmzensur ist schlichtweg überflüssig, denn diese Jugendlichen haben durch Computerzockerei weitaus mehr Medienkompetenz, als die gesammelten Sittenwächter der Nation zusammen.

Die Jugendwächterei gehört schlichtweg abgeschafft und die dafür Verantwortlichen mindestens ein Jahr ins Gefängnis. Wegen chronischer Blödheit.

Denn auch die letzte Frage im Film, "hast du heute schon was sinnvolles gemacht?", animiert nur rhetorisch dazu, seinen Handgrantenvorrat zu plündern und damit auf den Fluren der FSK-Moralisten, Hier-Keine-Arbeit-Ämter oder im Bundeskanzleramt Bowling zu spielen. Diese letzte Frage zeigt eben nur die Option dafür auf. Mehr nicht. Meine Handgrantenvorräte heb ich mir für die wirklich wichtigen Zeiten auf.
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Matthias Huber in Telepolis
Daniel Sander in SPON

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Zur lausigen Zensur siehe
Schwachmaten bestimmen, was angeblich gut für Kids ist

4. September 2008

Professoren im Rausch

SPIEGEL ONLINE 04. September 2008, 19:36 Uhr
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-576376,00.html
PROVOKANTE RECHNUNG
Wissenschaftler halten Hartz-IV-Satz für viel zu hoch

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Liebe Spiegel-Redakteure, diese beiden Wirtschaftsverbrecher heißen Friedrich Thießen und Christian Fischer und die Internetseite wird von der Uni Köln zur Verfügung gestellt.
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Sehr geehrte Herren Fischer und Thießen, ich möchte auch das Zeug rauchen, das ihr verkonsumiert habt. Das muß schweinegut sein. Könnt ihr mir da eine verläßliche Quelle nennen?

besserer Ton für Fotoapparat

2008-09-04
digitalkamera.de
Neue Firmware verhilft mju-Kameras zu besserer Tonqualität
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Ach so?