8. März 2011

Heiligenlexikon - die Frauen von ihrer besten Seite

Ich wollte ja heute mal einen Post verfertigen, der die Frauen von ihrer besten Seite zeigt. Nach kurzer Recherche habe ich das Unterfangen aufgegeben, um mir nicht den Zorn des Bundeszensuramtes zuzuziehen.

Verweise ich eben auf die heiligen Frauen.

Gabriel im Quotenloch

Sigmar Gabriel nutzt das in der Bevölkerung weit verbreitet Kurzzeitgedächtnis aus, um sich mit jedem beliebigen Thema ins Gespräch zu bringen. Sein inhaltliches Wissensspektrum ist breit gestreut und reicht vom Getreidetreibstoff für Kraftfahrzeuge über knackige RockPopmusik bis zu despotischen Diktatoren.

Heute wird Röttgen von ihm abgewatscht, dem er völliges Versagen vorwirft.

Ehe unser Kurzzeitgedächtnis wieder zuschlägt, sei deswegen noch schnell eine Ereignis aus der SPD-Gesetzgebungsgeschichte in die Erinnerung zurückgeholt.

Biokraftstoffquotengesetz – wichtige Umweltziele durchgesetzt

Umweltpolitiker der Koalition haben in den abschließenden Beratungen über das Biokraftstoffquotengesetz wichtige Erfolge für Umwelt und die Biokraftstoffwirtschaft erzielt. Besonders begrüßen wir die geplante Nachhaltigkeitszertifizierung von Biokraftstoffen. Bis Juli 2007 wird eine entsprechende Verordnung vorgelegt, um den nachhaltigen und naturverträglichen Anbau zur Herstellung von Biokraftstoffen zu gewährleisten. Mit der Zertifizierung soll sichergestellt werden, dass für die Herstellung von Biokraftstoffen (zum Beispiel aus Palmöl) tropische Regenwälder weder abgeholzt noch durch Brandrodung zerstört werden.

Die Einzelquoten der Beimischung, die jetzt eine Gesamtquote von 5,75 Prozent bilden, werden linear angehoben, um bis 2015 zehn Volumenprozent Gesamtquote zu erreichen. Das entspricht acht Prozent der durch die Kraftstoffe erzeugten Gesamtenergie.


Ja, so ist diese SPD. Sich mit anderer Leute Mittagessen im Tank durch Deutschland echauffieren lassen und in der Bequemlichkeit des Rücksitzes kluge Ratschläge ausdenken. Das können die Sozis.

Also, ein Quotenloch mit schierer Masse ausfüllen, das reicht heutzutage nicht.

7. März 2011

Maxl - der Beleidigte

Gestern hab ich Maxl streßfrei per Trickserei in den Käfig bekommen. Heute ebenso. Nach dem Abendbrot setzt er sich an die Käfigtür, macht auf beleidigt und schaut mich treudoof an. Soll wohl heißen, eine halbe Stunde kann ich ihn ruhig nochmal rauslassen, er will doch nur spielen. Nix da.

Außerdem muß ich mir dann keinen Wecker im Haus borgen, so es morgen wie heute funktioniert. Mit markerschütternder Ruferei hat er nicht nur mich, sondern gleich noch ein paar Nachbarn aus dem Tiefschlaf geholt, um sein Recht auf Freilassung einzuklagen. Das hat er auch bekommen. Doch was macht dieser Schlawiner? Setzt sich in die Käfigtür und schläft nochmal eine halbe Stunde, eher er für sich entschieden hat, daß heute ein blendender Tag wird.

Maxl kann aber auch anders. Wenn er seiner Vogelhirse angesichtig wird, dann kennt er keine Freunde mehr und verrät Kanzler, Volk und Vaterland. Ich hab das Bündel noch gar nicht richtig auf dem Käfig platziert, schwupps hockt er an dem Minibusch und knabbert sich die Leckerbissen raus.

Sieht wohl so aus, daß er noch ein paar Tage länger bei mir bleiben muß, denn Frauchens Entlassung aus dem Krankenhaus wird es wohl erst zum Ende der Woche hin geben. Da muß der Bursche durch.

Die geheimen Militärpläne der USA

gegen Libyen sind jetzt nicht mehr geheim, denn die Welt hat drüber geschrieben und sie auf ihren Servern gewikileakt, so daß es bald nicht nur die Welt sondern die ganze Welt weiß.

Nebenbei wurde auch die Schraube der Revolution zurückgedreht, denn momentan handelt es sich in Libyen um Unruhen. Wenn ich ein Synonymwörterbuch zur Hand hätte, könnte jetzt eine lange Liste an Änderungsvorschlägen folgen, wie Volksrevolte, Bürgeraufstand usw., was man dann schön der Tageszeit entsprechend benutzen würde.

Warten war ab, als was die Zustände in Libyen morgen bezeichnet werden.

Bisher im Angebot waren u.a.:

AUFSTAND IN LIBYEN 05.03.2011
ARABISCHE REVOLUTION 05.03.2011
LIBYEN-KRISE 06.03.2011
OFFENE SCHLACHTEN 06.03.2011


sensationelle Idee

Wie der Spiegel unrecherchiert und politikgläubig soeben von der Sueddeutschen guttenbergt, soll es den Daddelautomaten an den Einarm gehen. 16 Bundesländer (Sueddeutsche) haben sich einem edlen Ziel verschrieben. Der Glücksspielcharakter von Glücksspielen soll zurückgedrängt werden. Wenn ich es recht bedenke, dann war ich auch schon immer dafür. Hätte da auch einige Ideen für Poker, Fußball, Arbeitsmarkt u.a.

Jede Wette, das wird ein genauso gigantischer Erfolg, wie den Alkoholcharakter des Alkohols zurückzudrängen. Es lebe der deutsche politische Frohsinn.

Aufmarsch von gestrigen Verfassungsfeinden

Hoho Leute, die Titanic hat den Tagesspiegel aufgekauft und gleich mal einen lecker Artikel platziert.

„Man könnte es für einen obskuren Karnevalsbeitrag halten, aber wir müssen das ernst nehmen“, sagte der Verfassungsschutzexperte der SPD, Tom Schreiber.

Genau, Keßler, 91, rüstig wie Fidel, stand schon in seinen Knobelbechern bereit, den Marschallstab von Guttenberg zu übernehmen, doch de Maiziére kam ihm zuvor. Das muß man ernst nehmen, denn die Demokratie ist in Gefahr. Erst recht, wenn Keßler an der Spitzer der NVA-Kolonne in den Reichstag einmarschiert und die DDR-Fahne hißt.

Die Abmahnung aber, die der Wirt der Cafeteria erhalten hat, die würde ich von einem Gericht prüfen lassen. Die scheint auf sehr tönernen Füßen zu stehen. Es tönte so:

...auf keinen Fall gebe es aber Platz für Systemträger von Diktaturen oder gar Verfassungsfeinde. Auf den Beweis seitens der Zooangestellten Gabriele Thöne wäre ich gespannt.

6. März 2011

Hakenkreuze heißen jetzt "rechte Farbschmierereien"



Der Landfunk klärt uns auf. Die am Wahlquartier von Gregor Gysi aufgebrachten Hakenkreuze waren in Wirklichkeit rechte Farbschmiereien. Die nächsten Lektionen öffentlich-rechtlicher Farbenlehre behandeln dann, was mittlere und linke Farbschmiereien sind. Eine Sendetermin steht noch nicht fest.

Maxl - fotoscheu

Das schwarze einäugige Ungeheuer ist dann doch nichts für Maxl. Es obliegt dem Zufall, ob die Bilder was werden.

Freunde werden wir wohl nicht. Heute war das erste Mal, wo er absolut streßfrei in den Käfig ging, ohne Fluchtversuch gegen die Wand. Nach dem ersten Schlag Abendbrot sitzt er beleidigt im Käfig und ist mir böse. Er krakeelt nicht, sondern ist ganz ruhig. Wobei er seit 5 Minuten einen entspannten und ruhigen Singsang angestimmt hat.

5. März 2011

lieber BILD-Praktikant

Eigentlich wollte ich ja einen Tag mal abstinent leben und mich nicht mit dem Blödsinn beschäftigen, den ihr woanders abschreibt und ungeniert auf eure Server guttenbergt. Diesmal geht es um die Saarländische Zeitung und eure markige Überschrift.

Deutschland rüstete Gaddafi auf

Es geht die Rede von um die 83,5 Millionen Euro im Zeitraum von 2005 bis 2009. Das macht pro Jahr 16 Komma und etwas.

Wer Libyen wirklich aufgerüstet hat, das erfahren wir in dem Artikel leider nicht. Möglicherweise bringen uns die Russen in der Recherche ein kleines Stück weiter, denn die behaupteten vor zwei Tagen:

Waffenembargo gegen Libyen kostet Russland vier Milliarden US-Dollar

Legt man den Umrechnungskurs von Herrn Jobs zugrunde (1$=1€), dann handelt es sich um 4 Milliarden Euro, die die Russen wegen so einem schnöden Embargo verlieren.

So, und könnt ihr uns mal den Unterschied ausrechnen. Taschenrechner ist erlaubt.

Maxl auf Urlaub - aus seinem Leben

Maxl hört mit dem Erzählen gar nicht mehr auf, was er schon alles so erlebt hat. Der schwätzt mir Blasen an die Ohren. Vorgestern und gestern früh ging es ihm nicht zack zack genug. Da war ich seiner Meinung nach zu langsam, ehe ich den Käfig auf seinem Platz und die Tür geöffnet hatte. Heute war das Wetter mies. Da hat er eine geschlagene Stunde im Käfig zugebracht, ehe er auf sein Bäumchen gehüpft ist, das er nur im akuten Notfall verläßt, z.B. wenn ein Adler am Fenster vorbeifliegt.

Maxl ist mit sich im Reinen, und die Welt ist für ihn in Ordnung. Dem geht es gut. Hat sich meine Arbeitshypothese wohl bestätigt. In seinem Stammhaus wäre es für ihn jämmerlich geworden, wenn ich nur die Zeit für eine Stunde Sittich-Bespaßung am Tag aufgebracht hätte.

update 18:10 Uhr.

Habe ich ihn den dritten Tag hintereinander vollkommen streßfrei in den Käfig bekommen, der Hunger treibt ihn rein. Ganz schnell Licht runter dimmen, dann verharrt er auf der Stange wie ein General und beobachtet das Schlachtfeld. Nur im Dunkeln, die sieht man nicht. Haha.

Kann ich in seiner Stammbehausung ganz nah an ihn ran, so ist er in dieser Beziehung wie verändert. Unterschreitung der Fluchtdistanz wird mit Flucht bestraft. Da ist er eisern. Vererbt ist vererbt.



So, jetzt mal Butter bei die Fische. Ich weiß nicht, ob ich schon mal erwähnte, daß ich das Canon-Video-Format verdamme. Das entzieht sich jeder Bearbeitung, jedenfalls so, wie ich es gerne verarbeiten würde, mit der Software, die ich hauptsächlich nutze.

Canon nutzt Quicktime-Container, der h264 und wav enthällt. Das Video ist mit bis zu 50 MBit bei Full-HD codiert, wav ist 48KHz/16bit. Das macht dann bei 10 Mnuten schon mal an die 3 GB an Daten. Verrückt.

Jetzt verrate mir doch mal jemand, was man damit anfangen soll? Ich möchte eine klassische MP4-Datei, die ich wunderbar mit avidemux zurechtstutzen kann. Aber, erstens ist h264 im raw-Format, das verstehen nicht alle Programme und wav ist in MP4 nicht erlaubt. Außerdem will ich erst verlustfrei schneiden (ohne reencoding) und dann codieren.

Hat mich etliches an Zeit und Nerven gekostet, einen workflow rauszukriegen, der meinen Wünschen entspricht.

Gefunden habe ich "MPEG Streamclip". Mit der Software kann ich das Canon-MOV erstmal demuxen und habe anschließend den h264-raw-stream und eine aiff-Datei. Die AIFF kann ich in der Audiobearbeitung aufbrezeln. Meine beiden aac-encoder können aber beide keine 48 KHz-Dateien verarbeiten, sondern nur 44 Khz. Shit. Doch iTunes kann das. Also die AIFF-Datei da reingeschaufelt, wav frißt mein iTunes nicht, und eine m4a daraus fabriziert.

Nun hatte ich also einen diskreten originalen Videostream und eine Audiodatei im MP4-Format.

Jetzt ging es ans muxen. Habe bisher immer die MP4Box benutzt, aber die scheiterte kläglich. Doch die Lösung war nicht weit, mußte mir nur die aktuelle Version ziehen, die konnte dann beide streams zu einer MP4-Datei muxen, die noch den originalen Videostream und die neue aac-Audiospur enthielt. Das ist jetzt eine reine MP4-Datei, die ich in avidemux laden und verlustfrei schnippeln kann. ist das erledigt, kann ich aus den verbliebenen 2,8 Gig eine kleinere Videodatei rendern, die aber immmer noch stolze 65 MB aufweist.

Liebe Qualitätsingenieure. Könntet ihr irgendwann mal wieder Sachen erfinden, die einen Nutzwert für die Bürger haben? Ich bin nicht dazu berufen, eure Arbeit zu machen.

4. März 2011

heute mal ein Witz aus dem Tollhaus

CSU rügt Lammerts Verhalten als "parteischädigend" (welt)

Da kann ich nur lang anhaltenden spontanen Beifall klatschen. CSU bezichtigt die CDU des parteischädigenden Verhaltens. Willkommen im Klub.

Bundesanwaltschaft stellt sich gegen Qualitätsmedien

Die Bundesanwaltschaft hat bedauerlicherweise Ermittlungsprotokolle statt Qualitätsmedien gelesen und stuft den Amoklauf am Frankfurter Flughafen zum Bedauern der Märchenonkelinnen in den Schreibstuben als „schwere staatsgefährdende Gewalttat“ ein.

Äh, habe ich nur eine Frage. Was daran war eigentlich staatsgefährdend, wenn schon nicht islamistisch haßgesteuert und terroristisch-freundschaftlich?

merkbefreit

Jahrzehnte haben sie nichts gemerkt, die Weltverbesserer und unsichtbaren Kämpfer an der revolutionären Front. Doch gestern ist es ihnen wie Schuppen von den Augen gefallen. Eine Kumpanei mit despotisch autokratischen Diktatoren findet nicht statt. Aus der sicheren Deckung des nachdespotischen Zeitalters visioniert Sigmar Gabriel:

Die SPD droht mit dem Ausstieg aus der Sozialistischen Internationalen (SI)

„Wir Sozialdemokraten werden jedenfalls für diese Form der internationalen Kumpanei nicht zur Verfügung stehen“, schreibt Gabriel.


Eine schöne Selbsteinschätzung. Weil die SPD seit Äonen mit Diktatoren, Despoten, Tyrannen und Unterdrückern kumpaneit, hat sie sich jetzt selbst in die Pflicht genommen und befördert sich aus jenem Zusammenschluß hinaus, der die fortschrittlichsten Revolutionäre der Moderne in sich vereint. Daß ich das noch erleben darf.

kämpfender kein Kämpfertyp

"Er ist nicht so ein Kämpfertyp", so Lohse zu SPIEGEL ONLINE. "Er hat tendenziell immer das dünne Brett gesucht."
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Ich war immer bereit zu kämpfen...

Anruf in der früh - seelische Notlage

Es gehört nicht gerade zu den angenehmsten Dingen im Leben, in der Frühe aus der Zahnarztpraxis angerufen zu werden. Frau Doktor krank, Termin um 4 Wochen verschoben. Jetzt geht der ganze psychische Vorbereitungsquark wieder von vorne los. Schauderhaft.

Aus Frust bekommt jetzt der oberste Polizeigewerkschafter eine auf den Deckel.

Wir erinnern uns, daß dieser Herr Wendt immer dann in den Qualitätsmedien zitiert wird, wenn es darum geht, noch Dümmeres zu verbreiten als an Dummheiten schon verbreitet ist. Oder andersrum gesagt, da ich sicherheitshalber nochmal eine Suche durchführen ließ, die Datenkrake google hat nicht eine einzige substanzielle Aussage von Herrn Wendt als Treffer aufweisen können, was darauf schließen läßt, daß diese top secret sind, er inhaltliche fundierte Aussagen noch nie getroffen hat oder aber die Qualitätsmedien solche nie für meldepflichtig hielten.

Heute ist wieder so ein Tag, an dem das Müsli, das seiner Denkstruktur entfleuchte, in den Medien breitgetreten wird. Er brauche zwingend die Vorratsdaten, so sein credo.

Polizei fordert 2000 Seelsorger für das Internet

Auch könne Menschen in seelischen Notlagen ... "durch einen schnellen Zugriff auf Verkehrsdaten geholfen werden".

Kaum ist der Friedrich einen halben Tag im Amt, blüht der Unsinn in den schönsten Farben, als ob der literarische Frühling ausgebrochen ist.

Wenigstens einen kleinen Sprung in der Schüssel können wir Herrn Wendt ferndiagnostisch bescheinigen, denn 2009 lautete die gleiche Schlagzeile noch
"Wir brauchen 2000 Cyber-Cops".

Unter welchen Umständen aus dem "Internet als größten Tatort der Welt" (Wendt) die größte seelsorgerische Müllhalde (ich) wurde, das entzieht sich meiner Kenntnis.

Und ich? Ich bin geknickt, daß es das seelische Notlagenvorratsdatenspeicherungs-gesetz noch nicht gibt, denn nun harre ich weiterer 4 Wochen ohne seelsorgerische Internetbetreuung einer zahnärztlichen Abschlußreparatur.

Doch Lösung naht im Sauseschritt. Statt auf die Internetseelsorger zu warten, betätige ich mich als Bankräuberspieler.

Bankraubspiel Monaco hilft gegen Depressionen

3. März 2011

der Maxl ist ein ganz lieber

Maxl ist ja zur Zeit auf Auslandsurlaub, weil sich Frauchen einer umfänglichen stationären Kontrolle unterziehen muß. Heute war Tag drei seines kleinen Abenteuers.

Gestern waren die Rufe nach Frauchen noch unüberhörbar. Schwierigkeiten mit dem Hineinbugsieren in den Käfig hatte ich ebenfalls. Gelang mir erst, als er mit halber Gehirnerschütterung auf dem Fußboden lag, weil er im Dustern gegen die Wand gedonnert ist.

Seit heute ist aber die Welt voll in Ordnung. Das Klappern der Tastatur begleitet er mit einem unerschöpflichen Vorrat an guten Ratschlägen. Der Rekord war immerhin eine glatte halbe Stunde. Es kann allerdings auch sein, daß er mir aus seinem Leben erzählte. Sein Verhalten ist entspannt und gelöst. Soweit ich weiß, keine ängstlichen Rundflüge mehr.

Als ich mal anderthalb Stunden Radeln war, brauchte er einige Zeit, um wieder zurück ins Leben zu finden. Er hatte wohl gepennt.

Soweit ich das beurteilen kann, ist Maxl der zweitfaulste Flugvogel, der mir je über den Weg gelaufen ist. Die faulsten waren Aras in einer Hotelanlage, die mangels Fluchtmöglichkeiten ins Umland keinerlei Käfighaltung nötig hatten. Kein Baum, kein Strauch, kein gar nichts, wo es Futter und sichere Schlafplätze geben könnte. Na dann bleiben wir eben hier, haben wir unser Futter frei Haus und umsonst, was dazu führte, daß sie sich auch ab und zu am Frühstückstisch einfanden und ihre Brosamen verlangten. Na, eigentlich haben die sich ja ihren Anteil einfach genommen, ohne große Nachfrage.

Jedenfalls, diese Aras sind lieber 20 Meter zu Fuß irgendwo hingelatscht, statt mit zwei kräftigen Flügelschlägen zum Ort begehrlicher Inaugenscheinnahme zu gelangen.

Maxl ist vom gleichen Kaliber. Kein Flügelschlag zu viel. Den ganzen Tag auf seinem Bäumchen sitzen, die Umgebung, sich selbst und mich bewachen und einen Schlag von früher erzählen.

Womöglich ist das auch eine schnöde evolutionäre Strategie. Latschen ist energieökonomischer als zu zwei drei Flügelschlägen anzusetzen.

Und heute, oh Wunder, ist er vollkommen streßfrei und freiwillig in seinen Käfig gewandert, so daß ich nur noch die Klappe zu machen mußte.

Nebenbei, Maxl hat die erste Stulle weg, und erzählt mir gerade, was ich noch so alles an Nettigkeiten über ihn verbreiten soll.

Er ist im Urlaub angekommen.

So, dann schaun wir mal, ob ich morgen das Finale meiner endodontologischen Wurzelbehandlung überstehe. Ich bin der letzte Kunde und mit open end eingeplant. Wenn ich das hinter mir habe, dann fällt eine Menge Last von mir, dann kann ich mich am Wochenende vielleicht mal als Tierfilmer und Fotograf betätigen, wobei ich aus unzähligen Versuchen weiß, daß er Fotoapparate überhaupt nicht mag. Diese einäugigen schwarzen Ungeheuer sind was fürchterliches.

update 19:15 Uhr.

Den Geschirrspüler findet er auch ganz toll und brabbelt ihm mit Vergnügen vor, wie er das Geschirr spülen würde, wenn er es könnte.

update 20:15 Uhr.

Manchmal ist er ganz lieb. Nach dem Abendessen stellte er fest, daß er noch nicht so früh schlafen will wie gestern und vorgestern. Er protestiert aufs Heftigste gegen die Dunkelhaft in der Einzelzelle.

update 20:45 Uhr.

Geschirrspüler aus. Licht aus. Käfig in der Küche. Schnäbelchen aus. Zappenruhe. Schnarchen tut er nicht.

Jugendjargon

Heute früh. Junge Madels auf dem Weg zur Schule.

"Eij, Mann, ick hab mich grad von meine Jebärmutta vaabschiedet."

ganz klare Ansage

Islam gehört nicht zu Deutschland. Soweit, so klar.
Doch wem gehört er dann?



Das linke Versöhnungsorgan aller Religionen hingegen sieht in der klaren und unmißverständlichen Ansage bereits den Stoff für die nächste Zündelei, weil die Aussage nach deren Ansicht kontrovers ist.

SPIEGEL ONLINE 03. März 2011, 18:44 Uhr
Neuer Innenminister

Friedrich startet mit Islam-Kontroverse ins Amt

dümmer geht's immer

Käßmann begründet Alkoholfahrt mit Stress im Job (welt)

Wat? Streß beim Blowjob? Kann ick mir nich vorstelln.

Innenminister Friedrich gegen Vorratsdatenspeicherung



Ist gar nicht lange her, da wollte der Friedrich die Vorratsdaten lieber gestern als heute.