6. August 2010

wie in alten Zeiten

Als hätte es eine Finanzkrise nie gegeben, agieren die Banker schon wieder so, als drehe sich die Welt um ihren Geldtresor respektive Trading-Computer.

Titten und Boni für Banker (boobs & bonuses for bankers)

George Fernandez said: "We're back to our old ways. City bonuses, going out, champagne."

5. August 2010

scheiß AVM

So, mit fast drei Stunden Verspätung kam heute der Kabelmann und hat mir ein Kabelmodem installiert und eingerichtet. Nach 10 Minuten war er wieder weg und ließ mich in meinem Elend allein. So wie AVM. Und google. Fast.

Stöpsel ich das Netzwerkkabel direkt in den PC, dann geht alles, außer die anderen Netzwerkgeräte. Stöpsel ich das Kabel in die Fritzbox, geht alles andere außer die Verbindung zum Kabelmodem.

Also gegoogelt (wie schreibt man das eigentlich korrekt). Ich habe zuhauf Seiten gefunden, da wird man angepöbelt, das stehe alles in der Bedieneranleitung der Fritzbox 3170. Es ist insofern Pöbelei, weil es da nicht drin steht.

Zweite Quellen berichtet zuverlässig, daß nur die 7er Modelle von AVM einen reinrassigen IP-Uplink bieten, bei allen anderen muß man entweder eine höherwertige Box kaufen oder auf Netzwerkfunktionen wie Drucker, Notebook und Gäste-PC verzichten, weil man die Box in den Schrank legen kann, da sie mit Kabelmodem nicht funktioniert. Geht halt immer nur eines. Entweder Fritzbox mit anderen Geräten ohne Internet oder PC mit Internet ohne andere Geräte.

Neukauf fällt aus monetären Gründen aus, zumal das Kabelmodem zwei analoge Telefonanschlüsse bietet. Kauf ich mir im Baumarkt für 9,90 ein billiges Analog-Telefon, bin ich doch besser bedient.

Dritte wiederum behaupten stur und steif, das gehe definitiv.

Wo liegt das Problem?

Das Problem liegt darin, daß der Uplink-Port der Fritzbox definitv als Modem-Port geschaltet ist und damit keinen TCP-Traffic anbietet, sondern TCP over PPPoE, was das Kabelmodem wiederum überhaupt nicht versteht, denn das erwartet Ethernet-Pakete, die es dann selber moduliert. Die Modem-Funktion läßt sich aber nicht abschalten.

Inzwischen hatte ich mir die Box zerschossen und mußte schnell das recover-Image überbügeln, damit ich überhaupt wieder rauf konnte.

2 Stunden wertvoller Lebenszeit habe ich vertrödelt, weil AVM einfach technischen Mist auf den Markt wirft. Ich hatte insofern Glück, daß ich der Vorletzte mit diesem Problem bin und es bereits von anderen gelöst wurde.

Rauf auf die Box

Einstellungen --> System --> Ansicht --> Expertenansicht aktivieren ankreuzen.

Das war die leichteste Übung.

Dann im Firefox, und nur da geht es,

Menü Ansicht --> Webseiten-Stil --> kein Stil

Oha, auf einmal verändet sich die Anzeige und man bekommt Menüs zu Gesicht, die in der Normalen Ansicht verborgen sind.

Dann geht man auf

Einstellungen --> Erweiterte Einstellungen --> Internet --> Zugangsdaten

et voila.



So anklicken, wie im Bild abgebildet, ganz unten, nicht im Bild, auf Übernehmen drücken. Nun ist der Uplink-Port stillgelegt und nutzlos, dafür aber der LAN-Port 1 als TCP-Forwarder verfügbar. Bleiben noch drei Ports für Geräte.

(Traffic-Shaping könnte man auch abwählen, ist wohl nur für das torrent-Protokoll wichtig. Ich weiß auch nicht, wie Traffic-shaping in der Firmware der Fritzbox umgesetzt wird, d.h. welche Protokolle mit welcher Austariertheit priorisiert werden. Könnte sein, das ist eh nutzlos.)

Das Kabelmodemkabel wird nun in den Port 1 gestöpselt und ca. 1 Minute später sollte man eine höchst wohlfeile Internetverbindung haben. Habe ich jetzt auch. Sowas wie einen linken Arbeiterführerporsche. Mit 32 km/h habe ich das Ding geordert, aber wenn keiner zuschaut, komme ich auch mal auf satte 40 km/h. Das macht Spaß.

Und rausbekommen hab ich es nur, weil es doch ein paar Seiten im google-Index gab, die die korrekte Lösung angeboten haben. Ohne zu pöbeln.

Bleibt ein zweites Problem. Wie kann ich vom PC aus das Kabelmodem resetten, um eine neue IP-Adresse zu erhalten? Ab und zu brauche ich das. Der Kabelanbieter macht keine Zwangstrennung, Internet ist immer an, ergo habe ich auch ewig die gleiche IP-Adresse, rein theoretisch zumindest.

Auch da habe ich nochmal zwei Stunden lang die einschlägigen Gulli-Seiten studiert und letztlich eine hoffentlich funktionierende Lösung gefunden. Werde ich erst in den nächsten Tagen sehen. Das hat was mit der MAC-Adresse der Fritzbox zu tun, die man freundlicherweise ändern kann. Im Original steht da auch die Mac-Adresse drin. Die habe ich für den screenshot rausgelöscht.

Leute, ich bin einfach nur pappesatt, was sich dieser Industriepöbel bei uns einfachen Leuten so herausnimmt. Eine Frechheit, wie die uns behandeln.

Mein nächster Router ist jedenfalls keiner mehr von AVM, sondern einer für 20 Euro der genau das macht, was er auch sagt. Routen.

Bis es soweit ist, funktioniert das Routing doch mit der Fritzbox 3170 und einem Kabelmodem.

das walte Hugo, daß Hitler in staatlicher Obhut bleibt

Sehr geehrter kgp

Zum Schicksal des Mädchens auf dem aktuellen Cover der Time hatte ich mich umfassend geäußert.

Sehr geehrter Herr Neuber

Bereits gestern mahnte ich an, daß uns Westerwelle die Rechtsgründe und damit die Eindeutigkeit gezielter politischer Morde in Afghanistan schuldig geblieben ist. Ich klagte ebenfalls darüber, daß Journalisten ihrer eigentlichen Arbeit, dem Recherchieren des Sachverhaltes im Original-Dokument zum ISAF-Mandat, nicht nachkommen.

Es hilft also nicht wirklich weiter, wenn sie unter der Überschrift

Bundesregierung bleibt ungenau bei gezielten Tötungen

eine Umfrage starten.

Verteidigungsministerium und Außenminister Westerwelle sehen Todeslisten und gezielte Tötungen als völkerrechtlich legal im Isaf-Mandat an. Darf die Bundeswehr dies unterstützen oder gar aktiv mitwirken?

Die nächste Umfrage lautet doch dann sicherlich:

Nazis, Volk und Bürger sehen die Todesstrafe für Kinderschänder als legal an. Darf die Bundesregierung dies unterstützen und durch die Bereitstellung von Henkern aktiv unterstützen?

4. August 2010

wie ich bereits vorgestern schrieb

ist das erstens kaum eine Meldung wert, gegenüber den Bildern des Boston Globe pillepalle und schon immer so gewesen.

Ich erwähne das alles nur, weil mir einige Dummschwätzer Moskau im Rauch als Sensation verkaufen wollen und es als journalistisch meldepflichtig einstufen.

die Zeitungen von morgen kurz zusammengefaßt

Die in Duiburg zugewiesenen Schuldigen waren es nicht, denn es war alles korrekt.

Rufen im Wald

Es nervt echt, Alice – es ist Zeit, abzutreten.

das Wichtigste aus der heutigen Welt

13:12|Reset-Möglichkeit
Sieben Experten können jetzt das Web neu starten

14:54|Sonnenbad
Auch ein nackter Po wird weniger braun

die Bluthilde erklärt euch den Techno

Helde Benjamin, früher als kulturjuristische Wissenschaftlerin tätig, trauert ganz kurz und erklärt euch dann die proletarischen Wurzeln des Techno, seine wachsende Rolle der Bedeutung in den Klassenkämpfen unserer Zeit und seine revolutionäre Sprenkraft. Oder so ähnlich. Verstanden habe ich es nicht :-), mich dafür prächtig amüsiert.

Lest euch das gefälligst selber durch.

zur Disziplinierung des Genossen Ernst

äußert sich die Schweizer NZZ. Ernst soll vom Genußmenschen zum Parteiarbeiter umgemodelt werden. Früher nannte man das Erziehung. Heute, wo Erziehung nur noch in einschlägigen Instituten von gut ausgebildeten Damen durchgeführt wird, müssen wir demzufolge mit dem Kommentar von Hans Schwinger zu bett gehen:

Daß sich die NZZ an derartigen Kampagnen beteiligt, ist enttäuschend.

Foto: Carlos Kellà

Draußen waren lauschige 23 Grad und bedeckter Himmel, so daß sich gemütlich eine ordentliche Strecke wegradeln ließ. Während ich mich also sportlich ruinierte, ruinierte der Foto-Praktikant bei BILD seine journalistische Zukunft. Denn statt sich darauf zu konzentrieren ansehnliche Bilder in ansehlicher Größe auszuwählen und diese auf den Internetserver zu hieven, wurde er damit beauflagt, eine Klickstrecke mit 106 Briefmarken zusammenzustellen, regardless of quality.

Unter der reißerischen Überschrift

DIE BESTEN BILDER VOM SHOOTING:

habe ich zumindest bis Bild Nr. 3 durchgehalten und dann entnervt abgebrochen, weil Carlos Kellà Schrott unansehnlichen Schrott produziert hat. Ich verlinke jetzt mal nicht, weil ich mich der ästhetischen Fortbildung meiner Stammleserschaft verpflichtet fühle, aber die Webseite dieses Carlos Kellà ist ein einziger digitaler Müllhaufen, seine Bilder sind dumm und ohne jede Aussage.

Aber damit ist er ja bei der BILD vollkommen korrekt aufgehoben. Das ist die Plattform, die er braucht.

Wer sich schöne Bilder anschauen möchte, geht zu den keine Klickstrecken big pictures des Boston Globe.

Homo-Heirat all over the world

Waldbrände in Rußland, geniale Bilder

friedlicher und humanitärer Wiederaufbau und Brunnenbohren in Afghanistan, Juli 2010, Achtung, nichts für schwache Nerven, da nicht vom Völkerrecht gedeckt, wobei das hier für Schwachnerver geeignet ist.

Diese beiden allerdings nicht.

http://inapcache.boston.com/universal/site_graphics/blogs/bigpicture/afghan_07_30_10/a34_24310877.jpg

http://inapcache.boston.com/universal/site_graphics/blogs/bigpicture/afghan_07_30_10/a13_24367277.jpg



Tja, ob die Zeit damit Recht hat und die Ölpest ihr dreckiges Gesicht verliert, das kuckst du dir mal auf dem aktuellen Material zur Ölverschmutzung an und gehst dann zur Zeit zurück und schreibst denen was ins Stammbuch. Noch sind die Kommentare geöffnet.

Westerwelle verteidigt Schreibtischmörder der Bundeswehr

liest du hier

„Die Rechtslage ist eindeutig diesbezüglich. Wir müssen wissen, dass gegnerische Kämpfer in einem nicht internationalen bewaffneten Konflikt in dem vom humanitären Völkerrecht gesteckten Rahmen gezielt bekämpft werden können und auch dürfen.“

Westerwelle vergaß bei der Gelegenheit, da ihm mal wieder etliche Leute zuhörten, zu erwähnen, worin erstens diese Rechtslage besteht und woraus deren Eindeutigkeit hervorgeht.

Die deutschen Qualitätsinterviewer wiederum vergaßen vor lauter Verzückung, an dieser Stelle nachzuhaken und haben stattdessen den Stuß aufgeschrieben und an ihre Redaktion gekabelt. Ist ja auch viel leichter, sein Geld zu verdienen. Daß diese Lumpenhunde nicht nachgefragt haben, könnte ja noch tolerabel sein, daß sie die Aussage nicht nach ihrem völkerrechtlichen Gehalt recherchiert haben, das ist unverzeihlich und saudumm von denen.

Halten wir unterm Strich fest, daß Westerwelle wie weiland die Faschisten den politisch motivierten Mord befürwortet, um seine eigene politische Verderbtheit zum Endsieg zu verhelfen.

Ach, ich sehe gerade beim Blick in die Kugel, daß Westerwelle und Nazis noch nicht so gut gelistet ist, muß ich mir noch irgendeine Satz ausdenken, der Westerwelle, Faschisten und Nazis in einem Atemzug nennt. Fällt mir über Nacht sicherlich noch was ein, was ich morgen schon wieder vergessen habe.

nochmal die dumme Suedddeutsche

Verletzung von Arjen Robben
"Er hätte auf die WM verzichten sollen"


Die sind ja so dumm bei der Sueddeutschen. So eine Überschrift kann nur von Leuten kommen, die noch nie ein WM-Finale gespielt haben.

Auf meine Person umgemünzt hieße das, er hätte auf seine Radeltouren verzichten sollen.

Liebes-Aus bei keiner Liebe

BILD hat heute wieder was vom Heiratsmarkt.

Liebes-Aus! TV-Star Andrea Kathrin Loewig ist wieder solo

Im Text korrigiert der TV-Star (BILD) dann jedoch die BILD-Zeitung.

„Wir haben es leider nicht geschafft, aus unserer Verliebtheit eine Liebe wachsen zu lassen.“

Es gab also gar keine Liebe, die hätte Aus gehen können.

Rauchen ist lebensgefährlich

Der Vorkämpfer für einen rauchfrei nachhaltigen Erdball, Sebastian Frankenberger, hat am eigenen Leib erfahren müssen, daß Rauchen Leben und Gesundheit gefährden kann. Mit dem Mut und der Kampfkraft eines am Hindukusch operierenden Bundeswehrbataillons stürmte er, ein Fernsehteam im Schlepptau, ein von Rauchern bevölkertes Festbierzelt als sei es die Höhle des Lasters schlechthin, bevölkert von schmauchenden Talibans.

Mutig bahnte er sich im Rauch der nikotingeschwängerten Luft einen Weg zu einem freien Platz, um unter der Dunstglocke bayerischer Verderbtheit eine ordentlich eingeräucherte Schweinshaxe zu verspeisen. Doch das Vergnügen wurde ihm verleidet. Als Blockwart blauen Dunstes hat er sich ja bewährt, dieser Luftikus, aber mit der eingeräucherten Schweinshaxe, das muß er noch üben.

Er wurde ob seines anrüchigen Auftreitts von den rauchenden Festbiertrinkern unmißverständlich aus dem Festbierzelt hinausgeworfen, wie die Sueddeutsche in einer rührseligen Homestory zu berichten weiß.

"Es gab Buhrufe", sagt Frankenberger zu sueddeutsche.de. Dann sei er "unter dem Applaus der Bedienungen aus dem Festzelt katapultiert" worden. Er habe sich der Anweisung gefügt, sagt Frankenberger. "Ich wollte nicht provozieren, ich habe mich auch nicht provokant verhalten. Im Gegenteil, ich habe versucht, zu deeskalieren."

Stimmt nicht, sagt indes Festzeltwirt Werner Pongratz. Der Waldkirchener schildert das Geschehene anders: Frankenberger hätte sich mit den Kameras in der Mitte des Festzelts postiert und demonstrativ Interviews gegeben. Die Volksfest-Besucher hätten sich dadurch regelrecht provoziert gefühlt. "Ich habe Herrn Frankenberger dann gebeten, das Festzelt zu verlassen - zu seiner eigenen Sicherheit", sagt Pongratz...

Doch selbst im Kirchenstaat gilt das Rauchverbot nicht ausnahmslos: Die Weihrauchfässer dürfen die Ministranten weiter schwenken.


Ganze zwei DIN-A4-Seiten ist es den Hausfrauen in der Redaktion der Sueddeutschen wert, für eine nicht gerade spannende Geschichte zu verplempern. Dafür war sie provokant. Das ist ja auch was. So wollen wir das Qualitätsmagazin Sueddeutsche haben. Geschichten, die zwar nicht das Leben aber ein pfiffiger Redakteure aufschreibt. Von Hausfrauen für Hausfrauen.

Käßmann macht jetzt auf Sozialethik

Keine weiteren Fragen mehr, Sir. So ist das nunmal, wenn der Gärtner bockt.

3. August 2010

Mekong-Delta

Als jemand, der selber auf dem Mekong einmal rauf und runter geschippert ist, auf allen Vieren durch die Gänge der unterirdischen Partisanenstadt bei Saigon kroch und in Da Nang im amerikanischen Krieglazarett zwei Tage lang mit einer Handvoll Drogen wieder zum Leben erweckt wurde, als ein solcher Mensch darf ich daran erinnern, daß Martin Sheen heute seinen 70. Geburtstag feiert. Oder auch nicht.

Nach Apocalypse Now hätte er sich eigentlich zur Ruhe setzen können, denn mehr an Lebensleistung kann man nicht bringen. Er gehört zu den ganz wenigen Künstlern, denen ich zubillige, mit einem einzigen großen Wurf ihr Restleben finanziell bestreiten zu dürfen. So viele gibt es da nicht.

schwerer Rückschlag für Die Linke

Wie die Parteizeitung Spiegel soeben mitteilt, wollen bundesweit beliebte und anerkannte Arbeiterführer aus der Linken austreten.

Bei den Dissidenten (Spiegel) handelt es sich um den Sigmaringer Kreisvorsitzenden Rainer Kalthofen und seinen Stellvertreter Karl Magnus Friedrich sowie um den Ravensburger stellvertretenden Kreisvorsitzenden Jürgen Angelbeck und den dortigen ehemaligen Kreisvorsitzenden Mirco Koalarczik.

Antiterrorkampf mit Jägern und AWACS

RIA Nowosti

Russisch-amerikanische Anti-Terror-Übungen für August angesetzt

Geübt wird gemeinsames Handeln zur Abwehr von internationalen terroristischen Bedrohungen. Eingesetzt werden Jäger und AWACS-Radarflugzeuge...


Dazu paßt ja dann diese Meldung wie Arsch auf Topf.

Russland lässt sich Streubomben nicht verbieten

Die UN-Konvention gegen Streumunition war am Sonntag in Kraft getreten. Doch Russland wolle auf diese Munition nicht verzichten, sagte ein Teilnehmer der Verhandlungen. Experten sagen, dass es keine Alternative für Streubomben gebe, weil sie preiswert und effizient seien. Doch Blindgänger gefährden oft Zivilisten.